Dies und Das, Fotografie

Es gibt (fast) kein schlechtes Wetter für Fotografen…

17. Februar 2011

… um mit ein paar guten Aufnahmen heimzukommen. Der Beitrag dreht sich darum, dass man gerade bei „schlechtem“ Wetter mit der Kamera um die Häuser ziehen sollte.

Vor zwei Wochen war ich nach längerer Zeit (eigentlich viel zu lange…) mal wieder mit meiner Kamera unterwegs, um für mein zukünftiges Hamburger Kalenderprojekt weitere Aufnahmen zu erstellen. Kurz bevor ich mich also entschloss zum Fotografieren zu gehen, schaute ich aus dem Fenster – es war ein wenig nebelig, aber vorallem sehr diesig. Perfekt, dachte ich mir! Das ist das Wetter für ein paar coole Hafenaufnahmen in der Hamburger Hafencity. Jacke an und raus…  Brrrr, war das Kalt. Durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit lagen die Temperaturen bei gefüllten -15 Grad.

Naja, wie dem auch sei. Also ab in die Hafencity mit Kamera, Stativ und Co. Wer schon mal die Hamburger Hafencity besucht hat, der kennt die Schwierigkeit um die Location. Wenn man davor steht, sieht man unendlich viele Möglichkeiten für eine Aufnahme, die Umsetzung gestaltet sich dennoch immer schwierig, zumindest nach meinem Empfinden.

Derzeit wird die Elbphilharmonie in der Hafencity gebaut. Aus diesem Grund ist beim klarem Wetter auch immer ein blöder Kran mit auf dem Bild. Klar, könnte man den notfalls heraus retuchieren, aber ich möchte mir diese Arbeit eigentlich so gut es geht ersparen. Das diesige Wetter hatte mir daher in diesem Tag super in die Hände gespielt. Aufgrund der Kälte habe ich zwar nur 3 Fotos geschossen, aber es hatte sich trotzdem gelohnt.

Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, warum ich mich nicht bei einem der umliegenden Cafes aufgewärmt habe um dann noch einmal einen zweiten Versuch zu starten. Letzten Endes bin ich dann mit zwei passenden Aufnahmen für den Hamburg-Kalender heimgekehrt. Mir hat dieser Tag wieder einmal gezeigt, dass man nicht unbedingt Sonnenschein und 1A Wolken für ein paar gute Aufnahmen braucht.  Selbstverständlich bin ich mir durchaus bewußt, dass dieser Gedanke nicht neu ist, dennoch spornt es mich erneut an auch an schlechtwetter-Tagen zu Fotografieren.

Nachfolgend die Aufnahmen von diesem Kurztrip. Einfach mit der Maus über das Bild fahren und ihr seht eine Vorher/Nachher Version. Was macht ihr eigentlich bei schlechtem Wetter? Packt ihr auch eure Kamera aus und zieht los, oder wartet ihr auf schönes Wetter? Ich freue mich auf die Kommentare, gerne auch mit einem Link zu eurem besten „schlechtwetter-Bild“

Gerne können auch Meinungen/Kritiken zu den Aufnahmen abgeben werden.

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31 Kommentare

  • Antwort Raik 17. Februar 2011 um 21:04

    Dir sind da richtig tolle Aufnahmen gelungen!

    Dass das Wetter kein Grund ist, die Kamera zuhause zu lassen, sage ich mir selbst oft genug, aber irgendwie überwinde ich mich dann doch zu selten.

    • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 21:22

      Da gebe ich Dir recht, es kostet immer wieder Überwindung aufs Neue!

  • Antwort Claudia 17. Februar 2011 um 21:09

    Da sieht man mal wieder, wie fotogen „schlechtes“ Wetter ist. Und dass Schwarzweiß oftmals einfach besser wirkt. Mein einziger Kritikpunkt wäre die zu starke Vignettierung.
    Beim zweiten Foto bin ich mir nicht sicher, ob das nicht eigentlich zwei Aufnahmen sind – der Blick wandert immer zwischen Vorder- und Hintergrund hin und her … hm.
    Toll gelungen ist dir die Wasserfläche. Wie lange hast du belichtet?

    • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 21:14

      Die Vignettierung bei der zweiten Aufnahme ist zwar stärker als ich sie normal verwende, allerdings fällt sie nur durch den Vergleich zwischen Original und Endergebnis so stark ins Gewicht.

      Im Übrigen ist die zweite Aufnahme ein Einzelbild. Die Belichtungszeit betrug 61 Sekunden…

      • Antwort Claudia 17. Februar 2011 um 21:48

        Ich weiß schon, dass es ein Einzelbild IST, aber es wirkt wie zwei Bilder – durch die optische Zweiteilung. Übrigens finde ich es eigentlich sehr schön :-).

        • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 23:31

          Oh, dann hatte ich dich Missverstanden. Von der Bildwirkung hast du nicht ganz unrecht.

  • Antwort Sven 17. Februar 2011 um 21:12

    Hmmm…. wenn ich die vorher/nachher Fotos so sehe, werde ich immer mehr zum Fan von Schwarz-Weiß-Bildern. Warum das so ist, weiß ich allerdings nicht.

    • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 21:15

      Die WIRKUNG Sven, es ist die WIRKUNG einer S/W Aufnahme. Es wird die Bildaussage aufs Wesentliche reduziert. Ist jedenfalls meine Meinung…

  • Antwort zoomyboy 17. Februar 2011 um 21:29

    Schlechtes Wetter das kenne ich besonders gut. Zwar nur ein normales Bild, aber eines bei dem ich so versaut nach Hause gekommen bin, das meine Frau mich mit dem Kärcher waschen wollte? 😉
    http://www.zoomyboy.com/wp-content/uploads/2009/12/wald_im_nebel_3.jpg

    • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 23:24

      Kann ich bei diesem Bild nachvollziehen.

  • Antwort Martin Hülle - Blog 17. Februar 2011 um 21:38

    Ich mag schlechtes Wetter eigentlich viel lieber als die sonnigen Tage. Meistens gibt es da die viel interessanteren Stimmungen.

    Die Bilder gefallen mir gut und die Vignette beim zweiten finde ich so okay.

    Eigenes Schlechtwetterbild? Hier entlang: http://www.martin-huelle.de/blog/?p=2301

    • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 23:29

      Tolle Geschichte zu einem wirklich passenden Bild.

  • Antwort Paul 17. Februar 2011 um 22:08

    Ich muss sagen, ich habe Sonne viel lieber, weil ich einfach Gegenlichtsituationen liebe… mit knalliger Sonne im Hintergrund 😉
    Trotzdem: Aufnahmen wie deine motivieren mich immer noch zusätzlich, mal bei schlechtem Wetter raus zu gehen. Klasse Fotos!
    P.S.: Schlechtwetterbild? Vielleicht das hier: http://portfolio.paulkurze.de/?p=53

    • Antwort BlogTimes 17. Februar 2011 um 23:33

      Dein Schlechtwetter-Bild kann sich sehen lassen, auch wenn Du Gegenlichtsituationen bevorzugst.

  • Antwort jens 18. Februar 2011 um 11:46

    meine rede. ich liebe solches wetter, zumindest wenns nicht aus kannen schüttet.
    deine beiden fotos gefallen mir echt sehr gut. schöne schwarz/weiß-umsetzung! TOP! auch die vignette gefällt mir. ich mag vignetten. 🙂

  • Antwort Thomas 18. Februar 2011 um 12:25

    hallo zusammen,

    Wetter spielt eher weniger eine Rolle, „Licht“ ist das Thema, welches sich primär dahinter verbirgt.

    Bei „grauem“ bedecktem „schlechtem“ Wetter eben in Farbe eher trüb, es sei denn man verwendet die gedeckten Farben dann mit Absicht, ansonsten stimm ich voll zu, die o.g. Motive wirken nur in s/w.

    Gutes Licht 🙂 & schlechtes Wetter 🙁
    wünscht euch

    Thomas

    ps> Ich hab mal gehört in Hamburg wär es oft so grau, stimmt daß ?

    • Antwort BlogTimes 18. Februar 2011 um 12:48

      Das es in Hamburg oft so grau ist, kann ich eigentlich nicht bestätigen. Es ist durch die See eben anders. Dennoch haben wir auch viele schöne Tage in der Hansestadt.

  • Antwort Chris 18. Februar 2011 um 15:31

    Sehr schöner Beitrag, auch die Fotos sind top! Und mal wieder ein wirklich guter Beweis das es für gute Aufnahmen nicht zwingend gutes Wetter braucht.

  • Antwort chris ruiz 18. Februar 2011 um 16:14

    schlechtes Wetter – gutes Wetter !! 😉

  • Antwort alex 19. Februar 2011 um 08:27

    Bei schlechtem Wetter ist es keine große Sache mit der Kamera ein paar Fotos zu machen. Das schöne ist das man alleine ist und nicht soviele Spaziergänger hat. Ich finde die Jahreszeit super um fots zumachen.

  • Antwort Andreas 19. Februar 2011 um 13:03

    Starke Bilder 🙂 Ich mag Deinen Stream sowieso sehr gerne.

    Und es tut gut zu sehen, dass zumindest vom Bild her das aus der Kamera kommt genauso aussieht wie alle anderen (das Grundbild muss natürlich stimmen aber vom technischen her: Farben, Kontraste, Tonwerte, etc…) 😉

    Du holst mit der Nachbearbeitung noch unheimlich viel raus. Darf man fragen wie Du da vorgehst? Arbeitest Du viel mit Dudge & Burn oder belichtest Du die RAW Bilder verschieden und maskierst diese dann? Da gibt es ja mehrere Wege…

    Grüße aus dem nebligen Bayern

    Andreas

    • Antwort BlogTimes 19. Februar 2011 um 13:53

      Hallo Andreas,

      wie Du schon geschrieben hast, gibt es viele Methoden der Bearbeitung. Grundlage meiner Bildbearbeitung ist immer ein einzelnes RAW-Bild. Ich arbeite mit einer Vielzahl von verschieden Maskierungen im ganzen Bild und verwende für jeden einzelnen Bereich unterschiedliche Kontraste, Gradationen usw. Das können im gesamten Bild gut und gerne auch bis zu 20 verschiedene Ebenen werden.

      Muss mal schauen, ob ichl ein Tutorial für die S/W Bearbeitung schreibe…

      • Antwort Andreas 19. Februar 2011 um 17:28

        Ah ok. Ja jeder hat ja so seinen „Lieblingsweg“. Eine Frage doch noch: arbeitest du eher mit dem Kanalmixer oder mit dem Camera Raw Plugin von Photoshop oder mit einer Verlaufsumsetzung?

        Übrigens, danke für die Anregung, war auch gerade unterwegs ;). Lad gleich mal was hoch.

        • Antwort BlogTimes 19. Februar 2011 um 18:46

          Weder noch. Ich nutze als Grundlage die schwarzweiß Funktion und anschließend Tonwertkorrektur, Gradation und Abwedeln/ Nachbelichten. Alles natürlich selektiv.

  • Antwort Paul . 19. Februar 2011 um 18:54

    Hallo

    auch wenn ich mich sonst eher mit Produkt und Sportfotographie beschäftige finde ich Deine Bilder genial, werde mal versuchen den S/W gedanken bei meinen bodybuilding Fotos umzusetzen

    mach weiter so

    Paul

  • Antwort Jeriko 20. Februar 2011 um 08:39

    Das zweite Foto wirkt wegen des Wassers ja fast schon wie mit einem Graufilter geschossen – gefällt mir!

    • Antwort BlogTimes 20. Februar 2011 um 10:27

      Ist es ja auch…. 61sec! 🙂

      • Antwort Jeriko 20. Februar 2011 um 19:32

        Pahaha, ich hab nix gesagt 😀

  • Antwort Euerfotograf 20. Februar 2011 um 11:04

    Ich habe lange überlegt ob mir die SW Bilder nicht zu kontrastreich sind. Aber im Endeffekt: Die Bearbeitung passt!

  • Antwort Andreas 21. Februar 2011 um 10:15

    Danke für die Inspiration 🙂

    Hier eines der Ergebnisse:
    http://www.flickr.com/photos/scharfelinse/5458354545/#/photos/scharfelinse/5458354545/lightbox/

    Grüße

    Andreas

  • Antwort Andreas Feusi 21. Februar 2011 um 11:34

    Sehr coole Aufnahmen.
    Ich bin auch der Meinung dass es eigentlich kein schlechtes Wetter gibt. Ob das Material stimmt lasse ich mal so im Raum stehen. Ich denke, es kommt mehr darauf an, wie man dem Wetter gegenüber eingestellt ist.

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