Interviews

Fotografen Portfolio – Dave Derbis

1. Juni 2009

summer_garden oceans_fury

Die neue Serie über die Vorstellung von Fotografen und deren Portfolien geht nun in die zweite Runde.

davederbisHeute möchte ich Euch Dave Derbis vorstellen. Einen jungen 27 jährigen IT-Spezialist, der wenn er mal nicht seiner Arbeit als IT-Fachmann nachgeht, seine Zeit mit Sport, Wandern und der Fotografie verbringt. Und so kommt es, dass in seinem Portfolio neben Architektur und Stadtlandschaften eine Vielzahl von Naturaufnahmen zu finden ist. Mit diesen außerordentlichen Werken nahm er schon an diversen Fotografiewettbewerben teil. So gewann er in der Kategorie Landschaft das Canon’s The Assignment 2008.

“ Ein guter Landschaftsfotograf hat Freude daran, entfernteste Regionen und Gebiete zu erkunden und wird niemals müde auf das richtige Licht,
für den einen Schuss, zu warten“
.

Ich hatte die Möglichkeit mit Ihm ein kurzes Interview über seine Arbeiten zu führen.

 

Blogtimes: Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden?

Dave Derbis: Bis zum Frühjahr 2006 hat sich mein Interesse an der Fotografie auf Partyfotos und diverse Versuche hier und da einen beschaulichen Sonnenuntergang als Hintergrundbild für den eigenen Desktop zu schießen beschränkt. Dann bin ich durch die HDR- und Infrarotfotos eines Kommilitonen und sehr guten Freundes auf die Fotografie als Kunstform aufmerksam geworden. Erst seine Bilder, dann die diverser anderer Fotografen auf Foto- und Kunstwebseiten haben mich einfach fasziniert und beeindruckt. Das wollte ich auch können. Schöne und besondere Momente so festzuhalten, wie ich sie im Moment der Aufnahme mit meinen Augen gesehen und erlebt habe.

BlogTimes: Was für eine Kamera verwendest Du und warum hast Du Dich für diese Kamera entschieden?

Dave Derbis: Nachdem ich angefangen hatte mich ernsthaft mit Fotografie zu beschäftigten, versuchte ich mich die ersten sechs bis acht Monate mit meiner Partykamera, der Casio Exilim S-600. Da ich aber vermehrt mit diversen Filtern und unterschiedlichen Objektiven und Stativ fotografieren wollte, entschied ich mich dann für meine erste DSLR, der Nikon D80 mit Nikkor 18-70mm (und später auch Sigma 10-20mm). Wiederum zwei Jahre später, als ich schon eine Weile mit dem Gedanken zu wechseln gespielt hatte, gewann ich in einem Wettbewerb zwei Canon-L-Linsen, was dann den letzten Ausschlag gab mir eine Canon 5D mit Vollformatsensor zu kaufen. Mit der 5D fotografiere ich jetzt seit ca. einem Jahr und bin zufrieden mit der Kamera.

BlogTimes: Hast Du schon immer digital fotografiert?

Dave Derbis: Ja. Ich glaube es war 2001 als ich mir meine erste Kamera, eine Olympus C40-Zoom gekauft habe. Als Informatiker fand ich es schon immer interessanter die Bilder direkt am Computer verwenden und bearbeiten zu können, ohne Kenntnisse im Umgang und der Entwicklung von Filmen zu haben. Nichtsdestotrotz habe ich vor, demnächst ein wenig mit der analogen Minolta SLR meines Vaters zu experimentieren.

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung bei Deinen Aufnahmen?

Dave Derbis: Das Nachbearbeiten meiner Fotos macht einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit aus. Das Erkunden nach Fotospots sowie das Warten auf das Licht und die draußen in der Natur verbrachte Zeit überwiegen aber gegenüber der vorm PC verbrachten Zeit. Meine Nachbearbeitung ist in den meisten Fällen eine Kombination aus unterschiedlichen Anpassungen im RAW Konverter, sowie späteren selektiven Farb- und Kontrastkorrekturen.

BlogTimes: Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren?

Dave Derbis: Das ist schwer zu sagen. Ad-hoc fällt mir darauf nicht „das s chönste Erlebnis“ ein. Es sind vielmehr die immer wiederkehrenden Erlebnisse, wie sich draußen in der Natur an wunderbaren Orten aufzuhalten, die Umgebung und die Ruhe zu genießen und hin und wieder mal dabei einen wirklich schönen Sonnenauf bzw. -untergang festhalten zu können. Bevor ich mich mit Fotografie beschäftigt habe, habe ich die Schönheit der Natur nicht so genossen und empfunden wie ich es jetzt tue. Letzte Woche, auf einer Fototour im Berchtesgaden Nationalpark stand ich gegen 5 Uhr morgens an einem wunderschönen Bergsee und habe einigen seltsamen Vögeln beim Tauchen zugesehen und es einfach nur genossen dort mitten in der Natur, fern vom Stadtlärm und Schmutz und den Menschenmassen zu stehen und zu fotografieren.

BlogTimes: Gab es einen Moment in dem Du die Kamera gerne dabei gehabt hättest?

Dave Derbis: Das kommt eigentlich eher selten vor. Meistens habe ich meinen Fotoruc ksack dabei, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Ab und zu passiert es, dass ich auf einer meiner Rennradtouren etwas sehe, was ich gern in diesem Moment festhalten würde. Wirklich ärgern, es gerade nicht fotografieren zu können, tue ich mich dann deswegen aber auch nicht.

BlogTimes: Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?

Dave Derbis: Da gibt es eigentlich mehrere Orte, die ich unbedingt noch besuchen und wenn möglich dort auch fotografieren will. Zum Beispiel den Denali National Park in Canada, vorzugsweise im Herbst um einmal die unwirklichen Farben des Indian Summers zu erleben. Dann die zerklüfteten Strände Oregons am Pazifik in den Vereinigten Staaten sowie die wunderschöne Landschaft Norwegens. Einer solcher Wünsche, nämlich eine Fototour in den Nationalpark Berchtesgaden, ist letzte Woche erst in Erfüllung gegangen.

BlogTimes: Kannt Du Dir ein Leben ohne Kamera vorstellen?

Dave Derbis: Ich glaube ja. Ich könnte diese beeindruckenden Orte und Naturschauspiele auch ohne Kamera genießen. Die Frage ist nur, ob ich ohne Kamera auch so früh aufstehen würde, so weit reisen würde, so hoch und weit wandern würde nur um es zu sehen, ohne mich am Ende mit schönen Bildern dafür belohnen zu wollen. Ganz ohne Kamera würde ich sicher wieder noch mehr Radsport machen und mich dabei austoben.

BlogTimes: Welches ist Deine Lieblingsaufnahme und warum?

forces of natureDave Derbis: Ich muss sagen, dass ich nicht unbedingt ein Lieblingsfoto von mir habe. Da ich oft neue Techniken  ausprobiere und neue interessante und schöne Plätze entdecke, ändern sich auch die Lieblingsaufnahmen von Zeit zu Zeit. Momentan ist es vielleicht am ehesten „Forces of Nature“. Das Bild entstand im September 2008 auf einer Foto- und Filmtour durch Island mit Canon am eindrucksvollen Skógafoss Wasserfall im Süden. Ich mag das Bild besonders, weil es verdeutlicht wie klein und machtlos der Mensch im Vergleich zu diesen gewaltigen Naturkräften ist und das wir Respekt vor der Natur haben sollten.

Ich danke für dieses sehr interessante Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deinem Werdegang. Hier gehts zum Portfolio.

Ein Auruf an alle hobby-, amateur-, semiprofessionelle- oder professionelle Fotografen. Wenn auch Ihr ein sehenswertes Portfolio aufweisen könnt, dann meldet Euch einfach bei mir. Eines ist sicher, wir wollen doch alle, dass unsere Arbeiten bekannter werden.

Euer Namen mit Link zu Euren Portfolio und einer kleinen Beschreibung über Euch an folgende Mailadresse: interview(at)blogtimes.info, oder auf diesen Beitrag anworten.

Canon’s The Assignment 2008 – Winner Landscape – Dave Derbis
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