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Rahmen und Co… Ein Erfahrungunsbericht.

26. Februar 2014

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Vielleicht sollte ich den Titel lieber in Ereignisbericht umbenennen, denn so einiges ist mir passiert. Zum einen durch meine eigene Unvorsichtigkeit, aber auch aufgrund mangelnder Produktqualität.

Irgendwann ist immer das erste Mal und so habe ich mich für Holzrahmen entschieden um meine Prints zu präsentieren. Aus Kostengründen habe ich die kleinen Rahmen bis rund 60cm Seitenlänge komplett vorfertigen lassen und alles darüber  als Selbstbaukit bei americanframe.com bestellt. Ich bin mir sicher, soetwas gibt es in Deutschland auch. Eine kurze I-Net Recherche hat aber ergeben, so etwas scheint es wohl doch nicht in Deutschland zu geben. Vielleicht ja auch aus guten Grund.

Wie dem auch sei, ich würde an eurer Stelle sowieso die Rahmen vom Kunstfachhandel Boesner verwenden. Diese sind meiner Meinung nach erstklassig verarbeitet und auch im Vergleich zu anderen Anbietern günstig. Niederlassungen gibt es in sowohl in Deutschland als auch in Österreich und in der Schweiz.

Mit dem Holzrahmen alleine kann man natürlich nichts anfangen, also habe ich neben einer säurefreien Hartschaumplatte auch eine UV-Acrylglass-Scheibe bestellt. Diese schützt die Fotografie von unliebsamen UV-Strahlen, welche das Bild über längere Dauer zerstören kann. Ein Passe-Partout habe ich aus Präsentationsgründen nicht gewählt. Ich wollte den Weißrand möglichst schmal gestalten um das Foto in seiner ganzen Fläche zeigen zu können. Auch wollte ich keine Stufe, welche normalerweise zwischen Passpartout Print entsteht.

Allerdings sollte ich an dieser Stelle besser sagen. Das muss wohlüberlegt sein, denn ein Passe-Partout dient nicht nur der Präsentation, sondern auch dem Erhalt der Luftzirkulation zwischen Bild und Glasscheibe. Das Problem, welches auftreten könnte ist, dass durch Temperaturuntscheide sicht Feuchtigkeit ansammeln könnte, die den Print angreifen könnte. Komplett verhindern kann man  das nur, wenn sogenannte Art-Spacer verwendet. Das sind dünne transparente Acrylglass-Leisten die umlaufend zwischen Print und Glass im Rahmen verlegt werden. Ich selbst habe auch das nicht, weil hier wiederum ein weitere Probleme auftreten könnte. In Abhängigkeit des gewählten Papieres entsteht so vielleicht zu wenig Druck um das Bild flächig und ohne zahlreichen Wellen plan zu  präsentieren.

Um den „Wellen“ vorzubeugen könnte man einseits auf schwereres Paper ausbelichten oder drucken, wobei es derzeit nur für Pigmentdrucke schwerer Papiere gibt. Oder aber man kaschiert das Bild auf einen Hartschaumplatte. Hier tritt aber ein weiteres Problem auf, welches für extrem pinglige Menschen vielleicht die Qual der Wahl bedeutet. Kunstkritiker sagen, dass sobald ein  Bild kaschiert ist, der Archivierungsgedanke dahinter zunichte gemacht wird. Denn ein Print, welcher auf einem „billigen“ Hintergrund kaschiert wurde, vermidert den eigentlichen Wert des Druckes. Nun, ja ganz unrecht haben sie da wohl nicht außer er lässt sich wieder rückstandslos entfernen. Dennoch sollte man hier die Kirche im Dorf lassen. Immerhin ist nicht jede Aufnahme archivierungsbedürftig und landet irgendwann im Museum. Die Frage, die sich hier vielmehr auftut ist, vergrault man potenzielle Käufer, wenn der Print kaschiert ist? Nun, ich glaube es kommt ganz auf die Kundschaft an. Da gibt es diejenigen, dennen es nichts ausmacht und die ihre erworbene Aufnahme jeden Tag sehen wollen und dann die anderen, die sie wie einen Schatz vor der Aussenwelt behüten. Erstere werden sicherlich nicht das Bild vom Rahmen trennen um es anderweitig lagern zu können und letztere können immer noch einen Print kaufen, der nicht kaschiert wurde.

Ich habe meine Drucke kaschiert, das bedeutet sie sind mit der Hartschaumplatte verklebt, was es weniger anfällig für „Wellen“ im Bild macht. Um den Gedanken der Archivierung vorzubeugen, werde ich alle meine Drucke als Exhibition-Prints beschriften. Das bedeutet, dass sie zwar Teil einer Limitierten Auflage sind (habe nur die Größe und nicht die Art der Präsentation limitiert), aber eben in diesem Fall inkl. Rahmen geliefert werden. Kunden erhalten also die Möglichkeit entsprechende Editionen quasi ein wenig günstiger zu erwerben.

Bevor ich jetzt zu sehr abschweife, zurück zum eigentlichen Thema. Den Anpressdruck der Fotografie übernimmt in meinen Fall die Arcylglasscheibe. Im Umkehrschluss bedeutet das aber für meine Bilder, dass die Aufnahme ab und an gewechselt werden sollte. Positiver Nebeneffekt. Ich kann den Rahmen auch für anderen Aufnahmen nutzen und die Kaschierung eine Archivierungsbox legen.

Wer diese Art der Präsentation, also ohne Passe-Partout wählt, der sollte auch darauf achten, dass er besser keinen Glossy-Druck nimmt. Gerade bei Ausbelichtugen könnte es zu Druckstellen, welche wie Wasserflecken ausschauen, kommen. Diese sind vorwiegend in hellen Motivbereichen zu sehen und fallen beim genauen Betrachten auf jeden Fall auf. Für Pigmentprints gilt das gleiche, also lieber matt oder pearl-glanz nehmen. Ich selbst habe ausschließlich auf glossy Papieren ausbelichten lassen und kann diese „Wasserflecken“ bestätigen, wenn zuviel punktueller Druck von hinten auf das Bild ausgeübt wird. Durch eine zweiten Hintergrundkarton kann ich dem ein wenig entgegen wirken, da der Druck aufs Bild weitläufiger verteilt wird. Ein weitere Methode ist, den Druck der Metallfedern auf das Bild zu vermindern. Bisher klappt es!

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Warum habe ich keinen matten Print genommen, werdet ihr euch vielleicht fragen? Nun, ganz einfach. Ich habe es nicht gewusst. Man kann im Vorfeld noch so viel recherchieren wie man möchte, es gibt immer mal wieder Überraschungen. Einige Unwegsamkeiten treten dann erst später auf und wenn man anschließend recheriert, dann findet man auch entsprechende Hinweise. Tja, man kann eben nicht alles vorher wissen und um jetzt nicht einen 4 stelligen Betrag an Prints in die Tonne zu kloppen, arbeite ich jetzt mit dem was ich habe. Wie ihr seht gibt es doch so einiges zu beachten, bevor man einen Print und dessen Präsentationsmethode auswählt.

Etwas noch zum Rahmen selbst. Ich würde zukünftig Abstand von Selbstbaukits nehmen. Auch wenn die Rahmen schnell zusammengebau sind, die Qualität ist mies. Vorallem, weil die gelieferten Rahmenteile beim Transport nicht ausreichend geschützt wurden, was allerdings erst beim Zusammbau aufgefallen ist. Zudem verwindet sich das Holz gerne mal ein wenig (gerade bei großen Rahmen ab 60cm Seitenlänge) und dann schauen die Kantenübergänge nicht professionel aus. Wenn ich nochmal ein Selbstbaukits wählen würde, dann nicht aus Holz sondern aus Aluminium. Nielsen hat glaube ich so etwas im Program. Diese sind einfach wenig anfällig an den Ecken und Kanten.

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Letzten Endes lässt sich festhalten, dass man bei Rahmungen ohne Passepartout am besten keine Glossy sondern pearl oder matte Prints nutzt um dem Adhesionseffekt (Wasserflecken) entgegenzuwirken. Whitewall bietet zudem eine extrem dünne Lamination der Prints an. Ich werde mal testen, ob das auch wirkt! Für die Kaschierung auf Hartschaumplatte empfehle ich entweder eine vollflächige Klebung oder aber Verwendung des ATG-Tape. Ich hatte mich für letzteres entschieden, da die säurefreien Hartschaumplatten schon perfekt auf meine gewünschten Maße zugeschnitten waren. Wenn ihr Acrylglassscheiben nutzt, welche zum einen leichter und auch gegen Zerbrechen weniger anfällig sind, dann bitte vorher mit ein wenig Spülmittel, Wasser und einem kratzfreien Schwamm abspülen. Das unterbindet die statische Aufladung, welche nach Abziehen der Schutzfolie auf jeden Fall entsteht. Macht ihr das nicht, dann viel Spaß mit dem Staub. Achja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Fotos abhängig der Papierstärke auf jeden Fall nach dem Kaschieren wellen. Mit ausreichende und gleichmäßigen verteilten Gewicht lassen sich die ganzen Fotos glätten. Zu diesem Zweck habe ich alle meine Aufnahmen über zwei Tage gesptapelt und mit der jeweiligen Acrylglassscheibe beschwert. Damit die fertigen Rahmungen noch professioneller ausschauen, habe ich die Rückseite mit braunem Papier bespannt. So bleibt übrigens auch der Staub draußen.

Die Beitragsfotos wurden mit dem iPhone gemacht.

Fotografie, Mitgemacht

Die Wahl der Qual…

17. Januar 2014

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Oh man jetzt sitze ich hier seit Tagen fast ununterbrochen vor meinem Portfolio und wähle Aufnahmen aus, die ich drucken lassen möchte. Ich muss mich beeilen, den die Fertigung und Lieferzeit beträgte mehr als zwei Wochen. Immer weider verwerfe ich mein Konzept, weil sie nicht zusammen passen..

Warum das alles? Es sind die Vorbereitungen für eine kommende Kunstmesse in Toronto (The Artist Project 2014) für die ich ausgewählt wurde. Nach drei Ausstellungen in Paris mache ich das zwar nicht zum ersten Mal, aber der Umfang dieser Veranstaltung ist erheblich größer und zeitaufwendiger als zuvor. Ich bekomme drei große, hohe Wände (was nach derzeitigen Stand ungefähr 30 Aufnahmen unterschiedlicher Formate bedeutet) und muss mich zwischen Formaten, Motiven und Präsentation entscheiden. Was stelle ich aus? Welche Motive nehme ich? Breiter Querschnitt oder eine einzige Serie?

Bevor ich jetzt weiterschreibe, warum das ganze? Nun, der eine oder andere von euch wird vielleicht auch mal vor dieser Herausforderung gestellt werden, sei es im Rahmen einer Ausstellung, Vernissage oder eben einer Kunstmesse und da kann es ja nicht schaden mal einen Einblick zu erhalten. Im Grunde kennt man doch sein Portfolio, wenn auch nicht im absoluten Detail. Man weiß aber wie viele Aufnahmen der absolute Knaller sind, wie viele an zweiter Stelle kommen und diejenigen, die man am liebsten niemanden zeigen möchte. Mit diesem Gedanken im Kopf beginnt für mich als ersters das grobe Layout. Das bedeutet, welche Formate ich nehme, welche Größe die einzelnen Aufnahmen haben sollen und wo diese plaziert werden sollen.

Ein kleiner Schritt kommt noch zuvor –  Serie oder Querschnitt? Eigentlich gibt es für mich kein oder sondern nur ein UND. Ich will ja die unterschiedlichsten Geschmäcker treffen und gerade bei Kunstmessen könnte das entscheidend für einen Bildkauf sein. Dennoch darf man nicht die Stärke einer Serie unterschätzen, denn so bekommt der Betrachter einen viel tieferen Einblick in die Arbeitsweise des Fotografen. Aus diesem Grund zeige ich innerhalb meines Querschnitts eine Serie die aber mit dem kompletten Layout harmonieren soll. Vereinfacht bedeutet das, dass ich beispielsweise 4 Chicago Aufnahmen auswähle, diese dann allerdings nur Street Motive enthalten. Diese werde dann komplettiert mit NYC, ebenfalls Street und vielleicht Architektur einer anderen Reise. So erhalte ich einen Querschnitt meines Portfolios, zeige aber dennoch eine Serie „Street und Architektur“. Am wichtigsten ist es, dass der Betrachter nicht aus diesem Zusammenspiel herausgerissen wird, beispielsweise durch eine reine Landschaftsaufnahme, die rein gar nichts mit dem Rest der Aufnahmen zu tun hat. Problem ist dann, dass der Betrachter dann nur auf diese Aufnahme schaut, weil sie einfach nicht ins Layout passt. Natürlich kann das auch gewollt sein… ich mags nicht!

Ich bezeichne mein Layout als geordnetes Chaos. Ich zeige also verschiedene Formate, wobei die in meinen Augen wichtigsten Aufnahmen den größten Platz bekommen. So kann ich einen Akzent setzen und die Blicke des Betrachters auch aus der Ferne auf mich locken. Bei einer Kunstmesse geht es natürlich auch um den Verkauf und so kann ich es mir nicht leisten, nur viele kleineformatige Fotografien zu präsentieren. Ich möchte ja ein breites Publikum anziehen, auch jenes welches nicht primär der Fotografie zugeneigt ist. Meine größten Aufnahmen habe ich aus diesem Grund zwischen 100 und 130cm drucken lassen.

Nachdem nun das Layout steht, kommt die Frage nach der Präsentation. Früher, ja früher war vieles einfacher. Da gab es Papier und einen Rahmen. Heute gibt Acrylglass, Directprints auf Alu, Ausbelichtungen, Prints und mein absolut verhasstes Leinwand. Sorry, wenn jetzt jemanden auf die Füsse trete, aber Leinwand ist sowas von OUUUUT. Ok, Ok ich bin ja schon ruhig. Ich hatte mich zunächst für eine Ausbelichtung auf Fotopapier und anschließende Kaschierung auf Alu hinter Acrylglas entschieden, alles umgeben von einem Floating Frame um die Präsenation noch ein wenig zu steigern. Das ganze kalkuliert und kam zu dem Schluss – Scheiße viel zu teuer! Also wieder zurück gerudert und von vone angefangen. Ich präsentiere jetzt meine ausbelichteten Aufnahmen im minimalistischen Stil,  in einem schlichte schwarzen Holzrahmen unterschiedlicher Breite abhängig der Formate.

Das ist jetzt der aktuelle Stand der Vorbereitungen. Als nächstes werden weitere Visitenkarten gedruckt, Postkarten (ohne Rückaufdruck) als Give-aways erstellt. Weiter kommen noch Säurefrei Aufkleber hinzu, die auf die Rückseite des Drucks geklebt werden und neben Bildtitel usw.. auch die Editionzahl beinhalten. Echtheitszertifikate für die analogen 4x5inch Aufnahmen werden auch noch angefertigt. Die Rahmen sind übrigens Selbstbau-Holzrahmen um die Herstellungkosten weiter zu reduzieren…. Bin mal gespannt, wie das Zeug aussieht. Das alles folgt dann aber im nächsten Beitrag, sobald ich die Lieferung erhalten habe.

Na, wer von Euch hat sich auch schon mal mit einer eigenen Austellung beschäftigt?

Fotografie, Mitgemacht

ND-Awards Photo Contest 2014

7. Januar 2014

ND-Award 2014 Poster

Die Langzeitbelichtungs-Fans unter euch kennen wahrscheinlich das ND-Magazin, welches unter anderem von Martin Stavars herausgegeben wird. Sein Buch hatte ich kürzlich auf BlogTimes vorgestellt.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit und nun ist es soweit. Das Team des ND-Magazin veranstaltet erstmals einen Wettbewerb, welches den ND-Award 2014 vergibt und BlogTimes ist für diese Zeit ein Media Partner. Ich selbst werde an dem mit über 5.000 Dollar dotierten Wettbewerb nicht teilnehmen, würde mich aber freunen, den einen oder anderen von euch dort zu sehen.

Die eingereichten Aufnahmen werden übrigens von folgenden Jury berurteilt. Eileen O’Donnell (The Wall Street Journal, USA), Alexa Becker (Kehrer Verlag, Germany), Paul Greenaway (Greenaway Art Gallery, Australia), Amanda Gorence (Feature Shoot Magazine, USA) Seiji Komatsu (Emon Photo Gallery, Japan), Fernando Peracho (Valid Foto Gallery, Spain), Susan Spiritus (Susan Spiritus Gallery, USA), Kathrin Köhler (Immagis, Germany), Casey Hanrahan (Gilman Contemporary, USA), Renya Tanaka (Tokyo Arts Gallery, Japan), Rod Clark (Formatt-Hitech, USA), Thiago Guimaraes (Galeria Chroma, Brasil), Stephen Strother (Strother Fine Art, Germany), Veneta Zaharieva (PhotoBulletin, Bulgaria), Katy Daly (McGaw Graphics, USA), Jean-Paul Brunot (Editions Braun, France), Maciek Zielinski (Digital Camera Magazine, Poland).

Natürlich können auch Aufnahmen eingereicht werden, die ohne Filter aufgenommen wurden. Bis zum 15. März gibt es ein Early Bird Special. Der Wettbewerb selbst läuft bis zum 30. Juni 2014. Meiner Meinung nach genug Zeit um noch die eine oder andere Aufnahme machen zu können. Weitere Infos findet ihr unter www.ndawards.net

ND-Award Banner

Fotografie, Mitgemacht

Zu Besuch beim Stilpiraten

14. November 2013

Heide Photo-Studio  - Steffen Böttcher

Obwohl ich den Stilpiraten aka Steffen Bötcher persönlich schon länger kenne, hatten wir uns das letzte Mal vor knapp zwei Jahren gesehen. Mann, wie die Zeit rennt… Doch also ich dann vor dem Hölzernen Eingangstor in Buchholz in der Nordheide stand und durch den Garten ins Wohnzimmer stolperte, war es so als ob wir uns erst seit einer Woche nicht mehr gesehen hätte.

Nach ein herzlichen Umarmung folgte erstmal ein „Du hast aber abgenommen Gespräch“ Hmm, hüstel ja ähmm mache viel Sport zur Zeit… Ähmm, danke Dir! Du hast dich aber auch gut gehalten… antwortete ich zurück. Mein Besuch bei Steffen hatte natürlich einen anderen Grund als über die vergangen zwei Jahr zu quatschen. Außerdem hat der Stilpirat dafür auch keine Zeit – immer ist was zu tun, gerade mit seinem neuesten Projekt  – Das Heide Photo-Studio. Um doch ein wenig seiner kostbaren Zeit abzustauben, muss man ihn buchen und das hatte ich gemacht. 8 Stunden Einzelcoaching standen nun vor mir und sogleich schoss es mir durch den Kopf, ob das vielleicht nicht zu viel wäre…Egal dachte ich mir, jetzt musst du hier durch. Die Überlegung war gar nicht mal so abwegig, denn das ist mein erster „Workshop“ überhaupt, an dem ich selbst Teilnehmer bin.

Wer bei Steffen schon mal die Masterclass besucht hat, der weiß, dass man nur mit vollem Magen solch einen Tag beginnen sollte. Wie soll es auch anders sein, bei einem Fotografen-Frühstück gibt es nicht nur leckeres für den Gaumen, sondern auch was gutes für das Hirn. So fanden sich neben Brötchen und Co… auch diverse Fotobücher bekannter und mir unbekannter Fotografen auf dem Tisch. Wer jetzt vermutet, dass es die übliche Foto-Frückstücks-Deko ist, der liegt völlig daneben. Inspiration-Grid würde ich mal dazu sagen, denn nur durch Vergleichsbilder im Kopf wird man besser. Doch das kann euch der Stilpirat einfach viel besser erklären, darum versuche ich es an dieser Stelle gar nicht.

Ach, ich Depp!  Hab ja ganz vergessen euch zu erzählen warum ich überhaupt beim Stilpiraten war. Nun, ich möchte mich weiterentwickeln und gerade die letzten Beiträge in Richtung Blitztechnik und Porträtfotografie geben schon mal die erste Richtung vor. Mein Ziel ist es unter anderem in die Businessfotografie einzusteigen, aber dass bedeutet nicht das ich mein Baby – die Landschaftsfotografie aufgeben werde. Das bleibt nachwievor eines meiner Lieblingsthemen. Hier kann ich mich mit der Natur und dem Urbanen Leben auseinander setzen, sehe Ecken, treffe Menschen die ich ohne Fotografie vielleicht nicht kennenlerne. Ich liebe es einfach draußen zu sein…

Bevor ich jetzt wieder in Gedanken bei meinen zukünftigen Reiseplanungen bin, zurück zum Thema. Ich wusste natürlich, dass Business-Fotografie nicht einfach nur ein beliebiges Porträt bedeutet. Hier steckt viel Arbeit drin, welches man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkennen kann. Was genau dahinter steckt wollte ich wissen und darum bin ich nun in seinem noch nicht ganz fertigen Studio mit Model, Blitz, Kamera und lasse mich vom Piraten auf die fotografische Reise mitnehmen. Das ich während der nächsten Stunden nicht zum perfekten Business-Fotografen avanciere ist mir klar. Mir geht es um Ideen, Umsetzung, Kommunikation und das gewisse stilpiratische Geheimnis in seinen Aufnahmen.

Als Großformat-Nutzer hab ich natürlich auch mein Schätzchen dabeigehabt, welches sogleich ein Funkeln beim Piraten ausgelöst hat. Jaja, die Chamonix ist schon ein schönes Ding, musste auch Steffen einräumen. Da ich ausschließlich Rodenstock Objektive verwende, die auch noch über einen Blitzsyncron Anschluss verfügen, waren ruckzuck zwei Planfilme im Kasten.

Businessfotografie sollte an diesem Tag nicht mein einziges Workshopthema bleiben. Für den Nachmittag hatte sich noch ein wenig Pärchenfotografie angekündigt, doch das gibt’s ein nächstes Mal auf BlogTimes. Grund ist hauptsächlich, dass ich mit der Bearbeitung hinterherhänge. Zuviele andere Projekte lassen mir im Moment keine Zeit für PS und Co… Die ersten Fotos sind mit der Nikon D800 und dem 50mm 1:1,8D von Nikon aufgenommen wurden. Wir ihr wisst, kostet das gerade mal nen Huni! Das letzte Foto entstand mit der Chamonix und nem 150mm Rodenstock. Bei Blende 8 hat das Teil immer noch ne geile Unschärfe, auch wenn man es in der Webauflösung nicht so gut erkennen kann. Danke Dir Bertan fürs stillhalten… Natürlich sind nicht alle Business-geeignet, aber in so einen Workshop geht es ja ums lernen.

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Mein Favorit, entstanden mit der analogen 4x5inch Fachkamera auf Ilford FP4 Plus 125 ISO. Die Lichtquellen befanden sich auf allen Bildern jeweils oben rechts. Geblitzt wurde durch eine Softbox ohne Grid. Die Einstellungen waren Gefühlsache!!