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Dies und Das, Equipment, Fotografie

Das „kleine Kamera“ Stativ Vanguard Alta CA 233 AGH

25. August 2014

anguard Alta CA 233 AGH

Mein Stativ-Hauslieferant Vanguard hat mir mal wieder ein kleines Päckchen zukommen lassen. Dieses Mal das neue Vanguard Alta CA 233 AGH* aus Aluminium mit Pistolenkugelgriff. Es ist also ein Komplettset mit dem man gleich loslegen kann.

Auf den ersten Blick fallen einem gleich die dünnen Stativbeine ins Auge, ist aber im Einsteigerbereich auch bei allen anderen Herstellern der Fall. Also erst mal kein Grund zur Sorge. Das Stativ macht eigentlich wie alle neuen Vanguardproduke einen wertigen Eindruck. Mit einem Packmaß von 63cm über mit insgesamt drei Segmenten gehört es nicht mehr in die Kategorie Reisestative. Diese sind meist noch kleiner und verfügen über bis zu 5 Beinsegmente. Allerdings würde ich davon sowieso die Finger lassen, denn am Ende sind die Stativbeine so dünn wie Autoantennen. Stabilität ist hier sicherlich keine mehr vorhanden.

Jetzt ist Vanguard natürlich nicht der Non-plus Ultra Hersteller in Sachen Stative, aber ich muss sagen über die letzten Jahre wurde kontinuierlich die Qualität erhöht und auch die Produkvielfalt ausgebaut. Dafür schon mal ein dickes Plus! Das Alta CA 233 macht insgesamt einen wertigen Eindruck, soweit es sich um das Stativ handelt.

Der Pistolen-Kugel-Stativkopf GH-30, der zusammen mit dem Stativ geliefert wird will mich auf den ersten Blick nicht so richtig überzeugen. Die Arretierung der Kugel erfolgt über ein Drehrad welches mit Daumen und Zeigefinger bedient wird. So wird zwar die einhändige Bedienung erleichtert aber richtige fest bekommt man es nicht. Sofern die Kamera im Landschafts-Modus betrieben wird (Horizontal) ist das alles kein Problem. Die Festigkeit reicht aus um die Kamera fest auf dem Stativ zu halten. Schwenkt man jedoch in den Porträt-Modus (Vertikal), kann der Kopf die Kamera nicht in der gewünschten Stelle halten – sie rutscht nach!

Nun habe ich das natürlich mit meiner D800 getestet, die nicht unbedingt für das Alta CA gedacht ist. Kleine DSLR’s oder Systemkameras dürfte es dagegen halten, sofern keine eimergroßen Objektive verwendet werden. Der Pistolengriff lässt sich weiter über einen Button in im Winkel verstellen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht wozu das gut sein soll, außer das er sich einem herkömmlichen 3-Wege Stativkopf ähnelt. Die Stativplatte ist mal wieder ne Eigenproduktion und lässt somit nicht auf Arca-swiss adaptieren. Ich finde, es sollte hier für alle Hersteller einen einheitlichen Standard geben. Das ist einfach Mist, wenn man immer wieder die Platten wechseln muss.

Das Stativ hinterlässt bei mir gemischte Gefühle, was aber auch daran liegen könnte, dass ich nicht die Zielgruppe bin. Mit meiner D800 und der Großformatkamera brauche ich einfach was stabileres, was ich übrigens mit dem Abeo Plus 323 CT* gefunden habe.  Das Alta CA ist für Stativ-Neulinge mit Systemkameras sicherlich eine Möglichkeit, ich würde allerdings zum Alta Pro 263 greifen. Hier bin ich einfach frei in der Entscheidung welchen Kugelkopf ich nutzen möchte – es wird ohne geliefert. Aber auch weil es über dickere Stativbeine verfügt. Das gibt es gerade bei Amazon für 40 Prozent weniger. Da bleibt dann noch genug Luft für ein Arca-Swiss kompatiblen Kugelkopf.anguard Alta CA 233 AGH

anguard Alta CA 233 AGH

* Amazon Link

Fotografie, Nachgedacht

Nimmst Du eigentlich Deine oder eine Kamera überall mit?

10. Juli 2013

BlogTimes- Nikon D800

Also, ich ehrlich gesagt nicht, denn es ist mir auch irgendwie zu lästig. Was aber daran liegt, dass meine D800 oder eine 4×5 Großformatkamera einfach zu unhandlich sind. Dagegen habe ich mein iPhone immer dabei und gerade auf Fotoreisen nutze ich es gerne für Dokumentationszwecke und für die Illustration kleiner Reiseberichte. Ansonsten bin ich gerne auch mal ohne Kamaera unterwegs – das schult das Auge!

Die Zeiten, bei denen man ausschließlich mit einer DSLR unterwegs war, sind im Grunde vorbei. Seit ungefähr zwei Jahren drängen nun auch die spiegellosen Systemkameras auf den Markt und keine Frage – die sind gut! Grund genug mal bei euch nachzufragen, welches Kameramodell ihr zu Zeit nutzt und ob du sie immer dabei hast. Ich selbst habe mich hier quasi schon ausgeschlossen. Auch wenn ich mein iPhone natürlich überall mithin schleppe, aber das lasse ich jetzt mal außen vor. Ich denke auch, dass jeder ein Smartphone mit entsprechender Kamera mitsich rumträgt, oder nicht?

Um es einfacher zu machen, hab ich eine Umfrage vorbereitet. Natürlich würde ich mich freuen, wenn du etwas zu deiner Wahl schreiben kannst. Achja, und Kameramodell nicht vergessen.

[poll id=39]

Ich habe in der Auswahl trotzdem ne Handy-Kamera aufgeführt. Betrifft aber nur diejenigen, die ausschließlich mit dem Teil unterwegs sind. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber wer weiß… So, und nun bin ich mal gespannt!

Fotografie, Nachgedacht

Flugreisen und die liebe Kameraausrüstung

23. März 2013

Self - England 2012In ein paar Tagen geht’s für einen BlogTimes Leser und für mich in den Westen der USA auf Fototour. Ich hatte den Platz für einen Leser anlässlich des kommenden Bloggeburtstags im Mai unter meinen Lesern verlost. Da ich erstmals mit weitaus mehr Equipment als üblich unterwegs bin, hat mich das ein wenig zum recherieren und nachdenken angeregt.

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten BlogTimes-Leser auf ihren Urlaubs/Fotoreisen doch einiges an Fotoequipment mitnehmen, dessen Wert dann schnell mal ein paar tausend Euro betragen kann. Selbst dann, wenn man nur mit ner Einstiegerkamera, zwei Objektiven, Speicherkarten,  Ferauslöser, Filter usw unterwegs ist… Das läppert sich einfach. Während bei Reisen innerhalb der EU das Equipment bei Wiedereinreise nach Deutschland sicherlich kein Problem darstellt, kann es bei Reisen außerhalb der europäischen Staatengemeinschaft schnell zur Kostenfalle werden. Warum? Nun, weil ihr beim deutschen Zoll zunächst nicht nachweisen könnt, dass eure Fotorausrüstung tatsächlich in Deutschland gekauft wurde, außer ihr führt auf euren Reisen immer Kopien von Rechnungsbelegen mit euch herum. Ergo, ihr müsst zunächst den Zoll auf eure Ausrüstung nachzahlen und das gefällt der bereits leeren Urlaubskasse nach Ende der Reise so ganz und gar nicht. Später kann man sich diese Kosten wieder erstatten lassen, doch sowas dauert ne Ewigkeit und ist zudem noch mit Gebühren verbunden.

Damit jetzt nicht Jeder vor seiner Reise nach alten Rechnungen suchen muss, die man vielleicht auch gar nicht mehr hat, gibt es eine Alternative und die heißt Nämlichkeitsbescheinigung. Ja, keine Ahnung wer sich dieses Wort ausgedacht hat… Diese Bescheinigung könnt ihr online ausfüllen und ausdrucken. Hier tragt ihr dann sämtliches Fotoequipment mit Seriennummern ein, welches ihr auf eure Reise und eventuell auch auf die kommenden Reisen mitnehmen wollt. Grund für Letzteres ist, dass die Bescheinigung nämlich nicht nur einmal gültig ist. Mit der ausgefüllten Bescheinigung und eurer Fototasche geht’s dann zum Zoll, entweder am Flughafen oder zu einer anderen Zoll-Dienststelle. Wenn ihr genügend Zeit habt, dann macht das nicht unbedingt am Abflugtag. Hier gibt euch dann der nette Zollbeamte (darf man eigentlich auch Zöllner sagen) nach Prüfung und Abgleich des Equipments einen Stempel.

Die ganze Geschichte macht aber auch nur wirklich Sinn, wenn man mit entsprechend viel Equipment unterwegs ist. Ich denke, kein Zoll der Welt wird bei einer DSLR mit angeschraubten Objektiv euch vorwerfen, dass ihr die Kamera hier vorbeischmuggeln wollt.

Hat jemand von Euch eigentlich schon mal von der Nämlichkeitsbescheinigung gehört oder hat sich sogar schon eine ausstellen lassen?

Fotografie

Endlich – Die neue Nikon D800/D800E hat das Licht der Welt erblickt – aktualisiert

6. Februar 2012

Ganz Laaaange haben wir drauf gewartet. Mit dem heutigen Tag ist es endlich soweit. Nikon präsentiert die neue D800, die wie lange spekuliert mit 36,3 Megapixel auf ihre potentiellen Käufer wartet. Erhältlich ist die Kamera in zwei Versionen – D800 mit und D800E ohne AA Filter. Von einer D800E ohne Filter ist derzeit nichts zu lesen. 

Im Grunde gibt es nicht viel neues, außer dass jetzt offiziell die richtige Bezeichnung feststeht. Tja, wie schon erwartet, hat sich an der Megapixelzahl von 36,3 Millionen nichts geändert. Obwohl ich bei den ersten Spekulationen noch sehr skeptisch war, freue mich auf diese Auflösung. Warum? Nun, mein Hauptaufgabengebiet in der Fotografie liegt in der Landschafts- und Architekturfotografie und hier spielen die 36 Megapixel mir total in die Hände.

Natürlich muss man aufgrund der enormen Megapixel Anzahl in Sachen ISO-Werte Abstriche machen. Hier allerdings jetzt in Bezug auf die D700 einen Vergleich in der Qualität zu ziehen, wäre noch verfrüht. Sofern alles klappt, werde ich demnächst ein Testmodell in den Händen halten können. Dann wird sich zeigen, was die D800 so drauf hat.

Im Gegensatz zur D3/D700 wird die D800 nicht die kleine Schwester der D4 sein. Aus verkaufstechnischen Gründen hat sich Nikon damals nämlich keinen Gefallen getan, als die D700 fast zeitgleich mit der D3 und auch in identischen Spezifikationen auf dem Markt kam. Mit der D800 verfolgt Nikon eine klare Abgrenzung zwischen der D4 und das ist in meinen Augen auch gut so, denn jetzt lässt sich wirklich von zwei unterschiedlichen FX Profimodellen sprechen.

Die Sache mit dem AA Filter und ob man die D800 mit oder ohne diesen Filter kaufen soll, ist natürlich ne ganz andere Geschichte. Ich sehe schon die wildesten Diskussionen in den Foren, welches den die bessere ist. Ich glaube es gibt hier kein besser oder schlechter, zumindest im übertragenen Sinne. Natürlich wird die Kamera ohne Filter über mehr Details verfügen, da praktisch der AA-Filter wie ein zusätzlicher Weichzeichner der Pixel wirkt, aber mal ehrlich, absolute Schärfe ist doch nicht alles, oder?! Außerdem habe ich keine Lust den bei bestimmen Motiven erzeugten Moiré-Effekt zu retuschieren. Ich bin eh kein Freund der superlangen Bildbearbeitung.

Hier noch einmal die Spezifikationen im Überblick

  • Sensor: 36 Megapixel FX CMOS Sensor
  • Zwei Modelle – D800 (mit AA Filter) und D800E (ohne AA Filter
  • Video: Full HD 1920 × 1080/30p
  • ISO Bereich 100-6400 (Lo-1 ISO 50 und Hi-2 ISO 25600)
  • Sucher: 100% Prismensucher
  • 91.000 Pixel RGB Sensor
  • DX-Modus mit 15,3 Megapixel
  • USB 3.0
  • Serienbildgeschwindigkeit von 4 Bilder pro Sekunde im FX-Modus (6 Bilder im DX Modus)
  • Monitor: 3,2 Zoll mit 921000 Pixel 
  • Automatische Monitor-Helligkeitsregelung
  • OLPF-Converter um Bildrauschen zu minimieren
  • 16 Bit Bildprozesser (EXPEED 3)
  • Interner Kamerablitz
  • Verbessertes Autofokus Modul (gleiche Anzahl der Fokusfelder – 51)
  • 15 Kreuzsensoren, davon 11 bis zum Blendenwert f8
  • Verbesserter Video AF
  • Verschlusszeiten bis zu 1/16000 Sekunde
  • Neuer Batteriegriff MB-D12
  • Vorstellung: 07.02.2012
  • Erscheinungsdatum: Ende März 2012 (voraussichtlich)
  • Preis D800: 2899,00 Euro 
  • Preis D800E: 3220,00 Euro 

Hier gehts zur offiziellen Seite der neuen D800

Vorbestellung auf Amazon.de ist bereits möglich: Nikon D800

Welches Modell nehmen – D800 oder D800E?:

Nun, ich hatte bereits vor ein paar Wochen mehr oder weniger einen Artikel über diese (meine) Entscheidung geschrieben. Auch wenn ich beide Modelle noch nicht in der Hand hatte, so habe ich mich nun entschieden. Ich plane schon seit langen dem Umstieg von DX auf Vollformat und nachdem ich vor kurzem mit der Pentax 645D unterwegs war und diese über 40Megapixel verfügt, steht meine Entscheidung nun endgültig fest. Auch wenn sich die Pentax nur bedingt mit der neuen Nikon D800 vergleichen lässt, so verfügt die D800 ebenfalls über eine enorme Anzahl von Megapixel, die mir für meinen bereits angesprochenen Bereich (Landschafts- und Architekturfotografie) auf jeden Fall zu Gute kommt. Für andere Bereiche wie Reportage, Doku und auch Hochzeit ist die Auflösung meiner Meinung nach zu hoch. Die hier angesammelten Daten müssen ja auch verarbeitet werden.

Im Übrigen werde ich die D800 mit dem AA-Filter nehmen, um den Moiré Effekt möglichst gering zu halten. Ohne diesen Filter ist es in der Bildbearbeitung zwar möglich das Moiré zu entfernen, aber eben nicht vollständig – soweit ich jetzt von andere Seite auch gehört habe. Wie ich schon angesprochen habe, ist mir die absolute Schärfe egal. Ich war in Sachen Schärfe zwar nicht immer zufrieden mit meiner D300, aber die D800 spielt in einer völlig anderen Klasse und das reicht mir aus.

Im Zusammenhang mit der Megapixel Anzahl ist auch immer wieder die Frage aufgetaucht, ob die Objektive die Auflösung überhaupt darstellen können? Im Gespräch mit befreundeten Fotografen habe ich erfahren, dass die Auflösung zwar grenzwertig ist, aber dennoch machbar. Ein Rechenbeispiel über Linien-Auflösung usw… findet sich auch hier im Blog. Ein BlogTimes Leser hatte sich damals die Mühe gemacht. (ich such den Kommentar noch raus!).

Apropos Auflösung. Die Datenmenge muss ja auch verarbeitet werden. Die RAW Aufnahmen der D800 liegen in der Größenordnung um die 75MB pro Bild. In Worten – fünundsiebzig!! Das ist wirklich mal eine Hausnummer und hier werden so einige Rechner in die Knie gehen. Selbst die Bilddaten der Mittelformat Pentax 645D lagen nur bei rund 45 Megabyte. Die Nikon hat also nochmal rund 30 Megabyte mehr an Daten zu speichern. An dieser Stelle bin ich echt überrascht, wie Nikon es dennoch hin bekommen hat, dass die Kamera 4 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. WOW!!!

Achso, ja ne Videofunktion hat die Kamera ja auch… Für mich eher uninteressant, aber schon sehr cool, was man damit machen kann!!!

Und, wer von Euch wird bald stolzer Besitzer der neuen D800 und für welchen fotografischen Bereich werdet oder würdet Ihr sie einsetzen?

Update vom 08.02.2012:
Auf der russischen Seite ferra.ru sind bereits die ersten High-ISO Bildbeispiele aufgetaucht, die man auch in voller Größe betrachten kann. Wow, das hätte ich nicht gedacht. Im Vergleich zur D700 würde ich fast sagen, dass die neue D800 gewinnt. -> Hier gehts zum Link: ferra.ru