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CG245W

Testberichte

Der Eizo CG245W – Mein Fazit – Aktualisiert

24. November 2010

Der sechswöchige  Eizo CG245W Monitortest hat eindeutig gezeigt, dass es sehr große Unterschiede in Sachen Farbtreue, Blickwinkelstabilität, Kontrastverhältnis, Ausleuchtung usw…

…im direkten Vergleich zu meinen eher günstigen 22 Zoll Asus gibt, wenn der überwiegende Einsatzzweck die Bildbearbeitung/Druckvorstufe ist.

Da es „leider“ nur ein Testgerät war, wird er die Tage wieder an den Absender  zurück geschickt. Um es gleich vorweg zu nehmen, die nächsten Zeilen sind subjektiv geschrieben und spiegeln meinen persönlichen Eindruck wieder. Außerdem darf ich als  Tester, weder das Geräte behalten, noch erhalte ich für diesen Beitrag eine Provision oder sonstige Werbeeinnahmen.

Optik/Ausstattung: Viele Hersteller „verschönern“ Ihre Monitore durch geschwungene Linien, wertigen Kunststoffgehäuse,  und/oder durch Imitierung eine Klavierlackoberfläche. Eizo dagegen bleibt seit Jahren seiner Bauweise treu und investiert das Know How vor allem in die Entwicklung und Verbesserung der technischen Elemente. Mir persönlich ist das wichtiger als ein Design-Monitor, der mehr durch Äußerlichkeiten glänzt als durch innere Werte.

Der Eizo CG245W ist sehr gut verarbeit und erzielt durch seinen schweren Standfuss eine hohe Stabilität, Horizontal wie auch Vertikal. Die Verstellung des Monitors geht bis auf den Kippmodus sehr leicht. Wie auch Martin, war ich Anfangs eher zurückhaltend in Sachen Kraftaufwand für die Verstellung.  In Sachen Ausstattung läßt das Spitzenmodell der Eizo-Monitor Reihe keine Wünsche offen – Hardwarekalibrierung, 10-Bit-Farbwiedergabe (1. Mrd Farben bei Anschluss am Display Port),Temperaturgesteuerte Korrektur von Farbdrift und Helligkeit, Erweiterter Farbraum…  Zudem erleichtert und gewährleistet das interne programmierbare Kalibrierungssystem zu jedem Zeitpunkt einen farbechten- und farbstabilen Monitor. Durch die hohe Blickwinkelstabilität und die in meinen Augen perfekte Ausleuchtung des Displays muss man keine Befürchtung von Falschfarben während der Bildbearbeitung haben. Neben einem Leistungsstarken IPS-Panel verfügt das Gerät über eine Hardware-Kalibrierung. So ist gewährleistet, dass das Eingangssignal der Grafikkarte von irgendwelchen Softwareeingriffen bis zum Monitor unangetastet bleibt. Erst im Monitor wird anhand des ermittelten Farbprofils das Signal verändert und ausgegeben. Das Ergebnis ist ein farbechtes- und farbstabiles Bild.

Hier der Farbraumvergleich AdobeRGB1998 und EIZO CG245W / ASUS MW221.
Wie man sehr gut erkennen kann, ein extremer Unterschied.

Anschluss/Installation: Der Anschluss des Monitor und die Installation der Monitor-Software funktioniert kinderleicht und ist auch für weniger Erfahrene ohne Bedienungsanleitung möglich. Zudem gibt es genügend Anschlüsse um auch den Monitor mit den neuesten Grafikkarten zu betreiben -> Displayport (1. Mrd Farben). Weiter ist mir die kurze Einschaltzeit aufgefallen, die der Monitor benötigt um das sichtbare Bild zu erzeugen. Gerade bei bildbearbeitungstechnischen Änderungen, die sich kurzfristig ergeben muss ich nicht lange auf die richtige Monitortemperatur warten.

Bedienbarkeit: Wie schon beschrieben ist die Monitor-Software ist im Grunde ohne Anleitung zu bedienen. Natürlich sollte man sich mit den zur Verfügung stehenden Funktionen auskennen und ein wenig Erfahrung in Sachen Farbmanagement besitzen. Zumindest sollte man schon ein mal etwas von Farbprofilen und -räumen gehört haben. Die mitgelieferte Software muss nicht zwingend benutzt werden. Das funktionsreiche OSD-Menü läßt sich der Monitor ebenso hervorragend bedienen und einstellen.  Die intuitivere Bedienbarkeit liefert natürlich die Software.

Fazit: Im Vergleich zu meinem derzeitigen ASUS MW221 Monitor könnte der Unterschied nicht größer sein. Eigentlich wollte ich ersteren als Zweitmonitor neben dem Eizo als Hauptmonitor betreiben. Bereits nach wenigen Stunden habe ich meinen derzeitigen Monitor abgeschaltet und ausschließlich mit dem Eizo CG245W gearbeitet. Zu allererst dachte ich, dass der Eizo ein zu warmes Bild liefert. Schnell wurde ich aber eines besseren belehrt. Mein derzeitiger Monitor hat einfach ein grottenschlechtes Panel.  Der Vergleich mit meinem Macbook verlief weniger dramatisch, dennoch konnte man auch hier den Unterschied erkennen. Das Macbook lieferte ebenfalls ein zu kaltes Bild.

Zudem konnte den Eizo nicht nur in Sachen Bildbearbeitung testen, sondern auch in der Druckvorstufe einsetzen. Korrekturen waren seitens des Druckdienstes eigentlich nicht nötig. Lediglich fielen kleine Korrekturen aufgrund des fehlenden ICC-Profil des Digitalprinters an, welches mir leider nicht zur Verfügung stand. Das hatte aber nichts mit dem Eizo-Gerät zu tun.

Um es kurz zu machen. Der Eizo glänzt in allen Bildbearbeitungsbelangen durch beste Funktionalität. Selbst farbkritische Bearbeitungen meistert das Gerät mit Bravur. Für Profi-Fotografen, die ihre Werke zudem auch auf Papier sehen wollen, ist er die beste Wahl. Für ambitionierte Hobbyfotografen mit großen Geldbeutel ist er auch geeigent. Für den normalen Hobbyfotografen ist er meiner Meinung nach technisch ein wenig überdimensioniert. Hier reicht auch ein Model aus der SX-Reihe – Eizo SX2462WH . Diese verfügen zwar nicht über eine Hardware-Kalibrierung, aber erreichen durch fast identisch verbaute Technik ebenso sehr gute Ergebnisse.

Danke an EIZO für die Möglichkeit den Monitor zu testen.
Die Bloggerkollegen Steffen, Christoph, Martin, Michael hatten ebenfalls die Möglichkeit das Gerät in den letzten Wochen ausgiebig zu testen. Interessant ist, dass Steffen und Martin im direkten Vergleich zu ihren derzeitigen iMacs einen geringen bis keinen Farbunterschied feststellen konnten. Der Grund dürfte wohl der Verwendung eines IPS-Panels -> Monitor für die Bildbearbeitung beginnend ab den letzten 24 Zoll Apple Modellen geschuldet sein.

Fotografie

Der EIZO ColorGraphic CG245W – Arbeitsgerät für die nächsten 6 Wochen

5. Oktober 2010

Der EIZO ColorGraphic CG245W wurde mir freundlicher Weise im Rahmen einer Umfrage der Marketing Abteilung des Monitorherstellers EIZO für die kommenden 6 Wochen überlassen.

Hierbei handelt es sich natürlich um ein High-End Gerät innerhalb der EIZO-Monitorklassen. Neben der Hardwarekalibrierung und vielen weiteren Funktionen – verfügt der Monitor über einen eingebauten Kolorimeter, der nach voreingestellten Zeitabständen ausfährt und den Monitor automatisch selbstkalibriert.

Nach erfolgter Erstkalibierung ist mir  sofort die gleichmäßige Helligkeitsverteilung und die intensive Farbdarstellung einzelner Aufnahmen aufgefallen.  Für die nächsten 6 Wochen werde ich beide Monitore (ein alter 22″ Asus und der neue 24″ Eizo) benutzen. Meinen derzeitigen Monitor werde ich daher als erweiterten Desktop einsetzen.

Ich bin nach wie vor sehr überrascht von der unterschiedlichen Darstellung meiner Aufnahmen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass der knapp 2.200,00 Euro teure Eizo für die Verwendung in der Fotografie/Bildbearbeitung, Druckvorstufe usw. entwickelt wurde und die Darstellung auf jeden Fall besser sein muss. Allerdings hätte ich den Unterschied nicht so gravierend eingeschätzt. Ich denke, dass liegt auch am Menschen selbst. Das menschliche Auge passt sich immer an die entsprechende Situation an und wir sehen am Monitor, zumindest wenn er wenigstens Softwarekalibriert ist, dass was wir sehen wollen – aber widersprecht mir ruhig, wenn Ihr anderer Meinung seit.

Nach Durchsicht meiner Aufnahmen war ich zumindest erleichtert, dass nur wenig Farbfotos in Sachen Farbdarstellung aus der Reihe tanzen. Eines kann ich mir allerdings nicht erklären, aber eventuell weiß der eine oder andere Leser mehr darüber. Als ich das erste mal auf dem ColorGrapic CG245W nach der Kalibrierung den weißen Hintergrund des Browserfenster betrachtet habe, war ich der Meinung, dass der Monitor ein zu „warmes“ Bild erzeugt. Im Hinblick auf die Farbwahrnehmung des Browserfensters auf dem „alten“ Asus (ich weiß, ich müsste mich schämen, dass ich mit einem TN Panel meine Aufnahme bearbeite) war dieser plötzlich kalt und „grünstichig“.  Wie kann das sein!?! Wenn mein Blick zwischen den Monitoren wechselt, dann empfinde ich den Eizo als warm, während der Asus einen zu kalten Eindruck macht. Sobald ich mich allerdings nur auf einem Monitor konzentriere, verschwindet der Eindruck. Der Eizo wirkt nach wie vor brilliant aber Farbstabil und nicht zu warm und der Asus wirkt zwar ein wenig Flau aber ebenfalls Farbstabil und nicht zu kalt. Das soll mir doch bitte mal jemand erklären???

In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals auf meinen Beitrag „Monitor für die Bildbearbeitung – Leitfaden“ und dessen Teilnahme an einer Umfrage hinweisen.

EDIT vom 07.10.2010:
Ich bin der Meinung, dass der EIZO weder eine zu warme noch eine zu kalte Farbdarstellung aufweißt. Es liegt einfach an meinem alten Monitor. Nur gut, dass mein Auge/Hirn das bis dato kompensiert hat. Wer weiß, wie ich meine Aufnahmen sonst bearbeitet hätte!?