Suchergebnisse für

Fotografien vermarkten

Fotografie, Nachgedacht

Teil 3 – Die eigenen Fotografien vermarkten – keine Stockfotos!

8. August 2011

Im dritten und letzen Teil der Beitragsreihe „Die eigenen Fotografien vermarkten – keine Stockfotos“ geht es um die Online-Kunstgalerie artflakes.com. Nach dem aktuellen Portfolio zu urteilen, geht artflakes.com noch einen Schritt weiter. Neben der klassischen, zeitgenössischen Fotografie, finden sich auch Grafiken und Illustrationen in der Online-Galerie. Das macht die Anmeldung nicht nur für Fotografen interessant…

Artflakes ist im Übrigen eine Marke der myGall GmbH, einem sehr bekannten Online-Druckdienstleister. Im Gegensatz zu den bereits vorgestellten Online-Kunstgalerien beschäftigt artflakes keine Bildredaktion/Jury, die hochgeladene Werke des Künstlers ablehnen könnte. Um es vorweg zu nehmen, eine Anmeldung als Künstler ist derzeit nur eingeschränkt möglich. Entweder ihr werdet von artflakes eingeladen oder aber ihr könnt auf der Webseite eure Mailadresse hinterlassen und wandert auf eine Warteliste. Zwar gibt es keine Bildredaktion für einzeln hochgeladene Aufnahmen, dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass euer Portfolio/Fotografiestil vor der Freischaltung des Accounts geprüft wird.

Während ihr bei den anderen Anbietern nur eine limitierte Anzahl von Werken zum Verkauf anbieten könnt (außer bei fineartprint), begrenzt artflakes den Bilderupload nicht – zumindest noch nicht. Ihr könnt also eure gesammelten Werke zum Verkauf anbieten. Dennoch würde ich hierbei auf die Qualität des eigenen Portfolios achten. Nach dem Hochladen der Fotos, steht die Zuordnung und Verschlagwortung des Werkes an. Abgesehen vom Werktitel empfehle ich euch die Schlagworte sinnvoll auszuwählen, denn diese wirken sich bei artflakes auch auf die Suchmaschinenergebnisse aus. Euer Name sollte auf keinen Fall fehlen.

Während ihr diese Zuordnung und Verschlagwortung durchführt, besteht die Möglichkeit den Verkaufspreis zu bestimmen. Das solltet ihr auch machen, denn der prozentuale Aufschlag zum Grundpreis ist eure Provision. Hier sind der Preisgestaltung natürlich keine Grenzen gesetzt. Angefangen von einem bis zu 1000 Prozent und darüber ist alles möglich. Allerdings würde ich es mit Festlegung der Provisionshöhe nicht übertreiben. Das bedeutet aber nicht, dass ihr eure Bilder und somit auch euch unter Wert verkaufen solltet – ganz nach dem Motto „Was nix kostet, ist auch nichts Wert“ würde ich die Provision moderat gestalten. Die Abrechung der verkauften Aufnahmen erfolgt monatlich.

Mein Fazit zu diesem Anbietern:
Sehr gut gefällt mir, neben dem unbegrenzten Upload, die freie Preisgestaltung der eigenen Werke die zum Verkauf angeboten werden. Hier genießt der Anbieter eindeutig eine Vormachtstellung. Natürlich ist die Festlegung des Verkaufspreis keine leichte Sache und sollte wohlüberlegt sein. Die Zuordnung und Verschlagwortung geht zwar nicht so einfach von der Hand wie bei seenby, ist aber dennoch übersichtlich und verständlich gestaltet. Da artflakes noch ein recht junger Anbieter ist, lassen sich derzeit keine verlässlichen Informationen über Verkäufe, Marketing usw. finden. Ein wenig negativ finde ich, dass auch Bildagenturen auf artflakes ihre Werke anbieten können. Diese haben meist mehre tausende Fotos im Portfolio und verdrängen eventuell den „kleinen“ Fotografen vom Markplatz. Für den Letzteren sollte eben Qualität statt Quantität im Vordergrund stehen.

Meine Empfehlung:
Ehrlich gesagt, hat jeder Anbieter seine Vorteile sowie Nachteile. Daher ist es schwierig nur einen einzigen Online-Galerie Anbieter zu präferieren. Den maximalen finanziellen Output erreicht ihr natürlich, wenn ihr bei Allen eure Werke anbietet. Ich empfehle euch allerdings grundsätzlich vorher genau die AGBs durchzulesen, um ungewollten Überraschungen betreffend der Verkaufslizenzen (Dauer, Limitierung, Provision, usw…) vorzubeugen.  Den Neuen unter euch würde ich zu seenby.de, whitewall.com oder artflakes.com. Warum? Weil diese Anbieter auch eine Rubrik „neue Bilder“ anbieten. Das ist in meinen Augen die beste Chance, die Aufmerksamkeit auf eure Werke zu lenken.

Kennt ihr artflakes und welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Anbieter gemacht? Auch würde mich grundsätzlich eure Meinung zum Thema Bilder verkaufen interessieren? Kennt ihr noch andere Anbieter?

Fotografie, Nachgedacht

Teil 2 – Die eigenen Fotografien vermarkten – keine Stockfotos!

20. Juli 2011

Im zweiten Teil der Beitragreihe „Die eigenen Fotografien vermarkten – keine Stockfotos“ geht es um die Online – Kunstgalerien seenby.de und whitewall.com. Im Vergleich zu fineartprint.de steht hier die „künstlerische Fotografie“ noch mehr im Vordergrund. Außerdem spielen hier die AGBs für die Fotografen auch eine Rolle.

Beide Anbieter, sowohl seenby.de als auch whitewall.de haben ein mitunter hohen künstlerischen Anspruch an die eingereichten Werke. Nicht selten wird daher ein Werk, welches der Redaktion/Jury vorgeschlagen wird, abgelehnt. Um die „Durchfallquote“ zu verringern, empfehlt es sich das bestehende Portfolio und die Themenbereiche der Anbieter anzuschauen und mit euren Aufnahmen zu vergleichen. Natürlich ist das kein Garant für eine Aufnahme ins Portfolio, aber es hilft ein wenig. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass nicht immer das Lieblingsbild aufgenommen wird.

seenby.de

Während ihr bei fineartprint.de je nach gewählten Account (Standard oder Premium) unendliche viele Aufnahmen zum Verkauf anbieten könnt, limitiert seenby.de den Kunstmarkt auf 20 Werke pro Fotograf. Allerdings müsst ihr euch nicht entscheiden, welche 20 Aufnahmen ihr zum Verkauf anbieten wollt – das übernimmt die seenby-Redaktion. Zwar könnt ihr immer nur max. 20 Aufnahmen gleichzeitig der Redaktion vorschlagen, wenn ihr aber nicht aufgenomme Werke wieder aus der Bilderliste entfernt, besteht die Möglichkeit erneut Aufnahmen zum Verkauf vorzuschlagen. Nach dem Hochladen der Fotos, steht die Zuordnung und Verschlagwortung des Werkes an. Abgesehen vom Werktitel empfehle ich euch die Schlagworte sinnvoll auszuwählen, denn diese wirken sich bei seenby auch auf die Suchmaschinenergebnisse aus. Euer Name sollte auf keinen Fall fehlen. Anschließend wird das Bild der Redaktion zum Verkauf vorgeschlagen. In der Regel dauert die Freigabe 1-4 Tage. Sofern das Bild akzeptiert wurde, könnt ihr es nun in den Verkauf schicken.

Die Abrechung der verkauften Aufnahmen erfolgt quartalsweise. Die Provision liegt derzeit bei 25 Prozent, womit seenby.de unter den Online-Kunstgalerien einen Spitzenplatz einnimmt.

whitwall.de

Hier könnt ihr als Fotograf maximal 15 Werke der Jury zur Aufnahme in den Kunstmarkt und somit zum Verkauf anbieten. Soweit ich weiß entscheidet aber nicht nur die Redaktion/Jury von Whitewall, sondern auch bestimmte Mitglieder. Nach meinen Informationen haben sich diese durch besonders viele Aufnahmen, mit hohen Punkten, für die Bewertung der neuen Aufnahmen verdient gemacht. Apropos Punkte/Sterne… Wird ein Bild in den Kunstmarkt aufgenommen, erhält es eine bestimmte Punktzahl, max. 10 Punkte können erreicht werden. Welchen Zweck dieses Punkte-/Benotungssystem hat, erschließt sich mir leider nicht. Es kann gut sein, dass man ein gewisse Punktzahl erreichen muss, damit das entsprechende Werk in den Kunstmarkt aufgenommen wird. Die Höhe ist mir nicht bekannt. Eventuell weiß einer von euch mehr darüber?

Wie auch Fineartprint, bietet Whitewall seinen Mitglieder die Erstellung einer eigenen Kunstgalerie-Webseite an. Die Funktionsweise ist ähnlich einem Online-Shop. Zwar besteht hier die Möglichkeit auch mehr als nur 15 Werke hochzuladen, allerdings müsst ihr euch selbst um den Verkauf der Aufnahmen kümmern – bedeutet Marketing für den Shop! Produktion/Logistik werden dann wieder von Whitewall übernommen. Das große Plus bei Verkauf über die eigene Galerie-Seite ist die Höhe der Provision. Sie beträgt 51 Prozent, da ihr die Kunden selbst zuführt. Für den Kunstmarkt sind es dagegen die üblichen 15 Prozent.

Weiter zeichnet sich Whitewall dadurch aus, dass ihr eure Aufnahmen als „open und/oder als limited editions“ anbieten könnt. Wie der Name „open Editions“ bereits sagt, könnt ihr hier unendliche viele Exemplare des Werkes verkaufen. Die Anzahl der „limited editions“ könnt ihr nach euren eigenen Gusto festlegen. Vorgegeben sind standardmäßig 100 Exemplare. Der Vorteil der limitierten Werke ist aufgrund des höheres Endkundenpreises eure Provision. Wer jetzt denkt, super –  dann kann ich ja alle meine Werke als limitierte Auflage anbieten, sollte sich vorher die AGB  genau durchlesen. Im Großen und Ganzen dürft ihr diese Werke nur mit Ausnahmen auch bei anderen Galerien anbieten.

Zur Kategorisierung und Verschlagwortung der Aufnahmen lässt sich nur soviel sagen, als dass Whitewall hier euch sehr viele Auswahlmöglichkeiten bietet. Diese hier alle aufzuzählen, würde die Länge des Artikels sprengen. Wie auch bei seenby würde ich euch die Angabe des Namens für die Suchmaschinenergebnisse empfehlen. Doch bevor ihr die gewünschte Aufnahme der Jury vorschlagen könnt, gibt es noch einiges zu tun. Diese nächsten Schritte sind allerdings eher müsig. Zum einen müsst ihr der Aufnahme mindestens ein Format und die Präsentationsmethode vorgeben und zum anderen müsst ihr zusätzlich noch einen Sooftproof der Aufnahme anfordern. Im diesem letzten Schritt, bevor ihr die Aufnahme endlich vorschlagen könnt, habt ihr die Möglichkeit in Bezug auf Schärfe, Kontrast, usw… noch Änderungen vorzunehmen. Danach geht es zur Jury und dann heißt es erstmal warten. Das kann schon mal mehr als eine Woche dauern, bist die Anwort per Mail an Euch geschickt wird.

Die Abrechnung der verkauften Aufnahmen erfolgt ebenfalls quartalsweise, außer der Auszahlungsbetrag liegt über 100 Euro, dann ist auch die monatliche Auszahlung möglich.

Achtung AGBs

Bei beiden Anbietern sollten sich die ausstellenden Fotografen, bevor sie eine Aufnahme zu Verkauf anbieten, die entsprechenden Bestimmungen durchlesen. So verpflichtet sich der Verkäufer bei seenby.de, dass er seine Aufnahmen mindestens für volle 12 Monate dem Kunstmarkt zur Verfügung stellt. Selbst nach der Kündigung kann seenby.de die Werke für weitere 3 Monate nutzen. Allerdings kann er erst nach Ablauf der ersten 12 Monate mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zum jeweiligen Monatsende künden. Zählt man eins und eins zusammen, kommt man auf mindestens 21 Monate Nutzung seitens seenby.de. Ich persönlich finde das schon sehr lang, wenn man bedenkt, dass für den einen oder anderen sich die Gelegenheit ergeben könnte, die Werke exklusiv einer realen Kunstgalerie anzubieten. Whitewall dagegen besitzt zwar auch Kündigungsfristen, allerdings fallen diese eher moderat aus. So kann man immer zum Monatsende kündigen, welches aber auch die anschließende Nutzung von weiteren 3 Monaten beinhaltet.

Mein Fazit zu diesen Anbietern:
Positiv bei seenby.de ist die hohe Provision der verkauften Aufnahmen, die der Fotograf erhält. Weniger gut gefällt mir die geringe Anzahl der Werke, die der Fotograf auf dem Kunstmarkt anbieten kann, aber das scheint wohl auch bei anderen Anbietern üblich zu sein. Negativ finde ich dagegen die Konditionen im Hinblick auf die Vertragsgestaltung zwischen seenby.de und dem Fotografen. Hier empfehle ich nur die Werke zu veröffentlichen, die man auch nächsten 21 Monate dort ausstellen möchte. Im Zusammenhang mit den zukünftigen Verkaufschancen, kann ich derzeit noch keine verlässliche Auskunft geben. Dennoch könnte sich die Verschlagwortung und die Suchmaschinenindexierung als verkaufsfördernd erweisen.

Positiv bei Whitewall sind die Auswahlmöglichkeiten der „open und limited editions“ für den Verkauf der Aufnahmen. Das Vorschlagsprozedere für den Kunstmarkt, empfinde ich aber als müßig und aufwendig. Ebenso die geringe Anzahl an Werke, die der Fotograf max. anbieten kann, gefällt mir weniger gut. Über die Höhe der Provision kann man streiten, sie ist aber durchschnittlich. Schade finde ich, dass sich die Aufnahmen auf der Startseite im Gegensatz zu seenby.de nicht verändern. So wird über einen sehr langen Zeitraum immer nur das Gleiche präsentiert. Positiv, wenn auch nur teilweise ist die Vertragsgestaltung. Immerhin muss man bei whitewall.de nicht seine Werke für mindestens 21 Monate zur Verfügung stellen.

Im nächsten Teil geht es um Artflakes, einer noch relativ neuen Online-Kunstgalerie im Web und meiner abschließenden Empfehlung für eine oder gar mehrere Anbieter.

Kennt jemand von euch seenby/whitewall oder ist vielleicht sogar Mitglied? Auf Eure Meinungen bin ich wie immer gespannt!

Fotografie, Nachgedacht

Die eigenen Fotografien vermarkten – keine Stockfotos!

12. Juli 2011

Wenn man die Google-Suche bemüht und nach dem Stichwort „Fotografien vermarkten“ sucht, bekommt natürlich sehr viele Treffer. Allerdings dreht sich hier meistens alles um Bildagenturen, Eigene Online-, Poster- oder Bildkalender Shops usw….

Das ist ja alles gut und schön, aber was ist, wenn ich keine Stockfotos vermarkten will oder keinen eigenen Poster/Bildkalender- Shop anlegen möchte, um meine Fotografien zu verkaufen? Gibt es andere Möglichkeiten?

Über die Stockfotografie kann ich nicht viel erzählen, da ich erstens kein Fan davon bin, es nicht getestet habe und die Erfolgsaussichten aufgrund der Masse an Bilder eher als gering einschätze. Klar hat es bereits den einen oder anderen Top-Verdiener gegeben, der oder diejenigen waren aber auch von Anfang an dabei. Wenn ich gefragt werde, was ich von der Vermarktung in einem Poster/Bildkalender-Shop halte, dann sage ich: Ich habe es getestet, hat aber nicht funktioniert. Der Grund ist eigentlich ganz einfach. Ihr werdet bei der Google Suche nicht oder nur in den seltensten Fällen gefunden. Diesen Weg habe nach einer kurzen Testphase wieder aufgegeben.

Was jetzt übrig bleibt, sind die „Online-Galerien“, bei denen ihr eure Werke hochladen könnt und die sich anschließend auch über die Vermarktung und den Verkauf kümmern. Der Vorteil ist, dass ihr keinen eigenen Shop aufbauen müsst und ihr mit ein bisschen Glück schneller eure Bilder verkaufen könnt. Der Nachteil, wie bei eigentlich fast allen Vermarktungsmöglichkeiten ist, dass mittlerweile sehr viele Fotografen ihre Fotos anbieten. Hier muss man sich natürlich auch behaupten können.

Dennoch, gerade wenn man sich eher in der „künstlerischen Fotografie“ bewegt, möchte man eventuell auch früher oder später seine Arbeiten dem breiten Publikum anbieten. Vielleicht ist der Ausdruck jetzt nicht ganz korrekt, aber ich meine damit alle erstellten Fotografien, die keine Stockfotos sind. Da der Markt hier überschaubar ist, möchte ich meine Erfahrungen mit den nachfolgenden Online-Galerien mit euch teilen. Bevor der Beitrag zu lang wird, stelle ich euch heute nur eine Möglichkeit vor.  Die nächsten Tage folgen dann seenby, whitewall, artflakes…

FineArtPrint

Wer die Google Suche ein bisschen intensiver bemüht, der wird früher oder später auf Fineartprint.de stoßen. Hier könnt ihr entweder eure Aufnahmen über die Community oder über einen eigenen Shop verkaufen. Letzteres kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht empfehlen, da hier auch wieder das Problem mit der Auffindbarkeit bei Suchmaschinen entsteht. Der Verkauf über die Community gestaltet sich recht einfach. Ihr meldet euch zunächst an und ladet euer Bild in der besten Auflösung auf den Server von FineArtPrint. Danach ordnet ihr es noch diversen Kategorien zu und gebt es für den Verkauf frei. Noch ist es aber nicht im FineArtPrint-Bilderkatalog. Zunächst wird es der Community für eine erste Bewertung zur Verfügung gestellt. Hier werden Kommentare geschrieben und/oder zusätzliche Sterne im Hinblick auf Idee, Umsetzung und Eignung als Kunstwerk vergeben. Die Höhe der Sterne kann entscheidend für die Shopaufnahme sein. Das muss es aber nicht. Das Gute daran ist, dass letztendes die Redaktion entscheidet, welches Werk in den Bildkatalog aufgenommen wird. Das bedeutet, auch wenn es von der Community null Sterne erhält, es aber die Redaktion als verkaufsgeeignet ansieht, kann es in den Shop aufgenommen werden.

Sobald ihr ein Bild verkauft habt, wird euch eine Mail geschickt und ihr könnt sofort überprüfen, wie hoch euer Provisions-Anteil ist. Der liegt derzeit bei 15 Prozent. Auf den ersten Blick nicht viel, wenn man aber bedenkt, dass Käufer gerne auch ein paar hundert Euro ausgeben, dann steigt natürlich auch eure Provision. Die Auszahlung erfolgt nicht, im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern, in einem festgelegten Rhythmus. Nein, die könnt ihr selbst bestimmen. Auch gibt es keine Auszahlungshöhe. Somit sind Auszahlung ab quasi einem Euro möglich.

Mein Fazit zu diesem Anbieter:
Die Möglichkeiten zwischen dem Community- Verkauf und dem eigenen Shop finde ich gut. Meine Empfehlung gilt allerdings klar der Community, da hier die Absatzzahlen im Vergleich zum Shop besser sind. Ihr müsst euch nicht über die Vermarktung kümmern, das übernimmt nach erfolgreicher Aufnahme in den Bilderkatalog FineArtPrint (FAP) selbst. Aufgrund der großen Bilderzahl (FAP wirbt mit Millionen Bilder), kann es natürlich sein, dass der Verkauf am Anfang gar nicht oder nur langsam voran kommt. Wenn ihr allerdings ein Alleinstellungsmerkmal mitbringt, habt ihr meiner Meinung nach ganz gute Chancen auch viel zu verkaufen. Upps, noch etwas vergessen. Es gibt zwei Arten von Community Accounts, einen kostenlosen Standard- und einen kostenpflichtigen Premium Account (€4,99 pro Monat). Letzteres unterscheidet sich nur davon, dass ihr unbegrenzt viele Bilder hochladen und zum Verkauf anbieten könnt. Beim kostenlosen Account sind 50 Bilder inbegriffen. Für den Start und für eine Testphase reicht meiner Meinung erst einmal der Standard-Account.

Kennt jemand von euch FineArtPrint oder ist vielleicht sogar Mitglied? Auf Eure Meinungen bin ich gespannt!

Fotografie, Nachgedacht

Bilder online zu verkaufen ist verschwendete Zeit

18. Juli 2014

Ronny Ritschel - Prints

Eigentlich sollte die Artikelüberschrift heißen „Bilder online zu verkaufen ist absolute Scheiße“, denn das drückt genau das aus, was ich seit ich Anfang des Jahres empfinde. Allerdings kann man nicht alles als „Scheiße“ betrachten und so habe ich den Titel etwas relativiert. Es ist aber in meinen Augen absolute Zeitverschwendung und auch ich muss zugeben, dass ich in die Online Vermarktung meiner Aufnahmen bisher viel zu viel Zeit investiert habe. Runtergerechnet profitieren nur die Anbieter solcher Online Portale. Ich lassen jetzt mal Stock-Fotografie außen vor, wobei ich dem mittlerweile auch nichts abgewinnen kann. Es gibt einfach einen Überschuss an Bildern…

Was mich grundlegend stört ist, dass die Online-Anbieter den Markt kaputt machen, also den eigentlichen Wert des Bildes nahezu einstampfen. Schuld daran sind aber nicht nur die extrem niedrigen Preise, sondern auch die Fotografen selbst, die ihre Bilder dort einstellen und damit gerade mal 10 oder 15 Prozent Provision vom Netto-Verkaufspreis erzielen. Hey keine Frage, es ist schön seine eigenen Aufnahmen zu verkaufen, aber um jeden Preis? Ich weiß nicht!

Durch die steigende Anzahl der Fotografien in den Portalen wird es zukünftig noch schwieriger werden, seine Aufnahmen zu verkaufen. Selbst potenzielle Käufer haben keine Lust und auch nicht die Zeit sich durch tausende Bilder zu wühlen. Wer mit seinen Bilder nicht unter den ersten 10 Seiten ist, der hat nur extrem geringe Chancen gefunden zu werden – vom Kaufen gar zu schweigen.

Ich möchte euch nicht die Illusion nehmen, aber seit ich verstärkt an Ausstellungen und Kunstfestivals teilnehme haben sich meine Bildverkäufe verdreifacht. Ich würde sagen, das visuel-haptische Gefühl (wenn es die Wort-Kombi überhaupt gibt) – also das scheinbare Anfassen und Betrachten in der Realität ist für viele Interessenten definitiv ein Kaufgrund. Es ist einfach was anderes, wenn ich ein fertig gerahmtes Bild oder den Druck in den Händen halten kann. Zudem ist für viele der persönliche Kontakt zum Künstler wichtig. So kann man den Freunden, Bekannten oder Nachbarn erzählen, wie und warum man diese Aufnahme gekauft hat. Hinzu kommt, dass der Fotograf die „Story“ zum Bild erzählen kann. Der Käufer kann in meinen Augen so den Bildinhalt viel besser verstehen und reflektieren.

Ich kann euch leider keine allgemeingültige Anleitung geben, wie man seine Aufnahmen am besten vermarkten könnte. Es spielen sicherlich auch viele Zufälle eine große Rolle. Der Spruch zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein trifft auch hier für die Fotografie zu. Dennoch ist die Selbstvermarktung ein wichtiges Werkzeug. Soziale Medien, Foto-Wettbewerbe und natürlich auch der Online Auftritt – sei es eine Webseite und oder ein Blog. Ziel ist es, seine Aufnahmen mit dem eigenen Namen zu verbinden und sich dadurch bekannter machen. Das alles passiert natürlich nicht über Nacht. Es bedarf schon sehr viel Zeit, Geduld und natürlich auch Kohle. Festivals und sonstige Ausstellungsmöglichkeiten sind nicht umsonst, außer ihr seit in der glücklichen Lage gesponsert zu werden.

Dennoch ist das in meinen Augen die beste Möglichkeit herauszufinden, was ihr und eure Fotografien Wert sind. Die Besucher und natürlich auch die Käufer auf Festivals sind das beste Feedback was ihr erhalten könnt. Vieles passiert auch in den Wochen oder Monaten nach einer Ausstellung. So hatte ich rund 5 Monate nach meiner Teilnahme beim Artist Project in Toronto eine Mail erhalten, dass man sich jetzt entschieden hat, ein paar meiner größten und teuersten Aufnahmen zu kaufen. Das alles wäre mit einem Online Anbieter nicht möglich gewesen.

Eines solltet ihr euch immer merken. Ihr seit der Fotograf, Ihr habt das Bild gemacht, Ihr bestimmt den Wert des Bildes und nicht der Online Vermarkter, der euch im besten Fall gerade mal 10-15 Prozent gibt!!!