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Bilder

Fotografie, Mitgemacht

NYC A3 Kalender für Umme von Photocircle

10. Dezember 2014

Photocircle - NYC Kalender

UPDATE – Gewinner stehen fest und werden von Photocircle benachrichtigt.

Hannes Cmartis, Uwe Landgraf und Alexander Gohlke. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner….

Die Online-Photo-Print Plattform Photocircle ist euch sicherlich ein Begriff oder? Wer sie noch nicht kennt, der sollte das schnellstens nachholen. Die Idee dahinter finde ich super und so unterstütze ich Photocircle schon etwas länger. Hier ein kleiner Auszug über die Plattform: Das Ziel von Photocircle ist es den Online Fotomarkt gerechter zu gestalten. Mit jedem Kauf fließen bis zu 50% des Kaufpreises in ein Bildungs- oder Entwicklungsprojekt in der Region, in der das Foto entstanden ist. So geben wir den Menschen und Ländern etwas zurück, die unsere Bilder zu etwas Einzigartigem machen. Der Kreis schließt sich – Photocircle.

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Fotografie

Impression #1

10. November 2014

Hier ist sie nun, die erste Ausgabe der BlogTimes „Impression“. Ich habe jetzt einiges an Bildmaterial bekommen um euch die ersten drei Werke zu präsentieren. Ich möchte hier gar keine Bewertung oder Kritik abgeben. Alles, was für mich zählt, ist der erste Bildeindruck und wer mich hier überzeugen kann, wird präsentiert. Da ich mir noch nicht alle Einsendungen angeschaut habe, kann es gut sein, dass ihr beim nächsten Mal dabei seit.

Bonneville - Christoph Boecken

Bonneville – Christoph Boeken

Hatte mich auf meinem Road Trip durch die USA ziemlich auf die Bonneville Salt Flats nahe Salt Lake City gefreut, einerseits weil sie durchaus beeindruckend sind, andererseits weil dort von mir auch ein sehr geschätztes Spektakel namens Speed Week stattfindet, in denen Verrückte versuchen neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Da es dort aber die vergangenen acht Tage nur geregnet hat war von der Salzwüste nicht mehr viel übrig, und sie ist im wahrsten Sinne des Wortes abgesoffen. Wir machten Rast, unterhielten uns mit einer Schweizer Familie, die mit einem RV in die andere Richtung unterwegs waren und ich machte noch schnell den Film in der Kamera voll. Ich hatte die Aufnahmen völlig vergessen, alles woran ich mich erinnerte war dass die Kamera am Anfang der Reise dank nahezu leerer Batterien stets unterbelichtete, deswegen hatte ich auch keine Ambitionen die zwei Filme zu entwickeln. Erst über ein Jahr später setzte ich mich aus Lust und Laune daran, so war die Überraschung und vor allem die Freude über diese Aufnahme umso größer.

Wolkenmaschine - Christian Dölz

Wolkenmaschine – Chritian Dölz

Atomkraftwerke fand ich schon immer faszinierend. Diese riesigen Anlagen die als Endprodukt Strom und schon von weitem Sichtbar riesige Rauchwolken in Form von Wasserdampf liefern. Und nachdem mir meine Frau erzählt hat, dass sie in Ihrer Kindheit dachte, dass hier die Wolken entstehen, wurde es für mich allerhöchste Zeit eine solche „Wolkenmaschine“ auf Bild festzuhalten.Zu sehen ist hier das AKW in Gundremmingen.

Aussicht ins Nichts - Daniel Mitterlehner

Aussicht ins Nichts – Daniel Mitterlehner

Auf der Suche nach Flamingos im Salinas & Aguada Blanca Nationalpark (Peru) umhüllte uns irgendwann der Nebel so stark dass wir nurmehr im Schritttempo mit unseren Pickups vorankamen. Nachdem wir nach einer 1-stündigen Fahrt durch den Nebel die Orientierung verloren hatten legten wir eine Fahrtpause ein um unseren weiteren Plan zu besprechen – so entstand diese Aufnahme.

Wie du auch ein Foto einreichen kannst, erfährst du hier – BlogTimes Impression!

Fotografie, Nachgedacht

Bilder online zu verkaufen ist verschwendete Zeit

18. Juli 2014

Ronny Ritschel - Prints

Eigentlich sollte die Artikelüberschrift heißen „Bilder online zu verkaufen ist absolute Scheiße“, denn das drückt genau das aus, was ich seit ich Anfang des Jahres empfinde. Allerdings kann man nicht alles als „Scheiße“ betrachten und so habe ich den Titel etwas relativiert. Es ist aber in meinen Augen absolute Zeitverschwendung und auch ich muss zugeben, dass ich in die Online Vermarktung meiner Aufnahmen bisher viel zu viel Zeit investiert habe. Runtergerechnet profitieren nur die Anbieter solcher Online Portale. Ich lassen jetzt mal Stock-Fotografie außen vor, wobei ich dem mittlerweile auch nichts abgewinnen kann. Es gibt einfach einen Überschuss an Bildern…

Was mich grundlegend stört ist, dass die Online-Anbieter den Markt kaputt machen, also den eigentlichen Wert des Bildes nahezu einstampfen. Schuld daran sind aber nicht nur die extrem niedrigen Preise, sondern auch die Fotografen selbst, die ihre Bilder dort einstellen und damit gerade mal 10 oder 15 Prozent Provision vom Netto-Verkaufspreis erzielen. Hey keine Frage, es ist schön seine eigenen Aufnahmen zu verkaufen, aber um jeden Preis? Ich weiß nicht!

Durch die steigende Anzahl der Fotografien in den Portalen wird es zukünftig noch schwieriger werden, seine Aufnahmen zu verkaufen. Selbst potenzielle Käufer haben keine Lust und auch nicht die Zeit sich durch tausende Bilder zu wühlen. Wer mit seinen Bilder nicht unter den ersten 10 Seiten ist, der hat nur extrem geringe Chancen gefunden zu werden – vom Kaufen gar zu schweigen.

Ich möchte euch nicht die Illusion nehmen, aber seit ich verstärkt an Ausstellungen und Kunstfestivals teilnehme haben sich meine Bildverkäufe verdreifacht. Ich würde sagen, das visuel-haptische Gefühl (wenn es die Wort-Kombi überhaupt gibt) – also das scheinbare Anfassen und Betrachten in der Realität ist für viele Interessenten definitiv ein Kaufgrund. Es ist einfach was anderes, wenn ich ein fertig gerahmtes Bild oder den Druck in den Händen halten kann. Zudem ist für viele der persönliche Kontakt zum Künstler wichtig. So kann man den Freunden, Bekannten oder Nachbarn erzählen, wie und warum man diese Aufnahme gekauft hat. Hinzu kommt, dass der Fotograf die „Story“ zum Bild erzählen kann. Der Käufer kann in meinen Augen so den Bildinhalt viel besser verstehen und reflektieren.

Ich kann euch leider keine allgemeingültige Anleitung geben, wie man seine Aufnahmen am besten vermarkten könnte. Es spielen sicherlich auch viele Zufälle eine große Rolle. Der Spruch zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein trifft auch hier für die Fotografie zu. Dennoch ist die Selbstvermarktung ein wichtiges Werkzeug. Soziale Medien, Foto-Wettbewerbe und natürlich auch der Online Auftritt – sei es eine Webseite und oder ein Blog. Ziel ist es, seine Aufnahmen mit dem eigenen Namen zu verbinden und sich dadurch bekannter machen. Das alles passiert natürlich nicht über Nacht. Es bedarf schon sehr viel Zeit, Geduld und natürlich auch Kohle. Festivals und sonstige Ausstellungsmöglichkeiten sind nicht umsonst, außer ihr seit in der glücklichen Lage gesponsert zu werden.

Dennoch ist das in meinen Augen die beste Möglichkeit herauszufinden, was ihr und eure Fotografien Wert sind. Die Besucher und natürlich auch die Käufer auf Festivals sind das beste Feedback was ihr erhalten könnt. Vieles passiert auch in den Wochen oder Monaten nach einer Ausstellung. So hatte ich rund 5 Monate nach meiner Teilnahme beim Artist Project in Toronto eine Mail erhalten, dass man sich jetzt entschieden hat, ein paar meiner größten und teuersten Aufnahmen zu kaufen. Das alles wäre mit einem Online Anbieter nicht möglich gewesen.

Eines solltet ihr euch immer merken. Ihr seit der Fotograf, Ihr habt das Bild gemacht, Ihr bestimmt den Wert des Bildes und nicht der Online Vermarkter, der euch im besten Fall gerade mal 10-15 Prozent gibt!!!

Analog, Fotografie, Großformat, Unterwegs

Chasing Icebergs…

7. Juli 2014

Floatplane - Newfoundland

Kanada ist groß, das zweitgrößte Land der Erde, was man schon daran sieht, dass es sich über 4 Zeitzonen erstreckt. Bereits im letzten Jahr entstand die Idee einer Reise nach Neufundland & Labrador. Die nur 500.000 Einwohner starke Provinz im nordöstlichen Teil Kanadas ist jedes Jahr von Ende April bis Mitte Juni Schauplatz der Arktischen Eisberge, die sich nach dem Winter von den Gletschern lösen und langsam vorbei an Labrador in Richtung Neufundland ziehen, schließlich ganz abtauen und eins werden mit dem Atlantischen Ozean.

Ja, genau Eisberge wollte ich sehen, aber vor allem fotografieren. Eigentlich ist Island daran schuld. Hier habe ich vor mehr als 3 Jahren das erste Mal richtige Eisberge gesehen und wollte die Teile fotografieren, was aber mir aber irgendwie gar nicht gelungen ist. Ich gebe jetzt mal den kleinen Gletscher-Eisbergen die Schuld, die quasi nur in ihrem eignen Saft See treiben. Völlig frei und ohne störenden Hintergrund findet man sie hier nie. Zwar faszinierend aber für mich nicht fotografierbar. Die Idee hatte mich dennoch nie richtig losgelassen.

Eisberge = Antarktis. Pinguine gibts dort auch. Na, dann flieg ich eben dort hin!… Ähmm, ja hüstel – scheiß teuer der Trip. Also wieder zurück auf den Boden der Tatsachen und neues Ziel suchen. Ein bisschen recherchiert und siehe da Neufundland und Labrador liegt an der sogenannten Eisberg Allee und die ist nur zwei Flugstunden von mir entfernt. Sehr gut!

Nachdem ich letztes Jahr schon etliche Reisen hinter mir und auch der Zeitraum nicht gepasst hatte, war es dieses Jahr endlich soweit! Einige Tage vor Abreise wollte ich die Tour schon wieder absagen, weil ich für ein Kunstfestival noch viel vorbereiten musste und mir einfach die Zeit davon rannte. Doch, wenn nicht jetzt, dann wahrscheinlich nie…So stand ich nun Anfang Juni mit Wintersachen im Gepäck am Flughafen und wartete auf meinen Abflug in die Provinzhauptstadt St. John’s.

Mein Flug mit Air Canada von Ottawa sollte eigentlich Non-Stop nach St. John’s gehen, so auch die Aussage der Air Canada Mitarbeiterin bei der Flugbuchung. Ich hatte mich bei der Buchung nämlich gewundert warum der Hinflug ne knapp Stunde länger dauert als der Rückflug. Das hat mit der Zeitverschiebung zu tun, so der Air Canada Customer Service. Aha… Ich natürlich, deutsch wie ich bin… zehnmal nachgefragt! Immer das gleiche – Zeitverschiebung. Ok, Ok…. Ist ja schon gut! Habs verstanden! Am Abflugtag hatte ich natürlich dann die Gewissheit. Zwischenstop in Halifax und anschließend mit der gleichen Maschine Weiterflug nach Neufundland. Arrrrhgggg! Doch recht gehabt!

Interessant war, dass in Halifax 90 Prozent der zugestiegenen Passagiere Männer waren. Wie ich später erfahren habe, sind das Arbeiter die in Alberta auf den Ölsandfeldern arbeiten. Willkommen ihr Umweltverschmutzer, hab ich mir danach gedacht!!

Wie dem auch sei, mein Ziel der Reise war es die ankommenden Eisberge aus verschiedenen Perspektiven sowohl mit der digitalen als auch mit meiner analogen Großformatkamera zu fotografieren. Leichter gesagt als getan, den die Eisberg-Saison ist jedes Jahr ein bisschen anders. Mal mehr, mal weniger, mal größerere, mal nur ganz kleine. Ich hatte mal wieder ne ordentlich Portion Glück im Gepäck und als ich ankam, versicherten mir meine ersten Gastgeber, dass ich dieses Jahr definitiv auf meine Kosten kommen würde. Der straffe und lange Winter bescherte Neufundland und Labrador einer der größten Ansammlungen von Eisbergen der letzten 15 Jahre. Geile Sache, sagte ich mir! Es bestätigte auch schon meine Recherche mit dem Eisbergfinder, der mir jeden Tag in Echtzeit vor und während meiner Reise die Standorte der Eisberge anzeigte.

Neufundland zählt zu den noch am wenigsten fotografierten Orten der Welt. Das sieht man vor allem daran, dass nur wenige Fotos auf 500px und Co existieren. Wahrscheinlich weil für viele das Wetter einfach nicht so der Fall ist oder aber die Anreise zu weit…Keine Ahnung!. Für mich jedenfalls ganz gut, denn das bedeutet unberührte Fotonatur…..

So, das wars erstmal! Weiter geht’s im zweiten Teil der Beitragsserie Chasing Icebergs… Hier lest ihr dann meine fotografischen Erfahrung mit den Eisbergen. Warum ich ein Wasserflugzeug angemietet habe, meiner Zodiac-Tour, warum ich 5 Stunden für ein Foto benötigte und warum Fotozubehör jetzt irgendwo im Atlantik schwimmt und ich nicht!! Ach und Fotos sind dann hoffentlich auch schon zu sehen. Tipps für alle, die ebenfalls mal eine fotografische Reise nach Neufundland planen. Tipps, wann und wie man Eisberge fotografieren kann, was man noch so alles in Neufundland erleben kann …

Von Euch jemand schon mal in der Ecke gewesen?

Some Ice - Bonavista - Newfoundland

Zodiac Twillingate - Newfoundland

Somewhere in Newfoundland

St John's - Newfoundland

Large Format - Iceberg

Iceberg Bonavista - Newfoundland