Fotografie

Streephotography/Straßenfotografie – Wie macht ihr das?

4. September 2011

Wikipedia bezeichnet es als Genre in der Fotografie, welches Fotografen und Stile umfasst. „Allgemein ist damit eine Fotografie gemeint, die im öffentlichen Raum entsteht, auf Straßen, in Geschäfte oder Cafés hineinblickend, Passantengruppen oder Einzelne herausgreifend, oftmals als Momentaufnahme,…„. Quelle Wikipedia

Klingt gut, nicht? Wäre da nicht der Haken mit dem Recht am eigenen Bild, welches in Deutschland im Gegensatz zu manch anderen Ländern (z.B USA) einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Im Grunde finde ich es natürlich gut, aber gerade im fotografischen Bereich würde ich mir mehr Freiheiten wünschen. Die gibt es zwar durch die garantierte Kunstfreiheit, welche im Grundgesetzt verankert ist und eine Einschränkung der künstlerischen Betätigung verbietet, aber sie darf mehr oder weniger keine anderen (Grund)rechte verletzen. Hier kommt nun das Kunsturhebergesetz zum tragen, welches versucht diese Differenzierung zu erkennen und zu lösen – „Die Einwilligung des Abgebildeten zur Veröffentlichung ist nicht erforderlich, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient

Höheres Interesse der Kunst!! Wer entscheidet das eigentlich? Das ist der Grund, warum ich mich mehr oder weniger von der Streetfotografie verabschiedet habe, denn weiß ich im Voraus wie die Gerichte im Streitfall entscheiden werden – nein!

Nach wie vor bin ich von der Streetfotografie fasziniert, denn ich mag diesen besagten Moment im Bild, wenn der Betroffene nicht weiß, dass er fotografiert wurde. Das allerings kann ich vergessen, wenn ich vorher zu der Person hingehe und frage, ob ich sie fotografieren kann/darf! Damit ist dieser für mich wunderbare Augenblick zerstört. Natürlich kann ich auch im Nachgang die betreffenden Person fragen, dann muss ich allerdings damit rechnen ein „Nein“ zu hören.

Mein Ausweg ist daher, die Person(en) so abzubilden, dass sie sich nicht mehr wiedererkennen kann. Zum Beispiel durch verschiedene Perspektiven oder durch eine verlängerte Verschlusszeit, die es mir erlaubt die Person nur schemenhaft abzubilden. Das gelingt mir allerdings nicht immer.

Wie macht ihr das eigentlich mit der Streetfotografie? Habt ihr eine spezielle Methode und vorallem habt ihr Erfolg damit? Bei diesem Betrag könnt ihr gerne einen Kommentar mit Bild hinterlassen. >>Bild zu einem Beitrag hinzufügen<<

Vielleicht interessiert dich das hier auch...

22 Kommentare

  • Antwort Felix 4. September 2011 um 20:30

    Ja das ist ein interessantes Thema. Ist dir ein Fall bekannt, wo es wegen dem „Recht am eigenen Bild“ für einen Streephotography Fotografen schon mal Probleme gab?

    Ich bin in dem Genre nicht zu Hause. Wenn ich damit aber mal anfangen sollte, würde ich mir Visitenkarten mit E-Mail- und Web-Adresse drucken und damit nach dem Bild auf die Menschen zugehen. Ich denke wenn man ihnen kurz erklärt, worum es bei Streephotography geht, ihnen die Karte gibt und die Möglichkeit eröffnet, dass Bild direkt auf der Kamera und später via Internet/E-Mail zu sehen, sollten die Chancen nicht schlecht sein. Müsste ich mal ausprobieren.

    Ich finde Streephotography jedenfalls auch geil, hadere aber ebenfalls etwas bei der Ausführung.

    Gruß

    • Antwort BlogTimes 4. September 2011 um 20:48

      Probleme gibt es hier und da öfters, gerade wenn kommerz dahinter steht. Was für einen Fotografen, der davon leben muss ja normal ist. Ob es auch solche Probleme gibt/gab, wenn man nur Aufnahmen für die Website usw. macht, kann ich nicht sagen.

    • Antwort Chrisi 5. September 2011 um 08:52

      Es gibt reichlich Probleme, wenn man an die falschen Personen kommt. Das Recht ist sehr unterschiedlich, ebenso wie die Urteile der Richter. Hauptsächlich geht es aber um die VERÖFFENTLICHUNG. Das ist ein kleiner aber wesentlicher Unterschied zum eigentlichen Fotografieren. Fotografieren darfst du, bis dir die Federn aus der Kamera springen und das Objektiv anfängt zu qualmen. Keiner kann dir einhalt gebieten oder von dir das Löschen deiner Bilder verlangen, solange es im öffentlichen Raum ist. Das Löschen deiner Bilder wäre dem Zerschlagen einer Skulptur gleichgesetzt oder dem Verbrennen eines Manuskripts. Jedoch haben die Personen, welche abgelichtet wurden das Recht an der eigenen Person und das heißt, die Veröffentlichung des Bildes ist dir OHNE EINWILLIGUNG UNTERSAGT.

      Profis, die grundsätzlich Bilder für eine Tageszeitung machen umgehen das ganze, in dem sie sich eh vorher anmelden, bzw. das aktuelle Tagesgeschehen festhalten. Da sind einzelne Personen ehr der Einzelfall. Grundsätzlich gehört das in die Pressefreiheit. Aber das ist noch viel komplizierter.

      Am besten, man macht sich ein paar Referenzbilder. Es gibt Menschen, die es sogar mögen, fotografiert UND GEZEIGT zu werden. Es gibt aber genauso gut Menschen, die auf dich zukommen und dich anschreien, sie tunlichst nicht zu fotografieren, obwohl du den Fokus noch nicht einmal in deren Nähe hattest … bei denen laß es.

      Ich denke mal, auf den richten Blick kommt es an. Fotografieren ist auf der Straße sehr schwer. Besonders achte ich darauf, wie die Leute dich anschauen. Entwickel einen Blick für fotogene Menschen. Ein lächeln hilft da oft. Wenn du auf der Straße fotografierst muß du mit dem Menschen arbeiten. Wenn du bereits einigermaßen gute Fotos „nach den Regeln der Kunst“ hergestellt hast, verweise darauf, zeig deine Fotos. Stelle dir ein kleines Fotobüchslein zusammen und zeig es den Leuten, denn sonst denken die du bist ein Terrorist und genau auf diese Sorge muß du eingehen. Wenn die Leute eine Kamera sehen, werden sie nervös. Sobald aber ruhe eingekehrt ist und du mit deiner Kamera dich in das aktuelle geschehen eingegliedert hast, gehörst du dazu …

  • Antwort heike 4. September 2011 um 23:35

    das klingt nach einer anstehenden neuen streetfotografie diskussion….
    ich denke, dass genau diese rechtlichen schwierigkeiten uns schöne kostenlose ebooks bescheren. die sonst so gratis vielleicht nicht erscheinen würden. Denn diese Streetfotos mit fremden menschen drauf zu Geld zu machen dürfte dann doch eher schwierig sein.
    Aber ich freue mich über und auf jedes gute Bild in dem Bereich der Fotografie in dem die Menschen dennoch zu erkennen sind…
    liebe grüße…

    • Antwort BlogTimes 4. September 2011 um 23:48

      …Denn diese Streetfotos mit fremden menschen drauf zu Geld zu machen dürfte dann doch eher schwierig sein….

      Hier ist ein schönes Beispiel, welches das Gegenteil beweist – Der Fall Nussenzweig gegen DiCorscia. Ist auch ein gutes Beispiel, wie die Gesetze in den USA ausgelegt werden.

  • Antwort Ronny Behnert 5. September 2011 um 04:50

    Ein spannendes Thema. Ich finde, dass die bestehenden Richtlinien sehr sinnvoll sind, da ich mich selbst auch ungern auf einen schlechten Foto irgendwo im Netz wieder finden wollen würde. So geht es vielen Personen. Die Idee von Felix, betroffene Person anzusprechen, finde ich ganz gut um den von eigentlich spannenden und spontanen Moment nicht zu zerstören. Allerdings auch nur unter dem Aspekt, dass man sich mit dem Foto, das man geschossen hat, auch so zufrieden ist, dass man es veröffentlichen möchte. Ansonsten geht man das Risiko ein, dass bald die halbe Stadt weiß wer man ist. 😉

    Wenn ich auf der Straße unterwegs, auf der Suche nach Fotos, bin gibt es zwei Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist der spontane Weg, bei dem eine Situation entweder voraus ahnen kann, bzw. sich gerade eine Szene abspielt, bei der man allerdings flink die Kamera im Anschlag haben muss.
    Die andere Möglichkeit ist die etwas zeitaufwendigere Methode, bei der ich ein Motiv oder einen Ort festhalten möchte und nur noch auf eine Person warte, die irgendwie aus dem Rahmen fällt, bzw. gerade richtig im Foto positioniert, eine gute Wirkung erzielt. Die erfordert ab und an aber viel Geduld, die aber sehr oft belohnt wird. 🙂

  • Antwort Askan Worms 5. September 2011 um 10:10

    Es werden viel mehr Gerichtsverfahren die sich mit der Art und Weise wie Aufnahme entstand amgestrebt, als solche die sich mit dem Inhalt primär beschäftigen. Wenn ich eine Person aufnehme ist es nach einer Veröffentlichung auf den Display meiner Kamera eine Meinungsäusserung. Wenn mir die Meinung nicht gefällt, lösche ich sie wieder. Zum anderen ist es ein Zeugnis dessen was passierte, und belegt die Realität. So gesehen bin mit einem Foto das ich meinem Nachbarn zeige eher auf der sicheren Seite, als wenn ich meinem Nachbarn etwas erzähle und ich später wegen übler Nachrede verklagt werde.

  • Antwort Jürgen B. 5. September 2011 um 18:48

    Straßenfotografie bedeutet Schnelligkeit und Spontaneität. Da bleibt keine Zeit, um Visitenkarten auszutauschen, Gespräche zu führen und Probeaufnahmen auf dem Monitor zu begutachten.Sobald man die Personen anspricht oder auch nur fragend die Kamera hebt, ist die Situation zerstört, die Unbefangenheit weg, das Foto verloren.
    Mein Motto ist: „Zielen – schießen – abhauen“.
    Das beigefügte Bild ist Teil einer Serie mit acht Fotos, die wiederum eine Auswahl aus ca. 50, selbstverständlich heimlich aufgenommenen Fotos, sind. Anders als verdeckt kann man solche Bilder gar nicht machen. Die Serie hat mir übrigens bei der Deutschen Fotomeisterschaft eine Urkunde eingebracht.No risk, no fun!

    • Antwort BlogTimes 5. September 2011 um 21:12

      So kann man es natürlich auch machen…. Ist allerdings riskant, aber man erhält entsprechende Bilder. Ist das Foto in Deutschland entstanden? Ich mag solche Fotos, fangen sie doch am Besten die Atmosphäre ein.

      • Antwort Jürgen B. 6. September 2011 um 10:25

        Ich habe das Foto in London aufgenommen. Die Londoner U-Bahn hat den Vorzug, daß die Sitzbänke stets längs zur Fahrtrichtung stehen. Dadurch hat man mehr Abstand zu den Leuten und man hat mehr als nur zwei Leute gegenüber. Und wenn auch noch Fahrgäste im Mittelgang stehen hat man mehr Deckung.

    • Antwort Felix 7. September 2011 um 01:34

      Schnelligkeit ist sicher ein wichtiger Aspekt. Allgemein muss es bei Straßenfotografie aber nicht wie auf der Jagt zugehen. Viele Straßenfotografen stellen sich auch einfach unauffällig in eine Ecke und warten auf eine interessante Szene. Viele schöne Beispiele für beide Arten der Straßenfotografie gibt es hier:
      http://www.thedphoto.com/inspiration-fix/people-street-photography-to-inspire-you/

  • Antwort Peter Wagner 5. September 2011 um 19:08

    Mit Sicherheit ist die Streetfotografie ein interessanter Bereich. Und tatsächlich habe ich schon das ein oder andere mal damit geliebäugelt, es zu probieren. Doch die, sagen wir mal, sehr schwammige rechtliche Situation, insbesondere hier in Deutschland, hat mich immer zweifeln lassen. Und wenn ich dann noch einige Meinungen dazu in verschiedenen Foren lese (gerade wieder recht aktuell), wo diese Art der Fotografie verteufelt und das ‚ins Gesicht boxen‘ als Abwehrmaßnahme legitimiert wird, verhagelt es mir wieder die Lust.

    Es wird also dabei bleiben, dass ich im Bereich People-Fotografie bei Modellen bleibe, die wissen was auf sie zukommt und rechtlich beide Seiten durch Vertrag abgesichert sind.

    Schade eigentlich aber die Zeiten haben sich wohl geändert, sehr zum Nachteil für Streetfotografie. Zumindest hier in Deutschland.

    • Antwort Jürgen B. 6. September 2011 um 10:53

      Lies Dir doch mal aufmerksam die von Ronny oben gepostete Fallstudie „Nussenzweig gegen DiCorscia“ durch, insbesondere die Übertragung auf deutsches Recht. Vielleicht gibt Dir das ein wenig Sicherheit, um auf diesen interessanten Teil der Fotografie nicht gänzlich zu verzichten.-Allerdings mußt Du dann darauf achten, ausschließlich künstlerische Fotos zu machen :yes

  • Antwort Dr. Thomas Brotzler 8. September 2011 um 23:45

    Streetfotografie – ein spannendes Thema, einer meiner fotografischen Schwerpunkte und bisweilen auch für mich ein schwieriges Thema …

    Die juristische Dimension ist hinreichend bekannt und auch hier schon erschöpfend behandelt. Unbenommen davon scheint mir die ethische Dimension mindestens ebenso bedeutend – wie übergriffig oder gar mißbräuchlich handeln wir gegenüber den abgebildeten Personen, von deren Bild wir bei Ausstellungen oder Wettbewerben profitieren? Ich persönlich finde es wichtig, sich mit diesen Fragen sehr genau auseinanderzusetzen; daß die abgebildete Person ein stilles Einvernehmen oder keine Abwehrreaktion zeigte, reicht allenfalls zur billigen Gewissenberuhigung. Noch grauslicher finde ich das „Projekt fotografisches Überfallskommando“ im Sinne eines Bruce Gilden oder Thomas Leuthard. Wie will man dem Bild Charakter und der Person Würde verleihen, wenn man auf solche Weise „Seelen fängt“? Ohne Jürgen B. zu nahe treten zu wollen, aber sein „Zielen – schießen – abhauen“ drückt genau diese Haltung aus …

    In praktischer Hinsicht sieht es bei mir so aus, daß ich …
    (1) in porträtartigen Situation die Personen nachher anspreche und um Einwilligung bitte – nicht vorher, da dies nur zu einem unnatürlichen Posing führt; und nur mündlich (auf mein Risiko des späteren Widerrufs), da es bizarr ist, wildfremden Leuten mit einem „model release“ hinterzuwedeln.
    (2) viel mit Anschnitten, Rückenporträts, Scherenschnitten oder Bewegungsunschärfe arbeite.
    (3) in letzter Zeit zunehmend das Lensbaby verwende, um dessen bescheidene Abbildungsleistungen und weitläufige Unschärfebereiche im Sinne der atmosphärischen Anmutung zu nutzen (eine große Ausstellung ist für November in Vorbereitung).

    • Antwort Jürgen B. 9. September 2011 um 10:37

      Auch wenn man seine Straßenfotografie nach dem Motto „Zielen – schießen – abhauen“ betreibt (das Motto stammt übrigens von Cartier-Bresson), kann man das in vollem Respekt gegenüber den fotografierten Personen tun. Ich würde auf meinen Fotos niemals Personen in lächerlicher, unwürdiger oder herabsetzender Pose zur Schau stellen. Und ins Netz stelle ich verdeckt aufgenommene Fotos grundsätzlich nicht.

      • Antwort Dr. Thomas Brotzler 9. September 2011 um 13:16

        @ Jürgen B. … da stimme ich Dir zu. Und ich möchte gleichwohl differenzieren, daß die charmant-ironische, gentlemanhafte Attitüde eines Henri Cartier-Bresson der brutalen Rambohaltung eines Bruce Gilden diametral entgegen steht. Ich greife diese beiden Straßenfotografen beispielhaft heraus, weil sich an deren Arbeiten die sehr unterschiedlichen Menschenbilder bei durchaus ähnlichem Betätigungsfeld verdeutlichen lassen.

        • Antwort Jürgen B. 9. September 2011 um 16:25

          Es würde mich freuen, wenn Du mich näher bei Cartier-Bresson als bei Gilden sehen würdest.
          Übrigens Michael Freeman empfiehlt: „Fragen Sie nur dann um Erlaubnis, wenn die Chance auf eine Zustimmung hoch ist. Andernfalls empfiehlt es sich, erst zu fotografieren und sich dann zu entschuldigen.“

  • Antwort Lukas 12. September 2011 um 09:47

    ICh mag es in meinen Fotos die Personen so Anonym wie möglich darzustellen. Die Person von hinten, auch mal ohne Kopf. Immer geht das natürlich nicht.

  • Antwort Christian Ahrens 18. September 2011 um 12:53

    Hallo,

    es gibt eine einfache Möglichkeit, Streetfotografie nach Lust und Laune und ohne jede Einschränkung zu betreiben: in dem man die entstandenen Fotos einfach nicht veröffentlicht!

    Man muss nicht jedes Bild in einen flickr-Stream kippen. Ich fotografiere solche Szenen neuerdings auch wieder gerne (seitdem ich die X100 habe), aber es genügt mir völlig, sie zu Hause zu bearbeiten, zu printen, ein Büchlein daraus zu binden oder eine Mappe zu kreieren und sie meinen Freunden zu zeigen!

    Keine Probleme mit den Rechten und dennoch erfüllte Fotografie.

    VG
    Christian

  • Antwort Mike 8. November 2011 um 14:12

    Einen kleinen Überblick zur Rechtslage gibt http://bit.ly/tfnHoT und erst recht der Artikel, auf den dort verwiesen wird.

  • Antwort Kanada is calling... das volle Programm | BlogTimes - Fotografieblog 12. März 2012 um 21:28

    […] möchte ich es aber nicht belassen. Mir persönlich liegt viel an der Streetfotografie, allerdings habe ich aufgrund der strengen Rechtslage hier bei uns dieses Fotogenre entweder […]

  • Antwort Herr Ärmel 2. Mai 2012 um 22:58

    Mir gefallen etliche Aussagen hier in den Kommentaren sehr gut. Auffällig ist beim Thema Strassen-Fotografie (und nicht nur hier) allerdings , dass zwei Aspekte die Diskussion beherrschen. Da ist erstens die juristische Seite und zweitens (deswegen auch wohl die juristische Seite), dass als Motiv vorwiegend Menschen in Betracht zu kommen scheinen. Da kommt dann gleich ein anderer, mindestens ebenso schwieriger Begriff ins Gespräch: die Würde des Menschen.
    Mir scheint aber, dass gerade die Strassen-Fotografie auch mannigfaltige andere Motive geradezu herausfordert, z.B. die Dokumentation scheinbar nebensächlicher Dinge oder Vorgänge, die für sich schon eine Geschichte erzählen können.
    Ich finde es schade, dass die Strassen-Fotografie zur Zeit einen regelrechten Hype erlebt und dabei immer häufiger auf Fotos mit Menschen reduziert wird. Dem leisten Leute wie Leuthard dann noch Vorschub. Nachdem ich seine Bücher gelesen hatte, stellte sich mir die Frage, was diesen Mann wirklich antreibt. Ich empfehle jedem Interessierten, da wirklich einmal kritisch zu lesen. Mittlerweile gibts es ja schon „Lehrbücher“ und „Workshops“ zum Thema, d.h. aus dem Spass wird langsam aber sicher ein wohl organisiertes Geschäft. Aber Moden vergehen zum Glück auch wieder.

  • Kommentar verfassen