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Interviews

Fotografie, Interviews, Mitgemacht

Ich so…

28. September 2014

Im Interview

Noch was kleines für den Sonntag Nachmittag. Da hab ich doch gerade gesehen, das mein, also vielmehr das stilpiratische Interview mir mir seit vorgestern online ist. Das kann ich natürlich hier nicht unerwähnt lassen.

Es war vielmehr eine Überraschungsgeschichte und überhaupt nicht geplant. Einen der Bildbearbeitungskurse meiner Tour hatte ich im Heidestudio gegeben und im Anschluss fragte mich Steffen ob ich nicht Lust auf einer Interview hätte – Ich, Warum ich fragte ich zurück? Du hattest Paul Ripke, Calvin Hollywood und jetzt willste mich? Ein gleichzeitges Oh Shit und ein Ergefühl durchzuckte mich. Klar, logisch und wann willste das machen. Morgen antwortete er! Hmm, Grmppfff, Ok und schon saß ich einen Tag später bei spätherbstlichen Sonnenschein im Garten mit auf mich gerichteten Kameras. Eigentlich extrem Müde, da ich an diesem Tag aus dem 150KM entfernten Flensburg kam und noch weitere 5 Stunden Fahrt nach Amsterdam vor mich hatte. Ich glaube, dass sieht man mir auch an. Trotzdem vielen Dank lieber Steffen, war ne geile Sache!

Viel Spaß beim Ansehen… (Achja, war mein erstes Interview dieser Art)

Fotografie, Interviews

Chrissi Velten – Ich denke, dass Fotografie im Grunde immer Kunst ist…

29. März 2012

Lang, lang ist es her…… Mein heutiger Interview Partner heißt Chrissi Velten und ist einer der wenigen in der BlogTimes Interviewreihe, der eine Fotografenausbildung absolviert haben. Kennengelernt habe ich Christian im Rahmen meiner Vorbereitungen für das Englandprojekt im vergangenen Jahr hier in Hamburg. Neben dem üblichen Gequatsche von Fotoequipment usw… erzählt er mir von seinem fotografischen Werdegang. Diesen fand ich so spannend, dass ich Ihn kurzerhand gefragt hatte, ob er nicht Lust und Interesse an einem kleinen Interview auf BlogTimes hätte. Gesagt, getan….

Ich denke, dass Fotografie im Grunde immer Kunst ist, jedoch von der Aufgabenstellung her oft sehr limitiert. Christian Velten

BlogTimes: Bevor wir zu den eigentlichen Fragen kommen, stelle Dich doch meinen Lesern kurz vor?
Chrissi Velten: Ich komme aus Freiburg im Breisgau, genauer aus Littenweiler wo ich mit Blick auf den Schwarzwald aufgewachsen bin . Nach meiner Schule habe ich meinen Zivildienst in der Kinder und Jugendpsychiatrie in Freiburg gemacht, eine Zeit, die mich hat erwachsen werden lassen. Bei Freiburgs bestem Werbestudio (:-) konnte ich meine Fotografenausbildung abschließen. Nach dieser Zeit wollte ich erst mal ein bisschen Abstand gewinnen und bin mit meinem Rucksack und meiner Kamera 93 Tage durch Mittelamerika gereist. Eine wundervolle Zeit in der ich mit öffentlichen Bussen, trampend auf Viehlastern, im kleinen Flugzeug vor Hurrikanen flüchtend, mit dem Boot oder einfach zu Fuß von Mexiko bis Panama gezogen bin.

Zurück in Deutschland bin ich nach Offenburg gezogen. Dort habe habe ich ein Jahr lang Food- und Katalogfotos produziert. Nebenher habe ich die ortsansässige Tagespresse als Fotograf mit Veranstaltungsfotos bereichert. Als ich dann genug „Wasserkocher“ fotografiert hatte und auch Offenburg hatte gründlichst erkundet hatte – zog es mich nach Hamburg um in einem Fotoequipmentverleih zu arbeiten. Organisation, technische Wartung und Fachgespräche über Fotografie oder Lichtführung bestimmten meinen Alltag. Nebenher habe ich auf Modeproduktionen viel im Ausland gearbeitet – Code d´ Azur, Cape Town oder Miami – großartige Kontraste zum Leben und Arbeiten in Deutschland. Das hat mir Luft verschafft – Luft für Ideen, Gedanken und um spannende Menschen kennen zu lernen. In Hamburg habe ich z.B. die Photokünstlerlin Carmen Oberst (Photo.Kunst.Raum) kennengelernt woraus auch die Gruppe JuniorArtIst entstanden ist, mit denen ich mehrere großartige fotografische Ausstellungen und Projekte umsetzen konnte.

Zudem arbeite ich sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen, was wohl noch aus meiner Zeit aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie stammt. Daher habe ich in einer Schule in Norderstedt eine Foto-AG für 7/8 Klasse angeboten und zudem Abendkurse sowie Fototechnikschulungen für Fotobegeisterte gehalten.
2012 wird mich mein Weg weiter nach Berlin führen – ich bin sehr gespannt. Jedoch werde ich mit Hamburg weiter sehr eng verbunden bleiben, nicht zuletzt wegen des schönen Wetters und der großartigen Fotografie in der Stadt.

BlogTimes: Wie wir mittlerweile wissen, hast du Fotografie als Handwerk gelernt und bist nicht wie viele andere autodidaktisch oder im Rahmen eines Fotografiestudiums zur Fotografie gekommen. Wie allerdings wurde Dein Interesse an der Fotografie geweckt?

Chrissi Velten: Das ist richtig. Ich habe Fotografie als Handwerk gelernt, d.h. ich habe einen Gesellenbrief von der Handwerkskammer. Meine erste Kamera habe ich von meinem Opa mit 9 Jahren geerbt. Er ist sicher auch der Grund für mein Interesse an der Fotografie. Wir saßen früher stundenlang im Keller und haben Dias angeschaut. Ein paar Jahre später habe ich mich mit seinen Dias und speziell auch mit seiner Kameraausrüstung intensiver Beschäftigt und großen Spaß am fotografieren gefunden. Nach der Schule und dem Zivildienst wollte ich eine handwerkliche Ausbildung machen, bei der man immer wieder neue Herausforderungen findet, ausserdem Kreativ arbeiten und immer wieder neue Orte auf dieser Welt erkunden.

BlogTimes:  Ich habe Dich im Rahmen einer Fotoveranstaltung hier in Hamburg kennengelernt. Nach Deinen Erzählungen bist schon seit weit auf dieser Welt rumgekommen. Du warst ja unter anderem auch in Japan. Was fasziniert dich an diesem Land und welchen Eindruck haben die Menschen dort auf Dich gemacht?

Chrissi  Velten: Japan ist für mich eines der eindrucksvollsten Länder dieser Welt. Du glaubst nach ein paar Tagen, du kennst dich aus oder die Menschen ticken irgendwie genauso wie wir Deutschen und dann eine Sekunde später verstehst du die Welt nicht mehr. Ich habe die Japaner so kennengelernt: pünktlich, bestens organisiert, sehr leise und obwohl alles sehr eng geplant ist, rücksichtsvoll, respektvoll, ehrlich, interessiert, hilfsbereit. Der Zugschaffner verbeugt sich vor jedem Betreten und beim Verlassen des Abteils vor seinen Fahrgästen. Japaner lieben Reservierungen. Egal ob im Zug, im Hotel – ohne Reservierung bist du hilfsbedürftig – und sie setzten alles daran dir zu helfen. Sie schlurfen beim Gehen mit den Schuhen, essen keine Suppe ohne zu schlürfen und fahren chaotisch Fahrrad. Den größten Fehler, den man als Besucher machen kann, ist nicht die eigens dafür vorgesehenen Toilettenschuhe an zu ziehen bevor man die Toilette betritt.

Ein anderes Beispiel stammt vom internationalen Flughafen Tokio. Dort habe ich einen Flughafenmitarbeiter beobachtet, der mehrere Runden über das gesamte Gelände drehte nur um einem Gast seinen verlorenen Schal hinterher zu tragen – ob er ihn schließlich gefunden hat weiß ich leider nicht.

BlogTimes: Wir Europäer kennen den Japaner nur mit der Kamera in der Hand. Wie ist das eigentlich in Japan selbst und vielleicht kennst du auch den Grund, warum die Japaner so Foto-Afin sind? Wie setzen sie sich mit dem Thema Fotografie auseinander?

Chrissi  Velten: Ich glaube, die Japaner sind von dem Gefühl getrieben jedes Foto was sie an einem anderen Ort fotografieren werden, würden sie nur einmal im Leben machen können.

In Japan hat man als Angestellter nur ca. 10 Urlaubstage im Jahr, von denen man nur maximal drei am Stück nehmen darf. Jedoch kann man ein Mal im Leben eine „Große Reise“ machen. z.B. nach Europa oder nach Amerika. Allerdings dauert die „Große Reise“ auch nur etwa 10 Tage und man möchte ja gern viel sehen. Also ergeben sich engen Zeitpläne (was absolut normal ist – man ist nichts anderes gewohnt). Die Japaner machen die Reise dann mit einem Reiseveranstalter der einen direkt zu den Sehenswürdigkeiten bringt, vor denen man sich dann als Beweis, dass man auch wirklich da gewesen ist, fotografiert. Die Reiseleiter übernehmen hier auch oftmals die Funktion des Fotografen.

Japaner verhalten sich übrigens auch in ihrem eigenen Land so. Man kann sich das so vorstellen: Ein Bus macht einen Halt, alle Touristen steigen aus, stellen sich in Reihe vor der Sehenswürdigkeit auf und dann wird das wertvolle Foto mit sich und seinen Lieben, z.B. den Mount Aso im Hintergrund, gemacht. Wenn jeder sein Foto gespeichert hat, geht die Reise weiter.

Hinzu kommt sicherlich auch noch, dass die Japaner absolut Technikbegeistert sind. Es gibt einfach für alles Knöpfe die man nur drücken muss und die Technik erledigt den Rest – sogar welche die das Toilettenpapier auf den Toiletten ersetzten. Einfach auf die Toilette setzten und ein paar Knöpfe drücken: welche für die Musik um eventuelle Geräusche zu überspielen, für die Reinigung der ganzen Toilette aussen wie innen und eben für die eigene, papierfreie Reinigung. Da glaube ich liegt das Interesse an einer Fotokamera mit seinen vielen Knöpfen  auch nicht fern.

BlogTimes: Warst Du eigentlich für ein Projekt oder für einen Auftragsarbeit in Japan oder nur aus reinem Interesse?

Chrissi  Velten: Ich bin aus Interesse am Land und den Leuten nach Asien gefahren. Natürlich hatte ich mir meine Gedanken im Vorfeld gemacht und konnte so meine eigenen Ideen umsetzten. Ich hatte, also den Luxus mein eigener Projektleiter und Auftraggeber zu sein. Um möglichst viel in Asien zu sehen war ich in Shanghai (China), wo ich mir vier Tage die Stadt, das Umland und die dort stattfindende Weltausstellung EXPO angesehen habe. Dann ging es weiter nach Japan, genauer nach Fukuoka auf der Südinsel Kyushu.

Im Land der Spielhallen für Jung und Alt angekommen ging es mit dem Shinkansen (japanischer Schnellzug welcher als sicherstes Transportmittel der Welt gilt) über Kagoshima weiter nach Süden bis auf die im pazifischen Ozean liegende und unter Naturschutz stehende Insel Yakushima. Auf Yakushima konnte ich meine Naturfotografien erarbeiten und bizarre Wanderungen durch Prinzessin Mononokes menschenleere Wälder unternehmen. Japan lässt sich komfortabelsten mit dem Zug bereisen und so ging es mit vielen Zwischenstopps z.B. dem Mount Aso Vulkan, welcher den größten Schwefelkrater der Welt hat, oder die Berühmten Onsen Bäder (heiße Quellen) der Stadt Beppu über die geschichtsträchtige Stadt Hiroshima mit ihrem schockierenden Atombombenmuseum immer weiter Richtung Norden, bis in die Hauptstadt Tokio. Nach den menschenleeren Wäldern Yakushimas war Tokio ein richtiger Kulturschock mit seinen 12 U-Bahnlinien und den fast 30 Millionen Einwohnern.

BlogTimes: Die Reise/Reportage-Fotografie ist sicherlich nicht der einzige Bereich, in dem Du Dich bewegst? Gibt es noch weitere Themenbereich, mit denen Du Dich beschäftigst?

Chrissi  Velten: Ich habe Werbefotografie als meinen Ausbildungsschwerpunkt gewählt, d.h. ich habe gelernt nach sehr bestimmten Vorgaben zu arbeiten. Im Gegensatz dazu, habe ich auf meinen Reisen  vollkommen frei Länder und Menschen nach meinen Vorstellungen dokumentieren können. Die künstlerische Fotografie interessiert mit daher sehr, da sie ihren Schwerpunk in der Persönlichkeit des Fotografen hat. Ich denke das Fotografie im Grunde immer Kunst ist, jedoch von der Aufgabenstellung her oft sehr limitiert. In der Werbefotografie möchte man die breite Masse erreichen und ansprechen. In der Kunst ist man rein egoistisch und kann sich komplett von allen Vorgaben lösen. Eine gute Kombination aus beidem macht Fotografie für mich richtig Interessant.

BlogTimes: Du hast die Fotografie als Deinen Beruf gewählt. Wird es zunehmend schwerer für Fotografen sich auf dem Markt zu etablieren?

Chrissi  Velten:Ich glaube, dass es schon immer schwer war sich auf dem Markt zu etablieren. Grundsätzlich glaube ich allerdings, dass sich Qualität immer durchsetzten kann. Fotos waren und sind immer noch sehr wichtig in unserer Zeit und haben in unserer Gesellschaft ihre ganz eigene Rolle und vielleicht auch Macht. Außerdem gibt es in der Fotografie unzählige Bereiche. Qualifiziert man sich in einem Bereich, so eröffnen sich auch Möglichkeiten mit der Fotografie seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

BlogTimes: Ein bisschen Technik gehört natürlich auch zur Fotografie. Ich kann mir gut vorstellen, dass du auch auch mit analogen Equipment gelernt hast. Spielt für Dich die analoge Fotografie im 21. Jahrhundert noch eine Rolle? 

Chrissi  Velten: Ja, ich hatte das große Glück noch stundenlang in der Dunkelkammer stehen zu dürfen. Das Adrenalin zu spüren wenn man nach einem wichtigen Job seine Bilder aus dem Labor abgeholt und glücklich ist, wenn das Material dem entspricht was man am Tag zuvor gesehen hat. Jedoch ist die Zeit der Analogfotografie in meinen Augen vorbei. Die Qualität, die Schnelllebigkeit und der Preis sprechen eindeutig für die Digitalfotografie. Es gibt jedoch Bereiche in denen es ohne Analogfotografie nicht funktionieren würde. Das ist in meinen Augen ganz klar die Kunstszene. Die Fotografie zeichnet doch sehr stark das Gefühl des Fotografen aus und man erreicht mit der analogen Technik eine andere Geschwindigkeit und somit auch eine andere Bildkomposition – einen anderen Look.

BlogTimes: Deine Aufnahmen wirken wenig nachbearbeitet. Wie stehst Du zur digitalen Bildbearbeitung?

Chrissi  Velten: Ich würde sagen, dass das passende Wort eher „nachbearbeiten“ ist. Man kann da nur von Motiv zu Motiv denken. Die Nacharbeitung muss zum Konzept und zur gewollten Aussage des Fotos passen. Insbesondere bei Portraits ist eine Nacharbeitung ein sensibles Thema. Beauty Retusche, wie man sie auf einschlägigen Fernsehzeitschriften jeden Tag zu Gesicht bekommt, führt meiner Meinung dazu, dass die Person keinerlei Aussage mehr hat. Menschen ohne Struktur, Ausdruck, Persönlichkeit und Macken interessieren mich nicht.

Ein gutes Portrait jedoch kann meinen Blick stundenlang fesseln und mir die Geschichte dieser Person erzählen. Jedoch denke ich, dass durch die heutige Technik, Bilder immer einer gewissen Nachbearbeitung unterzogen werden müssen. Sie sollte jedoch gut durchdacht sein. Es gibt eine Vielzahl von Fotografen, die für ihre Aufnahme, nur eine kurzer Zeit benötigen und dann an der Nachbearbeitung Tagelang arbeiten – mit ganz großartigen Ergebnissen. Wichtig ist das Ziel vor Augen zu haben – wie man dorthin gelangt, bleibt jedem selbst überlassen.

BlogTimes: Spielt Social Media eine Rolle für Dich als Fotograf und benutzt du es um Deine Arbeiten zu präsentieren?

Chrissi  Velten: In unserer heutigen Zeit, in der Zeitschriftenauflagen rückgängig sind und Unternehmen wie Facebook zu Weltkonzernen werden, kann man sich dem nicht wirklich verschließen, oder? Jedoch betrachte ich mir Bilder lieber in Ausstellungen, Zeitschriften, Büchern oder auf Plakaten, als im vorbei scrollen ein „gefällt mir“ zu posten. Ich würde meine Bilder lieber auf den Free-Cards vor den Kneipentoiletten als auf Facebook sehen.

BlogTimes: Abschließend möchte ich Dir noch die 4 W-Fragen stellen. Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren? Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?

Chrissi  Velten: Eines meiner schönsten Erlebnisse war sicherlich den Sonnenaufgang im Dschungel von Guatemala. Mit einer Hand voll „Frühaufstehern“ wanderten wir morgens um 3.30h durch den Dschungel von Tikal. Nach etwa einer Stunde standen wir vor einer steinernen Mayastätte. Es war noch stockduster als wir die Stufen der Pyramide emporstiegen. Oben angekommen warteten wir, jeder für sich – und dann wachte der ganze Urwald auf. Das aufgehende Licht die Geräusche der vielen Tiere, vereinzelt sah man bis zum Horizont einzelne Pyramiden aus den Wäldern hervorragen. Ein großartiges Erlebnis was nur sehr schwer in Bildern festzuhalten war.

Wen? Mir ist das Wen eigentlich nicht so wichtig wie das Wie. Ich versuche einen Menschen oder die Natur immer so zu fotografieren, dass alles in einem gewissen Kontext steht. Authentizität ist für mich interessant und ich versuche mich ständig weiterzuentwickeln.

Wo? Ein Traum von mir wäre sicherlich, eines schönen Wintermorgens mit meiner Kamera auf dem Rücken und meinen Skiern unter den Füßen in Kanada aus einem Helikopter zu springen und das Panorama und die Stille der unberührten Natur für immer festzuhalten…. (Anmerkung BlogTimes…. Das lässt sich bestimmt mal organisieren…:)

Lieber Chrissi, vielen Dank für dieses tolle Gespräch. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß an Deinen Arbeiten und freue mich auf schon auf zukünftige Aufnahmen von Dir.  Zu sehen sind seine Fotografien auch auf www.chrissivelten.de, www.junior-art-ist.de sowie auf www.photokunstraum-hamburg.com.

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Fotografie, Interviews

Julia Fot – Das Geheimnis liegt darin, einfach aufzupassen und die Augen überall zu haben…

13. Februar 2012

Es ist mal wieder an Zeit, euch ein neues Interview zu präsentieren. Mein heutiger Gast ist Julia Fot, Fotografin und Mediendesignerin aus Düsseldorf. Ich kenne Julia schon ein weniger länger, also vielmehr eigentlich ihre fotografischen Arbeiten und bin seitdem immer wieder von ihren Aufnahmen begeistert. Aus diesem Grund lag es Nahe, ihr auch mal ein paar Fragen zu stellen. Hier ein kleiner Auszug aus den ersten Zeilen ihrer Mail an mich…

„Hallo BlogTimes-Leser, ich wurde gebeten, etwas über mich zu schreiben. Wisst ihr was – ich hasse es – etwas über mich selbst zu schreiben zu müssen. Ich erzähle nicht gerne über mich, fragt mich etwas zu den Fotos zur Fotografie – das ist mir lieber. Na gut, Kurzfassung. Ich bin ausgebildete Mediengestalterin, die keine Lust mehr auf Werbung hat und lieber fotografieren will. Fotografiere seit einiger Zeit hauptsächlich Menschen und kann mir nichts besseres vorstellen.“

Es freut mich dennoch, dass Julia sich die Zeit für das Interview genommen hat. Vielleicht kennt der einer oder andere von euch bereits die ihre Hochzeitsreportagen und Porträtaufnahmen. Auch wenn ich selbst eher der S/W Welt zugetan bin, so erinnern mich ihre farbenfrohen Aufnahmen immer wieder aufs neue daran, mich ebenso in diese Richtung zu bewegen…

„Das Geheimnis liegt darin, einfach aufzupassen und die Augen überall zu haben“
Julia Fot – Fotografin und Mediengestalterin

Hier nun aber das Interview:

BlogTimes: Du schreibst auf Deiner Webseite, dass Du Deinen Lesern/potenziellen Kunden ersparst, wie Du zur Fotografie gekommen bist. Doch genau das würde mich hier interessieren. Wie bist Du nun zur Fotografie gekommen und was fasziniert Dich daran?
Julia Fot: Klar – geknipst habe ich auch schon früher, war schon damals von den ersten Kompakten (damals alles noch analog) fasziniert. Man muss dazu sagen, dass ich im Schulalter schon ziemlich nerdig war, was den ganzen Technikkram anging. Meine erste Spiegelreflexkamera war eine analoge Minolta – an das Modell kann ich mich nicht erinnern. Tja, als Schüler verfügt man ja nicht um die nötigen Mittel, um sich etwas „Vernünftiges“ was die Objektive betrifft, zu leisten. Ich habe übrigens – warum auch immer – damals schon Richtung Canon geschielt. Dann ist da noch die Sache mit den Filmen, der Entwicklung und den Abzügen. Im digitalen Zeitalter, fällt das ausprobieren leichter, man hat schneller Erfolgserlebnisse, weil man die Ergebnisse direkt sehen kann. Lange Rede, kurzer Sinn – wir sind damals nicht warm geworden, ich und die Minolta. Kurze Zeit später war auch schon die erste Digitale da. Ich weiß noch, wie stolz ich darauf war. Ich meine mich zu erinnern, das ich die Erste in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis war, die eine digitale Kamera mein Eigen nennen durfte. Ich habe damals tatsächlich als armer Azubi um die 400,– Euro (fast ein ganzes Azubigehalt) für eine blöde (im Nachhinein ist man immer schlauer) kompakte Digicam (die nicht mal einen manuellen Modus hatte) auf den Kopf gehauen. Ja für das Geld bekommt man heute Besseres geboten. Dann wurde erstmal wild drauf los geknipst.

Beruflich habe ich zwischendurch auch einige Produktbilder mit digitalen Spiegelreflex gemacht, doch die Prioritäten lagen damals noch anders und das Interesse für die Fotografie hatte einen Mehrjahres-Winterschlaf gehalten.

Jahre später … wenn ich so überlege, habe ich das meinem „Sozialintensivpartner“ zu verdanken, dass wir uns wieder gefunden haben: ich und meine verlorene Liebe zur Fotografie. Es hat alles in unserem ersten gemeinsamen Urlaub angefangen. Der Mann hatte damals eine Canon (ich glaube es war die) 400D mit einem Kitobjektiv zu Hause rumliegen, die er aber nie benutzte. Ich fragte, ob ich diese im Urlaub benutzen dürfte und er stimmte zu. Ich mag keine Mitbringsel – wisst Ihr – diese kleinen Dinger, die irgendwo rumstehen und verstauben und beim Putzen nur mehr Arbeit verursachen. Ich sagte, ich möchte aus dem Urlaub Bilder als Erinnerungen mitbringen. Ich möchte mich an die Zeit noch besser erinnern können, wenn ich die Erinnerungen mit Bildern unterlege. Und da ist es passiert – plötzlich habe ich ganz anders fotografiert (oder es zumindest versucht). Ich habe versucht Situationen und Momente zu sehen und nicht einfach knipsen, knipsen, knipsen. Da ist es um mich geschehen.

Es ist jetzt ca. 3,5 Jahre her. Zurück aus Ägypten schaute ich mich nach einer eigenen Kamera um und hielt schon einige Wochen später die 5DMkII in den Händen. Ja wir haben seitdem schon einiges zusammen gesehen. Und ich kann mir mein Leben ohne Fotografie und der Erinnerungen, die sie einem beschert nicht vorstellen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich mittlerweile auch so gerne Hochzeiten fotografiere – ich möchte Bilder festhalten und Erinnerungen schaffen.

Mittlerweile habe ich übrigens (zum Leidwesen meines Sparschweins) auch die Liebe zur analogen Fotografie entdeckt.

BlogTimes: Wer Deine Webseite besucht, wird schnell deinen fotografischen Schwerpunkt erkennen. Die Porträt,- und Hochzeitsfotografie? Warum gerade dieses Thema?
Julia Fot: Ich liebe es Menschen zu fotografieren, weil es eben nichts vielfältigeres oder abwechslungsreiches für mich gibt. Jeder Mensch ist anders und für mich besonders und das möchte ich gerne festhalten. Hochzeiten – nun ja – da wären wir beim Thema „Erinnerungen schaffen“. Menschen, an einem Ihrer glücklichsten und schönsten Tage begleiten und fotografieren zu dürfen und dafür auch noch bezahlt werden – das ist ein großartiger Job.

BlogTimes: Bleiben wir noch ein wenig beim Thema Hochzeitsfotografie. Es ist keine leichte Frage, aber was macht für Dich ein gutes Hochzeitsfoto aus?
Julia Fot: Das ist schwer in Worte zu fassen. Das wichtigste ist für mich – es muss in erster Linie zum Paar passen und … fesseln. Es ist toll wenn das Paar eine Geschichte dazu im Kopf hat, wenn es das Bild sieht und der außenstehende Betrachter sich eine Geschichte dazu ausdenken kann. Das geht für mich nicht mit den Standard-Braut-vorne-scharf-Bräutigam-hinten-unscharf- oder gar den allseits gefürchteten Baum-umwickel-Bilder.

BlogTimes: Dein Portfolio sprüht nur so von Farben, die allerdings auf Deinen Aufnahmen nie übertrieben wirken. Schwarzweiß Aufnahmen dagegen findet man eher selten im Portfolio. Überwiegt der Reiz der Farben?
Julia Fot: Das würde ich nicht unbedingt untertreichen. Der Reiz der Farben ist auf jeden Fall da. Ich finde, dass man durch Farben noch viel deutlicher Stimmungen transportieren oder erzeugen kann. Schwarz-Weiß liebe ich genauso. Immer wenn es darum geht ein Bild auf das Gefühl zwischen den zwei Menschen (z.B. bei der Hochzeitsfotografie) oder ein bestimmtes Gefühl, das man mit dem Bild beim Betrachter erzeugen möchte zu reduzeiren ist „Swarz-Weiß“ eins der besten Stilmittel. Ich entscheide es immer aus dem Bauch heraus, ob ein Bild farbig oder schwarz-weiß ist. Beides gibt es bei mir fast nie – entweder oder.

BlogTimes: Im Grunde sind Hochzeitsfotografien ja Auftragsarbeiten. Doch selbst nach längerem Betrachten Deiner Aufnahmen könnte man denken, dass du zufällig auf einer Hochzeit fotografierst, denn sie wirken sehr natürlich und nicht gestellt. Wie schaffst du es, dieses einen wichtigen Moment einzufangen?
Julia Fot: Ich lasse das Brautpaarshooting mal außen vor – denn da sind wir meistens gezielt auf der „Suche nach Motiven“ und es entstehen natürlich auch gestellte Bilder. Wobei ich auch hierbei immer versuche, das Paar so natürlich wie möglich wirken zu lassen.

Bei der Hochzeitsreportage ist es jedoch ganz anders – ich bin die stille Beobachterin, ich mische mich unter die Gäste und halte einfach das, was passiert fest. Ich nehme die Motive, die mir gegeben werden einfach mit. Ich glaube, das Geheimnis liegt darin, einfach aufzupassen und die Augen überall zu haben. 😉

BlogTimes: Die Natürlichkeit der Aufnahmen scheint sich auch auf Deine Lichtsetzung auszuwirken. Verwendest du ausschließlich natürliche Lichtquellen? Welche Rolle spielt für Dich die Bildbearbeitung?
Julia Fot: Ja. 99% aller meiner Aufnahmen sind nur bei natürlichem Licht entstanden und 75% davon sogar ohne Reflektor. Nicht weil ich den ungerne einsetze, sondern nur weil ich meistens alleine arbeite und mir ein aufwändiger Aufbau mit Stativhalter und pipapo zu zeitraubend ist. Die Bildbearbeitung ist zwar ein geringer, jedoch kein unwichtiger Teil der Fotografie. Für mich ist es das letzte i-Tüpfelchen zur eigenen Fotografie-Handschrift.

BlogTimes: Du hast auch einen Blog und bist auf Facebook präsent. Spielt Social Media eine große Rolle für Dich als Fotografin oder benutzt Du Beide Möglichkeiten nur um Deine Werke zu präsentieren?
Julia Fot: Beides. Natürlich erreicht man heutzutage durch die unterschiedlichsten Plattformen (Blog, Facebook, Flickr, 500px – und da gibt es noch viele mehr) ein viel größeres Publikum für seine Bilder. Ich mag aber auch den direkten Kontakt zu diesem „Publikum“. Durch Social Media habe ich bereits einige tolle Menschen / Kollegen kennen gelernt, einige davon auch im „realen“ Leben.

BlogTimes: Ich könnte mich jetzt nicht entscheiden, wenn ich einen Favoriten aus Deinem Portfolio wählen müsste. Aus diesem Grund gebe ich die Frage an Dich zurück. Hast du einen Favoriten und warum?
Julia Fot: Habe ich nicht. Es wechselt immer wieder und ich könnte mich auch nicht für ein bestimmtes Bild entscheiden. Dafür sind die Geschichten hinter den Bildern zu unterschiedlich und für mich alle samt bedeutend. Klar hat man immer Bilder, die einem besser gefallen als andere, aber einen bestimmten Favoriten gibt es nicht. Einige meiner Lieblingsbilder zeige ich ja hier.

BlogTimes: Abschließend möchte ich Dir noch die 4 W-Fragen stellen. Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren? Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?
Julia Fot: Schönstes Erlebnis? Ich hoffe es wartet noch auf mich und zwar nicht nur eins davon. Ich möchte noch viele weitere interessante Menschen kennen lernen und fotografieren, da möchte ich mich gar nicht auf Jemanden bestimmten festlegen. Ich habe noch einige fotografische Träume: eine Schneehochzeit, ich würde gerne Menschen in Russland und Tibet portraitieren. Generell Menschen, die bereit sind mir Ihre Seele zu öffnen.

Liebe Julia, vielen Dank für dieses tolle Gespräch. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß an Deinen Arbeiten und freue mich auf Deine Aufnahmen von Dir.  Zu sehen sind ihre Fotografien auf www.juliafot.de, www.juliafotblog.de oder auf Facebook – >www.facebook.com/julia.foto

Ein kleiner Auszug ihrer Fotografien:
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Fotografie, Interviews

Mac Oller – Es dreht sich alles ums Licht

13. Januar 2012

Es ist mal wieder an der Zeit für ein neues Interview. Zu Gast ist Mac Oller – seines Zeichen Fotograf aus Polen mit Schwerpunkt Urban- und Architekturfotografie.

Wie viele andere Fotografen, habe ich Maciej über Facebook gefunden und da ich selbst ein Fan von Langzeitbelichtungen bin, sind mir seine Arbeiten sofort aufgefallen. Auch wenn er sich zunächst mit der S/W Fotografie beschäftigte, so hat er sich jetzt der Farb-Langzeitbelichtung verschrieben. Diese Zeichnen sich in meinen Augen durch einen einheitlichen, schlichten Bildstil aus, denn persönlich sehr mag. Für mich ist das echte Fine Art Fotografie.

„Es dreht sich alles ums Licht“ Mac Oller

Ich wollte mehr über seinen fotografischen Werdegang wissen und so habe ich Maciej im Rahmen eines Interviews die nachfolgenden Fragen gestellt.

BlogTimes: Auf Deiner Webseite steht, dass Du Dir das Fotografieren selbst beigebracht hast. Wie wurde eigentlich Dein Interesse an der Fotografie geweckt?

Mac Oller: Ja, vollkommen richtig. Ich habe weder eine künstlerische noch eine fotografische Ausbildung genossen. Mein Vater war während der 80er und 90er Jahre ein begeisterter Amateur Fotograf und so verbrachte ich ein Teil meiner Kindheit quasi in der Dunkelkammer. Das verlor sich aber mit der Zeit und erst Jahre später fand ich wieder zur Fotografie zurück. Genau genommen bei einer Bergtour. Damals allerdings hatte ich nur eine kleine digitale Kompaktkamera dabei, mit der ich die Berglandschaft festzuhalten versuchte. Wieder zurück und mit neuem Elan für die Fotografie,  habe ich mir die unterschiedlichsten Fotografiewebseiten  im Internet angeschaut und eine Vielzahl Aufnahmen gefunden, die mich derart fasziniert haben, dass ich mich seitdem ernsthaft mit der Fotografie beschäftige.

BlogTimes: Als Fan der schwarzweiß Fotografie, sind mir Deine hervorragende Aufnahmen sofort aufgefallen. Du beschäftigst fast ausschließlich mit Langzeitbelichtungen und ebenso so wich mit dem quadratischen Format zur Präsentation. Gibt es einen besonderen Grund dafür?
Mac Oller: Vielen Dank. Ich denke, das quadratische Format ist das natürlichste Format für meinen Bildstil. Quadrate wirken perfekt ausbalanciert und unterstützen die Komposition meiner minimalistischen Aufnahmen. So erreiche ich eine harmonische Bildwirkung. Die S/W Konvertierung hilft den Blick des Betrachters auf die Formen, Schatten und Lichter zu reduzieren. Langzeitbelichtungen haben für mich den „Wow Faktor“ und erzeugen eine etwas unwirkliche Stimmung, die mich einfach fasziniert. Im Übrigen haben mich auch die Arbeiten von Michael Kenna und Davon Fokos inspiriert – zwei Meister in Sachen Langzeitbelichtung und  schwarzweiß.

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung für deine Aufnahmen. Verräts du ein klein wenig über Deine Arbeitsweise.
Mac Oller: Im Grunde genommen dreht sich alles ums Licht. Licht ist der Hauptbestandteil in jedem Foto. Ohne Licht gibt es quasi kein Foto! Erst danach kommt die Bearbeitung – egal ob digital oder in der Dunkelkammer. Ich selbst arbeite  ausschließlich digital, denn diese Technik gibt mir den Freiraum, denn ich für die Bearbeitung benötige und das bei verhältnismäßig wenig Platz – ist ja nur der Computer. Wenn ich gutes Ausgangsmaterial habe, dann sind oft nur eine kleine Änderungen notwendig. Nach der S/W Konvertierung arbeite ich vorwiegend mit verschiedenen Kontrastebenen, Masken und Kurven oder aber ich überblende zwei unterscheidliche S/W Konvertierungen des gleichen Bildes um mehr Dynamik in der Aufnahme zu erreichen. Hier kommen dann verschiedene Filter – Rot Filter für mehr Kontrast in den Wolken, Blau Filter für helles, seidiges Wasser.

BlogTimes: Deine Serie „nowwhere“ ist in meinen Augen wirkliche Fine Art Fotografie. Was gefällt Dir an diesem Bildstil?
Mac Oller: Vielen Dank. Immer mehr Fotografen interessieren sich für die  S/W Fotografie, besonders für Langzeitbelichtungen im quadratischen Format. Es wird immer schwieriger etwas besonders und einzigartiges mit diesem Bildstil zu erschaffen.  Aus diesem Grund habe ich mich für die Langzeitbelichtungen in Farbe entschieden und nutze zudem alle Bildformate und nicht nur das Quadratische. Allerdings sind diese Langzeitbelichtungen um einiges schwieriger. Man benötigt immer die gleichen, perfekten Lichtverhältnisse für diesen einheitlichen Look.

BlogTimes: Wo findest Du Deine fotografischen Hotspots – ausschließlich in Polen oder auch im Ausland?
Mac Oller: Die meisten Aufnahmen sind in Polen entstanden. Einige auch in Kroationen, aber eigentlich mag ich dieses „südländische Licht“ nicht so sehr. Im Frühjahr 2012 werde ich daher ein paar Tage in Südengland verbringen. Dafür kannst Du mir schon einmal viel Glück für die Lichtverhältnisse wünschen….

BlogTimes: Planst Du derzeit neue Projekte?
Mac Oller: Ja, in der Tat. Ich arbeite derzeit an einer Dokumentation, die sich „Tricity Nightscapes“ nennt. Tricity bezeichnet die urbane Umgebung von drei polnischen Städten: Gdańsk, Gdynia and Sopot. Inspiriert für meine Arbeit, hat mich die Serie „Neontigers“ von Peter Bialobrzeski. Außerdem steht noch eine Reise nach Asien an, sobald die nötigen finanziellen dafür zur Verfügung stehen.

BlogTimes: Ich habe Dich via Facebook gefunden – Spielt Social Media eine große Rolle für Dich oder benutzt Du es nur um Deine Werke zu präsentieren?
Mac Oller: Eigentlich nur um meine Werke zu zeigen und mit den „Fans“ zu kommunizieren.

BlogTimes: Abschließend möchte ich Dir noch die 4 W-Fragen stellen. Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren? Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?
Mac Oller: Das schönste Erlebnis sind die Fotos nach einer anstrengenden Foto-Woche! Wie schon gesagt, ich möchte gerne verschiedene asiatische Metropolen fotografieren, besonders interesieren mich Hong Kong, Tokyo und Shanghai. Aber mich reizen auch eine Vielzahl europäischer Städte und neben der urbanen Fotografie interessieren mich auch Aufnahmen der Küstenlinien. Zu diesem Zweck werde ich bereits im Frühjahr nach England reisen. Im Grund habe ich unzählige Ideen, die ich umsetzen möchte. Hierbei limitieren mich alledings nur die Zeit und die finziellen Mittel.

Lieber Mac vielen Dank für dieses tolle Gespräch. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß an Deinen Arbeiten und freue mich auf Deine New Yorker Sichtweise.  Zu sehen sind seine Aufnahmen auf www.macoller.com oder auf Facebook – > www.facebook.com/leszczynskiphoto