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Fotografie

Mein bestes Fotos aus 2011

2. Januar 2012

Sheikh Zayed Road II,#571 U.A.E. 2011Martin von visuellegedanken.de ruft in alter Manier zum traditionellen besten Foto auf. Zum dritten Mal seit 2009 begibt er sich in Form einer Blogparade auf dessen Suche. Noch bis zum 08.01.2012 läuft die Teilnahme und die Bilder landen allesamt zum Schluss in einer Galerie. 

Das eine beste Foto aus dem Jahresportfolio herauszusuchen ist nicht immer einfach, besonders wenn man zu den Jägern und Sammlern gehört. Ich kann mich da jetzt ausnahmsweise mal rausnehmen, denn wirklich viele Aufnahmen habe ich ja nicht gemacht. Hinzu kommt noch, dass ich manchmal denke ich müßte Speicherplatz sparen. Vielleicht ist das noch ein Restspleen aus Analogen Zeiten – keine Ahnung!

Na, wie dem auch sei, ich habe mich mal auf die Suche in den Weiten meines Portfolios gemacht und mein bestes, oder vielmehr eines meiner liebsten Fotos aus 2011 trägt den kunstvollen Namen „Sheikh Zayed Road II,#571 U.A.E. 2011“. Toll, nicht!? Die Aussicht war ein Gigantisch und was hab ich da oben geschwitzt wie ein Schwein. Oh, man ich kann euch sagen. Allein für den Filterwechsel hab ich fast ne ganze Literflasche Wasser gebraucht. 40 Grad und ne gefüllte Luftfeuchtigkeit von 1000 Prozent. Selbst die Kamera, oder zumindest das Objektivglas hat „njiet“ gesagt und blieb für eine halbe Stunde beschlagen, nachdem ich es auch dem Rucksack geholt habe.

Wenn ich dieses Foto anschaue, dann fehlen eigentlich nur noch irgendwelche Sternenkreuzer und ich fühl mich wie Han Solo auf einer superultracoolen Mission. Das neue Dubai mit seinen in der Sonne schimmernden Fassaden ist von dort oben so unwirklich für mich wie ein Reise zum Mars. Es ist aber auch gleichzeitig faszinierend, wie Menschen so etwas erschaffen können und erschreckend zugleich wohin das noch führen soll. Trotzdem bleibt es eins meiner Lieblingsbilder für das Jahr 2011.

Apropos bestes Foto. Den Beitrag nehme ich gleich mal zum Anlaß und verweise mal auf mein Fotogewinnspiel, bei dem ihr einen LG Monitor gewinnen könnte. Geht noch bis zum 14.01.2012. Würde mich über eure Teilnahme freuen…

Fotografie

Die richtige Dosis Bildbearbeitung – so wie es mir gefällt!

9. November 2011

Des Öfteren erhalte ich Mails von BlogTimes-Lesern oder werde von Teilnehmern im Rahmen meiner  Workshops angesprochen, die mir folgende Frage stellen. Wie viel Bildbearbeitung machst Du?

Meine Antwort ist hier eigentlich immer die gleiche, sodass ich mir gedacht habe, darüber könnte man ja mal einen kleinen Beitrag schreiben. Pauschal kann ich das nicht sagen, denn es ist eben stark vom Motiv abhängig  und vor allem wo ich mit der Bildbearbeitung hin möchte. Ist es nur eine Korrektur der Farben, Kontraste und Schärfe oder gar eine S/W Konvertierung. Jede Bearbeitung hat mal mehr oder weniger Schritte. Während bei mir die S/W Konvertierung und anschließende Bearbeitung schon mal bis zu 40 Minuten pro Bild einnehmen kann, so dauert eine „Farbkorrektur“ vielleicht nur ein paar Minuten.

Eines ist bei mir allerdings immer gleich. Die Bearbeitungsschritte sind klein, fast schon minimal mit zahlreichen Wiederholungen der gleichen Einstellungen nur eben an unterschiedlichen Stellen im Bild. So komme ich schrittweise meinem Ziel immer ein Stückchen näher und ehrlich gesagt, ich weiß vorher nicht immer wie ein Bild am Ende ausschauen soll. Warum auch, die digitale Fotografie bietet mir heutzutage ja diese Möglichkeiten. Wenn mir mal eine Einstellung nicht passt, dann mache ich es eben rückgängig und nicht nur einen Schritt. Mit der Zeit bekommt man natürlich ein Gefühl für die Bearbeitung und „Try and Error“ wird ersetzt durch eine gezielte, gewissenhafte Bearbeitung.

Ich halte nichts von denjenigen die sagen, ein gutes Foto ist ein Foto, so wie es aus der Kamera kommt – quasi die ganz auf nachträgliche Bildbearbeitung verzichten. Schwachsinn…..! Was viele vielleicht nicht wissen, aber die interne Kamerasoftware bearbeitet das Bild bereits, bevor es bei euch auf dem Monitor erscheint (natürlich nur im JPEG-Modus – im RAW Modus wird nur das Vorschaubild mit den Kameraeinstellungen auf dem Monitor angezeigt). Selbst zu analogen Zeit hat man den Film bearbeitet. Sei es während der Entwicklung im Negativprozess oder anschließend durch Abwedeln und Nachbelichten, mit Hilfe der Hand im Lichtstrahl des Vergrößerers, im Positivprozess. Auch wurde nachträglich den Bildausschnitt gewählt. Also warum sollte man diese und mehr Möglichkeiten, die durch die digitale Fotografie noch viel differenzierter und genauer möglich sind, nicht nutzen??

Selbst Einsteiger brauchen sich nicht mehr durch die Bildbearbeitung abschrecken lassen. Programme wie Lightroom 3 erleichtern die ganze Arbeit ungemein und führen zu wirklich hervorragenden Ergebnissen. An dieser Stelle möchte ich euch das Buch “Mein Lightroom Alltag” (hier gehts zur Kurzvorstellung) von Fotografen und Bloggerkollege Patrick von neunzehn72.de ans Herz legen, welches nicht nur für Einsteiger interessant ist.

Logisch, man kann natürlich auch ein Bild tot bearbeiten, sodass es am Ende tatsächlich in Sachen Bildqualität merklich schlechter ist, als das flaue, kontrastarme RAW-Format, welches anfangs direkt aus der Kamera gekommen ist. Aber, so blöd sich das anhört, durch diese Fehler lernt man und macht es beim nächsten Mal anders, oder man startet erneut einen Versuch.

Um es kurz zu machen. Die richtige Dosis Bildbearbeitung gibt es nicht. Das Ergebnis sollte dir in erster Linie selbst und nicht anderen gefallen und schon gar nicht irgendwelchen fremden Menschen in irgendwelchen Fotocommunities. Sowie du mit der Kamera experimentiert, so kannst du dich auch in Sachen Bildbearbeitung austoben. Die für dich richtige Dosis Bildbearbeitung kommt mit der Zeit.

Bei diesem Thema bietet sich natürlich auch eine Frage an. Wieviel Zeit verbringt ihr eigentlich mit der Bildbearbeitung? Oder ist euch die Bildbearbeitung egal?

Zum Vergleich und damit ihr sehen könnt, wie viel Bildbearbeitung ich nutze, zeige ich euch hier mal die original Bilddateien der im Beitrag gezeigten finalen Aufnahmen. Sind natürlich schon auf das Endformat geschnitten.

Der Kommentar von Dennis (…er sucht sich am Ende der Bearbeitung den Bildschnitt) verleitet mich auch noch etwas hinzu zufügen. Bei mir ist es umgedreht, es ist der erste Schritt während der Bildbearbeitung. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass ich mich besser auf die Bildbearbeitung konzentrieren kann und nicht dauernd daran denken muss, dass noch etwas weg kommt.

Weitere Aufnahmen von Dubai findet ihr auch in diesem Beitrag – BoomTown Dubai – Zwischen Gigantismus und Tradition