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Buchrezension

Bücher, Fotografie

Buchrezension: Drei Lieder, Kein Blitz – Konzertfotografie

6. Juni 2012

Heute möchte ich euch mal wieder ein Buch vorstellen und zwar zum Thema Konzertfotografie. Ich weiß, es ist zwar ein sehr spezielles Fotogenre, aber vielleicht ist es ja doch für den einen oder anderen von euch interessant.

Das Buch (Text) wurde von Jens Brüggemann geschrieben, die Fotos dagegen stammen aber auch von Accu Becher, Alyssa Meister, Sven Darmer und Arno Lippert, allesamt Fotografen, die sich ebenso mit der Konzertfotografie beschäftigen. Beim ersten Durchblättern ist mir gleich aufgefallen, dass die Beschreibungen der Abbildungen auch die Aufnahme- und Kameraparameter beinhalten. Das finde ich wirklich gut, denn so können gerade Einsteiger diese Aufnahmen von der technischen Seite besser nachvollziehen. Meiner Meinung nach, ist das Buch nicht nur an Einsteiger sondern auch an Umsteiger oder an Fotointeressierte, die mal etwas neues austesten möchten, gerichtet. Es besteht auch zehn Kapitel und fünf Erfahrungsberichten der Fotografen – gerade hier gefällt mir der persönliche Aspekt des Buches.

Angefangen vom Einblick in die Sparte der Konzertfotografen und wie man dort selbst hineinrutschen kann, bis hin zu den Besonderheiten der Konzertfotografie, findet man im Grunde alle Infos zum Thema.  Erstaunt war ich , als ich  zum ersten Mal gelesen haben, dass Konzertfotografen quasi nur die ersten drei Songs für ihre Aufnahmen zur Verfügung stehen. Betrachtet man heutzutage die Länge der Musiktitel, ist eigentlich alles bereits nach 10 Minuten vorbei und man kann seine Sachen packen. Für die erste Publikumsreihe ist das sicherlich toll, aber für den Fotografen…?

Gerade bei dieser Art der Fotografie darf natürlich der rechtliche Aspekt nicht fehlen. Dieser wird zwar relativ kurz angeschnitten, was aber auch irgendwie verständlich ist. Immerhin gibt es zu diesem Thema ja dicke Wälzer. Auch wird auf das Verhalten im Graben sowie die geeignete Ausrüstung eingegangen. Gerade Letzteres könnte aufgrund der Lichtsituationen und Perspektiven für den Fotografen unter Umständen eine teure Angelegenheit werden.  Lichtstarke Objektive, sowie Kameras die auch bei hohen ISO-Zahlen nicht das Zicken anfangen, können schon ein tiefes Loch in den Geldbeutel reißen. Gerade hier hätte ich mir auch Alternativen gewünscht. Ich bin der Meinung, dass selbst die etwas günstigeren Kameramodelle (kein Vollformat) durchaus mit der ISO-Leistung überzeugen können. Nicht jeder kann sich eine D4 oder 1D MK IV leisten. Im Hinblick auf die Wahl der Objektive dürfte es allerdings schwer fallen Kompromisse einzugehen. Aufgrund der Lichtverhältnisse zählt hier einfach die Lichtstärke und die muss man sich erkaufen.

Während es einiges Tipps zur Bildgestaltung gibt, fällt das Kapitel Nachbereitung eher mau aus – kleiner Wermutstropfen eben. Es werden ein paar grundlegende Sachen, wie Farbstich-Korrektur, Verschlagwortung und Rauschreduzierung angesprochen.  Ehrlich gesagt, dass weiß selbst der Einsteiger schon. Da ich der Meinung bin, dass Bildbearbeitung immer etwas sehr subjektives ist, hätte ich mir hier anhand von Bildbeispielen die Vorgehensweise der Fotografen gewünscht. Das empfinde ich als lehrreicher, als beispielsweise die Rauschreduzierung zu erklären. Absehen von den Kleinigkeiten, kann ich das Buch dennoch für diejenigen empfehlen, die sich mit der Konzertfotografie beschäftigen wollen. Es ist definitiv ein Mehrwert vorhanden.

Das Buch umfasst ca. 170 Seiten und kostet €24,95. Bestellen kann man es natürlich bei Amazon – Konzertfotografie – Edition ProfiFoto

Wer von Euch hat sich eigentlich schon einmal mit der Konzertfotografie auseinander gesetzt? Wenn Ihr wollt, könnt Ihr gerne ein Bild der Konzertaufnahme an den Kommentar anhängen.

Bücher, Fotografie

Buchrezension: Pixelteacher – Die Bildbearbeitungsfibel 1

4. März 2012

Im Rahmen meines Kontakts zu IPS Hamburg habe ich die Bildbearbeitungsfibel 1 für eine Buchrezension erhalten. Die letzten Tage hatte ich nun ein wenig Zeit darin zu schmökern.

Allem voran ist das Buch ausschließlich für diejenigen gedacht, die Photoshop für ihre Bildbearbeitung nutzen. Warum das Buch die Nummer 1 hat – keine Ahnung. Vielleicht folgt ja irgendwann Nummer 2.

Wie dem auch sei, auf den ersten Blick macht das Buch einen extrem hochwertigen Eindruck, sowohl im Design als auch Druck. Laut dem Autor Wolfgang Pfaffe, soll das Buch kein Nachschlagewerk sondern ein „gedrucktes“ Seminar für die Nutzung von Photoshop sein. Obwohl es mit nur knap 80 Seiten relativ kurz ausfällt, werden die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten für Photoshop Einsteiger/Fortgeschrittene angesprochen. Der Seminarstil geht durchaus in Ordnung, denn so baut jedes Kapitel auf das Vorhergehende auf. Angefangen vom idealen Arbeitsplatz über die Verwendung der selektiven Farbkorrektur und Farbbalance bis hin zur Smart-Objekt Einstellungsebene finden sich durchaus Funktionen, die nicht jedem von Anfang an geläufig sein werden. Ein wenig Colormanagment ist auch noch dabei.

Nach der Durchsicht der Buches ist mir allerdings aufgefallen, dass Profis in diesem Buch sehr wahrscheinlich keine neuen Vorgehensweisen kennenlernen werden, obgleich der Autor auf der Rückseite des Buches schreibt, dass es auch für Profis geeignet wäre, die bisher ihre Bildbearbeitung nur intuitiv betrieben haben. Hmm, also ich unterstelle jetzt mal, dass Profifotografen (gerade im Porträtbereich) durchaus wissen, wie man mit Photohop umgeht, oder wie seht ihr das?

Wie ich bereits geschrieben habe, sehe ich es eher in der Gruppe der Einstieger und Fortgeschrittenen. Für diese wiederrum finde ich es sehr gut geeignet, da die in meinen Augen wichtigsten Funktionen kurz und prägnant erklärt werden. Es will doch keiner beispielsweise 10 Seiten über die Anwendung Tiefen/Lichter lesen, wie oft in großen Photoshop Kompendien geschrieben wird.

Im Grunde war es das eigentlich schon. Ach, Stopp! Ich habe noch etwas vergessen. Wer das Buch erwirbt kann über die Seite pixelteacher.de die erforderlichen Übungsbilder herunterladen und so jeden geschrieben Schritt genau nachvollziehen und natürlich üben. Finde ich eine gute Sache. Apropos erwerben. Das Buch kostet mit knapp 40 Euro nicht gerade wenig. Betrachtet man aber, dass man sich nicht wochenlang mit super dicken, kompliziert geschriebenen Photoshop-Erklärbüchern rumschlagen muss, geht der Preis durchaus in Ordnung. Immerhin erhält man zudem auch einen sehr hochwertigen Druck.

Bildbearbeitungsfibel 1 für 39,80 Euro (Amazon Link)
Webeseite pixelteacher.de (hier finden sich noch weitere Infos zum Buch+Inhaltsbilder)

Kennt ihr dieses Buch und/oder würdet ihr es kaufen?

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Buchrezension: Autos Fotografieren – Technik, Gestaltung, Praxis

1. Januar 2012

Frohes neues Jahr meine lieben Leser! Der erste Beitrag für 2012 ist mal wieder eine Buchrezension. Knapp 350 Seiten stark ist das Buch von Rainer Zerback, welches sich nur mit dem Thema „Automobil“ beschäftigt. Auf den ersten Blick habe ich gedacht, was für ein dicker Wälzer und nur über das eine Thema. Das kann doch nichts werden, oder doch!?

Auf den zweiten Blick wurde ich positiv überrascht. Obgleich sich die ersten 90 Seiten nur um grundlegende Aufnahmetechniken drehen – die natürlich in anderen Bücher ebenfalls zu finden sind, beschäftigen sich mehr als 170 Seiten mit dem Thema Bildgestaltung und das bei einem doch sehr speziellen Fotothema. Angesprochen wird zum Beispiel, die Wahl des Ausschnitts, des Zeitpunkts, die Haltung der Kamera, die Gestaltung der Bildfläche, die Erzeugung von Bildtiefe uvm… Quasi, wie man so ein Auto in Szene setzten kann!

Das ist ja alles gut und schön, aber wo bitte kann ich denn diese ganzen Dinge anwenden? Auch daran hat der Autor gedacht und beschreibt auf weiteren 130 Seiten, wo der Leser unter anderem diese Autos finden und fotografieren kann. Dass es sich herbei vorwiegend um Luxus-Karossen, wie den Aston Martin, Mercedes SLR oder den Maybach handelt, ist eigentlich verständlich, denn das Buch soll ja auch ansprechend bebildert sein.  Aufnahmen des heimischen Wagens, sucht man also vergeblich. Ist aber auch nicht schlimm, denn als Auto-Enthusiast geht man ja sowieso auf die großen Automobil-Messen, Museen und Fan-Treffen. Schrottplätze, Stunt- und Motorshows sind ebenso Spielpätze des Automobil-Fotografen, so der Autor.

Den Leser erwartet sowohl die Automobil-Fotografie im Outdoor-, als auch im Indoor (Studio)bereich. Das Letzteres für den Hobby-Automobilfotografen sehr wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen in Betracht kommt, hat der Autor wohl bedacht und beschreibt es relativ kurz. Das letzte Kapitel widmet sich dem Bereich der digitalen Bildbearbeitung. Auf ca. 30 Seiten findet der Leser in relativ kurzen, aber verständlichen Abschnitten alles zum Thema Werkzeuge, Farbkorrektur, Transformieren, Bildmontage usw…. Für die Meisten von euch werden die letzten Seiten eher zum Nachschlagen sein.

Fazit:
Ich selbst habe mich mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt, finde aber die beschriebenen Möglichkeiten sehr interessant. Ich denke auch, dass man viele Dinge auch in andere Bereiche der Fotografie anwenden kann. Das einzige was mir nicht gefallen hat, sind die doch sehr überschärften Abbildungen. Weniger wäre hier mehr gewesen. Dennoch gibt es von mir eine Empfehlung. Mit knapp 45 Euro ist es wahrlich kein Schnäppchen, bietet aber für den interessieren Automobil-Fotografen sehr viel Inspiration.

Amazonlink zum Buch: Autos Fotografieren – Technik, Gestaltung und Praxis

Kennt einer von Euch dieses Buch? Wenn nicht, auch nicht schlimm, aber vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Auto-Enthusiasten und Euch, der dieses Buch haben möchte. Ich verlose mein Rezensionsexemplar. Einfach bis übermorgen den 03.01.2012 einen Kommentar hinterlassen, warum euch dieses Buch interessieren könnte.

Update vom 06.01.2012:
So der Gewinner ist ermittelt. Herzlichen Glückwunsch an Sören, du kannst dich nun über ein neues Fotografiebuch freuen. Eine Mail ist gerade an dich rausgegangen.