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D600

Dies und Das, Fotografie, Nachgedacht

Nikon DF – Die eierlegende Wollmilchsau unter den Systemkameras?

11. November 2013

Nikon DF-Schwarz

Nikon F3HP

Als bekennder Nikon-User muss ich hier natürlich auch ein wenig meinen Sermon dazugeben. Nachdem es jetzt einige Wochen gedauert hatte, bis Nikon die Katze aus dem Sack gelassen hatte, wurde die neue DSLR /Systemkamera (wie auch immer sie auch genannt wird) vorgestellt.

Da ist sie nun, schaut aus wie eine analoge Kamera im F-Design aber mit Technik von heute (und gestern) und will im Retro-Look die Käufer überzeugen. Auf den ersten Blick sag ich mir  geiles Teil – sieht einfach nur stylish aus. Gräbt man ein wenig tiefer relativiert sich das ganz schnell wieder. Mannnn, Nikon – die Vorteile solch einer Kamera habt ihr mit wichtigen, fehlenden Funktionen/Ausstattung gleich wieder zunichte gemacht.

Die Verwendung manueller Objektive bei Nikon Kameras ist nichts seltenes, wird aber bei der Retro- F Kamera angeprießen, als ob diese Funktion keine andere Kamera hätte. Das Problem ist aber, dass sie immer noch den gleichen beschissenen Leuchpunkt für die manuelle Fokussierung verwendet wie bei allen anderen Kameras auch. Bis man hier manuell ordentlich scharf gestellt, hat ist Weihnachten vergangen. Ich bin mir sicher, dass es für Nikon eine Leichtigkeit wäre einen Schnittbild Indikator (vielleicht auch digital eingeblendet wie die Gitterlinien) zu basteln. Wenn schon Retro, dann darf sowas nicht fehlen.

Prisma ist genau so eine Sache. Nikon F3 HP Prisma abbauen, andere Mattscheibe einlegen  fertig. Super durchdacht aber bei der neuen DF nicht umgesetzt. Nach außen schaut es zwar so aus als ob man ihn abnehmen könnte, aber es verbirgt nur ein ganz normaler 100 Prozent Sucher darunter. Arrrgg!

Nochmal kurz zurück zur Fokussierung. Es wird ja der Sensor der D4 verwendet aber ein Fokusmodul der D600, was eh schon zu Unmut geführt hat, weil die Fokusfelder nicht weit genug über den gesamten Ausschnitt verteilt sind. Warum nimmt man eigentlich das Fokusmodul der D600 und nicht der D4, wenn der Sensor schon davon ist?! Warum eigentlichauch D4 – hätte man doch auch die 36MP der D800 nehmen können. Na, das weiß wohl nur Nikon!!! Einige haben sich bereits über die fehlende Video-Funktion und über nur einem vorhanden Kartenslot beschwert. Das wäre mir jetzt egal. Video passt auch nicht richtig zu dieser Kamera. Wer richtig DSLR-Video betreibt, der macht das eh nicht aus der freien Hand ohne Steadycam und Co. Außerdem das Teil auf ein Rig schnallen, schaut auch doof aus.

Ein Klappmonitor wäre doch auch nicht schlecht gewesen – so als grundsätzliche Ausstattung. Für die Puristen wäre das vielleicht auch ein zusätzliches Kaufargument. Verkehrt herum eingeklappt wirkt die Kamera noch mehr „Retro“ für diejenigen, die  ihre Aufnahme nicht sofort auf den Kamerarückseite sehen wollen.

Ehrlich gesagt, ich hatte mehr von Nikon erwartet. Da wird solange um den heißen Brei mit Videos usw…herumgemacht und heraus kommt eine FX-Kamera im F-Gehäuse. Wo ist den jetzt die Revolution oder hab ich was nicht mitbekommen? 3.000,00 Euro –  Dreitausend Euro werden für die DF inkl. Retro 50mm fällig. Quasi der gleiche Preis (nur in DM) wie bei den alten F-Modellen. Ein Tausender weniger hätte auch gereicht im Hinblick auf die verwende Technik.

Keine Frage, die Kamera macht sicherlich tolle Aufnahmen, herausragende Qualität ist ihr bestimmt auch sicher. Doch ist das die eigerlegende Wollmilchsau auf die Kameraliebhaber und Fotografen gewartet haben, wie es sich Nikon gewünscht hat? Ich weiß es nicht. Für mich ist sie nichts ganzes und nichts halbes. Gerne lasse ich mich eines besseren belehren und vom Gegenteil überzeugen. Liebes Nikon-Team, stellt mir eine Kamera und Objektiv zur Verfügung und ich schreibe euch einen ehrlichen Beitrag!! Jedenfalls scheint Nikon mit der DF nicht so erfolgreich zu sein, wie in den ersten Tagen nach Vorstellung der D800. Die Vorbestellung liegen nicht annähernd auf dessen Niveau. Vielleicht sollte man sich bei Nikon mal mit der Preispolitik beschäftigen!

Quelle Bilder: Nikon und BlogTimes

Fotografie, Nachgedacht

DX vs FX – ein unfairer Vergleich und die Zukunft

28. September 2012

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Ich wollte es denoch wissen und durch Zufall bot sich mir diese Gelegenheit bei meiner zweiten Fahrt zu den Niagarafällen, wo ich eine meiner ursprünglichen Aufnahmen noch ein weiteres Mal aufnehmen konnte. Damals war ich noch mit meiner D300 unterwegs, denn die D800 hatte ja bekanntermaßen zu Beginn Lieferengpässe.

Die D300 war und ist sicherlich keine günstige Kamera, aber die D800 und das 16-35er den Wassermassen auszusetzen, hatte mich anfangs doch ein wenig beunruhigt. Steht man dort unten kann man nie genau vorhersagen, wie stark die Gischt durch sich plötzlich veränderte Windverhältnisse in Richtung Kamera peitscht. Auch wenn die Kamera abgedichtet ist, so einen dicken, fetten Schwall Wasser hält die auch nicht lange stand. Naja, ich hatte mal wieder Glück und es gelangen mir doch ein/zwei Fotos.

Hundertprozentig kann ich die beiden Bilder nicht vergleichen. Durch die Brennweitenverlängerung passt der Ausschnitt natürlich nicht, auch wenn ich das gleiche Objektiv genutzt habe. An diese Stelle ein kurzer Einwurf. Sind Objektive eigentlich auch abgedichtet!?!? Wie reden hier immer von Kameras, aber was ist eigentlich mit den Linsen!? Hmm  Ok, also weiter im Text. Auch wenn durch die Langzeitbelichtungen Wasser unscharf dargstellt wird, so kann ich mich dem Gedanken nicht verwehren, dass selbst diese unscharfen Bildbereiche viel mehr Details (ganz feine Linien im Wasser) als bei der Aufnahme der D300 aufweisen. Interessant – hätte ich nicht gedacht! Betrachtet man das Gestein wird es noch auffälliger. Hier spielen natürlich die 36 Megapixel deutlichst ihre Vorteile aus. Feinste Strukturen werden hier aufgelöst. Das ist schon ziemlich beeindruckend. Der DX Sensor dagegen macht zwar auch noch eine gute Figur, fällt aber trotzdem Meilenweit in der Darstellung zurück.

Nachteil der D800 und wahrscheinlich auch bei der neuen D600 ist die Gefahr der Unschärfe durch Verwacklung. Selbst mit Stativ reicht die kleinste Erschütterung bei der D800 aus um die Aufnahme zu verwackeln. Stativ und Stativkopf müssen hier einfach passen. Hauptsächlich bin ich daher mit dem Vanguard Alta Pro 283CT und dem Sirui K-20X unterwegs. Es muss aber nicht Carbon sein -wichtig ist nur, dass es stabil ist. Reisestative kannst du hier vergessen.

Ich weiß natürlich, dass man die DX nicht mit FX vergleichen sollte. Es ist wie mit Äpfel und Birnen… Gerade für Landschaftsfotografen und hier schließe ich Architektur usw. mit ein, überzeugt mich aber ein FX Sensor weit mehr als die DX Generation. Wie man beim Hersteller Nikon sieht, setzt dieser ja nun auch im Einsteiger Segment auf das Vollformat. Von einer potenziellen D400 habe ich schon lange keine Gerüchte mehr gehört. Klar, dass jetzt die Natur/Tierfotografen kommen und sagen, die Brennweitenverlängerung ist schon von Vorteil. Sind wir doch mal ehrlich. Selbst bei 24 Megapixel wie sie die neue D600 hat, wer braucht das noch. Die Auflösung ist so hoch, dass man den gewünschten Bildausschnitt auch nachträglich bestimmen kann – sage ich jetzt mal unwissend in den Raum hinein. Richtig interessant wird es aber erst bei der Preisgestaltung. Die D300 kam neu rund 1700 Euro. Die D600 kostet gerade mal 200 Tacken mehr. Also wenn eine potentielle D400 tatsäclich geplant ist, dann muss diese sehr viel wenig kosten also damals die D300/s. Ich bin gespannt, ob hier noch was geht…

Hier hab ich noch die zweite Aufnahme, die ich unterhalb der Fälle auf der kanadischen Seite gemacht habe. Das war vielleicht ne wässrige Angelegenheit.

Equipment, Fotografie, Nachgedacht

Nikon D600 – Vorstellung auf der Photokina 2012!? – Update

24. August 2012


Knapp einen Monat noch, dann öffnet die photokina 2012 ihre Tore der Fotografie,- und Filmwelt. Wenn alles passt, dann wird Nikon dort die neue D600, quasi die Einsteiger unter den FX Kameras mit 24 Megapixel vorstellen. 

Alles Anzeichen deuten bereits auf eine Vorstellung ein paar Tage vor Beginn der Fotografie-Messe hin; irgendwas zwischen dem 10. und 15. September. Gerade potentielle Umsteiger auf das Vollformat können sich freuen, denn die Kamera wird auf jeden Fall viel weniger kosten als das aktuelle Megapixel Monster D800. Ich rechne sogar damit, dass Sie weniger kosten wird, als damals die D700 bei ihrer Markteinführung. Apropos D700 – meiner Meinung nach gibt es jetzt keinen Grund zum jetzigen Zeitpunkt noch ein gebrauchtes Modell zu kaufen.

Die aktuellen Spezifikationen lesen sich wirklich gut, allerdings sind diese noch nicht 100% bestätigt.

  • 24.7 Megapixel FX Sensor
  • Sucherfeld  Abdeckung 100% für FX und 97% im DX Modus 
  • 3.2″ LCD Monitor mit 920.000 Pixel 
  • 39 AF Felder (davon 9 Kreuzsensoren)
  • Eingebauter AF-Motor
  • ISO gleich der D800 (ISO50 – ISO 25.600)
  • Gesichtserkennung, 
  • Eye-Fi Unterstützung (ich kann nur hoffen, dass hier der Direct Mode funktioniert)
  • Serienbildgeschwindigkeit: Bis zu 5,5 Bilder pro Sekunde
  • Full HD Video mit 30p, 25p, 24p, HD mit 60p, 50p, 30p, 25p
  • Viewfinder coverage: 100% for FX , 97% for Dx
  • Spritzwassergeschütztes Gehäuse

Ich kann diese Entwicklung wirklich begrüßen, allerdings vermisse ich ein paar Gerüchte über mögliche neue DX Modelle. Die D300s ist mittlerweile technisch in die Jahre gekommen und auch die D7000 bräuchte mal ein Update. Ich frage mich ernsthaft, ob Nikon diese Modellpalette weiter verfolgt oder ob sie sich ausschließlich auf das Vollformat bei den DSLRs konzentrieren. Seien wir aber mal ehrlich, die FX Modelle verfügen ja im Grunde über einen DX Modus mit immer noch stattlicher Megapixel-Anzahl. Wer brauch…. Ich lass das mal so stehen, will ja hier keine DX-FX Diskussion vom Zaun brechen…

Einen kleinen Nachteil sehe ich aber, sollte Nikon sich von den DX-DSLRs verabschieden – die Objektive. Für gute FX-Linsen muss man schon tief in die Tasche greifen. Zwar hat Nikon kürzlich auch Einsteiger FX-Scherben vorgestellt, doch davon gibt es gerade mal zwei Modelle. Natürlich kann man auch die vorhanden DX Linsen nutzen, aber wer FX kauft, der möchte dies auch ab und an einsetzen, oder?

Ich selbst plane zwar in der nächsten Zeit keinen Kauf einer neuen Kamera, werde aber die Entwicklung weiter verfolgen und bin gespannt, was Nikon so alles auf der Photokina aus dem Fotografiehut zaubern wird.

Plant eigentlich jemand von euch, den Kauf der neuen D600!?

Achja, photokina – noch bis zum 02.08 verlose ich ein paar Eintrittskarten! (Irgendwie sind die alle zwei Jahre teurer geworden…)

Update vom 13.09.2012:
So, nun ist es offiziell. Die neue FX Kamera Nikon D600 hat das Tageslicht erblickt. Auf nikonusa.com findet ihr alle relevanten Infos über die neue Cam. Die Spezifikationen haben sich im Grunde nicht verändert, waren sie doch schon im Vorfeld bekannt geworden. Einzig der Preis ist gestiegen. Viele hatten erwartet oder vielleicht gehofft, dass er sich bei um die 1.800 Euro einpendelt. Gut 200-300 Euro muss man jetzt mehr ausgeben. Dennoch ist der Einstieg ins Vollformat mit der neuen D600 jetzt für viele Möglich. Gerade diejenigen, die keine 3000 Euro für die D800 ausgeben wollen und vielleicht auch nicht die Megapixel Anzahl benötigen, können nun zuschlagen. Ich bin gespannt, was Nikon mit der bestehenden FX-Objektivpalette anstellen wird. Auch hier muss sich etwas tun, ansonsten bleibt FX-Format ein sehr teueres Vergnügen.

Fotografie, Nachgedacht

Nikon D400 – Spezifikationen und mein Senf dazu…

22. Juni 2012

Ein paar Tage ist es nun schon her, seit im Netz, vorwiegend auf mansurovs.com die ersten Spezifikationen rund um die neue DX-Kamera Nikon D400 aufgetaucht sind. Auch wenn ich selbst erst vor einer Woche auf das Vollformat umgestiegen bin, so bin ich nach wie vor auch an den Neuerungen auf dem DX-Markt interessiert – meine D300 nutze ich immer als Backup-Kamera.

Wenn man sich die nachfolgenden Spezifikationen so anschaut, dann würde ich sagen; ja, die D300(s) hat ihr Ende erreicht und die D400 kann kommen. Selbst der Preis dürfte für viele interessant sein, aber….

  • Sensor: 24.2 MP DX CMOS, 3.82µ Pixelgröße (gleich wie D3200)
  • Sensor Größe: 23.2 x 15.4mm
  • Auflösung: 6,016 × 4,000 Pixel
  • Native ISO-Empfindlichkeit: 100-6,400
  • Low ISO: 50
  • High ISO : 12,800-25,600
  • Bildprozessor: EXPEED 3
  • Belichtungsmessung: 3D Color Matrix Meter III mit Gesichtserkennung – 91,000 pixel RGB Sensor
  • Staubentfernung
  • Spritzwassergeschützt
  • Magnesium-Alu Gehäuse
  • Neues Weißablgleich-System
  • Verschluss: 200,000 Auslösungen, Selbstdiagnose
  • 1x CF und 1x SD Kartenfach
  • Sucherabdeckung : 100%
  • Serienbildgeschwindigkeit: 8 Bilder pro Sekunde und mit dem optionalen Batteriegriff 9 Bilder pro
  • Autofokus: Multi-CAM 3500DX mit 51 Fokuspunkte und 15 Kreuzsensoren
  • 3.2 Zoll Monitor mit 921,000 Pixel
  • Movie: Full 1080p HD @ 30 fps max
  • Aufnahmezeitbegrenzung: 30 Minuten @ 30p, 20 Minuten @ 24p
  • HDR-Funktion
  • Interne Bildbearbeitungsfunktionen
  • Kein eingebauter GPS Emfpfänger — optional mit GP-1 GPS Unit
  • Batterietyp: EN-EL15
  • USB Standard: 3.0
  • Gewicht: 800g (nur der Body)
  • Verkaufspreis: zwischen € 1.600,00 und € 1.800,00

…betrachtet man die gesamten Angaben, sind es schon sehr detaillierte Spezifikationen – Von Gerüchten kann man hier im Grunde nicht mehr sprechen. Erwartet wird ja zudem auch noch die Einsteiger FX-Kamera Nikon D600. So, nun stellt sich mir aber die Frage, die mir seit Aufkommen der Infos über die beiden Kameras im Kopf herumschwirrt. Wer bitte kauft sich eine DX Kamera mit 24MP, wenn das FX Modell (es wird spekuliert, dass die D600 1.500,00 Euro kosten soll) fast genauso viel kosten wird?

Welche Kamera in Sachen Bildqualität und ISO den Vorrang hat, brauch ich eigentlich nicht zu sagen. Das regelt allein schon der größere Sensor. So war es ja auch zwischen D300 und D700. Zudem kommen jetzt auch noch – ich nenne Sie mal die „Einsteiger FX-Linsen“  wie beispielsweise das AF-S NIKKOR 24-85mm f/3.5-4.5G ED VR auf den Markt, die ebenfalls den Um-/Einstieg ins Vollformat erleichtern.

Also ich kann mir daher nicht vorstellen, dass es ein DX- und gleichzeitig auch ein FX Modell mit fast identischen Spezifikationen und Preisvorstellungen geben wird. Abgesehen von der Tierfotografie, sehe ich im direkten Vergleich keinen Einsatzzweck für die DX Kamera, aber vielleicht hab ich da auch einen Tunnelblick…

Wenn tatsächlich die zwei Modelle so mit ähnlichen Preisstrukturen auf den Mark kommen. Was würdet Ihr machen? Zum DX oder FX Modell greifen und warum? Das würde mich wirklich mal interessieren.