Wie ich bereits angekündigt hatte, war ich im Rahmen meines Fotografieblogs am 05. März auf der CeBIT 2010 unterwegs. Ich wusste natürlich im Vorfeld, dass gerade für den Themenbereich Fotografie wenig angeboten wird.

Die meisten Kamerahersteller hatten sich schon vor Jahren von der CeBIT zurück gezogen und stellen ihre Produkte entweder auf der IFA oder auf der Photokina vor. Allerdings war ich schon sehr überrascht, dass ich nur ein paar 3D-Kameras von Panasonic gefunden hatte.

Ich hatte zwar eine Kamera für eventuelle Aufnahmen dabei, letztenendes habe ich sie aufgrund der Menschenmassen, die sich durch die Gänge schieben und die wenigen ausgestellten Produkte stundenlang in den Händen halten, nicht benutzt. Im Hinblick auf meinen Eindruck von der CeBIT braucht man auch keine Fotos, weil es wirklich nichts Neues aus dem Bereich Fotografie zu sehen gab.

Der Tag auf der CeBIT im Zeitraffer!

Die „normalen“ Besucher mussten erst einmal  38 Euro für die Eintrittskarte löhnen. Fast umgerechnet 70 Mark für einen einzigen Messetag ist ganz schön happig. Da ich mich mit meinen Blog vorher akkreditiert hatte, kam ich zumindest um den Eintrittspreis herum.  Die Hallen 14-17 der CeBIT waren die eigentlichen Tummelplätze für den Konsumenten. Hier konnten Rechner, Mainboard, riesige CPU-Lüftertürme, Grafikkarten und vieles mehr rund um das Thema PC-Hardware bestaunt werden.

Was einem sofort auffiel, war große Anzahl chinesischer Hersteller, die die gesamten Hallen förmlich mit so mancher Kopie überfluteten. Egal ob Laptoptaschen, USB-Sticks in allen erdenklichen Formen und Farben oder PC-Zubehörteile aller Art. Man hatte den Eindruck, man sei auf einem chinesischen Basar. Fehlten nur noch die Marktschreier…

Weiter ging es auf die Suche nach irgendetwas, welches sich mit dem Thema Fotografie befasst. Sollte nicht lange dauern, da entdeckte den Stand von Panasonic. Auf den Schildern konnte man zumindest lesen, dass es sich um 3D Kameras, 3D Fotorahmen und 3D Fotoprints handelt.  Eine 3D Brille für den heimischen PC Monitor durfte natürlich auch nicht fehlen. Das Problem waren die Menschenmassen, die davor standen. Mehr oder weniger stand ich eigentlich nur daneben und lauschte den Ausführungen der Messestandbesitzer. Das Ergebnis ist allerdings meiner Meinung nach ernüchternd ausgefallen.

Auf den ersten Blick hört sich alles interessant und faszinierend an, nur die Umsetzung finde ich eher mangelhaft. Einen 3D Fotoprint hielt ich in den Händen und wurde beim Betrachten schlagartig Jahrzehnte zurückversetzt. Der eine oder andere von Euch kann ich sich vielleicht noch an die Motivbilder erinnern, die man in den Händen hin und her bewegte um zum Beispiel eine Bewegung zu simulieren. So ähnlich kann man sich den Ausdruck eines 3D Bilder vorstellen. Man muss es zwar nicht bewegen, dennoch wirkt es durch die Oberflächenstruktur eher billig und nicht innovativ.

Ein paar Stunden sind so bereits ins Land gegangen und eigentlich hatte ich schon beschlossen, mich auf den Heimweg zu machen. Da stolperte ich über den Stand von Hanvon, einer führenden Hersteller intelligenter Mustererkennungstechnologie, der neben Ebooks und Gesichtserkennungs-Geräten auch Grafiktabletts herstellt und dessen Vertrieb für letzteres die Papyrus GmbH für Deutschland übernimmt. Es waren nur wenige Besucher am Stand und so konnte ich ein ausführliches Gespräch mit einem Vertriebsmitarbeiter über die derzeit erhältlichen und noch kommenden Geräte führen.

Schon nach dem kurzen Test am Messestand hatten mich die Geräte überzeugt. Das Schöne an den neuen Modellen ist die Größe der Tabletts. Sie endet nicht, wie bei vielen Herstellern mit der Größe der Benutzerfläche,  sondern geht darüber hinaus. Dadurch dient das Tablett als Auflage für die Hand und ermöglicht eine präzise Führung des Stifts auch am Rand.

Freundlicherweise stellt man mir demnächst ein paar Exemplare, der derzeit erhältlichen Geräte für einen ausgiebigen Test zur Verfügung um diese später mit den neuen Modellen zu vergleichen.

Fazit der CeBIT 2010:

Zum Schluss gab es zwar einen kleinen Lichtblick, aber im Großen und Ganzen war der Besuch der CeBIT 2010 in Bezug auf das Thema Fotografie ein Reinfall. Keine Kameras, Keine Neuheiten, Kein…..

Für den Endverbraucher hat die CeBIT deutlich an Interesse verloren. Hier ist man auf der IFA oder Photokina besser aufgehoben. Für den Fachbesucher wird sie sich auch in den nächsten Jahren rentieren. Hier müsste sich aber dennoch das Ausstellerkonzept verbessern. Dieses „Basar“ Artikel haben meiner Meinung nach auf der Messe nicht zu suchen. Im Übrigen kann der Besucher für 38 Euro auch ein wenig mehr Engagement der Aussteller und dessen Produkte erwarten.

Ich für meinen Fall werde nächstes Jahr die CeBIT nicht besuchen, sondern lege meinen Fokus auf die kommende Photokina und IFA. Bei meinem Messebesuch drehte es sich zwar um das Thema Fotografie, aber wie man auf StockMagazin (inkl. Fotos) lesen kann, waren die anderen Themenbereiche auch nicht besser aufgestellt.

War eigentlich einer von Euch auf der CeBIT 2010? Wie habt ihr die Messe empfunden? Auf Eure Eindrücke bin ich gespannt!

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