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EIZO

Dies und Das, Fotografie

Ein günstiger Monitor ist auf lange Sicht nicht zwangsläufig preiswerter…

5. November 2014

EIZO CX270Jeder von euch überlegt hin und wieder seinen Monitor gegen ein neues Modell einzutauschen, vor allem auch weil mit zunehmenden Alter die Leuchtkraft und Farbdarstellung schlechter werden. Gerade für uns Fotografen, die von einem farbechten und kalibrierten Monitor abhängig sind, bedeutet das den Neukauf eines Gerätes.

Ich mache natürlich keinen Hehl daraus, das ich vor gut 1 1/2 Jahren den CX270 von EIZO erhalten habe ,der nach wie vor auf meinem Schreibtisch steht und hervorragende Arbeit leistet. Neben der automatischen Überprüfung der Kalibrierung schätze ich vor allem die Sichtschutzblenden, die meine Bildbearbeitung einfach komfortabler gestalten. Schade, dass aktuell nur Eizo und Nec diese optionalen Hilfen anbieten.

Ich wollte kürzlich eigentlich einen ganzen Artikel über den EIZO schreiben, habe ihn aber wieder verworfen, weil er nur ein paar Sätze enthalten hätte – was auch meiner sehr subjektiven Beurteilung vorausgeht. Auch wenn ich bei einem dunklen/schwarzem Monitorbild Helligkeitsflecken in den Ecken ausmachen könnte, würden sie mich nicht stören, Ich bearbeite meine Aufnahmen ja nicht am äußersten Bildrand.

Ganz neu und aktuell sind jetzt die 21:9 Ultrawide und Curved Modelle, die auf den ersten Blick sicherlich sehr geil sind. Eizo hat sie (noch) nicht im Programm. Warum, dass wird wohl nur Eizo wissen. Ich gehe mal davon aus, dass es hier und da Probleme mit der Ausleuchtung gibt. Immerhin muss eine homogene Ausleuchtung auf einer sehr großen Fläche erzeugt werden. Lohnt sich der Kauf trotzdem?

Nun, was die Qualität der neuen Monitore angeht, darüber kann ich nur spekulieren. Ich habe kein solches Gerät hier und das soll hier auch nicht verwurstet werden. Ich betrachte sie mehr von der wirtschaftlichen Seite, wie eigentlich alles was ich kaufe (naja fast – manchmal ist der Haben-Will-Faktor größer). Bevor ich mir neues Equipment anschaffe, vergleiche ich natürlich nicht nur die Spezifikationen und lese sowohl Testberichte als auch persönliche Reviews, sondern ich vergleiche die Leistung des Herstellers. Was bietet mir dieser, wenn ich das teuere Konkurrenzprodukt kaufen würde?

Ich nehme mal das Beispiel vom neuen LG 34UM95* und mein zwei Jahre alten CX270, den es mittlerweile als CX271* mit LED Backlight und etwas höherer Farbraumdarstellung gibt. Auf den ersten Blick ist der LG ein geiles Gerät. Das Wide Format 21:9 macht schon was her. Auch sRGB deckte er nahezu vollständig ab und verfügt wie auch die Eizo über eine Hardwarekalibrierung. Ebenso mit an Board sind bis zu 10 Bit Farbdarstellung. Das wie üblich natürlich nur mit entsprechender Grafikkarte über Displayport. Preis knapp 750 Euro. Eizo ist mit 1.400 Euro fast doppelt so teuer.

Bei beiden Modellen muss man allerdings noch die Kosten für eine externes Kalibrierungsgerät (wie bespielsweise das X-Rit i1 Display) einrechnen. Den Vorteil des Eizo sehe ich neben seine Selbst-Verifizerung des Kalibierungstargets vor allem in den 5 Jahren Garantie, die der Hersteller auf alle seine Geräte gibt. Über diesen Zeitraum kostet der Eizo nämlich nur 0,77€ pro Tag und der günstigere LG 1,03€ pro Tag, da letzterer nur 24 Monate Garantie beinhaltet. Im Endeffekt ist das knapp mehr als die Hälfte doppelt so teure Modell das günstigere. Auf lange Sicht gesehen, lohnt sich also der Eizo aufgrund seiner Qualitätseigenschaften. Der Hersteller würde ja sonst nicht 5 Jahre Garantie geben. Dennoch muss man natürlich erst mal einen fetten Aufpreis bezahlen, welchen so manchen abschrecken könnten.

Dennoch wollte ich damit zeigen, dass gerade bei Equipment, welches länger als zwei Jahre im Einsatz ist oder sein wird auch der wirtschaftliche Faktor eine Rolle spielt und dieser mit in die Berechnung einfließen sollte. Auch muss ich nicht erwähnen, dass ein Eizo auf dem Gebrauchtmarkt einen weitaus höheren Preis erzielen wird, als ein vergleichbares Gerät von LG.

Der ganze Artikel wiederum bringt mir zu der Frage, welchen Monitor ihr aktuell einsetzt? Gerne auch dazu schreiben ob mit oder ohne Kolorimeter usw.?

Dies und Das, Equipment, Fotografie

Nicht mehr oben ohne…

22. August 2013

BlogTimes-_RRP1703

Mittlerweile sind etliche Wochen vergangen, seit ich das erste Mal auf den Powerknopf des neuen EIZO CX270 gedrückt habe. Während ich die erste Zeit ausschließlich mit dem nackten Monitor gearbeitet habe, ist der Bildschirm seit kurzem durch die optional erhältliche Lichtschutzblende eingepackt – Hauptfunktion unerwünschtes Umgebungslicht abhalten.

Es ist nicht mein erster Eizo Monitor, allerdings der erste, den ich mit dieser Lichtschutzblende nutze. Bisher hatte ich eigentlich immer gedacht, ach so sein sch.. brauchst du eh nicht. Geht doch auch so wunderbar. Allerdings muss ich ehrlicherweise zugeben, dass die Bildbearbeitung seither irgendwie enspannter ist. Es rein ein subjektiver Eindruck im Vergleich zu den Jahren der Bildbearbeitung ohne Lichtschutzblende. Haltet mich verrückt, aber ich finde eine Lichtschutzblende macht für eine anspruchsvolle Bildbearbeitung durchaus Sinn. Ich kann mich besser auf das Bild konzentrieren und werde nicht vom manchmal störenden Kontrastverhältnis (Umgebungslicht zu Monitorkante) abgelenkt.

Ich würde die Arbeit mit der Lichtschutzblende wie ein Blick in einen Tunnel vergleichen. Hier konzentriert man eher auf den Tunneleingang als auf die Umgebung. Der Hauptvorteil ist natürlich die Abschirmung von Umgebungslicht, dass sich sonst um die Monitorkanten auf die Seitenränder des Bildschims legt (im übertragenden Sinne – ich denke ihr versteht schon was ich meine). Der gesamte Bildschirm ist nun gleichmäßig ausgeleuchtet, nicht dass er das vorher nicht war – es ist wie gesagt eher eine subjektive Wahrnehmung.

Die Blende besteht sowohl aus Kunstoff als auch aus Metall und lässt sich supereasy zusammenbauen. Zudem verfügt die Blende noch über eine Öffnung für die Kalibrierungsmessung. Ein kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch. Mit knapp 200 Tacken ist das Teil nicht gerade billig und man überlegt sicherlich zweimal ob man das Geld dafür investieren sollte. Ich sags mal so. Wenn man sich schon einen Eizo und die Hardwarekalibrierung anschafft, dann macht das die Kuh auch nicht mehr fett. Allerdings musste ich bei meiner Recherche festestellen, dass neben Eizo nur noch der Monitorherstell NEC eine Lichtschutzblende für seine Monitor anbietet. Ansonsten scheint das wohl ziemlich rar zu sein.

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Aber auch hier gibt es Abhilfe, also quasi ein Do-it-yourself Lösung und die findet ihr auf dem MN Photo Blog. Super Anleitung und das ganze Teil kostet gerade mal 16 Euro. Die Basteltage für die kalten Nächte können also kommen.

Was haltet ihr von einer Lichtschutzblende? Mehr Schein als Sein….?

Equipment, Fotografie, Testberichte

Monitor Eizo Foris FS2332 – Review und Verlosung – Aktualisiert 1x

15. November 2011

Ja, ihr habt richtig gelesen…. Die Tage hatte ich es ja bereits auf der BlogTimes – Facebook Page verkündet – Ich verlose den neuen Eizo Foris FS2332 inkl. EasyPIX an einen meiner Leser. Vielen Dank an dieser Stelle dem edlen Spender Eizo für dieses tolle „Weihnachtsgeschenk“.

Bevor jedoch der 23 Zöller bei einem Leser ein neues Zuhause findet, möchte ich euch meinen ersten Eindruck über den Monitor in Form eines kleinen Reviews nahe bringen. Laut Eizo eignet sich der Monitor sowohl für Spiele, Filme als auch für die Bildbearbeitung und da BlogTimes ein Fotografieblog ist, musste er sich gerade bei Letzterem meinem Strengen Blick unterziehen. Der Eizo wurde mir inkl. der optionalen Hardware Kalibrierung EasyPix geliefert – Softwarekalibrierung über die Grafikarte war gestern… Mein Eindruck ist wie immer rein subjektiv und mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln entstanden – will sagen, nicht unter Laborbedingungen und auch nur im Hinblick auf eine mögliche Bildbearbeitung.

Optik/Ausstattung:
Wie man anhand der Bilder sehen kann, ist es keiner der ultraflachen, super stylischen Monitore, auch wenn er über eine LED Hintergrundbeleuchtung verfügt, die ja bekanntermaßen eine sehr flache Bauweise zulassen. Eizo bleibt sich wie immer seiner Optik treu und spendiert dem Monitor ein “schickes” anthrazit. Auch wenn sich der Monitor mit seinen knapp 530 Euro eher im unteren, mittleren Preissegement der Eizo Modellreihen befindet, so wurde dennoch nicht auf die Eizo-typischen inneren Werte verzichte. Der Monitor verfügt über ein entspiegeltes IPS Panel, welches einen Betrachtungswinkel von 178 Grad erlaubt. Durch die hohe Blickwinkelstabilität und die in meinen Augen sehr gute Ausleuchtung des Displays muss man keine Befürchtung von Falschfarben während der Bildbearbeitung haben. Die Farbsteuerung wird durch eine 10 Bit LUT (Look Up Table) gewährleistet, welche 16,7 Mio Farben darstellen kann. Neben der bereits genannten LED-Hintergrundbeleuchtung verfügt der Monitor über 2xHDMI (HDCP-Unterstützung), 1xDVI,  1xD-Sub sowie einen Audio-Eingang für die im Monitor verbauten Lautsprecher. Leider läßt sich der Monitor nur in der Neigung verstellen – eine Höhenverstellung ist nicht vorgesehen. Da ich diese allerdings für sinnvoll erachte, habe ich mich mal nach einer Lösung umgeschaut und siehe da der Eizo Vesa Standfuß 100 paßt laut Abmessungen wunderbar an den Monitor. Den Standfuß findet ihr in der Regel bei Ebay für wenig Geld. Ist auf jeden Fall ne lohnenswerte Investition.

Weiter verfügt der Monitor, wie auch die Spitzenmodelle von Eizo über einen Helligkeitsensor, der die Hintergrundbeleuchtung im Bedarfsfall automatischen anpaßt. Das funktioniert wirklich gut, allerdings hatte ich es gleich zu Anfang ausgeschaltet, weil ich in Abhängigkeit der Sonneneinstrahlung den Sensor mit dem Körper abdunkle und ihm somit falsche Raumlichtinformationen geben würde.  In Verbindung mit dem optionalen EasyPix Kalibrierungssystem ist sogar eine Hardwarekalibrierung  möglich, wenn auch nicht so umfangreich wie mit der ColorNavigator Software, die bei den Eizo Spitzenmodellen zum Einsatz kommt. Leider und diesen Fehler muss ich mir selbst eingestehen, konnte ich die EasyPix Kalibrierung nicht durchführen. Der Sensor funktioniert nicht wie die üblichen standard Geräte, die quasi nur eine Softwarekalibrierung durchführen. Da die Werte direkt von PC in die LUT Tabelle des Monitors geschrieben werden, muss der Monitor selbst entweder über einen eigenen USB-Anschluss verfügen oder die Grafikkarte muss eine DDC/CI Unterstützung gewährleisten um die erforderlichen Daten an den Monitor zu übermitteln.  Der FS2332 verfügt aber über keinen USB-Anschluss und mein offensichtlich in die Jahre gekommener Windows PC/Grafikkarte über keine DDC/CI Unterstützung – ergo, ich konnte leider keine Hardwarekalibierung durchführen. Das ärgert mich insoweit, als dass ich dann auf meine EyeOne ausweichen musste um wenigstens noch eine Softwarekalibrierung durchführen zu können. Aus diesem Grund gibt es von mir hier keine direkte Einschätzung, dennoch denke ich aus Erfahrung mit dem SX2762W, das mit Hilfe von EasyPix eine wirklich sehr gute Kalibrierung möglich ist.

Anschluss/Installation:
Der Anschluss des Monitor und die Installation der Monitor-Software funktioniert kinderleicht und ist auch für weniger Erfahrene ohne Bedienungsanleitung möglich. Der Monitor wird mit allen erdenklichen Kabeln geliefert. Mehr gibts hier eigentlich nicht zu sagen.

Bedienbarkeit:
Das  OSD-Menü läßt sich nur mit beigelegten Fernbedienung bedienden, was anfangs ein wenig unwohnt ist. Dennoch gehen die gewünschen Einstellungen schnell von der Hand. Der Monitor verfügt bereits über verschieden Modi, wie User1, User2, sRGB, Paper, Game und Cinema. Die ersten beiden dienen der Speicherung der eigenen Werte, währen die anderen vorgegebenen Werten folgen. Ich selbst benutzte diese nie für die Bildbearbeitung und daher spielen sie für mich keine Rolle. sRGB kennt jeder von euch, Paper soll laut Eizo für die Betrachtung von Dokumenten am Bildschirm sein und so wirken als wären sie aus Papier. Hmm, mir war der Modus irgendwie zu gelblich und dunkel – gut aber für die Augen. Der Modus Game verfügt über mehr Schärfe, zudem wird die Overdrive Funktion aktiviert. Cinema betont laut Eizo die warme, weiche Bildschirmeinstellung – mit besonderem Hauptaugenmerk auf die dunkleren Abstufungen. Wer den Monitor mit dem Optionalen EasyPix Colorimeter betreibt/kalibriert, kann zudem 3 verschiedene Kalibrierungsziele speichern. Hierbei wird eine eigene grafische Benutzeroberfläche verwendet. Die ermittelten Werte werden direkt in die LUT des Monitors geschrieben ohne dabei die Grafikkarten LUT  zu verändern.

Fazit:
Auch wenn ich den Monitor leider nicht auf die für mich wichtige Bildbearbeitung testen konnte, so habe ich dennoch einen im Hinblick auf das Preis/Leistungsverhältnis sehr guten Eindruck gewinnen können. Der Monitor überzeugt durch seine Blickwinkelstabilität und seine subjektiv gute Farbwiedergabe, sofern ich das mit der Softwarekalibierung beurteilen konnte. Ein Farbraumvergleich mit dem kalibrierten Monitorprofil zeigte, dass der Monitor mehr Farben als den sRGB Farbraum darstellen kann. Allerdings mit einer Schwächung im Grünbereich. Das Panel wirkt im ausgeschalten Zustand im Gegensatz zu anderen „matten“ Bildschirmoberflächen eher ein wenig spiegelnd. Ich denke aber, das ist der Eizo Entspiegelungstechnologie geschuldet. Im eingeschaltenen Zustand habe ich hier keine negative Auswirkung feststellen können. Wer plant den Monitor zu erwerben, muss knapp 530 Euro auf den Tisch legen. Nicht gerade wenig, aber für diesen Monitor durchaus gerechtfertigt. Wer sich überdies mit der Bildbearbeitung beschäftigen will, der kommt über die optionale EasyPix nicht drumherum. Allerdings sind hierfür knap 190 Tacken notwendig. Der Preis relativiert sich aber meiner Meinung nach schnell, da ihr hier über eine Hardwarkalibrierung verfügen könnt, die der Softwarekalibrierung natürlich überlegen ist. Für MacOS X Nutzer habe ich in Bezug auf die Nutzung von EasyPix schlechte Nachrichten. Die Software kann nur mit einen Monitor, welcher über einen USB-Anschluss verfügt genutzt werden. Beim Foris fällt das leider flach.

Amazon Link zum Eizo Foris FS2332 und zum optionalen EasyPIX

Passend zum Monitor gibts von Eizo auch noch ein paar Monitor Tipps für Fotobegeisterte (PDF 6MB)

Die große Eizo Monitorverlosung

 

Wie eingangs bereits erwähnt habe, verlose ich dieses Exemplar inkl. Easy Pix im Gesamtwert von über 700 Euro an einen meiner Leser. Normalerweise würde ich den Monitor im Rahmen eines Fotowettbewerbs verlosen…..darauf verzichte ich heute.

Dieses Mal möchte ich es einfacher gestalten. Ich stelle euch zwei Fragen, die ihr mir mit Hilfe der Kommentarfunktion beantworten müsst. Nach Ablauf der Verlosungsphase entscheidet das Los. Eigentlich ganz simpel, oder?

  • Warum willst du unbedingt diesen Monitor gewinnen?
  • Falls du den Monitor gewinnen solltest. Für welchen Bereich (Bildbearbeitung, Filme, Office oder Games etc…) planst du den Monitor zu nutzen?

Blogger aufgepasst. Für euch habe ich noch ein kleines Goodie. Wer über diese Aktion einen Beitrag auf seinem Blog schreibt und diesen mit einem Trackback versieht, nimmt nicht nur an der Monitorverlosung teil, sondern kann noch eines von Patricks coolen Lightroom Büchern „Mein Lightroom Alltag“ gewinnen.

Die Verlosung läuft bis zum 30.11.2011. Mitmachen kann jeder, der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Hinweis: Da ich die Trackbacks, sowie die Kommentare manuell freischalte, kann es teilweise ein paar Stunden dauern, bis sie hier erscheinen. Wenn nach einem Tag immer noch nichts erscheint, dann meldet euch kurz per Mail oder postet den TB zusätzlich ins Kommentarfeld.

So und jetzt bin ich gespannt auf eure Kommentare und wünsche viel Glück.

Update vom 03.12.2011:
Vielen Dank an all die Teilnehmer fürs Mitmachen. Der Gewinner oder vielmehr die Gewinnerin des EIZO Monitors inkl. EasyPix steht nun fest. Herzlichen Glückwunsch SUSI, du hast dieses Monitor-Paket im Wert von über 700 Tacken gewonnen. Eine Mail ist gerade unterwegs an Dich. Vielen Dank auch an euch Blogger, die diese Aktion hier unterstützt haben. Der Gewinner des Fotografiebuches „Mein Lightroom Alltag“ heißt Martin von lichtRloh.de.

Fotografie, Testberichte

Eizo FlexScan SX2762W – Mein Fazit

29. April 2011

Die Testwochen mit dem neuen 27 Zöller SX2762W sind nahezu vorbei, also Zeit für mein Fazit. Im Großen und Ganzen bin ich sehr begeistert vom neuen EIZO.

Da es „leider“ nur ein Testgerät war, wird er die Tage wieder an den Absender  zurück geschickt. Um es gleich vorweg zu nehmen, die nächsten Zeilen sind subjektiv geschrieben und spiegeln meinen persönlichen Eindruck wieder.

Außerdem darf ich als  Tester, weder das Gerät behalten, noch erhalte ich für diesen Beitrag eine Provision oder sonstige Werbeeinnahmen.

Optik/Ausstattung:
Eizo bleibt sich auch beim neuen SX2762W seiner Optik und dem „grauen“ Kunststoffgehäuse treu und investiert vorallem in die inneren technischen Elemente des Monitors. Der EIZO SX2762W ist sehr gut verarbeitet und erzielt durch seinen schweren Standfuss eine hohe Stabilität, Horizontal wie auch Vertikal. Die Verstellung des Monitors geht sehr leicht, das gilt im übrigen auch für den Kippmodus. Letzteres war beim CG245W nur mit erheblichen Kraftaufwand zu bewerkstelligen. In Sachen Ausstattung kann er auf jeden Fall auch mit den Spitzenmodellen der CG-Reihe mithalten – 10-Bit-Farbwiedergabe (1. Mrd Farben bei Anschluss am Display Port), Homogene Ausleuchtung und Farbreinheit dank einer Tonwertkorrigierung über den gesamten Bildbereich, sowie einer Helligkeits- und Farbdriftkorrektur für beständige Helligkeit/Farben und gewährleistet zu jedem Zeitpunkt einen farbechten- und farbstabilen Monitor. Durch die hohe Blickwinkelstabilität und die in meinen Augen perfekte Ausleuchtung des Displays muss man keine Befürchtung von Falschfarben während der Bildbearbeitung haben. In Verbindung mit dem optionalen EasyPix Kalibrierungssystem ist sogar eine Hardwarekalibrierung möglich, wenn auch nicht so umfangreich wie mit der ColorNavigator Software. Ein eingebauter Sensor für Helligkeit sorgt außerdem für eine gleichbleibende Ausleuchtung bei unterschiedlichen Raumlichtbedingungen und passt diese automatisch an. Daneben verfügt der Eizo auch über einen Bewegungsensor, der die Person vor dem Monitor erkennt und im Bedarfsfall bei Abwesenheit das Display nach 40 Sekunden abschaltet.

Hier der Farbraumvergleich zwischen EIZO SX2762W und dem EIZO CG245W im Hinblick auf das erreichte Adobe1998 Farbprofil. Wie man sehr gut erkennen kann, ist der Unterschied eher marginal zum wesentlich teureren CG245W. Laut Eizo kann der SX27… 97 Prozent und der CG24… 98 Prozent des Adobe1998 Farbraum darstellen.

Anschluss/Installation:
Der Anschluss des Monitor und die Installation der Monitor-Software funktioniert kinderleicht und ist auch für weniger Erfahrene ohne Bedienungsanleitung möglich. Zudem gibt es genügend Anschlüsse um auch den Monitor mit den neuesten Grafikkarten zu betreiben -> Displayport (1. Mrd Farben). Weiter ist mir die kurze Einschaltzeit aufgefallen, die der Monitor benötigt um das sichtbare Bild zu erzeugen. Gerade bei bildbearbeitungstechnischen Änderungen, die sich kurzfristig ergeben muss ich nicht lange auf die richtige Monitortemperatur warten. Wer den Monitor in einer sehr ruhigen Umgegebung betreibt, dem wird nach dem Einschalten ein leises Lüftergeräusch auffallen, welches aber keineswegs störend wirkt.

Bedienbarkeit:
Wie schon beschrieben ist die Monitor-Software ist im Grunde ohne Anleitung zu bedienen. Natürlich sollte man sich mit den zur Verfügung stehenden Funktionen auskennen und ein wenig Erfahrung in Sachen Farbmanagement besitzen. Zumindest sollte man schon ein mal etwas von Farbprofilen und -räumen gehört haben. Durch das funktionsreiche OSD-Menü läßt sich der Monitor hervorragend bedienen und einstellen. Wer, wie ich den Monitor mit dem Optionalen EasyPix Colorimeter betreibt/kalibriert, kann zudem 3 verschiedene Kalibrierungsziele speichern. Hierbei wird eine eigene grafische Benutzeroberfläche verwendet. Die ermittelten Werte werden direkt in die LUT (Look Up Table) des Monitors geschrieben ohne dabei die Grafikkarten LUT  zu verändern.  Aufgefallen ist mir allerdings, dass die ermittelten Werte nur in der Kalibrierungssoftware und nicht im OSD Menü (hier stehen ebenfalls drei Speicherplätze zu Verfügung) erscheinen. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber bei einer Hardwarekalibrierung müssten diese Werte doch auch im OSD Menü erscheinen, oder nicht?

Fazit:
Um es kurz zu machen. Der Eizo glänzt wieder einmal in allen Bildbearbeitungsbelangen durch beste Funktionalität. Selbst farbkritische Bearbeitungen meistert das Gerät mit Bravur. Im Gegensatz zum bereits getesten EIZO CG245W ist gerade die Größe von 27 Zoll hervorragend für die Bildbearbeitung geeignet. So lässt sich zum Beispiel ein Foto in der 25% Zoom-Stufe betrachten und muss nicht auf Werte wie 18,63 Prozent skaliert werden um vollständig betrachtet zu werden. In Sachen Farbraum bietet das SX Model gegenüber dem wesentlichen teuren Monitor aus der CG Reihe gerade mal 1 Prozentpunkt weniger bei der Darstellung des Adobe1998 Farbraums, welcher meiner Meinung nach der Hauptfarbraum für die Bildbearbeitung ist. Da ich derzeit keinen Druckauftrag zu vergeben hatte, konnte ich den Monitor leider nicht als Druckvorstufengerät testen. Ich kann zwar nur spekulieren, denke aber, dass sich der Monitor auch hier gut schlägt.

Das optionale EasyPix leistete gute Arbeit, wenngleich ich mir ähnliche viele Einstellungsmöglichkeiten wie bei der Eizo ColorNavigator Software gewünscht hätte. Für eine vollständige Hardwarkalibrierung fehlt mir die Option der „Graubalance-Einstellung“. Eventuell lässt sich diese irgendwann per Softwareupdate hinzufügen. Zudem denke ich, dass man den Monitor auch gut über das OSD-Menü in Verbindung mit einer Messsonde eines anderen Anbieters einstellen und anschließen profilieren kann. Gerade diejenigen, die bereits ein Colorimeter ihr eigen nennen, kaufen sich sicherlich nicht eine zweite Messsonde für die Kalibrierung.

Für „Otto-Normal-Fotograf“, sei es jetzt Profi oder Amateur ist der neue Eizo SX2762W meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl. Allerdings schläft die Konkurrenz bekanntlich nicht. Gerade NEC bietet mit der PA-Reihe ebenfalls eine sehr gute Alternative an.