Interviews

Fotografen Portfolio – Marcus Hasart

15. Juni 2009

Es ist wieder soweit – ein neues Interview auf BlogTimes.

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marcushasart_portfolio_selfHeute möchte ich Euch Fotografie und Portfolio von Marcus Hasart vorstellen, einem 24 Jahre jungen, aufstrebenden Fotografen aus Leipzig.

Marcus Hasart wurde 1985 in Zerbst/Anhalt geboren und begann seine ersten fotografischen Gehversuche 2004. Daraufhin folgten Praktika und Assistenz bei Fotografen in Zerbst und Dresden um seine Kentnisse im Bereich der Studio- und Reportagenfotografie weiter zu entwickeln. Sein stetig wachsendes Portfolio beinhaltet neben letztgenannten Arbeiten, auch Aufnahmen aus der Mode-, Porträt-, Fashion- und Produktfotografie. Um seine fotografischen Kenntnisse zu erweitern, ist Marcus auf der Suche nach einer Assistenzstelle im Bereich Fashion-, Beauty-, Werbe- & Produktfotografie. Falls Ihr Fotografen Interesse an einer Zusammenarbeit mit einem jungen, kreativen, selbstständig, belastbar und hochmotivierten Assistenten habt, seit Ihr bei Marcus an der richtigen Stelle. Mehr auf seiner Webseite oder unter info(at)marcushasart.de

Hier nun das Interview:

BlogTimes: Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden?

Marcus Hasart: Durch einen Freund, der damals Langzeitbelichtungen und Panoramen fotografiert hat. Eines seiner zweieinhalb Meter Panoramen hängt auch heute noch an meiner Wand. Dieser hatte dann auch als erster in meinem Freundeskreis eine DSLR und ab da war es dann glaube ich ganz um mich geschehen. Das Geräusch des Spiegels und dann das Betrachten des Bildes, auf den damals noch winzigen Displays war für mich einfach nur beeindruckend.

BlogTimes: Was für eine Kamera verwendest Du und warum hast Du Dich für diese Kamera entschieden?

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Marcus Hasart: Meine erste Kamera habe ich dann 2004 gekauft, damals noch eine Bridge von Fuji. Ende 2005 folgte dann die erste DSLR eine Nikon D70. Danach war ziemlich lange Ruhe. Vor gut einem Jahr habe ich dann zur Fuji S3 Pro gewechselt, um dann im Spätsommer 2008 alles zu verkaufen und einfach mit einer 350D und einer 50 mm Festbrennweite weiter zu machen. Heute ist es die Canon 5D Mark II. Warum? Ganz einfach, es ist das Beste was ich mir leisten kann. Viel Auflösung, wenig Rauschen & aktuelle Technik. Ich wollte schon immer Vollformat gerade weil ich ausschließlich mit Festbrennweiten arbeite. Was aber meine Art der Fotografie viel mehr geprägt hat als all die Kameras, war der Kauf meiner ersten Festbrennweite im Januar 2008. Und um ehrlich zu sein, auch wenn man eine 5D Mark II sein eigen nennt, andere Bilder als vorher macht man damit auch nicht.

BlogTimes: Hast Du schon immer digital fotografiert?

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Marcus Hasart: Ich glaube wenn die Fotografie heutzutage nicht digital wäre, dann würde ich nicht fotografieren. Ich habe zwischendurch auch mit analogem Mittelformat & einer analogen Panorama Kamera gearbeitet und besitze auch heute noch eine analoge Canon für die S/W Fotografie. Aber ich bin ein Kind der digitalen Fotografie und ein Großteil meiner Arbeiten entsteht digital. Digital passt irgendwie besser zur heutigen, manchmal viel zu schnelllebigen Zeit.

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung bei Deinen Aufnahmen?

Marcus Hasart: Bildbearbeitung ist immer mit dabei. In der analogen Fotografie hat man auch nach gearbeitet. Daher ist und bleibt es auch für mich ein wichtiger Punkt bei der Entstehung eines Bildes. Um ehrlich zu sein, ohne ging es früher nicht und heute eben so wenig. Allerdings sollte man sich klar machen, dass viel Nacharbeit mit perfekter Vorbereitung vermieden werden kann. Ab und an verfluche ich es aber auch & wünschte ich könnte die ganze Bildbearbeitung an jemanden abgeben um mich dann doch mehr dem Eigentlichen zu widmen. Dem Fotografieren.

BlogTimes: Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren?

Marcus Hasart: An meinem Geburtstag früh um halb 7 in Schrittgeschwindigkeit in einem Heißluftballon über Leipzig zu fahren. Eine schlafende Stadt. Am Horizont in Dunst gehüllt, es war als würde die Zeit viel langsamer vergehen. Es gab ja auch keine Möglichkeit mich schnell wo anders hin zu bewegen, da ich ja an den Korb, in dem ich stand, gebunden war. Und auch mein Bildausschnitt war begrenzt, da ich nur die S3 Pro samt 50 mm 1.4 von Nikon mitgenommen hatte. Das Einzigste was mir neue Bilder brachte war, die nicht vorhersehbare Bewegung des Ballons.

BlogTimes: Gab es einen Moment in dem Du die Kamera gerne dabei gehabt hättest?

Marcus Hasart: So spontan fällt mir da keiner ein. Ich muss dazu sagen, dass ich (fast) immer eine Kamera mit dabei habe & heute auch nicht mehr wild drauf los Fotografiere. Ich erarbeite mir meist ein Konzept was dann umgesetzt wird. Ideen dafür gibt es ausreichend, Zeit diese dann auch um zu setzen eher weniger. Die Zeiten des einfach so drauf los fotografierens habe ich hinter mir gelassen auch wenn man dadurch ab und an den Eindruck hat man kann gar nicht mehr fotografieren.

BlogTimes: Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?

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Marcus Hasart: Ich würde gern mehr hochpreisige Produkte fotografieren. Am besten in einem großen Studio mit weißen Wänden, hohen Decken, richtig gutem Licht & jemandem der sein Fach perfekt beherrscht. Momentanes Hauptziel ist es, die Fühler Richtung Hamburg auszustrecken um dort auch bei größeren Kampagnen dabei zu sein & natürlich um zu lernen. Bis jetzt konnte ich nur Erfahrungen in kleineren Teams sammeln. Was natürlich auch seine Vorteile hat, da man komplett in alle Abläufe, von der Organisation bis hin zum fertigen Bild, eingebunden wird. Auf der anderen Seite mag ich auch Reportage Fotografie sehr, da man Emotionen & Momente festhalten kann. Man verleiht den Erinnerungen ein Bild & zugleich hat man die Möglichkeit jemanden glücklich zu machen. Ob nun meine Zukunft in der Produkt- oder Reportage Fotografie liegt kann & will ich noch nicht sagen.

BlogTimes: Kannst Du Dir ein Leben ohne Kamera vorstellen?

Marcus Hasart: Hab ich schon versucht, geht nicht. Ich bin den Dingern verfallen und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Ganz im Gegenteil, meine Leidenschaft wächst von Tag zu Tag mit jedem Bild immer mehr, selbst wenn es nur eine einfache Kamera mit einer 50 mm Festbrennweite ist. Ich persönlich empfinde das Fotografieren als Prozess der einen langen Weg des Lernens beinhaltet & bei dem man eben auch durch Fehler lernt. Vielleicht ist gerade das der Reiz der mich so an der Fotografie begeistert.

marcushasart_portfolio_favBlogTimes: Welches ist Deine Lieblingsaufnahme und warum?

Marcus Hasart: Eine S/W Aufnahme die im Frühjahr 2008 entstanden ist. Das Bild ist alles andere als perfekt, aber es begeistert mich immer noch. Grund dafür ist, dass es nicht gestellt ist. Sondern einen Augenblick einfängt. Das ist eben auch das was mich an der Fotografie begeistert, man kann Bilder schaffen die Geschichten erzählen. Hauptziel eines jeden Fotografen sollte es sein, den Betrachter dazu zu bringen länger auf das gezeigte Bild zu schauen um eben diesen zum Nachdenken anzuregen. Und da spielt es meist keine Rolle, ob keine Details mehr in den Tiefen vorhanden oder die Lichter ausgefressen sind.

Ich danke für dieses sehr interessante Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deinem Werdegang. Hier gehts zum Portfolio.

Ein Auruf an alle hobby-, amateur-, semiprofessionelle- oder professionelle Fotografen. Wenn auch Ihr ein sehenswertes Portfolio aufweisen könnt, dann meldet Euch einfach bei mir. Eines ist sicher, wir wollen doch alle, dass unsere Arbeiten bekannter werden.

Euer Namen mit Link zu Euren Portfolio und einer kleinen Beschreibung über Euch an folgende Mailadresse: interview(at)blogtimes.info, oder auf diesen Beitrag anworten.

 


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3 Kommentare

  • Antwort BlogTimes war zu Gast für ein Interview | Marcus Hasart - Fotografie 12. Mai 2010 um 10:40

    […] dem sind einige Tage ins Land gezogen & die Fragen längst beantwortet. Gestern ging dann das Interview auf BlogTimes.info online. Es ist nach den Interviews mit Matthias Haltenhof & Dave Derbis […]

  • Antwort Matthias Haltenhof 12. April 2018 um 09:38

    Es ist echt mega schade, dass seine alte Seite und damit seine alten Fotos nicht mehr online sind. War immer eine Inspiration für mich!

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