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Sigma 35mm f1.4 Art Serie – Erfahrungsbericht

14. Juni 2013

Sigma 35mm 1.4 Art-SeriesSigma war so nett mir ein 35 mm f/1,4 DG HSM* aus ihrer neuen Art Serie zum Test zur Verfügung zu stellen. Der Objektivhersteller führt gerade drei neue Produktlinien ein, die auf die den Namen Art, Contemporary und Sports hören. Das 35mm ist das erste aus der Art Serie und soll dem Profi- und Hobbyfotografen für künstlerische Zwecke dienen. Die Objektive aus diesen Serien sind mit einem optionalen USB Dock kompatibel. Über eine Software kann die Firmware aktualisiert, der Fokus und Bildstabilisator angepasst werden. Diese Möglichkeiten gab es so noch nie. So viel erstmal zum Werbetext.

DxOMark und andere Tests/Meinungen im Internet sprechen dem Objektiv eine hervorragende optische Leistung, auch für hochauflösende Kameras, zu. So war ich also gespannt das Objektiv selbst mal auszuprobieren.Zwei Wochen war das Sigma nun fast durchgängig an meiner Nikon D800. Durch das Weitwinkel und die große Blende ergibt sich eine besondere Optik. Einerseits hat man viel auf dem Bild und trotzdem geht der Hintergrund schön in die Unschärfe über. Mein erster Eindruck war überraschend wie weitwinkelig 35mm doch sind. Verstärkt wurde der Eindruck sicherlich adurch, dass ich in letzter Zeit fast nur das 105mm Macro auf der Kamera hatte.

Bereits beim Auspacken fällt einem das schicke Aussehen des Objektivs auf. Es ist schön schlicht und in schwarz gehalten, fühlt sich gut und hochwertig an. Es sieht aus, als ob es komplett aus Metall gefertigt wurde – ist es aber nicht. Objektiv Mittelteil und Filtergewinde sind aus Kunststoff. Das wird sich wahrscheinlich aber nur auf die Langlebigkeit auswirken. Der Fokusring ist schön griffig, läuft aber doch recht schwergänig. Gelegentlich fotografiere ich am Boden sitzend der liegend oder halte die Kamera akrobatisch fest. Dabei macht sich die Schwergängigkeit doch bemerkbar. Nikon Objektivbesitzer müssen sich übrigens umgewöhnen, den Drehrichtung um den Fokus von Nah-Fern ist genau anders herum (Canon User dagegen nicht….). Der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier und so drehe ich immer wieder in die falsche Richtung. Ein Blick ins Handbuch sagt mir außerdem, dass keine Wetterfestigkeit vorhanden ist. Naja, immerhin wird es gleich anfangs erwähnt ohne später böse Überraschungen erleben zu müssen. Wie auch beim Nikon Pendant geht die kleinstmögliche Blende bis f16. Auch wenn Diffraction (Beugungsunschärfe) schon ab Blende 11 los geht, so möchte man gelegentlich im Kampf um längere Belichtungszeiten die Blende noch weiter schließen. Zum Lieferumfang gibt es noch eine gut funktionierende Tasche und eine Sonnenblende.

Der erste Ausflug mit dem Sigma ging in den Wald. Vormittags war es vom nächtlichen Regen noch recht feucht, wo ich mir normalerweise keine Gedanken drüber mache, musste ich nun aufpassen kein Wasser auf das Objektiv zu bekommen. Als ich die Kamera mit dem aufgesetzten Sigma aus dem Rucksack hole, ist kein Deckel mehr drauf. Das ist mir mit den Nikon Deckeln noch nicht passiert. Keine große Sache, aber vielleicht sollte man den Sigma Deckel einfach gegen einen von Nikon tauschen. Ich ließ es mir nicht nehmen, die ersten Bilder mit f1.4 aufzunehmen schöne Freistellung. Um aber eispielsweise einen Baum im Wald vom „Hintergrund“ zu trennen, sind längere Brennweiten besser geeignet.Weiter ging es zu einigen kleinen Buschwindröschen. Die Naheinstellgrenze liegt bei ca. 30 cm, reicht aber in Verbindung mit einer offenen Blende völlig aus um ein schönes Bokeh zu erhalten. Der Autofokus liess mich jedoch im Stich. Er war zu keiner Scharfstellung zu bewegen und fuhr nur hin und her, obwohl eine helle Blüte im dunklen Waldboden genügend Kontrast liefern sollte. In letzter Zeit habe ich in solchen Situationen öfters mit Live View gearbeitet, hier den Schärfebereich an die gewünschte Stelle verschoben und ausgelöst. Doch auch im Live View wollte der Sigma Autofokus nicht. Ich musste den Fokus auf Manuell umstellen, das Live View Bild zwei, drei Stufen vergrößern und erst in der Vergrößerung konnte ich per Hand die Schärfe gezielt setzen. Dann zum Test noch ein wenig gegen und in die Sonne fotografiert, Blendenflecke auf dem Bild muss man schon absichtlich herbei führen. Farbränder an starken Kontrastkanten sind eigentlich nicht vorhanden oder konnte ich nicht erkennen. Das erste Fazit war eine sehr schöne Schärfe schon bei f1.4 und ein etwas schwacher Autofokus im Naheinstellbereich.

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Der zweite Einsatz lies nicht lange auf sich warten. Ich habe ein paar Bilder von meinem Nachwuchs gemacht. Hier bin ich etwas über der Naheinstellgrenze, bei ca 40 cm. Der Nachwuchs zappelt hin und her und es werden bei Blende 1.4 ungefähr zwei drittel der Bilder scharf. Der Autofokus hängt wieder einige Male oder sitzt nicht schnell genug dort wo er soll und einige Situationen gehen leider verloren. Die Meinungen im Internet loben die hohe AF Geschwindigkeit, ich empfinde sie eher als Ok bis langsam. Mein Vergleich sind hier Nikon Objektive mit f2.8, die durch die kleinere Blende aber auch etwas schneller arbeiten sollten. Am Nachmittag geht es raus zum Familienspaziergang, es fängt kurz vorm Ziel an zu regnen. Wieder muss ich mir Gedanken um das Objektiv machen. Zum Glück haben Frauen immer eine Handtasche dabei. Die D800 mit Batteriegriff und L-Winkel ist nicht so wirklich handlich, aber es passt grad so.

Der nächste Einsatz sah wie folgt aus, ich stehe kurz nach vier Uhr morgens auf und werde als verrückt erklärt. Doch mit einer halben Stunde Fahrt plus 10 Minuten Fußweg zum Ziel und Sonnenaufgang um ca 05:20 Uhr passt alles genau. Das Ziel ist ein Feld mit Schachbrettblumen. Pünktlich um 05:20 mache ich mit den Nikon Objektiven die ersten Fotos, es ist bedeckt und noch recht dunkel, der Sonnenaufgang lässt auf sich warten, die ISO muss hoch auf 800. Nach einer Stunde sind die ersten Fotos im Kasten. Der Sonnenaufgang war unspektakulär und schleichend, es ist schon deutlich heller und die ISO wieder runter gedreht. Da war ja noch das Sigma Objektiv im Rucksack. Also voller Erwartung auf eine neue Perspektive die 35mm drauf gesetzt. Die Kamera liegt meist direkt auf dem Boden oder zwischen dem morgendlich feuchtem Grass. Das bedeutet also wieder aufpassen. Die Tropfen auf dem nassen Grass erzeugen nette kleine Kreise. Die Schachbrettblumen sind relativ gross, das Objektiv sollte also nicht allzu sehr an der Naheinstellgrenze kämpfen, doch der Autofokus direkt durch den Sucherund im Live View ist nur am hin und her fahren. Ich nutze wieder die vergrößerte Live View Ansicht und mache in ca 20 Minuten genau vier Bilder. Ich habe noch einige Ideen im Kopf und keine Lust und Zeit auf das mühselige arbeiten mit dem Sigma, es darf wieder in den Rucksack. Ich wechsele auf das 70-200mm f2.8 plus 2-fach Konverter und stelle zielgenau durch einigen Ebenen Grass mit dem Autofokus scharf. Nach drei Stunden war es durch den schlappen Autofokus ein kurzer Auftritt des Sigmas.

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Wieder unterwegs geht es zum Hamburger Hafen, eigentlich möchte ich Möwen mit kurzer Verschlusszeit, am besten noch gegen den blauen Himmel fotografieren. Nachdem der erste Schreck über den verloren geglaubten Objektivdeckel vergangen ist, kann es losgehen. Morgens am Hamburger Hafen schlafen die Möwen scheinbar noch. Es sind nur ein paar Tauben zu entdecken die doch recht schüchtern sind. Der Autofokus steht diesmal auf continuous/servo die Tauben sind ca 2 Meter entfernt und es passen die meisten Schüsse, also gibt es hier nichts zu meckern. Noch ein liegendes Schiff fotografiert, die Details sind der Hammer, die Megapixel der D800 blühen voll auf..

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Es ist trocken draussen, es hat nichtmal über Nacht geregnet, das Sigma kann also unbesorgt raus. Der morgendliche Ausflug geht wieder in den Wald und als ich ankomme scheint die Sonne bereits durch die Bäume. Der Teil Wald ist frisch gepflegt was meistens dazu führt, das dort relativ wenig Pflanzen wachsen. Das warme Licht scheint schön auf den Waldboden, ich suche mir ein paar Pflänzchen aus. Auf diese lege ich den Fokus und die Unschärfe im Hintergrund ist wunderbar. Wie immer stellt der Autofokus nicht von allein scharf und ich muss per Hand im Live View nachhelfen. Danach stelle ich die Blende auf f16 und fotografiere in die Sonne was einen schönen Sterneffekt ergibt. Dann ist dort plötzlich ein kleines Tier am Waldboden, ich stelle den Fokus auf Automatik, gehe extra einen Schritt zurück damit er bessere Chancen hat zu greifen, aber er lässt mich im Stich. Dann versuche ich mich an ein paar Wischern und Doppelbelichtungen. Bei den Doppelbelichtungen fällt mir auf, dass es schnell passiert, dass helle Kreise sehr stark ins Bild stechen oder sehr stark überlagern. Schaut Euch zur Verdeutlichung ie hellen Bereiche des Beispielbildes an. Einen solchen Effekt habe ich bei meinenanderen Objektiven bei weiten noch nicht so stark gesehen, selbst wenn eine Aufnahme extrem unscharf und aufgeblendet gemacht wurde. Ich weiß nicht, ob es an der kurzen Brennweite oder der großen Blende liegt, auf jedenfall muss man mit dem Sigma besonders aufpassen.

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Kommen wir zum Fazit nach dem zwei wöchigen Einsatz. Erst einmal die Punkte die mir weniger gut gefallen haben. Größter Minuspunkt ist der schwache Autofokus im Nahbereich. Mein D800 Fokus wurde übrigens nachgestellt und arbeitet mit Nikon Objektiven einwandfrei. Die Meinungen im Internet gehen auseinander, einige haben AF-Probleme andere nicht. Die Verarbeitungsqualität und Lebenserwartung ist bei den 35mm Objektiven von Nikon/Canon sicher höher anzusetzen wie bei Sigma. Bedenken sollte man auch, dass es mit neueren Kameragehäusen, die noch nicht auf dem Markt sind, mit Dritthersteller Objektiven zu Problemen kommen kann. Durch das optionale USB Dock könnte man vielleicht sein Sigma selber updaten. Mich stört zusätzlich die nicht vorhandene Wetterfestigkeit. Immer wieder bin ich mit dem feuchten Nass in Kontakt gekommen. Es muss aber nicht immer Wasser sein, auch Sand kann zum Problem werden. Positiv für das Sigma sprechen die überragende Bildqualität die sich durch gute Schärfe, Auflösung und Farbwiedergabe, wenig Verzerrung und CA’s wieder spiegelt. Alle Tests bei denen es um die reine Abbildungsleistung geht gewinnt das Sigma und lässt die Konkurrenten von Nikon/Canon hinten an stehen. Das Sigma ist ein spezielles Objektiv, da muss jeder individuell entscheiden ob es für ihn in Frage kommt oder nicht. Ich würde empfehlen das Objektiv im Fachhandel mit Eurer Kamera auszuprobieren. Dann seht Ihr ob der AF funktioniert wie er soll und Ihr bekommt gleich einen Eindruck von der Optik. Ich hoffe der Bericht macht Euch die Entscheidung leichter.

Wer von Euch hat eigentlich dieses Objektiv oder plant dessen Anschaffung?

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Erfahrungsbericht mit dem Vanguard Nivelo 245BK

11. März 2013

Mein „Equipmentester“ Nils hatte die Tage mal wieder ein Stativ unter die Lupe genommen. Der Test fand bereits im Dezember statt und kommt jetzt mit leichter Verspätung zu Euch. Vanguard war so nett uns ein Nivelo 245BK* zum Testen zu schicken. Die technischen Daten können sich durchaus sehen lassen. Bin gespannt, wie es sich letzten Endes tatsächlich schlagen wird.

  • Höhe: 1,61 m (mit ausgefahrener Mittelsäule)
  • Traglast: 3 kg
  • Zusammengefaltet: 37 cm
  • Gewicht: 1,14 kg
  • Material: Aluminium und Kunststoff
  • Straßenpreis: Um die 100 Euro

Also erstmal das Stativ auspacken und die Beine ausfahren – wirklich gut. Es macht nicht nur einen hochwertigen Eindruck, sondern fühlt sich durch eine gute Verarbeitung auch so an. Die Verschlüsse und Auszüge funktionieren einwandfrei – mein persönlicher Test kann also starten. Doch bevor es sich den realen Bedingungen stellen muss, habe ich es mir zu Hause etwas genauer angesehen. Durch Drehen am Ende der Stativbeine kann lößt man die Arretierung aller Verschlüsse auf einmal. Das ist eine clevere Idee, die einem eine menge Zeit spart, sollte es mal schnell gehen. Ein wenig Ernüchterung kam kurz darauf , als das Stativ vor mir stand. Etwas rumgewackelt und drauf rumgedrückt und plötzlich verbiegen sich die Beine leicht aber dennoch sichtbar nach aussen! So etwas hab ich selbst bei Einsteiger Stativen noch nicht gesehen. Auch wenn das Stativ für kleinere Kameras ausgelegt ist, gerade bei leichten Druck muss ein Stativ einen Standfesten Eindruck machen. Das ist ein einfacher Test den jeder Stativkäufer als erstes ausprobiert, in der Regel noch im Laden vor dem Kauf. Der erste gute Eindruck war also etwas gedämpft und die Spannung wie sich das Stativ im realen Einsatz schlägt stieg.

Vanguard Nivelo 245BK - Enten

Das Stativ sollte sich jetzt im Alltag beweisen. Also hab ich es seitlich an den Rucksack geschnallt und es einen Tag durch die Gegend getragen. Mein Lowepro Pro Trekker* ist für größere Stative ausgelegt und das kleine Vanguard passt locker an die Rucksack-Seite. Das Wetter war nicht sehr einladend und als einzige Vögel waren Enten zu finden. Auch wenn diese mit etwas Futter (Artgerechtes bitte) ganz schnell Deine Freunde werden, Motive für ein Stativ sind sie nicht – also verblieb es den ganzen Tag über am Rucksack. Zu meiner Verwunderung stellte ich allerdings nach meiner Rückkehr fest, dass sich ein Stativbein verzogen hatte. Die obere Plattform, welche die Mittelsäule hält, ist aus Kunststoff. Ein Bein lief nicht mehr gerade nach unten, sondern hing leicht zur Seite weg. Hmm, dass sollte eigentlich nicht sein, vorallem da es noch nicht einmal zum Einsatz kam. Dennoch konnten die Beine nach wie vor teleskopartig ohne Probleme ausgezogen werden. Vielleicht ist das auch nur ein Einzelfall..

Ein paar Tage später ging es zur Carl Zeiss Vogelstation in Wedel, die direkt an der Elbe liegt. Der Plan war zunächst die Vögel zu beobachten und dann das Stativ am/im Wasser testen. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass die Station den Tag geschlossen hatte. Egal, wenn wir schon mal hier sind, gehen wir eben zum Wasser. Doch wie der Zufall so spielt, war gerade Niedrigwasser, sodass das Ufer mehr aus Schlamm statt aus Wasser bestand. Wir wollten die Zeit aber nicht ungenutzt lassen, also Stativ aufgebaut und eine Canon 1D Mark IV mit der Schnellwechselplatte versehen und drauf geschnallt. Die 1er von Canon ist natürlich nicht ganz die Zielgruppe des Stativs, liegt aber immerhin noch im angegebenen Tragegewicht. Das ganze Geschichte war eine ziemlich wackelige Angelegenheit und ist nicht wirklich zu empfehlen. Man sollte auf jeden Fall in Reichtweite bleiben und es zumindest mit dieser Kombination nicht unbeaufsichtigt lassen. Zum Größenvergleich seht ihr ein Foto mit einem erwachsenen Gitzo aus der 3er Serie daneben. Beim Abbau ist mir dann aufgefallen, das der zuvor gelobte Verschluss einen kleinen Nachteil hat. Der unterste Verschluss steht zwangsweise auf dem Boden und wird somit standortabhängig immer etwas dreckig, so dass man stets am schmutzigen Verschluss drehen muss.

Vanguard Nivelo 245BK - Vanguard

Vanguard Nivelo 245BK - Groessen Vergleich

Der Kopf ist mit dem Stativ fest verbundenen und kann daher nicht ausgetauscht werden, ist bei „Reisestativen“ aber oft anzutreffen. Er verfügt über einen Schnellverschluss mit herstellerspezifischer Wechselplatte. Nichts mit Arca-Swiss… Die Schraube in der Wechselplatte hat einen kleinen klappbaren Bügel, mit der man sie ohne Werkzeug, Schlüssel oder Münze festziehen kann. Der Kopf ist aus Kunststoff gefertigt. Gerade bei häufiger Benutzung, bei kaltem Wetter und auf Langlebigkeit hab ich persönlich mit diesem Material keine guten Erfahrungen gemacht. Hier fehlt mir allerdings ein Langzeittest um über dessen Haltbarkeit wirklich aussagefähig zu sein. Bei der Benutzung fällt auf, dass ihm eine Schwenkrichtung fehlt. Er kann 360° um die eigene Achse gedreht werden und schwenkt wie gesagt nur in eine Richtung. Vergleichbar mit einem Neiger. Der Kopf kann mich in der Handhabung leider nicht ganz überzeugen. Das Stativ wird übrigens mit einer Tragetasche geliefert, welche aber eher ein einfacher Tragebeutel ist – quasi so wie der typische Turnbeutel. Auch wenn die Konkurrenz teilweise deutlich mehr liefert, so sollte man auch die Kirche im Dorf lassen – es handelt sich ja nur um eine Transporttasche

Vanguard Nivelo 245BK - StativKopf

Mein Fazit: Vanguard hat mit dem Nivelo 245BK ein schönes kompaktes Stativ gebaut, das sich klein zusammen falten und gut mitnehmen lässt. Der erste sehr gute Eindruck wird ein wenig durch die Wackeligkeit, die instabile Plastikplattform und den schwachen Kopf getrübt. Ich gebe zu, dass es für das Stativ doch relativ schwere Testbedingungen waren und mein eher Outdoor orientierter Einsatzzweck nicht ganz der Zielgruppe entspricht. Auch die verwendete Kamerakombination ist natürlich nicht auf ein Reisestativ dieser Größe ausgelegt. Daher kann ich das Stativ nur für kleinere DSLRs in empfehlen. Wenn es etwas rauher zur Sache geht, ist das Stativ leider schnell überfordert. Für Outdoor-Einsätze, Langzeitbelichtungen und Nachtfotografie würde ich es bei Verwendung eine schweren Kamera-Objektiv Kombination eher nicht empfehlen. Den Haupteinsatzzweck sehe ich für das Stativ eindeutig auf Reisen, gerade wenn es auf die Größe ankommt und das Alltags-Stativ zu Hause bleiben muss.

Habt ihr bereits Erfahrungen mit dem Vanguard Nivelo 245BK gemacht oder weitere Empfehlungen für die Reise?

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Acrylglas Foto-Druck im Test

17. Dezember 2012

Eure Fotos sollten nicht nur auf der Festplatte liegen, ihr solltet sie der Welt zeigen. Dafür eignen sich Drucke hervorragend – kleine Drucke zum mitnehmen, große für die Wand oder einfach zum Verschenken zu Weihnachten. Drucke hinterlassen immer einen guten Eindruck. Passend dazu konnte ich den Acrylglas Foto Druck Service von acyrlglas-foto.de testen.

Der Ablauf war super einfach, nachdem das Foto ausgewählt war, wurde es hochgeladen. Das System auf der Internetseite analysiert das Bild und bietet eine Auswahl optimaler Größen an. Gut gemacht ist die virtuelle Wohnzimmerwand auf der man sein ausgewählten Druck als Vorschau sieht. Hier kann man sehr gut die verschiedenen Größen und deren Wirkung vergleichen. Habt ihr euch für eine Größe entschieden kann im nächsten Schritt eine passende Wand-Halterung mit bestellt werden.

Ich habe ein Acrylglas Foto im 90x60cm Format und für die von vorn nicht sichtbare „Couple“ Halterung für meinen Test gewählt. Es handelt sich um einen direkten Druck auf das Glas, kein laminiertes Fotopapier auf Aluminium hinter einer Acrylglas-Platte. Was mich wirklich erfreut hat, ist die Informationsflut auf der Seite. Wenn man möchte kann man zu jeden Thema verständliche Texte lesen. Zum Beispiel über das Material, zu den Aufhängmöglichkeiten, zu den Formaten, auch gibt es einen Rechner für die maximale Druckgröße. Bei mir sind keine Fragen offen geblieben. Das Team hinter acrylglas-foto.de war freundlich und schnell über Mail zu erreichen, aber auch eine Telefon Nummer ist auf der Seite zu finden. Guten Service finde ich heutzutage immer wichtig, weil er doch so selten geworden ist.

Aber was sind eigentlich die Besonderheiten eines Acrylglas Drucks? Für mich ist es hauptsächlich das hochwertige Aussehen und die Bildwirkung auf den Betrachter. Ich sehe immer öfter das Geschäfte in ihren Fotodrucker Ecken zusätzliche Musterwände aufstellen. Haltet also beim nächsten Einkauf die Augen offen, so könnt ihr euch kleine Acrylglas Muster Drucke ansehen, um das Material mal kennen zu lernen. Auch wenn es spezielle Anforderungen sind, so gibt noch mehr Gründe die für Acrylglas sprechen. Die Fotos sind zum Beispiel komplett Wetter und Wasser fest und als besonderes Highlight können sie hintergrund beleuchtet werden.

Acrylglas-Foto wirbt mit einem 48 Stunden Service. Meine Bestellung erfolgte am Freitag Abend, dass da vor Montag nichts passiert war mir schon klar. Der fertige Druck war dann am Donnerstag bei mir. Wenn man genauer liest gelten die 48 Stunden auch nur wenn man den Express Service in Anspruch nimmt. Die Lieferung erfolgte mit UPS, irgendwo auf der Seite hatte ich gelesen, dass es bei Versand eine Tracking Nummer zur Verfolgung gibt – die ist leider bei mir untergegangen. Dafür teilt mir das System bereits bei der Bestellung mit, dass der Druck am Donnerstag geliefert wird und das stimmte immerhin.

Der Druck war gut verpackt mit passendem Karton, Kantenschutz, Folie über der Vorderseite und in reichlich Luftfolie eingewickelt. Der erste Eindruck war sehr gut, 90x60cm macht schon was her. Die Details vom Druck sind gut, feine Linien sind gut erkennen. Mein ausgewähltes Schwarz Weiß Bild zeigt auch keinen Farbstich, das ist schön neutral geblieben. Die mitbestellte Aufhängung funktioniert und hat eine Montageanleitung dabei. Passt also alles, bis auf eine Kleinigkeit. Die Kanten der Acrylglas Platte sehen aus also wurden sie ausgesägt. Leider sieht man so die raue Schnittfläche. Bei Drucken die ich bisher gesehen habe, waren die Kanten mit einer kleinen Nut abgesetzt, abgerundet oder überpoliert. Obwohl nirgends etwas wirklich rau oder scharfkantig ist, es sieht halt nur nicht so schön aus. Ich denke, dass geht hier besser. Bis auf dieses kleine Detail allerdings kann acrylglas-foto überzeugen und bekommt eine Kaufempfehlung ->  www.acrylglas-foto.de

Kennt jemand von Euch dieses Druck-Service und/oder hat schon Erfahrung damit gemacht? Würdet Ihr so eine Präsentationsmethode für eure Fotos wählen, oder lieber den klassischen Druck auf Papier mit Rahmen und eventuell ein Passepartout bevorzugen?

Fotografie, Testberichte

Schicke Fotobücher mit Cinebook

16. November 2012

Nils hatte letztens mal wieder die Gelegenheit ein Fotobuch zu testen. Im Grunde finde ich die Idee ein Fotobuch mit seinen eigenen Aufnahmen zu erstellen wirklich gut. So verschwinden sie wenigstens nicht in den Tiefen der Bilderordner auf dem PC. Doch wie bei allen Printerzeugnissen gibt es auch hier von Hersteller zu Hersteller gewaltige Unterschiede. Nachdem der letzte Test eher wenig erfreulich ausgefallen ist, hat Nils das Fotobuch von Cinebook unter die Lupe genommen. Hier sein kurzer Eindruck…

Vieles steht und fällt mit dem ersten Eindruck und die Website von Cinebook gefällt mir sehr gut. Es macht alles einen sehr hochwertigen Eindruck, so dass man gleich Lust bekommt sein eigenes Buch zu erstellen. Der größte Vorteil von Cinebook ist für mich, dass sie PDF’s weiterverarbeiten können. Das bedeutet ich kann mein Buch im Layout Programm meiner Wahl erstellen und anschließende einfach hochladen. Dazu stehen Vorlagen für Indesign und Photoshop zur Verfügung. Genaue Maße für den EAN Code, Ränder, Beschnitt und was man sonst noch wissen möchte und benötigt. Alle Infos hierüber sind übersichtlich auf der Internetseite aufgelistet. Die Vorlage für den Buchtitel/Cover wird als Indesign CS6 Datei zur Verfügung gestellt. Besser wäre hier das universellere „idml“ Austausch-Format, gerade von dem Hintergrund falls jemand nicht die neueste Programm Version hat. Die Inhaltsseiten dagegen können im „idml“ Format erstellt und gespeichert werden. Warum das nicht mit dem Cover möglich ist, sei mal dahingestellt und ist ein kleiner Wermutstropfen. Zur Not kann man natürlich auch die genauen Maße manuell von der Internetseite in sein Wahl-Programm übertragen. Ist zwar etwas umständlich, aber funktioniert. Was natürlich positiv hervorsticht, ist die Verwendung von echten Fotopapier und die Panoramabindung. Letzteres ermöglicht die Nutzung der vollen Buchbreite zur Präsentation eurer Aufnahmen. Es gibt quasi keine Unterbrechung des Bildes.

Zurück zum Ablauf. Also die Vorlage geladen, Buch in Indesign erstellt, geschaut auf wie viele Seiten ich komme, dann das für die Seitenanzahl passende Cover erstellt, PDF hochgeladen, fertig. Beim Hochladen hat es mich allerdings gewundert, dass ich die PDF Seiten in einen Online Editor zu ordnen musste, aber das ging ohne Probleme. Dazu eine schnelle Lieferung und gute Verpackung, die sich übrigens super auch als Geschenkverpackung eignet  was will man da mehr. Klein aber fein ist hier die Verwendung eines 35mm Negativstreifens, welches die Verpackung wirklich noch das gewisse Extra verleiht.

Die Bilder sollen im sRGB Farbraum geliefert werden, wenn man das weiß, kann man sie dementsprechend aufbereiten. An der Fotoqualität gibts nichts zu meckern, alles Tip Top. Ein Traum wäre es wenn jemand 16-Bit Prophoto RGB Bilder verarbeiten würde, aber nach meinen Infos bietet das noch kein Druckdienst an. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass zwischen einem 8bit und 16Bit Druck auf dem Papier ein großer Unterschied besteht, gerade was die Zeichnung in den Lichtern und Schatten betrifft. Eine Besonderheit von Cinebook ist übrigens das riesige Widescreen Buchformat von 42 x 28 cm, das ich sicher demnächst mal ausprobieren werde.

Also ich war und bin rundum begeistert. Auch vom netten Kontakt hinter Cinebook und kann sie nur weiterempfehlen. Wenn Ihr ein Fotobuch plant schaut doch mal rein bei http://www.cinebook-fotobuch.de

Eigentlich mag ich es gar nicht aussprechen, geschweige den schreiben, aber weil „Weihnachten“ bald vor der Tür steht, gibt exklusiv für BlogTimes Leser einen Rabatt von 10 € (pro Person nur 1x einlösbar) bei Bestellung eines cinebook Fotobuchs bis zum 16.12.2012
Der Gutscheincode: Weihnachten12

Apropos Leser: Kennt einer von Euch Cinebook und/oder hat schon mal etwas bestellt?