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Buchvorstellung

Bücher, Fotografie

Fotobücher kann man nie genug haben…

17. Dezember 2013

Was Fotografen bewegt -  Seenby.de & Megalopolis - Martin Stavars

Kurz vor meinem Abflug in die Windy City habe ich noch zwei Bücher erhalten, die ich euch heute kurz vorstellen möchte.  „Was Fotografen bewegt“ von Seen.by und „Megalopolis“ von Martin Stavars, welcher einigen von Euch vielleicht bekannt sein dürfte. 

Ehrlich gesagt bin ich vom Seen.by Buch ein wenig enttäuscht. Zwar befinden sich im Buch wirklich gute Aufnahmen, allerdings in meinen Augen auch totale Ausrutscher. Jetzt könnte man zwar sagen, es liegt im Auge des Betrachters. Ok, aber überzeichnete HDR-Bildchen und zum Teil verpixelte Drucke (sind nur ein paar Seiten) gehören in meinen Augen nicht dazu. Leider schmälert es die Qualität des auf den ersten Blick interessant wirkenden Buches. Da ich selbst auf Seen.by vertreten bin, kenne ich natürlich auch den einen oder anderen und finde es schön, dass sie es ins Buch geschafft haben. Die Idee des Buches finde ich nicht schlecht, denn so wird vielen Fotografen eine Plattform gegeben, bei dem sie sich präsentieren können. Zu jeden der 50 Fotografen findet sich auch ein kleiner Text, dessen Bezug zu den vorgestellten Fotografien manchmal nicht ganz so trefflich wirkt. Hier wird beispielsweise von Fotos oder Themen gesprochen, die visuell im Buch gar nicht auftauchen. Auch wenn die Umsetzung etwas gelungener sein könnte, gibt es dennoch eine Empfehlung von mir. Unter anderem aus dem Grund, da es sicherlich auch als Inspiration dienen kann.

Was Fotografen bewegt* gibt es derzeit auf Amazon für 34,90 Euro. Sicherlich ein nettes kleines Weihnachtsgeschenk für Fotografen oder Fotointeressierte.

Was Fotografen bewegt -  Seenby.de

Was Fotografen bewegt -  Seenby.de

Was Fotografen bewegt -  Seenby.de

Die zweite Vorstellung bezieht sich auf Megalopolis*, einem hochwertig gestalteten Bildband von Martin Stavars. Besucht man seine Webseite und betrachtet das Portfolio erkennt man schnell, dass hier jemand sehr gerne reißt, aber auch eine stark ausgeprägte Motivhandschrift hat und dies auch umzusetzen weiß. Im Bildband zeigt Martin seine „duotones“ aus verschiedenen Ecken unseres kleinen blauen Planeten. Megalopolis bringt euch die Metropolen wie Dubai, Incheon, Seoul, Busan, Chongging, Shanghai, Singapore, London, Toronto, Montreal, Tokyo, Paris, Hong Kong and Istanbul näher. Als S/W, Reise und Architekturfan ist das Buch natürlich ein Muss. Die Qualität der Drucke finde ich super – könnte man sich glatt einrahmen und ne kleine Serie an die Wand hängen.

Ich habe Martin Fotografien schon immer gemocht und freu mich daher über eines seiner Bücher, welche entweder auf Amazon (günstiger) für knapp 30 Euro oder auf seiner eigenen Webseite  (handsigniert für 39 Euro) erhältlich sind.

Megalopolis - Martin Stavars

Megalopolis - Martin Stavars

Megalopolis - Martin Stavars

*Amazon Link

Bücher, Fotografie

Beyond Vanity – Porträtfotografie von Rüdiger Beckmann

23. Januar 2013

Ich habe das Buch schon länger bei mir und eigentlich wollte ich es euch schon viel früher vorstellen, aber die Zeit… Woher nehmen, wenn nicht stehlen. Auch wenn ich gerade tief in den Foto-Reiseplanungen stecke, so habe ich mir nun endlich mal die Zeit genommen im Bildband von Rüdiger Beckmann zu stöbern.

Letztes Jahr im Frühjahr hatte ich die Gelegenheit Rüdiger persönlich in Hamburg zu treffen. Anlass war eigentlich die Übergabe einer Kamera, die Rüdiger gewonnen hatte. Da ich zu diesem Zeitpunkt selbst in Hamburg wohnte, warum nicht den Gewinn persönlich übergeben. Gesagt, getan… Rüdiger hatte mich zu sich daheim eingeladen und aus einer plumpen Übergabe wurde ein super nettes Gespräch über die analoge Fotografie, Fotocommunties, Kunst und, und, und…

Rüdigers Bildband, von dem es nur noch wenige Exemplare gibt – eine Neuauflage ist nicht geplant – zeigt seine ganz persönliche Sichtweise auf den weiblichen Menschen. Wer jetzt perfekt ausgeleuchtete Studioaufnahmen erwartet, den muss ich enttäuschen. Alle Aufnahmen sind bei ihm zu Hause entstanden und zwar ohne aufwendige Beleuchtung und Make-Up Artist aber genau das macht sie in meinen Augen so persönlich und intensiv. Wer braucht schon die absolute Schärfe, wenn die Aufnahmen solch eine Ausstrahlung und Melancholie besitzen. Auch wenn er es mit diesen Aufnahmen wahrscheinlich nicht auf die Titelseit der Vogue schaffen würde, ich persönlich mag diesen Porträtstil, da er den Menschen so zeigt wie sie tatsächlich sind und zwar ohne aufwendige und auffällige Retusche. Hier steht eindeutig der Mensch im Vordergrund.

Das sein fotografischer Stil Anerkennung findet, erkennt man an den zahlreichen Ausstellen die schon waren und noch kommen werden. Zum Einsatz kommt übrigens ausschließlich das Medium Film, was meiner Meinung nach die Ausdruckstärke der Aufnahmen unterstützt. Auch wenn ich Rüdiger nur ein einziges Mal persönlich getroffen habe, so bin ich dankbar für den Einblick in seine Arbeiten und wünsche bei den kommenden Vorhaben viel Erfolg. An dieser Stelle noch ein paar Visuelle Eindrucke, was euch im Buch erwartet.

Bestellbar ist das Buch derzeit noch über Amazon -> Beyond Vanity – Jenseits von Eitelkeit oder direkt bei Rüdiger Beckmann (ebenfalls ohne Versandskosten) -> Direktlink zum Buch Beyond Vanity  – Jenseits von Eitelkeit.
Die Gesamtauflage beträgt 500 Stück

Bücher, Fotografie

Buchrezension: „Places“ – Jim Krause

12. November 2011

Die heutige Rezension dreht sich um das Buch von Jim Krause. Es trägt den Titel „Places – Jim Krause – Ideen und Inspiration für kreative und eindrucksvolle Bilder“ und ist eines von mehreren Index-Bänden des mitp-Verlages.

Auf den ersten Blick, beim ersten Durchblick macht das über 350 Seiten starke im Panorama-Format gedruckte Buch durchaus einen interessanten Eindruck. Bevor ich mir ein Buch genauer anschaue, blättere ich es in der Regel beim ersten Mal einfach wahllos durch. Das mache ich aus dem ganz einfachen Grund, weil unsere Wahrnehmung in den meisten Fällen von bruchteilen von Sekunden entscheiden kann, ob uns ein Foto gefällt oder nicht. Und genau das ist meiner Meinung nach bei einem Fotografiebuch/Bildband, wie Places es sein möchte, das Wichtigste – Es muss gefallen…

Auszug der angesprochenen Themen:

  • Das große Ganze
  • Lebensraum für Menschen
  • Szenen des Alltags
  • Details
  • Schilder
  • Minimaler Raum
  • Am Straßenrand
  • Wald, Feld und Park
  • usw…

Das Buch wird wie folgt beschrieben…

…places ist ein Fotografie-Buch wie kein anderes. Anstatt sich auf langatmige Schritt-für-Schritt Anleitungen zu konzentrieren und Sie zum Kauf einer sündhaft teuren Profi-Ausrüstung zu anmieren….Schwerpunkt des Buches, Sie zu eigenen Meisterwerken zu inspirieren…. Perspektiven erforschen….wie sie mit Standard-Equipment beeindruckende Fotos schießen….Sie werden in die Lage versetzt, selber einzigartige Aufnahmen zu machen und faszinierende Bildkompostionen zu kreieren…. usw, usw….

Tja, soweit so gut. Hier mein zweiter Eindruck. Erstens ich habe bisher noch ein Fotobuch gelesen, welches mich zum Kauf einer sündhaft teuren Profi-Ausrüstung verleitet hat. Zweitens jeder von uns interpretiert „Standard“ anders. Wenn ich über genug Kohle verfüge, warum sollte ich mir dann nicht ein Profi-Gerät kaufen? Nur weil ich mich vielleicht im Anfangsstadium der Fotografie befinde, heißt es nicht, dass ich nur eine Einsteiger Kamera kaufen darf. Zudem wird im Buch leider nicht beschrieben, welches Standard Equipment vom Fotograf benutzt wird. Da heißt es zum einen, für diese Aufnahme hab ich ein Weitwinkel benutzt und für das andere eine Kompaktkamera. Toll, was bitte soll der Leser hier herauslesen können. Gut man sollte die Kirche im Dorf lassen, es geht bei diesem Buch in erster Linie um die Fotos und Bildkomposition und nicht um die Ausrüstung. Drittens „Sie werden in die Lage versetzt, selber einzigartige Aufnahmen zu machen und faszinierende Bildkompositionen zu kreieren…“ Ja, wenn ich an den Orten wäre, wo diese Bilder entstanden sind, ist das auch nicht soschwer. Diese wurden nämlich in den USA, Kanada und Italien aufgenommen, vorwiegend an sehr pittoresken Orten und Städtchen.  Kreativ sind die Aufnahmen, zumindest ein Großteil. Dennoch tue ich mich schwer mit diesem Buch anzufreunden, oder es gar für eigene Ideen zu nutzen. Zum einen sind es meiner Meinung nach viel zu viele Bilder und zum anderen stelle ich mir die Projektion dieser Ideen auf die eigenen Aufnahmen eher schwierig vor. Warum – ist irgendwie ein Bauchgefühl.

Zudem stört mich ein wenig die Aufteilung des Buches, denn es werden zunächst in einem Kapitel alle dazugehörigen Fotos gezeigt. Anschließend werden die einzelnen Aufnahmen in einer thumbnail Ansicht kurz besprochen. Ehrlich gesagt, hat mir das nicht gefallen. Zum einen ist die Schrift sehr klein, sodass man sich beim Lesen sehr anstrengen muss und zum anderen muss ich für die Großansicht der Bilder immer wieder ein paar Seiten vor blättern. Auf Dauer und bei knapp 320 ist mir das einfach zu lästig. Die Absicht des Autors ist, dass man sich zunächst auf die Bilder konzentriert. Das verstehe ich zwar, dennoch hätte ich mir unterhalb des Bildes die entsprechende Beschreibung gewünscht um es direkt mit dem Bild vergleichen zu können.“

Im Hinblick auf die Beschreibung der einzelnen Aufnahmen setzt der Autor auf jeden Fall vorhandene Kenntnisse in der Bildbearbeitung voraus. Diese werden nämlich nur rudimentär angesprochen. Entgegen der Aussagen des Autos bin ich der Meinung, dass sich hier Einsteiger eher schwer tun, ihre Kreativität aus den Bilder herauszuziehen, da diese im Buch grundsätzlich in der finalen Version zu sehen sind und ich der Meinung bin, dass diese erst durch die Bearbeitung wirken – nicht alle aber viele!

Fazit:
Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken was aufgrund des eher nicht ganz so positiven Tenors von mir kommt. Eine klare Kaufempfehlung kann ich dem Buch leider nicht aussprechen. Für Einsteiger ist das Buch nicht unbedingt gedacht, wenngleich sich die Fortgeschrittenen unter euch die einen oder anderen Ideen für eine kreative Bildkomposition rausziehen können. Die angesprochenen Themenbereiche sind durchaus interessant, allerdings werden sie mir zu undifferenziert und zu kurz angesprochen. Zudem hat mich die Aufteilung und das Layout des Buches nicht überzeugen können. Ich mag es einfach nicht, wenn man bei einem Fotografiebuch (bei dem man vielleicht noch etwas lernen könnte) immer wieder vor und zurück blättern muss. Knapp 30 Euro kostet das Buch Places – Jim Krause (Amazon Link) und bewegt sich zwar noch im Rahmen, aber überzeugen konnte es mich nicht – sorry!

Kennt ihr dieses Buch oder besitzt es vielleicht der eine oder andere von euch?

Bücher, Fotografie, Testberichte

Buchrezension – 52 Fotografische Projekte

28. Oktober 2011

Anfang Oktober habe ich euch das erste Buch „Digitale Landschaftsfotografie – Fotografieren wie Ansel Adams und Co.“ vorgestellt. Während gerade weitere Bücher vom mitp-Verlag auf dem Weg zu mir sind, dreht sich heute alles um das Buch „52 Fotografische Projekte – Kreative Foto-Arbeiten für experimentierfreudige Bildkünstler„.

Die Zahl 52 hab ich doch schon mal irgendwo gehört. Genau, das Jahr hat 52 Wochen und somit habe ich automatisch an Wochenprojekte gedacht – sind es aber nicht. Es handelt sich genauer gesagt um 52 Themenbereiche (Miniworkshops wie es der Autor nennt) sowohl für die digitale als auch für die analoge Fotografie. Auf knapp 300 Seiten zeigen 21 Fotografen (angefangen vom Autodidakt bis hin zum Profi) ihre kreativen Bildideen und deren Umsetzung. Der Auszug beschreibt das Buch als Ideengeber für die wöchentliche  Inspiration für Fotografen. Hmm, ich sehe das anders. Für mich sind es eben nur Themengebiete, auch aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Kameratechnik – Analog und Digital.

Wer gerade mit der Fotografie angefangen hat und sich bereits mit den grundlegenden technischen Eigenschaften der Kamera vertraut gemacht hat, für den bietet das Buch wertvolle Tipps um etliche interessante fotografische Ansätze zu verfolgen. Nachfolgend eine Auswahl der behandelten Themengebiete.

  • Lightpainting
  • Alltägliche Motive
  • Froschperspektive
  • Reflexionen
  • Silhouetten
  • Landschaften
  • Touristenklischees vermeiden
  • Minimalismus
  • Redscale Fotos
  • Cross-Entwicklung
  • Lochkamera
  • Polaroid
  • usw…

Die Themengebiete werden relativ knapp auf zwei-drei Seiten beschrieben, was für einige völlig ausreichend ist. Bei anderen wiederum hätte ich mir auf jeden Fall mehr Inhalt zum Thema gewünscht – z.B. das Thema S/W- oder Porträtfotografie. So komplexe Themen auf drei-vier Seiten zu quetschen finde ich nicht gerade passend. Hier empfiehlt es sich dann weitere, fachspezifischere Fotografiebücher zu lesen. Ein paar neue Sachen war allerdings auch für mich dabei – die Redscale Fotografie zum Beispiel. Bei dieser analogen Technik wird ein Film verkehrt herum belichtet. Je nach Lichtintensität und Belichtungsdauer erzeugt diese Aufnahmeprozess eine rötliche oder gelbliche Färbung des Filmmaterials. Zusammen mit einer Doppelbelichtung kommen hier meiner Meinung nach echt coole Ergebnisse raus.

Fazit:
Im Grunde finde ich das Buch nicht schlecht, es ist jetzt aber nicht der Überflieger. Dafür werden mir persönlich zu viele Themenbereiche auf einmal angeboten. Klar, natürlich bin ich kein Einsteiger mehr und konzentriere mich auf bestimmte Genres in der Fotografie – hier muss ich dann auch die Kirche im Dorf lassen. Ich denke daher, wie auch schon oben beschrieben, dass gerade Anfänger mit diesem Buch genug Inspiration für den eigenen fotografischen Weg finden werden.

Für Fortgeschrittene sehe ich das Buch eher als Zusatzwerk an, um vielleicht die eine oder andere Sache mal zu testen und auszuloten ob einem diese oder jene fotografische Stilrichtung gefällt. Mit knapp 35 Euro ist das Buch 52 Fotografische Projekte (Amazon Link) zwar kein Schnäppchen, in Anbetracht der Fülle der Infos aber durchaus wert.

Jetzt kommt wieder die übliche Frage an euch. Kennt ihr dieses Buch oder besitzt es vielleicht der eine oder andere von euch?