Fotografie

Monitor für die Bildbearbeitung Teil 1.2

24. Oktober 2010
Mit einem weiteren Beitrag zum Thema „Monitor für die Bildbearbeitung“ möchte ich unterschiedlichen Eigenschaften der Paneltypen zum Abschluss bringen.

 

Teil 1.1 hatte sich mit den Paneltypen TN und VA befasst. Die Vorteile lagen hierbei klar beim VA Paneltyp, genauer gesagt beim S-PVA. Mit dem heutigen Beitrag möchte ich den IPS-Paneltyp und den OLED-Typ vorstellen. Letzter wird nur kurz erklärt, da es fast nur Prototypen in diesem Bereich gibt.

Die kommenden Beiträge werden sich unter anderem mit Kontrast, Helligkeit, Farbraum und Kalibrierung der Monitore beschäftigen. Wie auch beim Paneltyp gibt es hier die eine oder andere wichtige Eigenschaft um letzten Endes zum optimalen Bildbearbeitungsmonitor zu gelangen.

1.1

  • TN-Panel
  • VA-Panel

1.2

  • IPS-Panel
  • OLED-Panel

 

IPS-Panel:
Wie auch bei den VA-Paneltypen wird auch beim IPS-Panel zwischen weiteren Subtypen unterschieden. Interessant für uns, ist das S-IPS  (Super IPS), H-IPS (Horizontal IPS) , P-IPS (Performance IPS) und das e-IPS Panel (Enhanced IPS). Letzteres ist erst seit 2009 auf dem Markt und soll die Stärken des S-IPS-Panel (Farbdarstellung, Kontrast, Blickwinkel) und die Vorteile eines TN Panels (Reaktionszeit, günstiger Preis) vereinen. Der erst 2010 vorgestellte Subtyp im IPS Bereich nennt sicht P-IPS (Performance IPS) und kann Dank neuester Technologie über 1 Milliarde Farben (30Bit Farbtiefe)  darstellen und ist zum Beispiel in der neuen PA-Serie des Monitorherstellers NEC zu finden.

Hier ist allerdings zu beachten, dass der Name P-IPS vom Hersteller NEC selbst gewählt wurde. Andere Monitorhersteller im Highendbereich wie Quato oder Eizo bieten ebenfalls durch eine verbesserte H-IPS Technik dem Nutzer über 1 Milliarde Farben. Im Übrigen ist bei allen Herstellern dies nur über den Display-Port Anschluss zu erreichen. Der normale DVI erreicht hingegen „nur“ 16,7 Millionen Farben (24 Bit Farbtiefe).

Bei der IPS-Technik werden die Flüssigkeitskristalle im Gegensatz zu den anderen Paneltypen immer plan ausgerichtet,  sowohl horizontal als auch vertikal. Das macht sich gerade in Sachen Blickwinkelstabilität deutlich bemerkbar. Gegenüber einem schon sehr guten S-PVA Panel, wurde die Farbtonverschiebung beim S-IPS nochmals um die Hälfte reduziert. Somit wird das Monitorbild auch bei einem Betrachtungswinkel von fast 180 Grad nicht heller. Perfekt also für farbkritische Bearbeitungen. Einen kleinen Wermutstropfen haben die S-IPS und e-IPS Panels. Von seitlicher Betrachtung kann das Monitorbild leicht lila wirken. Manche Hersteller verbauen hier einen Filter, um dieses Wirkung zu reduzieren.

Zu den Besten IPS-Paneltypen zählen H-IPS und P-IPS. Beide Paneltypen erreichen je nach Hersteller und Monitoranschluss über 1 Milliarde Farben. Diese Panel finden sich allerdings nur in den Highend Geräten der jeweiligen Monitorhersteller. (EIZO, QUATO, NEC und teilweise HP).

 

OLED-Panel:
Um es kurz zu sagen, das OLED-Panel (Organic Light Emitted Diode) besteht aus organischen halbleitenden Materialien. Die durch elektrische Spannung selbstleuchtenden Pixel können ein sagenhaftes Kontrastverhältnis von über 1 Mio :1 erreichen. Die Panel sind Blickwinkelunabhängig und weisen keine Farbtonverschiebung auf. Im Hinblick für die Bildbearbeitung wären sie das Nonplus-ultra! Leider finden sie derzeit fast ausschließlich Anwendung in Smartphones.

 

FAZIT zum Thema Paneltyp:
Durch die zahlreichen Nachteile eines TN-Panels für die Bildbearbeitung können wir dieses Typ ausschließen. Im mittleren bis oberen Preisbereich, abhängig von der Monitorgröße, lassen S-PVA und S-IPS Panels keine Wünschen offen. Sie überzeugen durch eine gute bis sehr gute Blickwinkelstabilität und zeichnen sich durch ein sehr gutes Kontrastverhältnis aus. Abhängig von der verwendeten Technik verfügen sie über einen sehr großen darstellbaren Farbraum und lassen sich dank Hardwarekalibrierung (EIZO) auch in der Druckvorstufe einsetzen. Im High-End Bereich findet man ausschließlich H-IPS oder P-IPS (NEC). Die Blickwinkelstabilität ist unübertroffen und dank neuester Technik (Display-Port) sind bis zu 1 Milliarde Farben darstellbar.

Hier gehts zum zweiten Teil aus der Reihe „Monitor für die Bildbearbeitung. Vielleicht auch für Dich interessant mein Kurzbericht zum aktuellen 24 Zoll ColorGraphic CG245W.

EDIT vom 14.10.2010:
TEIL 1.1

EDIT vom 24.10.210:
TEIL 1.2

EDIT vom 12.12.2010
TEIL 2

EDIT vom 09.01.2011
TEIL 2.2

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4 Kommentare

  • Antwort Chris 25. Oktober 2010 um 08:03

    Vielen Dank für deine Artikelserie!
    Kommt genau richtig, bin gerade auf der Suche um meinen alten 22″ TN zu ersetzen… 🙂

  • Antwort Monitor für die Bildbearbeitung - Teil1 | BlogTimes - Fotografieblog 26. Oktober 2010 um 19:05

    […] vom 24.10.210: TEIL 1.2 […]

  • Antwort Der EIZO ColorGraphic CG245W - Mein Fazit | BlogTimes - Fotografieblog 24. November 2010 um 07:03

    […] keinen Farbunterschied feststellen konnten. Der Grund dürfte der Verwendung eines IPS-Panels -> Monitor für die Bildbearbeitung beginnend ab den letzten 24 Zoll Apple Modellen geschuldet sein. […]

  • Antwort Elmer Freeburn 27. Dezember 2010 um 20:36

    Ich hoffe sehr, Du bleibst am Ball mit Deinem Blog. Es gibt echt gute Artikel hier und eine rege Beteiligung der Besucher. Wäre sehr schade, wenn das wieder versickert, genau wie bei den vielen anderen Blogs. Blogs haben in Deutschland leider nicht so eine Tradition wie in den Staaten, um so schöner, dass es so etwas im deutschen Internet gibt.

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