Dies und Das, Fotografie

Bildbearbeitung mit dem Smartphone…

18. Juli 2013

Streets of San Francisco - California

Ich veranstalte im Moment ne kleine Umfrage zum Thema „Die Kamera überall mitnehmen“ und derzeit liegt das Smartphone knapp vor der DSLR. War irgendwie klar, aber eigentlich auch ganz interessant, dass doch sehr viele ihre DSLR-Ausrüstung immer dabei haben. Ersteres bringt mich dennoch zu der Frage der Bildbearbeitung mit dem Handy.

Ich selbst habe erst kürzlich damit angefangen, mich intensiver mit der „iPhonography“ zu beschäftigen und gerade für meine Reisefotobücher finde ich es super praktisch. Doch mit der Aufnahme an sich ist es ja nicht getan – Was habe ich also anfangs gemacht, natürlich wie fast jeder die Instagram Filter genutzt. Selbstverständlich gibt es viel mehr Filter-Apps. Die Anzahl ist fast unüberschaubar und gerade der Anfänger fragt sich vielleicht was er nutzen sollte.

Mir selbst reichen drei Programme völlig aus. Logisch Instagram, mittlerweile allerdings nur um die Bilder entsprechend im Web und auf Facebook zu präsentieren. Weitaus intensiver nutze ich derzeit die kostenlose VSCO-CAM und habe mir auch das komplette Filterpacket dazugekauft. Die App kommt standardmäßig bereits mit ein paar Filter. Ob diese für einen selbst ausreichen, muss jeder für sich entscheiden. Man kann aber schon einiges damit anstellen. Was ich allerdings an der App ganz besonders gut finde, ist die Möglichkeit der Bearbeitung von grundbekannten Dingen wie Sättigung, Schatten, Lichter, Kontrast, Belichtung, Schärfe, Farbtemperatur, Drehen, Schneiden usw… Das können zwar viele andere Apps auch, doch die Bedienung gefällt mir her einfach besser. Zudem lässt sich das fertige Bild gleich in Instagram öffnen oder auf den eigenen Facebook Account zu laden. Es erkennt auch andere Bildbearbeitungs-Apps und lädt das entsprechende Bild ins Programm, falls gewünscht – finde ich ne coole Sache.

Wer noch ein wenig mehr Veränderungen oder auch lokale Anpassungen im Bild vornehmen möchte, dem lege ich Photogene 2 an Herz – quasi das Lightroom fürs iPhone. Damit kann man sogar bestimmte Bereiche im Bild aufhellen oder abdunkeln… Allerdings nimmt das natürlich ganz schon viel Zeit in Anspruch und bei mir muss es eher schnell gehen, warum ich also überwiegend auf die fertigen Filter oder Presets zurückgreife. Apropos Filter. Wer von Nik-Software angetan ist, der sollte sich auch unbedingt Snapseed zulegen. Grob gesagt sind das die gleichen Nik-Filter wie sie auch schon bei LR und PS verwendet werden.

Viele verschiedene Apps nutze ich also nicht, da ich nicht unendlich viel Zeit damit verbringen möchte auf dem doch relativ kleinen Display rumzuwurschteln. Ohne Filter oder entsprechendes Nachbearbeiten der Bilder würde ich die Aufnahmen aber nicht zeigen. Warum – nun ich zeige ja auch nicht meine RAWs der DSLR. Warum sollte ich das denn mit dem iPhone. Authentisch sind die Bilder immer noch – auch wenn hier und da ein Filter verwende!

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Auch wenn ich für mich meine Mini-Programme gefunden habe, bin ich doch auch immer wieder auf der Suche nach neuen Apps, die sich mit der Fotografie beschäftigen. Welche nutzt ihr den so, oder seit ihr etwa puristisch und verzichtet gänzlich auf die Bearbeitung. An diese Stelle fällt mir grade noch ein – gibt es nicht schon eine Kamera mit Android Betriebsystem. Wäre ja cool, wenn die Bearbeitung nicht nur den Smartphones vorbehalten wäre, oder?

 

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16 Kommentare

  • Antwort Björn 18. Juli 2013 um 13:51

    Ich nutze geledentlich die Flickr-App. Am Handy reichen mir auch Filter der App aus. Schließlich mache ich meist eh nur Schappschüsse.

  • Antwort Uwe Seiffert 18. Juli 2013 um 14:30

    Also, bei mir sieht es grad so aus:

    Snapseed (1. Wahl, von Anfang an), neuerdings auch Fontpress (um Schrift ins Bild zu bringen), Fotor (für Collagen) und ganz neu eingerichtet EyeEm (Alternative für Instagram).

    Ach ja, und demnächst ´ne neue Lesebrille wg. der Fummelei auf dem kleinen iphone Display :lol

    Gruß Uwe

  • Antwort Benjamin 18. Juli 2013 um 17:01

    PicTapGo! Eine tolle App von den Jungs von gettotallyrad.com. Und natürlich VSCO-CAM. Beide Apps möchte ich nicht mehr missen.

  • Antwort Armin 18. Juli 2013 um 19:45

    Ich verwende in der Regel eine Kombination:
    Filter: Snapseed
    Tonwert, Belichtung, Grad-Kurve: Luminance
    Finish, Schärfen, Croppen, waagrechter Horizont: PS Express.

    –> was sind die besten Apps um RAW-Files zu bearbeiten? (Unterwegs, im Urlaub: Foto mit DSLR, Bearbeitung am IPad/iPhone?

    Grüße Armin

  • Antwort Birger 18. Juli 2013 um 22:58

    Auf iPhone / iPad ist Filterstorm (
    https://itunes.apple.com/de/app/filterstorm/id363449020?mt=8) einfach genial, weil es die Bildqualität / Auflösung nicht verschlechtert. Kurven, Tontrennung, variable SW Konvertierung alles in guter Qualitāt. In Verbindung mit Fuji X-E1, EyeFi Karte eine handliche Lösung für Bildverarbeitung und nicht verschlimmbessernd wie bei z.B. instagramm.

  • Antwort Marc 19. Juli 2013 um 13:30

    Hallo,

    ich mache nur Schnappschüsse auf dem Handy und diese bearbeite ich nicht wirklich. Wenn ich wohin fahre und möchte Bilder machen geht die DSLR mit. Zum anderen bin ich noch Anfänger und für manche Dinge brauche ich wirklich doch Hilfe. Ich nutze ein iPhone und habe dort diese Apps am laufen.

    – Sun Surveyor
    – ND Calc
    – PhotoBuddy

    • Antwort BlogTimes 19. Juli 2013 um 15:36

      Ich kann Dir NDTimer für die Berechnung der Belichtungszeit bei Langzeitaufnahmen empfehlen. Die App ist besse als ND Calc.

  • Antwort Steven 21. Juli 2013 um 13:41

    Zwei Apps die ich gerne verwende sind:

    – Mextures um hochwertige Texturen in mehreren Ebenen drüberzulegen (Review kürzlich bei Kwerfeldein)

    – Afterlight für Filter und einfache Bearbeitungen wie Kontraste, Helligkeit, Beschneiden etc.

    Ich möchte mein iPhone als Immer-Dabei-Kamera nicht mehr missen, um damit auch Schnappschüsse wie diesen einzufangen. Eine DSLR hätte ich da sicher nicht mit dabei gehabt.

  • Antwort Volker 21. Juli 2013 um 15:06

    Da ich kein iPhone besitze sondern „nur“ ein Android-Smartphone, kann ich auch nur für dieses sprechen. 😉 Da benutze ich schon seit längerem „Vignette“. Andere Apps schaue ich mir zwar hin und wieder an, komme dann aber doch wieder auf die Vignette zurück.

  • Antwort Chris 23. Juli 2013 um 12:34

    zum einen Snapseed und Camera+(die einzige App die ich je gekauft habe!), wobei ich Snapseed lieber benutze, sind eigentlich bei mir erste Wahl.
    Ab und an dann noch iColorama S und neuerdings hab ich auch mal XnView Fx ausprobiert was einen sehr soliden Eindruck hinterlassen hat.

  • Antwort Mark 23. Juli 2013 um 18:58

    Hi,
    Einen Kunstgeschmack muss jeder selbst entwicklen bzw. man muss sich ihn erarbeiten. Dazu gehöhrt, dass mein seine Arbeit hinterfragt, sich immer verbessert und vor allem sich auch gute Bilder ua. in Galerien anschaut.
    Einfach nur ein Bildstyl zu machen weil gerade eine App in ist, führt dazu, dass es wie so oft zuviel und vorallem zuviel schlechtes von etwas gibt.
    Deshalb halte ich von Apps die analoge Bilder simulieren gar nichts. Es sind Spielzeuge die kurzfristig einen Trend bedienen und dabei gewisse Bildstyles hochgradig inflationär machen.
    Ich finde, mann muss auch nicht alles in dieser Welt digital simulieren was (noch)Spaß macht.
    Ne echte Gitarre zu spielen ist auch viel cooler als auf einen iPad mit Hilfe einer App zu „spielen“…auch wenn dies einfacher ist

    gruß mark

  • Antwort spiegeleule 24. Juli 2013 um 17:37

    versuch mal eyeem – eine tolle alternative zu photo sharing apps. finde die filter besser und man muss nicht auf quadratisch croppen 🙂

  • Antwort Jürgen 9. August 2013 um 16:13

    M.A.n. ist Snapseed die einzige ernst zunehmende Bildbearbeitungssoftware für Smartphones. Alles andere sind mehr oder weniger Effektfilter. Snapseed kann Auswahlen und zwar ganz einfach mit Auswahlpunkten. In den ausgewählten Bereichen kann man dann ganz klassisch Tonwerte, Farbwerte, Kontraste und Schärfe anpassen – ziemlich genial.
    Aber Effektfilter sind auch nicht Übel, wenn sie so gut sind wie PIXLR-O-MATIC – unbedingt ausprobieren!
    Du fragst „gibt es nicht schon eine Kamera mit Android Betriebssystem?“ Ja, gibt es: die Samsung Galaxy Cemera. Das ist quasi ein Hybrid aus Kompaktkamera und Smartphone mit echtem 23-480mm Zoom, aber ohne Telefonfunktion.
    Du bezeichnest Photogene als Lightroom fürs iPhone. Das möchte ich doch stark bezweifeln. Lightroom ist im wesentlichen ein RAW-Entwickler. RAW kann aber das iPhone noch nicht, oder?

    • Antwort BlogTimes 9. August 2013 um 17:11

      LR ist schon mehr als ein RAW-Entwickler. Es ist ein ausgereiftes Bildbearbeitungsprogramm und so sehr ich photogene für unterwegs.

  • Antwort Sascha Kemena 30. September 2013 um 11:53

    Hallo Ronny, hast Du schonmal 645 Pro MK II für das iPhone ausprobiert? Es bietet verschiedene Filmtypen, die Du nach eigenen Vorstellungen anpassen kannst und veschiedene digitale Filter, die in Echtzeit auf das Kamerabild angewendet werden. Wie ich finde die beste Kameraapp! Ich habe auch mal einen kleinen Review gemach unter: http://www.kemena.net/645-pro-mk-ii/

    • Antwort BlogTimes 30. September 2013 um 17:03

      Hey, kannte ich bis jetzt noch nicht. Werde mal einen Blick drauf werfen…

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