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Aputure – LCD Fernauslöser

14. Dezember 2011

Ja, ihr habt richtig gelesen – Aputure und nicht Aperture. Der LCD-Fernauslöser von Aputure (keine Ahnung, wie man das richtig aussprechen soll) ist meine neueste, kleine Errungenschaft an Fotozubehör und viel günstiger als das Original von Nikon, welches einfach nur unverschämt teuer ist.

Als Fan von Langzeitbelichtungen (LZB) kommt man ja um einen Fernauslöser nicht herum. Bis dato hatte ich einen ganz normalen Fernauslöser und mein iPhone für die Anzeige der Belichtungszeit verwendet. Das ging mir allerdings auch irgendwie auf die Nerven. Leider hat Nikon seinen Kameramodellen im Gegensatz zu  Canon keinen eingebauten Timer spendiert, der die entsprechende Zeit im Modus „Bulb“ im oberen LCD-Display angezeigt. Da fragt man sich doch, warum Nikon hier nicht mitgedacht hat.

Naja, wie dem auch sei. Ehrlich gesagt habe ich gar nicht gewußt, dass es genug Dritthersteller von LCD-Fernauslöser gibt. Es gibt sogar Funkmodule, die nachträglich auf den Systemblitzanschluß der Kamera montiert werden können. Jedenfalls bin ich jetzt stolzer Besitzer eines Nachbau-Nikon LCD-Fernauslöser für gerade mal 40 Tacken.  Das Original kostet knapp 140 Euro. Keine Ahnung, was hier anders sein soll, aber Plastik ist Plastik und für mich ist nur die Funktion wichtig und die China-Kopie kann so einiges.

  • Zeitverzögerung (Delay Funktion)
  • Intervall-Funktion (Wartezeit zwischen den Aufnahmen – für Timelapse z.B)
  • Aufnahmedauer (erklärt sich von selbst)
  • Aufnahmeanzahl (bis zu 399 Aufnahmen) – keine Ahnung warum nicht 999
  • Zweistufiger Auslöser ( Vor der Aufnahme fokussieren und/oder Aktivierung der Spiegelvorauslösung)
  • Auslösesperre
  • Displaybeleuchtung

Die Intervall-Funktion ist zwar bei vielen Kameramodellen integriert, wird aber im Modus Spiegelvorauslösung nicht aktiviert. Mit dem Fernauslöser funktioniert es aber dennoch und das macht es gerade für Nachtaufnahmen interessant um zum Beispiel mögliche Time-lapse Aufnahmen oder aber um eine Belichtungsreihen durchzuführen. Was gibt es noch zu sagen. Nun, dass Kabel ist meinem Empfinden ausreichend lang und der Timer liegt aufgrund der Größe auch super in der Hand. Die Funktionen sind ja an sich selbst erklären, so das ich davon ausgehe, dass hier keine Erklärung notwendig ist.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch. Zum einen ist die Anleitung komplett in Englisch und natürlich auf Chinesisch und zum anderen sind für den Betrieb der LCD-Anzeige zwei AAA-Batterien notwendig um alle Funktionen nutzen zu können. Allerdings und das relativiert die Sache ein wenig, ist es möglich den Fernauslöser auch ohne Batterien zu betreiben. Das steht im Übrigen nicht in der Bedienungsanleitung. Gerade dann, wenn man unterwegs ist und keine Möglichkeit hat an Batterien zu gelangen, muss man sich keine Gedanken machen, denn die Funktionen, Fokussieren und zweistufiger Auslöser bleiben erhalten. Das LCD-Display bleibt dann natürlich dunkel. Ich bin bisher super zufrieden und bin schon gespannt, wie er sich im Januar schlagen wird….

Den Fernauslöser gibts bei Amazon (hier entlang -> Aputure Remote Digital) für etwas über 40 Euro und zwar nicht nur für Nikon Kameras – falls noch jemand ein kleines, sinnvolles Weihnachtsgeschenk braucht.

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15 Kommentare

  • Antwort wecand 14. Dezember 2011 um 09:11

    Hi Ronny,
    Das gleiche Ding nutze ich ebenfalls schon eine geraume Zeit und bin völlig zufrieden. Wenn man den Preisunterschied sich vor Augen führt, kann man die eventuellen Qualitätsunterschiede in der Verarbeitung locker vergessen. Der Qualitätsunterschied könnte in der Verarbeitung des Kabels im Inneren des Gehäuses sein. So habe ich in der Vergangenheit drei Kabelauslöser (einer anderen NoName Marke) wegen Kabelbruch geschrottet. Das Aputure Teile hält bisher am längsten. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Nachbau kein OnOff-Taste hat. Das Ding ist also permanent an. Ich habe aber seit dem Kauf im Vergangenem Jahr immer noch die gleichen Batterien und es funktioniert immernoch.

    Also ich kann absolut nicht meckern und es ist für mich neben den Graufiltern zum weiteren wichtigen Zubehör geworden.

    Gruß
    Andi

  • Antwort n1Ls 14. Dezember 2011 um 09:27

    Momentan mache ich meine Timelapse-Aufnahmen mit meiner 600D und einem Netbook auf dem die EOS-Utilities instaliiert sind.

    Aufnahmeanzahl (bis zu 399 Aufnahmen) halte ich aber für fast schon zu gering.

    • Antwort BlogTimes 15. Dezember 2011 um 09:38

      Naja, man hat ja sowieso Intervalle und der Auslöser ist schnell wieder eingestellt.

  • Antwort Nils 14. Dezember 2011 um 09:54

    Ah neues Spielzeug, sehr schön.

    Bei den Nikons kann man auch im Menü die Spiegelvorauslösung aktivieren (so wie bei den Canons) und kann dann auch wenn die Kamera nicht auf MUP gedreht wurde – Spiegelvorauslösen.
    Also im Menü aktivieren, Intervallaufnahme im Kameramenü einstellen und auf die Plätze Timelapse fertig.
    Ist natürlich mit der passenden Fernbedienung komfortabler.

    • Antwort BlogTimes 15. Dezember 2011 um 09:37

      Danke für die Info, wieder was gelernt.

  • Antwort Teezeit 14. Dezember 2011 um 14:12

    Ich habe das Teil ebenfalls mir Anschluß für Canon. Die Nutzung der Batterien relativiert sich auch dadurch, dass die Dinger fast unendlich halten. Mein Gerät ist ca. zwei Jahre alt und hat immer noch den ersten Satz Batterien. Und das, obwohl man – und das ist meine einzige Kritik – das Gerät nicht ausschalten kann.

    • Antwort BlogTimes 14. Dezember 2011 um 18:09

      Danke für die Info zum quasi „Langzeittest“ 🙂

  • Antwort Christian 14. Dezember 2011 um 17:01

    Ich besitze das gleiche Gerät allerdings von einem anderen Dritthersteller. Es leistet gute Dienste und ist um einiges günstiger als das Original von Canon. Ich denke, wenn man pfleglich damit umgeht, sollte das Ding auch eine Weile halten.

  • Antwort Dieter Fröhling 14. Dezember 2011 um 17:11

    Hab mit der D200 den Nikon MC36 gekauft. Schaltet zuverlässig bei Nichtgebrauch ab. Arbeitet in Kälte prima. Tuts vier Jahre schon 😉
    Würd obiges Teil für die dritttaschenfestbelegung kaufen….

    • Antwort BlogTimes 14. Dezember 2011 um 18:10

      …so, so die „Dritttaschenfestbelegung“….. 🙂

      • Antwort Dieter Fröhling 16. Dezember 2011 um 18:35

        Ja. Ist halt so. Wenn ich eine Tasche „fest“ mit Zeug belade, dann ist das Zeug halt „immer“ da drin.

  • Antwort Dr. Thomas Brotzler 15. Dezember 2011 um 22:13

    „natürlich auf Chinesisch“

    Willst Du etwa andeuten, daß Du immer noch nicht angefangen hast, Chinesisch zu lernen?

    :xx

    • Antwort BlogTimes 15. Dezember 2011 um 22:21

      So langsam müsste ich das wohl….. 🙂

  • Antwort Frank 16. Dezember 2011 um 11:40

    Bis 30 sec. Belichtungszeit habe ich bisher bei dr D300 & D700 immer den eingebauten Timer benutzt ( Startrails 100 exp. a’30sec)aber kürzlich hätte ich was mit 50 sec machen wollen …. genau deshalb steht das von dir vorgestellte Modell seitdem auf dem Wunschzettel. :lol

  • Antwort Die beste Fototasche, die ich bisher hatte - Der Tilopa BC von F-Stop | BlogTimes - Fotografieblog 23. Oktober 2013 um 13:07

    […] außerhalb des ICU waren dann noch Microfaser-Tücher, Speicherkarten, CSLR Kameratragegurt, Fernauslöser, Iphone Kopfhörer von AudioTechnica*, und ne Menge anderes Zeug, was mir jetzt gar nicht mehr […]

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