Fotografie, Unterwegs

Skeiðsvatn/Siglufjördur – Reisetagebuch Island Tag 4

11. Mai 2011

Nachdem uns gestern Schleierwolken und Sonnenschein auf der längsten Etappe unserer Islandstour begleitet haben, wurden wir heute von dicken Wolken und Nebelschwaden heimgesucht – für uns das perfektes Foto-Wetter!

Der Tag begann mit einem Frühstück bei unserer Gastgeberin Myriam, einer deutschen Auswanderin, die allerdings schon seit längerer Zeit in Island lebt. Nach einigen interessanten Tipps für den heutigen Tag machten wir uns auf den Weg zu einem nahe gelegenen, kleinen Bergsee names Skeiðsvatn. Die ersten paar Kilometer ließen sich noch mit unserem 4×4 Suzuki zurücklegen, danach hieß es aussteigen und weiter zu Fuß.

Die grobe Richtung gab ein kleiner Wegweiser vor, der uns im Nebel zunächst in die falsche Richtung dirigierte. Dies bemerkten wir allerdings erst, nachdem eine Flussüberquerung unmöglich erschien.  Hier hieß es wieder Kommando zurück. Nach einem kurzen Anruf bei Myriam, die uns freundlicherweise nochmals den Weg erklärte haben wir dann auch die erste richtige Wegmarkierung gefunden.

Der kleine Bergsee liegt übrigens zwischen zwei 1200 Meter hohen Bergen und der Aufstieg ist in den Reiseführern als einfache Wanderungbeschrieben – allerdings wohl nicht im Mai! Wieder einmal haben sich unsere Bergstiefel bezahlt gemacht, als es über moosbeckte Flüsse und riesige Schneefelder ging, bei denen wir des öftern knöcheltief versanken. Zu guter letzt wurde der eher mühselige, eineinhalb stündige Aufstieg mit einem wolkenverhangenen, kleinen See inkl. Eisfeldern belohnt. Die stille und bizarre Landschaft hatte irgendwie etwas Mystisches an sich.

Nach dem Abstieg zurück ins Tal war noch etwas Zeit bis zum Abendessen, welches von unserer Gastgeberin zubereitet wurde. Daher haben wir noch kurz einen Abstecher ins malerische Fischerdorf Siglufjördur unternommen.

Da uns die letzte (längste) Etappe noch in den Knochen steckt, war`s das für heute. Jetzt gibt es erst einmal etwas leckerers zum Essen… Morgen geht es weiter in Richtung Nordosten – Der große See Myvatn wartet bereits auf uns und will erforscht werden.

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