Fotografie, Unterwegs

Sandur – Reisetagebuch Island Tag 13-14

21. Mai 2011

Ein großes „Entschuldigung“ für den gestrigen Ausfall aber der Tag wurde von uns als „Feiertag“ genutzt und wir haben einfach mal nichts getan.

Heute ging es dafür aber umso aufregender weiter. Nachdem wir unsere Unterkunft Hólmur früh morgens verlassen haben haben wir von weitem schon dicke Sandwolken gesichtet, die durch den Sturm der die ganze Nacht gewütet hat voran getrieben wurden. Uns wurde schnell klar, dass wir auf unserem Weg in Richtung Vík auch dort durch mussten. So kam es, dass wir uns kurze Zeit später in einem dichten Sandsturm befanden der in Böen stärker und schwächer wurde und unser Auto mächtig durchschüttelte. Das ohrenbetäubende Kratzen und Rieseln des Sandes und das dazukommende Windgeräusch ließen uns hoffen, dass das Auto nicht stehen blieb und uns im Stich lassen würde. Letztendlich ging aber alles gut und wir kamen nach ca. 3 Stunden Fahrt in unserer neuen Unterkunft nahe der Stadt Vík an. Anschließend machten wir uns auf den Weg die zwei größten Wasserfälle der Gegend zu besuchen. Den Skógafoss und den Seljalandfoss.

Der 60 Meter hohe Skógafoss (Waldwasserfall) liegt an einer ehemaligen Steilküste unterhalb des Eyjafjallajökull, dem berüchtigten Vulkan derdurch seine Eruptionen letztes Jahr um fast die gleiche Zeit den kompletten Flugverkehr Europas lahm gelegt hat. Es war schon beeindruckend zu diesem mächtigen Vulkan zu sehen und zu wissen, dass es in ihm noch immer kocht und brodelt. Guter Dinge schritten wir voran und hielten auch diesen Wasserfall von oben und von unten fest auch wenn uns der Sturm das Fotografieren erschwerte. Die Gischt des Wasserfalls landete immer wieder auf unseren Kameras und den Objektiven. Regelmäßiges putzen war Pflicht.

Ein paar Kilometer entfernt liegt der Seljalandfoss, der größte Wasserfall der auch von hinten erkundbar ist. Auch hier wurden wir von einer regelrechten Dusche des Wasserfalls begrüßt, da der Sturm die Wassertropfen meterweit davon trug. Die Vegetation um den Wasserfall herum verändert sich schlagartig, da die Pflanzen durch die Gischt eine lebensnotwendige Wässerung erhalten. Der Aufstieg war, wir sind es nicht anders gewohnt, rechtbeschwerlich, da das Wasser den Boden aufgeweicht hat aber es war spannend auch mal hinter die Kulissen eines Wasserfalls sehen zu dürfen.  Fotos wurden auch hier gemacht, die ihr übrigens sehr bald zu sehen bekommen werdet.

In der Nähe unserer Unterkunft befinden sich noch einige Sehenswürdigkeiten am schwarzen Sandstrand und wir hoffen sehr, dass das Wetter mitspielt um Euch weitere tolle Fotos zu präsentieren.

Viele Grüße und góða nótt.

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