Interviews

Fotografen Portfolio – Edgar Jablonski

1. August 2009

Heute ist der 1. August 2009 – Zeit für ein neues Interview auf Blogtimes. Meine Leser wissen ja bereits, dass ich 2 Mal im Monat einen Fotografen und dessen Portfolio vorstelle. Wenn auch Ihr einmal an der Fotografen-Vorstellung teilnehmen möchtet, dann schickt mir eine kurze Bewerbung an interview(at)blogtimes.info. Weitere Informationen dazu findet Ihr am Ende des Interviews.

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Edgar JablonskiMein heutiger Interviewpartner heißt Edgar Jablonski, ein Bochumer Profi-Studiofotograf für Werbung, Reportage und Art. Mit seiner 3.2 Megapixel Story hatte er letztes Jahr in der View-Fotocommunity für Aufsehen gesorgt. Im dem Online – Fotomagazin des Stern setzte er erfolgreich ein Zeichen gegen den Megapixelwahn der digitalen Kameras und fotografierte mit einer Canon Powershot S30, einem Baustrahler, Transparentpapier, Alu-Folio, Schminkspiegeln und allerlei anderen Haushaltsgegenständen perfekt ausgeleuchtete Stills, die sich hervorragend für die Präsentation im Web eignen. Weitere Arbeiten findet Ihr auf seiner Webseite: Lichtbilddesign.de

Hier nun das Interview mit Edgar Jablonksi

BlogTimes:  Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden?.
Edgar Jablonski:
Das kam durch meine damalige Freundin, die in einem Studio für Werbefotografie eine Ausbildung absolvierte. Ich habe sie da einige Male besuchen dürfen und bin aufgrund einer sofortigen Faszination in der Branche bis heute hängen geblieben. Sie macht jetzt übrigens was ganz anderes…..schade, aber so ist halt das Leben!

BlogTimes:  Man sagt, das Hobby zum Beruf machen… Wie war das bei Dir?
Edgar Jablonski:
Wie ich in der vorherigen Frage ja schon erwähnte, war mein Interesse an der Fotografie bereits stark sensibilisiert. Nach einer dreijährigen Ausbildung zum Werbefotografen habe ich sofort als freiberuflicher Fotograf gearbeitet und in ganz Deutschland für die Firma Weru Fenster & Türen Referenzobjekte mit der 4×5 Inch Fachkamera fotografiert.blitzkopf

BlogTimes: Was für eine Kamera verwendest Du und warum hast Du Dich für diese Kamera entschieden?
Edgar Jablonski:
Meine erste digitale Kamera war die Canon EOS 1Ds. Entschieden habe ich mich für dieses Modell, weil es die erste DSLR mit Vollformat-Chip war. Der stolze Preis von 20000 Euro hatte mich zuerst ein wenig geschockt, doch Gott sei dank ist der Verkaufspreis dann  schnell nach unten gefallen. Ein weiteres Kriterium waren natürlich die TS-E Objektive von Canon, die es seinerzeit nur bei dem EOS System gab. Mittlerweile besitze ich auch die neueren 1er Modelle von Canon und bin sehr zufrieden damit. Eine andere Marke als Canon käme für mich auch nicht in Frage, da ich nur eine halbe Stunde Fahrzeit zum Canon Profiservice CPS  in Willich brauche.

BlogTimes: Hast Du schon immer digital fotografiert?
Edgar Jablonski:
Nein, ich habe noch auf analogen Kamera-Systemen gelernt, Plaubel & Sinar Großbildformat, Mamiya Mittelformat und Nikon Kleinbildformat. Das Digitale kam erst sehr spät dazu und ich habe mich richtig schwer getan, hier akzeptable Ergebnisse zu erzielen. Große Probleme hat mir dabei der geringere Dynamikumfang der Digitalen gemacht und die geringere Verstellbarkeit im Tilt & Shift Bereich.

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung bei Deinen Aufnahmen?
Edgar Jablonski:
Im Grunde versuche ich immer noch so wie mit meiner analogen Kamera zu fotografieren und bearbeite so  wenig wie nur möglich. Bis auf die üblichen Standard bearbeitungen mache ich wirklich kaum was an meinen Bildern, ich sehe mich auch mehr als Fotograf und nicht als digitaler Retucheur. Und genau das ist mir sehr wichtig dabei!

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BlogTimes: Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren?
Edgar Jablonski:
Das war der Tag als ich für die Werbeagentur S,Z&P einen Exklusiv-Vertrag für alle anfallenden Studioaufnahmen bekam. Ich  durfte ab da für R.J. Reynolds Tobacco Company, Aral Ag, MUCH PHARMA AG und viele andere renomierte Unternehmen arbeiten. Aus meiner heutigen Sicht würde ich aber keine Zigaretten mehr fotografieren.

BlogTimes: Gab es einen Moment in dem Du die Kamera gerne dabei gehabt hättest?
Edgar Jablonski:
Ja, diesen Moment gab es bei der Geburt meiner Tochter.

BlogTimes:  Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?
Edgar Jablonski:
Ich würde sehr gerne alle Schauspieler fotografieren mir denen ich als Bochumer um die Häuser gezogen bin. Was ich im übrigen auch als mein nächstes Projekt geplant habe.

blog_aralBlogTimes: Gibt es eine Lieblingsaufnahme und warum?
Edgar Jablonski:
Ja, es gibt da eine Aufnahme aus analogen Zeiten, als ich für Aral eine Sachaufnahme erstellen musste von einem Motoröl, das auch bei eisiger Kälte dünnflüssig blieb. Die Werbeagentur hatte die Idee die ganze Ölflasche in  einen Eisblock einzufrieren und nur die vordere Beschriftung freizulassen.Das ganze sollte dann auf einem blauen, spiegelnden Fond fotografiert werden. Nach drei Tagen und 20 eingefrorenen Ölflaschen war die Aufnahme dann fertig und ich ebenso. Daran muss ich heute noch oft denken und bin sehr amüsiert dabei.

 

 

Ich danke für dieses sehr interessante Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deinem Werdegang. Hier gehts zur Webseite: Lichtbilddesign.de

Ein Auruf an alle hobby-, amateur-, semiprofessionelle- oder professionelle Fotografen. Wenn auch Ihr ein sehenswertes Portfolio aufweisen könnt, dann meldet Euch einfach bei mir. Eines ist sicher, wir wollen doch alle, dass unsere Arbeiten bekannter werden. Euer Namen mit Link zu Euren Portfolio und einer kleinen Beschreibung über Euch an folgende Mailadresse: interview(at)blogtimes.info, oder auf diesen Beitrag anworten.

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1 Kommentar

  • Antwort Diana 5. August 2009 um 12:15

    Wow! Sehr gute Arbeit. Ich muss sagen die Sachen hier sind echt fantastisch.Danke für dieses Interview, gut zu wissen.

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