Interviews

Fotografen Portfolio – Lionel Hug

15. Juli 2009
Ein neues Interview auf BlogTimes geht an den Start. Heute mit einem Fotografen aus Frankreich – Lionel Hug. (Deutsch/Francais)

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Wir kamen anlässlich der Verleihung der Preise des Fotografiewettbewerb von Pose-T in Paris ins Gespräch und ich fragte Ihn, ob er vielleicht Interesse an seiner Fotografen-Vorstellung auf BlogTimes hat. Er sagte: bien sûr und voila hier ist das zweisprachige Interview.

lionel-hugLionel Hug wurde am 08. September 1966 in der Camarque, genauer gesagt in Arles geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er sich für die Fotografie zu interessieren und bekam sodann seine erste Kamera von seinem Großvater geschenkt, eine alte gebrauchte Voigtländer. Jahre später zog es Ihn nach Paris, wo er 2 Jahre lang eine Fotografenschule besuchte. 1990 bekam er eine Anstellung bei Picto Bastille, einem großen Fotolabor in Paris. Nebenbei fotografierte er für pariser Modemagazine bis er sich 1995 als Fotograf selbstständig machte.

Seine Landschaftsaufnahmen von Vendée (französisches Departement an der Atlantikküste und Ausgangspunkt für die härteste Segelregatta der Welt –Vendée Globe) wurden vielfach ausgezeichnet und prämiert.

1.Platz – International Photography Award 2008 – Kategorie Fine Art/Landschaft
1. Platz – Concours les Photographies de l’Année 2008 – Kategorie – Natur
1. Platz – PX3 Prix de la Photographie Paris – Kategorie Natur und Fineart Digital Enhanced
2. Platz – Pose-T Fotografiewettbewerb.

Aufnahmen in der Endauswahl im Sony World Photography Award 2008 in der Kategorie Natur, dem Al-Thani Award 2008 und im Wettbewerb E-Center.

Blogtimes: Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden?

Lionel Hug: Mein Großvater war Maler, meine Mutter zeichnete und fotografiert und ausserdem habe ich noch im richtigen Moment die richtigen Menschen kennen gelernt, bevor ich irgendwelche Dummheiten begehen konnte. Wie schon erwähnt, wurde ich in der Camarque im Süden Frankreichs geboren, einer wunderschönen Region, die mich tief geprägt hat. Durch Zufall lernte ich Hans Silvester kennen, dessen Bildband „Die wilden Pferde der Camarque“, zum Bestseller wurde und den Fotografen Lucien Clergue, Gründer des seit 1968 jährlich stattfindenden internationalen Fotofestival in Arles. Meine Mutter war außerdem sehr mit der Welt der Zigeuner verbunden und kümmerte sich ein wenig um Manitas de Papa. Man kann also sagen, dass diese Umstände und vor allem diese zwei Fotografen den Ausschlag für meine fotografische Berufung gaben.


BlogTimes: Was für eine Kamera verwendest Du und warum hast Du Dich für diese Kamera entschieden?

Lionel Hug: Für die Realisierung meiner Aufnahmen verwende ich eine Hasselblad, Nikon oder eine Großformatkamera, wie die Lotus 4×5“. Ich denke aber, dass dieses Material nur ein Mittel zum Zweck, für eine gewisse Sicht der Dinge, ist. Ebenso kann es vorkommen, das ich auch mit Wegwerfkameras, Lochkameras, Polaroidkameras oder Kompaktkameras meine Aufnahmen realisiere. Allerdings muss ich zugeben, das ich eine große Schwäche für die Großformatfotografie habe. Diese Kameras sind sehr leicht zu bedienen, verlangen aber Erfahrung im Hinblick auf das zu fotografierende Motiv.


BlogTimes: Hast Du schon immer digital fotografiert?fontenay-road-03

Lionel Hug: Ich habe schon immer analog fotografiert und aufgrund meiner fünf jährigen Tätigkeit in einem großen Fotolabor in Paris, auch analog entwickelt. Ich entwickelte Schwarzweiss – wie auch Farbfilme und machte auch dessen Abzüge. Durch diese Arbeit habe ich viel vom Kontakt zu den Fotografen und von den Künstlern im Labor gelernt. Meine große Leidenschaft ist die schwarzweiss Fotografie, egal ob analog oder digital. Ich bin in keinster Weise einer dieser Verfechter, die mit der „neuen“ Technologie“ auf Kriegsfuss stehen.


„Peu importe le flacon pourvu qu’on ait l’ivresse“.

 

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung bei Deinen Aufnahmen?

Lionel Hug: Ich würde lügen, wenn ich „nein“ sagen würde. Ich mag die digitale Bildbearbeitung sehr. Für mich ist der Computer so etwas, wie ein super Vergrößerer. So kann ich meinen Aufnahmen den letzten Schliff geben und sie viel genauer und vor allem ohne chemische Produkte bearbeiten.


BlogTimes: Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren?

Lionel Hug: Eine sehr schwierige Frage. Die Fotografie erlaubt mir zahlreiche wunderbare Momente zu erleben, außergewöhnliche Persönlichkeiten, ob bekannt oder unbekannt kennen zu lernen. Aus diesem Grund ist es schwierig, ein einzelnes Erlebnis zu benennen. Vielleicht gibt es aber doch eines – Das Treffen mit Mstislav Rostropovitch et Isaar Stern auf dem Festival von Evian.


BlogTimes: Gab es einen Moment in dem Du die Kamera gerne dabei gehabt hättest?

Lionel Hug: Nicht dass ich mich daran erinnern kann. Allerdings gibt es eine lustige Situation, die mir in der Vanois passiert ist. Ich fotografierte gerade kleine Babymumeltiere, als der Film voll war. Für den Filmwechsel legte ich diesen ins Gras neben mir. 15 Sekunden später schnappte sich eines der Tierchen den Film und verschwand zusammen mit seinem Artgenossen in seinen Bau. Leider wollten die Beiden nicht mehr heraus kommen und so blieb mir, neben 2 schlechten Aufnahmen, ein wunderbar witziger Moment, an den ich mich gerne erinnere.

 

BlogTimes: Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?

Lionel Hug: Um meine ganzen fotografischen Vorstellungen, Träume und Wünsche zu realisieren,bräuchte ich mehrere Leben. Ich möchte allerdings gerne nach Indien zurück, weil ich viel mit diesem Land verbinde. Dort fühle ich mich wie Zuhause.


BlogTimes. Kannst Du Dir ein Leben ohne Kamera vorstellen?

Lionel Hug:Die Antwort ist recht einfach – NEIN. Die Fotografie ist mehr als nur eine Leidenschaft, sie ist tief verwurzelt mit meinem Leben.


Denis Diderot sagte mal: „Il n’y a que les passions et les grandes passions, qui puissent élever l’âme aux grandes choses“


st-aubin-la-plaine-01nbBlogTimes: Welches ist Deine Lieblingsaufnahme und warum?

Lionel Hug: Auch das ist nicht einfach zu beantworten. In Hinblick auf meine Fotoserie „Vendée“, an der ich im Moment arbeite, habe ich eine Schwäche für die Aufnahme „La vole d’oies sur St. Aubin la Plaine“. Dieses Bild vereint viele interessante Details. Eine wunderbare Lichtstimmung, eine nettes kleines Dorf und das große Glück gehabt zu haben im richtigen Moment ausgelöst zu haben.


Ich danke für dieses sehr interessante Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deinem fotografischen Werdegang. Hier gehts zur Webseite.

Ein Auruf an alle hobby-, amateur-, semiprofessionelle- oder professionelle Fotografen. Wenn auch Ihr ein sehenswertes Portfolio aufweisen könnt, dann meldet Euch einfach bei mir. Eines ist sicher, wir wollen doch alle, dass unsere Arbeiten bekannter werden.

Euer Namen mit Link zu Euren Portfolio und einer kleinen Beschreibung über Euch an folgende Mailadresse: interview(at)blogtimes.info, oder auf diesen Beitrag anworten.


[Francais]


Aujourd’hui je voudrais vous presenter un photograph francais qui j’avait recontré à Paris il y’a quelques mois. Je trouve les images de Lionel Hug exeptionnelles.


lionel-hugJe suis né en Camargue le 8 septembre 1966, en Arles plus exactement. J’ai commencé la photographie vers l’âge de 14 ans avec un vieux Voigtlander a soufflé que ma donné mon grand père. Plus tard, j’ai fait une école photo à Paris pendant deux ans. En 1990, je rejoins l’équipe de Picto Bastille (grand Labo photo pro) pour une période de cinq ans. En parallèle, je fais des photos de mode pour des agences de mannequins, pour les magazines et pour des clients. En 1995, je me met à mon compte.

Mon travail sur les paysages de Vendée a reçu de nombreux prix ou sélections :



1er prix à l’International Photography Awards 2008, catégorie Fine Art/Landscape
1er prix catégorie Nature au concours Les Photographies de l’Année 2008
1er prix catégorie Rural et Terroir au concours Les Photographies de l’Année 2008
1er prix Nature Category winners – PX3 Prix de la Photographie Paris
1er prix Fine Art – Digitally Enhanced – PX3 Prix de la Photographie Paris
Sélectionné au Sony World Photography Awards 2008 catégorie Nature
Sélectionné a The Al-Thani Awards 2008
2eme prix du concours Pose-T –
Primé au concours E-Center –

 

BlogTimes: Comment est-ce que ton intérêt pour la photographie a été réveillé ?

Lione Hug: Un grand père peintre, ma mère dessinée et pratiquait la photographie N&B, et puis la rencontre de personnes au bon moment avant que je ne fasse de grosses bêtises. Je suis né en Camargue, une région merveilleuse qui ma profondément marquée. Enfant, j’ai rencontré à plusieurs reprise Hans Silvester qui photographiait les chevaux camargue dans les marais et également Lucien Clergue qui photographiait Manitas de Plata. Ma mère était très liée avec le monde gitan et elle s’était occupée un peu de Manitas. Ces deux illustres photographes sont sûrement des clins d’oeil pour ma future vocation.

 

BlogTimes: Tu utilise quoi comme camera et pourquoi tu as décidé de choisir cet modéle?

Lione Hug: J’utilise différents formats. J’ai une chambre Lotus 4×5″, un Blad et du matériel Nikon, mais je pense que le matériel n’est qu’un moyen pour servir une certaine vision du monde. Il m’arrive de photographier avec des jetables, des sténopés, des compacts, des polas, avec tout et n’importe quoi. J’ai un grand faible pour le travail à la chambre. Cet appareil extrêmement simple d’utilisation, demande une certaine réflexion et peut être plus de respect pour le sujet. J’ai également plus d’affinité avec les formats 4×5″, 6×7, 6×6 que le 24×36 que je trouve trop large.

 

BlogTimes: Avant tu as fait de photos en argentique? fontenay-road-03

Lione Hug: J’ai surtout fait de l’argentique et j’ai travaillé pendant 5 ans dans un très grand labo pro, à PICTO Bastille. J’ai développé des films n&b et couleur et tiré des tirages n&b et couleur. J’ai appris beaucoup de choses au contact de grands photographes et des fantastiques artistes du labo. Ma grande passion reste tout de même pour le n&b argentique ou numérique. Je ne suis pas un de ces ayatollah qui sont réfractaire aux nouvelles technologies.

 

„Peu importe le flacon pourvu qu’on ait l’ivresse“.

 

BlogTimes: Est-ce que le traitement d’images (ordinateur) est important pour toi?

Lione Hug: J’avoue que j’aime bien travailler mes images sur ordinateur. Je l’utilise comme un super agrandisseur. Je peu peaufiner mon image avec plus de précision et sans tous les produits chimiques.

 

BlogTimes: Quelle etait ta meilleure expérience vecue en vue de la photographie?

Lione Hug: Une très difficile question. La photographie ma permis de vivre tellement de moments merveilleux, de rencontrer d’extraordinaires personnalités connues ou anonymes qu’il met vraiment difficile d’en sélectionner une. Peut être les rencontres avec Mstislav Rostropovitch et Isaac Stern au Festival d’Evian.

 

BlogTimes: Il y’avait un moment ou t’aurais eu la camera chez toi?

Lione Hug: Je n’ai pas de souvenir dans ce sens, par contre je me rappel d’une situation cocasse dans la Vanoise. Je photographiais des bébés marmottes pas farouches de très très prêt au point de pouvoir les caresser. Le film fini, je l’ai posé dans l’herbe à côté de moi pour pouvoir recharger mon appareil. 15 secondes plus tard, une des petites marmottes est partie au fond de son terrier avec mon film. Sa petite soeur estt également rentrée et elles n’ont plus voulue ressortir. Il me reste seulement deux mauvaises photos mais que je garde pour le merveilleux moment que j’ai passé avec ces deux petites chipies.

 

BlogTimes: Quoi,Qui ou Où tu voudrais faire de photos. Est-ce qu’il y a un endroit, une person ou d’autres choses?

Lione Hug: J’ai une telle soif de connaissance qu’il me faudra plusieurs vies afin de concrétiser toutes mes envies photographiques. Je voudrai bien retourner en Inde. J’ai un lien très fort avec ce pays. Je me sent chez moi et j’ai beaucoup d’affinité avec les indiens.

 

BlogTimes: Est-ce tu peux t’imagine une vie sans camera?

Lione Hug: La réponse va être très simple : NON. La photographie est plus qu’une passion, c’est viscérale.

 

„Il n’y a que les passions et les grandes passions, qui puissent élever l’âme aux grandes choses“ Denis Diderot.

 

st-aubin-la-plaine-01nbBlogTimes: Quelle est ta photo préfére et pourquoi?

Lione Hug: Là aussi, c’est difficile de répondre. Sur ma série „Vendée“ que je réalise en ce moment, j’ai un faible pour ma photo de vole d’oies sur St Aubin la Plaine. Beaucoup de choses sont réunies sur cette images : une très belle lumière, un beau petit village et un gros coup de chance avec ce vole d’oies.

 

 

 

Je te remercie beaucoup pour cette Interview.

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1 Kommentar

  • Antwort Steffi 19. Juni 2010 um 13:18

    Krasse Fotos
    einfach nur hamma
    Ist das in indien
    🙂

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