Interviews

Fotograf Mamo im Interview

6. September 2010

Meiner heutiger Gast auf BlogTimes ist Mamo von mamo.ch– Photography aus der schönen Schweiz.

Genau genommen kommt Mamo aus Bern und widmet sich nebenberuflich der Fotografie.

Sein Portfolio umfasst neben seinen eigenen Aufnahmen auch Auftragsarbeiten aus dem Bereich People- (Porträt, Akt) und Produktfotografie. Gerade die Aktaufnahmen gefallen durch eine eher erotisch-, sinnliche Ausstrahlung und wirken keinesfalls anzüglich. Ebenso überzeugen mich seine freien Arbeiten, wenn man bedenkt, dass er erst 2006 zur Fotografie gefunden hat.


Ein gutes Photo ist immer individuell. Mamo


BlogTimes: Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden?

Mamo: Als Sohn eines Musikers, Kunstmalers und einer Fotolaborantin, wurde mir die Kunst der Fotografie wohl schon ein wenig in die Wiege gelegt.

Schon in meiner Kindheit hatte ich oft mit diesen ritsch-ratsch Kameras (Agfamatic) fotografiert. Irgendwann mal hatte ich so eine zum Geburtstag oder zu Weihnachten  geschenkt bekommen.

Später habe ich jeweils im Urlaub mit diesen vollautomatischen Analogkameras fotografiert. Meine erste digitale Spiegelreflexkamera habe ich mir eigentlich wegen dem Planespotting gekauft, weil ich etwas Schnelles mit grosser Brennweite brauchte. Das ist auch die Erklärung warum in meinem Portfolio immer mal wieder Flugzeuge auftauchen.

BlogTimes: Was für eine Kamera verwendest Du und warum hast Du Dich für diese Kamera entschieden?

Mamo: Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass es grundsätzlich keine Rolle spielt mit was für einer Kamera man fotografiert. Das Equipment selbst macht noch kein Foto, es braucht immer noch jemanden dazu der den Auslöser drückt. Ich fotografiere momentan mit einer Canon 5D, 5D MKII oder 7D . Meine erste DSLR war eine Nikon D70, danach die D200 auch von Nikon.

Auf Canon habe ich gewechselt weil es zu dieser Zeit keine Nikon Vollformat Kamera zu einem vernünftigen Preis gab. Auch viele meiner Freunde haben mit Canon fotografiert, und so stand und steht mir heute noch ein grosser Body- und Objektivpark zur Verfügung. Auch wählte ich Canon, da ich so in relativ kurzer Zeit einen Ersatzbody oder eine Ersatzlinse auftreiben kann.

BlogTimes: Hast Du schon immer digital fotografiert?

Mamo: Ja, ich habe erst im Jahr 2006 so richtig mit dem Fotografieren angefangen. Im 2006 kaufte ich mir dann auch meine erste digitale Spiegelreflexkamera. In der „Analogen Zeit“ habe ich nur mit Automatikkameras, -vorwiegend im Urlaub- etwas „rumgeknipst“

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung bei Deinen Aufnahmen?

Mamo: Ich bin ein großer Fan des RAW Formats. Ich fotografiere seit 2007 nur noch in diesem Format, da die nachträglichen Arbeiten am Bild um einiges einfacher  sind und qualitativ besser ausfallen. In letzter Zeit versuche ich immer wie weniger an meinen Photos zu machen. Um eine „Grundbearbeitung“ komme ich trotzdem nicht, ist diese ja beim Fotografieren im RAW Format zwingend erforderlich!

Bei meinen Reiseaufnahmen brauche ich Photoshop beinahe nur noch für’s abspeichern im Druck oder Webformat. Im People und Akt Bereich brauche ich die Bildbearbeitung, da ich hier öfters mal noch retuschiere. Auch zum Entfernen unerwünschter Bildinhalte, oder zum Umwandeln in Schwarz/Weiss greife ich zur Bildbearbeitung.

BlogTimes: Welcher Themenbereich in der Fotografie fasziniert Dich und warum?

Mamo: Wirklich festlegen kann ich mich noch nicht. Mir macht das Arbeiten mit Menschen wahnsinnig Spass und deshalb möchte ich mich vor allem in diesem Bereich festlegen. Meine Landschaftsaufnahmen entstehen vor allem im Urlaub, faszinieren mich aber nicht so wie die Photos die ich von Menschen mache. Auch die Aviatik begleitet mich immer noch auf meinem Fotografenweg.

BlogTimes: Aktfotografie – Was macht eine gute Aufnahme aus?

Mamo: Ein gutes Photo ist immer individuell. Für mich darf es gerade im Akt Bereich nicht billig wirken. Ich bin eher ein Fan der verdeckten Aktfotografie – der Betrachter weiss dass das Model nackt ist, sieht aber nur wenig davon.

BlogTimes:  Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren?

Mamo: Total fasziniert war ich, als ich das erste Mal mit wirklich guten Linsen im Studio fotografiert habe, und zuhause dann die Portraitaufnahmen in der 100%  Ansicht angeschaut habe. Das war echt der Wahnsinn was da an Details noch vorhanden war!

BlogTimes: Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?

Mamo: Gerne fotografieren würde ich mal den Schweizer Schriftsteller und Kabarettisten Emil Steinberger. Eine Portraitaufnahme in Schwarz/Weiss würde ich mir vorstellen. Warum gerade diese Person? Ich kenne die Kabaretnummern von Emil seit ich Kind bin.

Letztes Jahr habe ich ein Buch über seine Zeit in New York gelesen und war immer noch fasziniert von seiner Art wie er schreibt und lebt. Vielleicht sollte ich ihm mal anschreiben? 😉

BlogTimes: Kannst Du Dir ein Leben ohne Kamera vorstellen?

Mamo: Ich bin noch nicht so weit, dass ich eine Kamera zum Leben brauche, Aber einen Urlaub ohne meine Spiegelreflexkamera und 100 Linsen, kann ich mir nur sehr schlecht vorstellen. Ich finde es sehr schade, wenn man die Eindrücke von einer Reise nicht als Photo mit nach Hause nehmen kann.

BlogTimes: Welche Aufnahme aus deinem Portolio ist Dein Favorit?

Mamo: Eine schwierige Frage! Da mein Portfolio so riesig ist kann ich mich nicht wirklich für einen einzigen Favoriten entscheiden. Momentan gefallen mir die Akt Bilder in dem Blau-Cross-Stil sehr gut! Aber auch einige der Landschaftsaufnahmen von meiner USA Reise gehören zu meinen Favoriten. Und nicht zu vergessen, meine 3er Quadrat-Serie des Empirie State Buildings in New York.

BlogTimes: Profi,- oder Amateurfotograf – Wird es auch in Zukunft einen Unterschied geben?

Mamo: Sowohl der Laie, wie auch viele Leute die mich für ein einmaliges Shooting buchen, können an den Bildern nicht beurteilen ob es sich um ein „gutes-“ oder ein „schlechtes“ Bild handelt. Ihnen fehlt ganz einfach die Erfahrung!I ch denke, dass der Bereich der Studiofotografie für Privatpersonen immer schwieriger wird, da auch sehr viele Amateure solche Shootings (zumTeil kostenlos) für Laien anbieten.

Anders sieht es aus sobald Firmen im Spiel sind, welche hohe Anforderungen an einen Fotografen stellen. Sei dies in Sachen Bildmaterial (Auflösung,Schärfe, Ausschnitt, Farbtreue) oder an den Fotografen selbst (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Know-how). Nicht zu vergessen ist hier auch die Teamarbeit zwischen Marketingabteilung, Grafikdesigner und Druck. Meiner Meinung nach ist in diesem Bereich immer noch der Profi gefragt!

Ich danke für dieses sehr interessante Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deinem Werdegang. Hier gehts zum Portfolio.

Ein Aufruf an alle hobby-, amateur-, semiprofessionelle- oder professionelle Fotografen. Wenn auch Ihr ein sehenswertes Portfolio aufweisen könnt, dann meldet Euch einfach bei mir. Eines ist sicher, wir wollen doch alle, dass unsere Arbeiten bekannter werden.

Euer Namen mit Link zu Euren Portfolio und einer kleinen Beschreibung über Euch an folgende Mailadresse: interview(at)blogtimes.info.

 

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4 Kommentare

  • Antwort mamo 6. September 2010 um 14:39

    Hallo Ronny

    Ich danke Dir nochmals für das kleine Interview!
    Dir auch weiterhin viel Erfolg und bis bald 🙂
    Gruss MAMO

  • Antwort und wieder mal ein interview… « mamo.ch | photography BLOG 9. September 2010 um 09:45

    […] beim blogtimes fotografieblog gabs diesen montag ein interessantes interview 🙂 guckt rein, falls ihr etwas mehr über mamo […]

  • Antwort updates/news! « mamo.ch | photography BLOG 14. September 2010 um 20:18

    […] ich hatte ja bereits zwei interviews, es sind nun noch weitere drei bei andern blogs geplant. (nach der photokina) hier mal die zwei bereits veröffentlichten: kategraphy, blogtimes […]

  • Antwort Stefan 30. Mai 2011 um 22:59

    Hallo,

    ein schönes Interview mit einem super Fotografen. Ich habe mir einige Bilder von Mamo angesehen und muss echt sagen, dass mir der gesamte Fotografie Stil sehr gut gefällt.

    Aber gerade der Blue-Cross Aktfotografie Stil hat es mir angetan. Einfach spitze! Hab mir jetzt vorgenommen, demnächst auch noch so ein Shooting zu veranstalten.

    Gruß
    Stefan

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