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Der Vanguard UpRise 48 – Kleiner Testbericht

17. Februar 2012

Vielleicht könnt ihr euch noch erinnern. Vor ein paar Wochen war ich auf Fotoreise in Südengland unterwegs und wurde hierfür mit Kameras und Fotozubehör ausgestattet. Unter anderem auch mit einem Carbon-Stativ und einem neuen Fotorucksack von Vanguard – dem UpRise 48.

Wie, was UpRise?? Das hab ich doch schon mal auf BlogTimes gelesen. Richtig, genau genommen hatte ich im letzten Jahr den UpRise 45, quasi den kleinen Bruder, hier im Blog vorgestellt. Ein paar Monate später und aufgrund der Kameras für die Fotoreise, musste ein neuer, größere Fotorucksack her. Nach einer kurzen Rücksprache mit Vanguard wurde mir der UpRise 48 zur Verfügung gestellt.

Auf den ersten Blick unterscheidet er sich vom kleineren Modell natürlich in der Größe und in den Staumöglichkeiten und auf den zweiten Blick auch in der Funktionsweise. Während das 45er Modell über eine rückwärtige Öffnung zum Verstauen der Kameras und Objektive verfügt, so lässt sich der UpRise 48 wie auch schon von anderen Fotorucksäcken ganz normal von vorne öffnen. Zudem verfügt das größere Modell noch über ein zusätzliches Fach für Laptops bis 15 Zoll.

Optik, wie auch Verarbeitung ist selbstverständlich gleich gut. Ich habe ja nun mittlerweile wirklich viele Fototaschen entweder nur getestet oder auch selbst gekauft. Einige davon hatte ich nur ein einziges Mal benutzt, weil mir etwas nicht gepasst hat – und zwar das Tragegefühl. Ich sehe natürlich ein, dass die Staumöglichkeiten und der Zugriff auch für den Kauf entscheidend sein können, aber für mich zählt vorallem das Tragegefühl. Immerhin habe ich das Ding die meiste Zeit bei einer Fototour auf dem Rücken und da muss es einfach passen. Der Vanguard, egal ob der 45er oder 48 zählen definitiv zu meinen bisher besten Rucksäcken. Klar, gibt es auch hier was zu meckern. So hätte ich mir zum Beispiel eine bessere Trennung zwischen Daypack und dem Rest des Rucksacks gewünscht. Hier kann es unter Umständen schnell mal passieren, dass beim Öffnen des vorderen Reisverschlusses die Sachen aus dem oberen Daypack hinunter zu den Objekten und Kameras rutschen. Ist zwar doof, aber halb so schlimm.

Was mir schon beim 45er aufgefallen ist, ist der seitliche Zugriff auf die Kamera. Über diese Möglichkeit verfügt der UpRise 48 ebenso, allerdings ist die Größe der Öffnung gleich geblieben. Hier hätte ich mir eine etwas größere Öffnung gewünscht, da DSLRs mit aufgesetzten Batteriegriff nur etwas frickelig in die Öffnung hinein- und auch wieder hinaus gehen. Die Mittelformat Pentax 645D mit aufgesetzter 35er Festbrennweite ging aber ohne Probleme raus und wieder rein.

Eine gesamte Woche war ich mit dem Rucksack unterwegs und hatte ihn wirklich nicht sparsam beladen. Zur Ausrüstung zählten die Mittelformat DLSR Pentax 645D, eine Canon 1Ds MKII, ein 21mm Zeiss, ein 16-35mm f 2,8 Canon Objektiv und eine 35er Festbrennweite für die Pentax. Zudem diverse Fernauslöser, Filter, Reinigungsequipment, eine Stirnlampe und manchmal sogar noch ein Regenschirm. Im Grunde das volle Programm. Achja, und dass Stativ hatte ich seitlich auch noch befestigt. Und wisst Ihr was… ich hatte weder Schmerzen in den Schultern noch im Rückenbereich. Mit meinen anderen Taschen, wie zum Beispiel dem Kata war dies immer vorprogrammiert. Ein großer Pluspunkt in Sachen Tragekomfort ist hier natürlich auch dem Brustgurt zu verdanken. Dadurch verrutschen die Träger einfach nicht.

Aufgrund der vorgenannten Eigenschaften fällt er definitiv in die Kategorie „Reiserucksack“ und auch wenn ich ein paar Kleinigkeiten gefunden habe, dir mir nicht so passen, war es sicherlich nicht sein letzter Einsatz dieses Jahr.

Wir steuern ja auf Ostern zu und vielleicht benötigt der eine oder andere von Euch noch eine kleines Geschenk….Sowohl den kleinen UpRise45 (eher für Tagestrips) als auch den großen Bruder kann ich wirklich empfehlen. Der UVP von 199,00 Euro ist ja schon ein wenig happig, aber zum Glück wird er bei meinem Lieblingsfotozubehör-Händler Amazon für 108 Tacken angeboten. Ich denke, dass ist ein fairer Preis. ->> Vanguard UpRise 48

Kennt eigentlich eine/er von euch Fotozubehör oder gar die Rucksäcke von Vanguard?

Update vom 15.07.2012:
Seit fast 6 Monaten hab ich den Vanguard UpRise nun im Einsatz. Noch immer ist es mein Hauptrucksack für meine Fototouren. Nach wie vor schlägt er sich gut, dennoch gibt es auch etwas zu meckern. Das Problem mit dem Daypack ist aufgrund des häufigen Einsatzes schlimmer geworden. Sobald ich ein paar Dinge, wie Filter, Kabelfernauslöser, usw… in das obere Fach packe, fällt es während des Tragens bis hinunter zum Taschenboden. Das nervt mich gewaltig. Der Rucksack ist ansonsten top, wenn das mit dem Daypack nur nicht wäre. Ich hoffe hier bessert Vanguard noch nach.

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10 Kommentare

  • Antwort lichtbildwetkerin 17. Februar 2012 um 23:38

    Ich komme mit Rucksäcken, auch mit Slings, nicht zurecht. Alles probiert und nun die ideale Tasche für Fototouren gefunden ( think tank retro 20)

    • Antwort BlogTimes 18. Februar 2012 um 00:15

      Wie schauts hier aus mit der Belastung auf den Schultern… na im Grunde nur eine Schulter?!

      • Antwort lichtbildwerkerin 18. Februar 2012 um 16:36

        Die Tasche trägt sich durch ein breites und wirklich rutschfestes Gurtpolster sehr angenehm, ideal für Fototouren. Und man kann die D700+Batteriegriff+angesetztem 24-70+angeschraubter Geli aufrecht darin versenken. Man hat also schnellen Zugriff auf die Kamera, was mir wichtig war. Es passen zusätzlich noch 2 große Objektive in die Fächer daneben und Platz für Kleinkram ist auch vorhanden. Ich bin gerade so begeistert, sorry, denn eigentlich geht es hier ja um o. g. Rucksack 😉

  • Antwort Tobias 18. Februar 2012 um 02:01

    Mir fehlen die da irgendwie die Vergleichsmöglichkeiten. Persönlich hatte ich bisher nur Loewepro Bags. Ein Vanguard ist mir bisher merkwürdigerweise noch nie in freier Wildbahn unter die Augen gekommen. Was ich aber interessant finde, ist das relativ geringe Eigengewicht im Verhältnis zur Größe. Beispiel: Mein Pro Runner 450AW wiegt leer 2,2 Kg, der von der Größe her durchaus vergleichbare Vanguard UpRise 46 hat ein Leergewicht von glatt 2 Kg. 200 Gramm sind schon nicht ohne.

    • Antwort BlogTimes 18. Februar 2012 um 09:40

      Danke für die Info. In der Tat, dass Gewicht spielt auch eine Rolle. Mir selber ist auch noch kein anderer mit einem Vanguard unter die Augen gekommen.

      • Antwort Dominique 30. August 2012 um 00:51

        Da hast Du aber schlecht gekuckt, Ronny… Mein Vanguard Uprise 45 und ich waren mit Dir schon im Hafen unterwegs als Du noch auf den Kata geschworen hast. 🙂

        Da die D700 zwischenzeitlich einer D4 gewichen ist und das Gefrickel beim Schnellzugriff tierisch nervt, wollte ich rausfinden, ob der Uprise 48 möglicherweise eine größere Ladelucke bietet. Anscheinend Fehlanzeige.

        Es ist echt verhext: Wenn Größe und Ausstattung stimmen (z.B. Kata 3N1-30), stört das Tragsystem – wenn Größe und Tragsystem passen (z.B. Fastpack 350), fehlt’s an der Ausstattung (keine Stativhalterung, kein Regencover) – wenn Tragsystem und Ausstattung erfreuen (z.B. Clik Elite Probody Sport) bringt man kaum was rein.

        Am einfachsten erscheint mir die Kamera zu wechseln *haha*

        • Antwort BlogTimes 30. August 2012 um 14:19

          Echt! Ja, die Öffnungsgröße ist das einzige was auch ich bemängle. Im Moment verwende ich für meine kurzen Fototrips nur meine Ari Tasche… Das passt zwar nicht so viel rein, aber meistens nehme ich sowieso nur zwei Objektive mit.

          Leider hab ich auch noch nicht die eine Tasche gefunden.

  • Antwort RudyF 2. Februar 2013 um 21:06

    Vielen Dank für die sehr hilfreiche Rezension!! Gibt es in D. auch den Unterschied zwischen UpRise und UpRise 2 wie in USA? Habe den Unterschied noch nicht gefunden, aber die 2 sind auf Amazon deutlich besser bewertet. Ich werde mir wohl den 48 besorgen. Bisher hatte ich nur eine Kombination, die für absolute Beweglichkeit und Schnellzugriff perfekt ist, aber eben eingeschränkt bzgl. Objektivanzahl.

    Ein Crumpler JimmyBo 400 und an dessen Hüftgurt zwei Lowepro Köcher. Reicht für Nikon D7000, 18-200, 50, 30 und Tokina 11-16. Damit und einem kleinen Trinkrucksack bin ich in 8h in einem chinesischen Gebirge ca. 25km Treppen gelaufen und habe 400 Fotos gemacht. Das also als Anregung, wenn man größtmögliche Beweglichkeit braucht und die Fotosachen kaum spüren möchte.

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