Fotografie, Unterwegs

Berufjörður – Reisetagebuch Island Tag 10

16. Mai 2011

Mit einem wunderschönen Blick auf den Fjord Berufjörður haben wir heute den Tag bei einem entspannten Frühstück begonnen.

Da wir gestern den Fjord einmal komplett durchfahren haben, konnten wir bereits, für die Fotografie, interessante Orte entdecken. Diese wollten wir heute genauer unter die Lupe nehmen. Doch zuvor hatten wir in unserem Reiseführer von einer Wasserfallwanderung gelesen, die unmittelbar in der Nähe unserer Unterkunft beginnen sollte.

Auf Nachfrage bei unserem Gastgeber Olafur gab uns dieser noch ein paar Tipps mit auf dem Weg. Schon beim ersten Anstieg dachten wir, na wenn das mal nicht wieder so ne Knochentour wird. Mit Händen und Füßen  gingen wir Meter für Meter nach oben. Durch einen Hinweis von Olafur wussten wir, dass die Wandermarkierungen nur den ersten Aufstieg markieren, danach ist man auf sich selbst gestellt. Diese Tatsache bemerkten wir schnell und verloren uns ein wenig auf dem Berg. Da wir bisher noch keinen einzigen Wasserfall, lediglich ein paar Rinnsale gesehen haben, beschlossen wir die Wanderung, die mittlerweile zur Bergsteigertour avancierte, abzubrechen und uns auf den Rückweg zur Unterkunft zu machen. Die aufziehenden Wolken erleichterten uns diese Entscheidung.

Der Tag war noch jung, also beschlossen wir die am Tag zuvor entdeckten Fototauglichen Orte aufzusuchen. Wir fuhren mit unserem Suzuki in Richtung Fjordende und da war es wieder, das Schild welches dem Fahrer mitteilt, dass die Strecke keinen Winterdienst hat und auf dem Pass eventuell noch Schnee liegen könnte. Die Erinnerung an den gestrigen Tag waren einfach zu noch zu frisch, als dass wir uns wieder in so eine abenteuerliche Fahrt stürzen wollten. Aus diesem Grund haben wir nur etwa ein Drittel der Strecke, die es aber mit 17 Prozent doch in sich hatte, zurück gelegt. Mehr mussten wie auch nicht fahren, um unser Ziel einen unberührten Wasserfall, zu erreichen. Der restliche Weg war eine anstrengende, aber sehr schöne, Wanderung zum Fuße des Wasserfalls des gleichnamigen Fjordes Berufjörður.

Auf dem Rückweg wurden wir, wie wir anschließend von Olafur erfuhren, Zeuge einer seltenen und nur im Frühjahr stattfindenden Rentierwanderung. Schon faszinierend diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

So ging auch dieser Tag mit vielen Eindrücken zu Ende. Morgen werden wir den Osten Islands verlassen und zu den Eisbergen und Gletschern in den Süden fahren, wo wir unseren längsten Zwischenstop auf unserer Reise haben werden. Es wird also wieder spannend…

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