Fotografie, Unterwegs

Grjótagjá -Reisetagebuch Island Tag 6

12. Mai 2011

Am zweiten Tag am nordisländischen Mývatn (Mückensee) stand unter anderem der Besuch der Lavaburgen bei Dimmuborgir und die „Erforschung“ der ehemaligen Badegrotte Grjótagjá auf dem Programm.

Die Lavaburgen waren aufgrund der plötzlich geänderten Wettersituation (strahlend blauer Himmel) fotografisch gesehen weniger interessant – erst mit tief hängenden Wolken würde dieser Ort sehr wahrscheinlich seine wahre Schönheit präsentieren. Aus diesem Grund sind wir nach einer kurzen Aufenthaltsdauer in Richtung Grjótagjá gefahren. Die ehemalige Badegrotte liegt unterhalb der Verwerfungslinie, welche die eurasische von der nordamerikanischen Platte trennt.

Im 18. Jahrhundert soll sie schon dem Gesetzlosen Jón Markússon als Wohn- und Badehöhle gedient haben. Durch die Vulkanausbrüche zwischen 1975 und 1984 ist die Wassertemperatur auf über 50 °C angestiegen. Ein Bad darin ist lebensgefährlich. (Quelle: Wikipedia)

Der fast zwei Kilometer lange Wanderweg vom Explosionkrater Hverfjall führte uns über bereits lange erstarte Lavafelder zum Eingang der Grotte. Ein Schild davor warnte die Besucher, dass hier schwere Gesteinsbrocken von der Höhlendecke fallen können. Während wir kurz überlegt haben, ob wir diesen Schritt in das dunkle Loch wagen sollten, fielen und einige Fussspuren auf dem Boden vor dem Höhleneingang auf. Nachdem uns klar war, wir sind heute nicht die Ersten, haben wir sehr vorsichtig den kurzen Abstieg in die Grotte gewagt und wurden mit saunaartigen Temperaturen empfangen. Wir wollte uns dort nicht länger als nötig aufhalten, den das Schild vor dem Eingang warnte uns noch immer in unseren Köpfen vor herabfallendes Gestein.

Es kam wie es kommen musste, nein wir wurden nicht von irgendwelchen Felsbrocken erschlagen, sondern ich habe mir beim Kamerapositionwechsel meinen im Gegensatz zum Gestein eher weichen Schädel an einem Felsvorsprung gestossen. Es ist weiter nix passiert, als eine kleine Beule, die jetzt meinen Kopf schmückt…

Morgen werden wir den Mückensee wieder verlassen und diverse Wasserfälle auf dem Weg zu unserer nordöstlichsten Unterkunft fotografieren. Auch wenn es mittlerweile unser X-tes Foto von einem Wasserfall ist. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung, diese „Gewalt“ festzuhalten.

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