Equipment, Fotografie

LCDVF von Kinotehnik – Einfach nur ein geiles Teil

2. September 2013

BlogTimes-LCDVF - Lieferumfang

Vor zwei Wochen hatte ich auf meiner FB-Page gefragt, ob sich ein Blitzbelichtungsmesser lohnt und durch darauf folgende Kommentare kamen wir dank Christian Horn von Synczeit.de auf ne Display-Lupe.

Ich wollte mir eigentlich schon immer eine kaufen, denn wer kennt das Problem nicht, dass man beim anschließenden Blick aufs Display nach der Aufnahme immer blöde Spiegelungen hat. Der Display-Schutz bei Nikon Kameras verstärkt den ganzen Mist noch ein wenig mehr. Ich hab mich also auf die Suche gemacht und bin über die Hoodman Hoodloupe*, den arschteuren Zacuto Z Finder Pro* auf den LCDVF Viewfinder* von Kinotehnik gekommen. Wer glaubt, dass ich mich verschrieben habe, der irrt sich. Die Firma Kinotehnik hat ihren Sitz in Estland und vielleicht wird der Begriff „Technik“ dort so geschrieben – keine Ahnung.

Wie dem auch sei, ich natürlich gleich mal Kinotehnik angeschrieben und nach ein paar Mails konnte ich denen so ein Teil abschwatzen. Die Lieferung dauerte nicht lange und kam just in Time für ein Porträtshooting noch am selben Tag. Geliefert wurde die aus Kunststoff bestehende Lupe mit zwei verschiedenen Halterungen, welche über einen Metallrahmen verfügen. Das ist auch notwendig, denn die Lupe selbst wird durch vier kleine Magneten am Display gehalten. Eine der Halterungen ist sogar ein direkter Nachbau des Nikon Displayschutzes. Eigentlich super praktisch, allerdings hat der Nachbau keine Schutzfunktion. Es ist quasi nur der Rahmen. Wer den Nikon Displayschutz eh nicht verwendet, dem kann das aber egal sein. Ich dagegen hab das Orignalteil immer drauf und wenn ich es so anschaue, dann ist es auch nötig.

Anstatt also den Kinotehnik Nachbau zu verwenden, nutze ich nur den selbstklebenen Metallrahmen für den bereits bestehenden Displayschutz. Weiter im Lieferumfang findet sich noch ein Aufbewahrungsbeutel, ein Microfasertuch und eine belederte Augenmuschel. Gerade letzteres findet man bei anderen Herstellern überhaupt nicht. Die Lupe ist übrigens nicht nur eine simple Plastikkontruktion die einfallendes Licht vom Display abhält. Nein, sie vefügt über eine leichte Vergrößerung für eine bessere Bildbeurteilung. Das ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz, den auch die anderen vergrößern den Bildausschnitt. Allerdings ist die Magnifikation so gut gewählt, dass man mit einem Blick das komplette Display sieht – was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Der schweineteure Zarcuto Z Viewfinder hat ein noch höhere Vergrößerung, welche aber zu stark ist um das ganze Display mit einem Blick zu beurteilen. Auf Vimeo (Comparing the Viewfiner) gibt es hier ein schönes Vergleichsvideo.

Der Viewfinder von Zacuto kam für mich auch nicht in Frage, weil die passende Halterung am Stativanschluss befestigt wird und bei der Nutzung eines Battergriffs die Höhe nicht mehr passt. Außerdem ist mir die ganze Geschichte zu schwer. Die Hoodman Loupe hat ebenfalls ein Befestigungsproblem. Sie hat nämlich keine, außer ein komisches Gummiband, dass man über die gesamte Kamera stülpt… sehr strange.

Der Vorteil des LCDVFs liegt eindeutig bei der Verwendung von leichten Magneten und der großen Augenmuschel, was es super angenehm für die anschliesende Bildbeuteilung macht. Den LCDVF Viewfinder* gibt es abhängig der Displaydiagonalen in verschiedenen Größen, sowohl für Nikon- als auch für Canon Modelle sowie andere Kamerahersteller. Mit knapp 120 Euro (für die D800!) ist das Teil zwar nicht ganz günstig, kostet aber nur ein Drittel des Zacuto Z Viewfinders. In meinen Augen also jeden Cent wert  – Extrem empfehlenswert und nicht nur für Menschenfotografie geeignet!!

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Die leichte Verzeichnung kommt durch die Aufahme mit dem iPhone…

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5 Kommentare

  • Antwort Dieter Fröhling 3. September 2013 um 00:27

    Das scheint ein wirklich vernünftiges Produkt zu sein.

    • Antwort BlogTimes 3. September 2013 um 02:03

      Ich kann es wirklich nur empfehlen…

  • Antwort Sebastian 6. September 2013 um 17:50

    Auf dem zweiten Foto habe ich mich eben gefragt, was das für ein Objektiv sein soll 😉 Aber war ja die falsche Seite.

    • Antwort BlogTimes 6. September 2013 um 20:22

      haha… Ach, wer weiß vielleicht funktionierts ja.

  • Antwort Mein ganz persönlicher Jahresrückblick und eine kleine Vorschau auf 2014 | BlogTimes - Fotografieblog 27. Dezember 2013 um 14:56

    […] erstmals in diesem Jahr nach Deutschland aufbreche, erhalte ich Post aus Estland und zwar den LCDV Viewer. Seit dem ist dieser nicht mehr aus meiner Fototaschen (die ich mal wieder updaten müsste) […]

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