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Equipment

Fotografie, Nachgedacht

Impression #2

4. Dezember 2014

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Impressionen in eher unregelmäßigen Abständen auf BlogTimes auftauchen. Heute ist es wieder soweit. Für die Auswahl zählt für mich immer der erste Bildeindruck und wer mich hier überzeugen kann, wird präsentiert. Eine Bitte habe ich aber noch. Ein bisschen mehr Test zur Aufnahmen darf es schon sein 🙂

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Equipment, Fotografie

Neues Spielzeug eingetroffen – Vanguard BBH-200

7. Mai 2013

Vanguard BBH-200

Wieder einmal habe ich vom Fotozubehör Hersteller Vanguard etwas zum „Spielen“ bekommen. Es ist der neue Kugelkopf BBH-200*, welcher künftig in meine Fototasche wandert und mich auf meinen fotografischen Ausflügen begleiten wird. Hier kann er dann mal zeigen was er drauf hat und wie er mit der Großformatkamera zurecht kommt.

Doch bevor es soweit ist, hab ich ihn zunächst etwas genauer unter die Lupe genommen. Entschieden habe ich mich für den 200er der BBH-Reihe, weil mir hier der Kompromiss aus Gewicht und Traglast am Besten zugesagt hat. Der 100er verträgt sich vielleicht nicht mit meiner gesamten Ausrüstung und der große 300er ist mir deutlich zu schwer. Der 200er ist dagegen mit knapp 530 Gramm nur wenig schwerer als mein Sirui K-20X*. Dieser hat mir bisher zwar gute Dienste geleistet, aber beim Schwenk der Objektivplatte ins Hochformat hatte mich immer der geringe Abstand zum Stativ geärgert. Hier musste ich öfters die Mittelsäule ausfahren, damit die Kugelkopf-Platte auch wirklich seine 90Grad erfüllt. War die Mittelsäule eingefahren, schlug die Kameraplatte ans Stativ* Das ist schon ein wenig nervig, gerade dann wenn es schnell gehen muss.

Beim Vanguard Kugelkopf dagegen passiert das nicht, da er per se schon mal größer ist und somit auch bei geneigter Objektivplatte nicht die eingefahrene Mittelsäule berührt. Die Größe schlägt sich aber wie schon gesagt auch im Gewicht nieder, allerdings ist mir das allemal lieber, da ich bei kleinen Köpfen das rumgefrimmel nicht mag. Der BBH-200 verfügt zudem über ein Schnell-Nivelliersystem – welches durch den orange-farbenen Schieberegler aktiviert wird. Einfacher ausgedrückt, dieser Schalter hält die Kugel zentriert in der Mitte, wobei sie sich ausschließlich um die Vertikale Achse drehen lässt. Für Vanguard lassen sich somit exakte 360 Grad Panoramen erstellen. Nun, die Pano-Fotografen unter euch wissen, dass dies nur halbherzig funktioniert. Viel besser für die Panorama-Fotografie eigenen sich natürlich Nodalpunkt-Adapter. Hiermit lassen sich wirklich perfekte Panos erstellen – Just for Info. Ich muss mal schauen, ob und wie ich diese Funktion auch ohne Panorama-Absicht nutzen werden.

Vanguard BBH-200 + Sirui K-20X - Größenvergleich

Was mir bisher beim „Spielen“ ganz besonders gefallen hat, ist der Feststellhebel. Der ist mal richtig groß und meiner Meinung nach nicht nur mit Handschuhen sondern auf mit dicken Fingern zu bedienen…. Sitzt übrigens bombenfest. Hier habe ich einfach meinen eigenen Test gemacht, denn ich wollte wissen ob sich die Kugel nach der Feststellung noch bewegen lässt. Festgestellt und mit aller Kraft an der Objektivplatte gezerrt. Nix, Nada.. Keinen einigen Millimeter hat sich das Teil bewegt. Doch das dickste Plus erhält Vanguard von mir, weil sie endlich keine eigenen sondern Arca-Swiss kompatible Objektivplatten verwenden. Damit stehen euch zahlreiche Adapter, Winkel usw… zur Verfügung. Das, liebes Vanguard Foto-Team wurde wirklich Zeit. Der sVanguard BBH-200* kostet knapp 180 Euro, die sich bisher in meinen Augen durchaus rechtfertigen lassen.

Nun, genug gelabert. In zwei Wochen bin ich wieder unterwegs und dann wird sich zeigen, ob sich die Vorschusslorbeeren bewahrheiten. Hat jemand von euch zufällig einen Kopf der BBH-Reihe oder plant einen zu kaufen?

*Amazon Link

Equipment, Fotografie, Großformat, Unterwegs

Mit der Großformatkamera auf Reisen – aktualisiert

19. April 2013

Ich hatte es vor kurzem ja schon angekündigt, dass ich noch einen kleinen Beitrag über „Meine Reise mit der Großformatkamera“ berichte, denn immerhin war es meine erste Reise mit dem dicken Teil.

Vor Reisebeginn dachte ich eigentlich, dass ich mit weitaus mehr Aufnahmen wieder zurückkehren werde. Im Nachhinein war das wohl eher Wunschdenken, denn die Möglichkeiten hielten sich in Grenzen. Grund war eigentlich nicht das eigene Unvermögen, sondern vielmehr die begrenzten Einsatzmöglichkeiten. Frage mich gerade, wie die das früher gemacht haben?!?! Beispielsweise im Antelope Canyon. Der Sandstaub, der dort durch die die Lüfte schwebt ist so fein, dass selbst die gedichteten Nikonobjektive meiner D800 Sandkörner gefressen haben. Hätte ich hier mit der Großformatkamera fotografiert, wäre mein Verschluss sehr wahrscheinlich hinüber gewesen. Dichtung gibt’s hier nicht – nur millimetergroße Öffnungen und so verstrich eine Einsatzmöglichkeit nach der anderen. Wind ist ebenfalls ein Nicht-Einsatzgrund. Ja, da kann das Stativ noch so stabil stehen, auch wenn man ein Trümmerteil von Stativ sein eigen nennt. Wenn zusätzlich noch das Einstelltuch an der Kamera hängt (und das benötigt man definitiv bei Sonnenschein), gibt das ne ordentliche Angriffsfläche. Mir wäre meine Stativ samt Großformatkamera umgekippt, wenn meine Hand nicht noch schnell zugegriffen hätte. Die „Wave“ wäre jetzt voller Glasscherben… Natürlich gibt es noch die Sandsack-Methode, allerdings bräuchte ich dann nen Scherpa, der mir das ganze Zeug schleppt – Tensing wo bist du??!!!

Neben den Witterungsbedingungen und Umwelteinflüsse, die man eben hinnehmen muss kommt auch noch die Motivsuche hinzu. Großformat kostet und daher sollte jede einzelne Aufnahme wohl überlegt sein. Selbst bei meiner digitalen Fotografie überlege ich ob der Bildausschnitt wirklich passt, verändere ggf. nochmal meine Postition usw… Mit der Großformatkamera habe ich deutlich länger gebraucht um für mich ein brauchbares Bild zu bekommen. Hilfsmittel war mal wieder mein iPhone. Mit diesem habe ich hin und wieder den Bildausschnitt gewählt und ihn dann auf meine Große übertragen. Das funktioniert gerade im Weitwinkelbereich ganz gut. Für längeren Brennweite ist es aber nicht geeignet. Zudem steht beim Blick auf die Mattscheibe alles auf dem Kopf. Hier gibt es zwar Reflex-Sucher aber das würde noch mehr Equipment bedeuten. Dann nehme ich doch lieber die  zusätzliche Zeit für die Bildausschnittsuche in Kauf.

Zwischenzeitlich habe ich übrigens meine Negative vom Labor abgeholt. Ein erste Blick ins Licht bestätigte mir schon mal –  Ja, du hast alles richtig gemacht und überall ist etwas zu erkennen. Auf dieser Reise hatte ich zur Sicherheit und weil ich dem iPhone Belichtungsmesser nicht hundertprozentig vertraue, einen Großteil der Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten mehrfach aufgenommen. Das kann ich mir getrost für die nächste Reise sparen, das es keine Aufnahme gibt, bei der ich im Hinblick auf die Belichtungszeiten etwas auszusetzen hätte. So, jetzt ist es an der Zeit die Negative zu Scannen (ja, über den Scanvorgang kommt auch noch ein kleiner Beitrag – hab dich nicht vergessen….)

Ob es sich qualitätstechnisch auch gelohnt hat, mag ich jetzt noch nicht sagen. Ich bin hier extrem selbstkritisch mit meinen Aufnahme. Gespannt bin ich aber schon…

[instapress tag=“btusa13_4x5″ piccount=“0″ size=“300″ effect=“0″]

Diese Aufnahme ist zwar noch nicht fertig, da noch Staubfusel entfernt werden müssen und ich vielleicht auch noch ein wenig die Sättigung rausnehme aber ich war vom Dynamikumfang so überrascht –  das musste ich euch einfach schon mal zeigen…. Das Format 4×5 ist auch einfach nur Affengeil. Das hier sind KB-equivalent 21mm, aber da geht einfach mehr Bild drauf!!! Ich weiß gar nicht, ob ihr meine Euphorie nachvollziehen könnt. Aber du stehst da oben und bist am Hantieren mit diesem Teil von Kamera, schaust durch, fokussierst, überprüfst, schaust wieder durch, berechnest die Belichtungszeit, stellst ein, überprüfst nochmals alle Einstellungen und dann weißt du immer noch nicht ob alles passt. Dann machts klick und das wars… Anschließend gehst du wieder und denkst dir, hoffentlich…. (klick macht groß)

Zion National Park - Was für ein Bildausschnitt

Zion National Park - Details ohne Ende... sehr geil

Zion National Park - Zeichnung in den Schatten

Wenn euer Monitor beim letzten Bild hauptsächlich schwarz anzeigt und ihr keine Konturen erkennen könnt, dann ist er entweder zu dunkel eingestellt oder eine Kalibrierung ist mal wieder fällig….

Update vom 22.04.2013
Hier nun das finale Bild… Noch ein wenig mit lokalen Kontrasten gespielt und die Sättigung rausgenommen. Beim Öffnen des Bildes in einem neuen Tab/Fenster wird das Bild in der richtigen Schärfe dargestellt. Die Lightbox stellt es leider ein wenig weicher da – daher rechte Maustaste und im neuen Tab/Fenster öffnen…

[Zion National Park - Utah]*,4x5 - USA

und weil das nicht alleine stehen soll, gibts noch eines…

[Freemont - Vegas]*,4x5 - USA

Fotografie, Nachgedacht

Flugreisen und die liebe Kameraausrüstung

23. März 2013

Self - England 2012In ein paar Tagen geht’s für einen BlogTimes Leser und für mich in den Westen der USA auf Fototour. Ich hatte den Platz für einen Leser anlässlich des kommenden Bloggeburtstags im Mai unter meinen Lesern verlost. Da ich erstmals mit weitaus mehr Equipment als üblich unterwegs bin, hat mich das ein wenig zum recherieren und nachdenken angeregt.

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten BlogTimes-Leser auf ihren Urlaubs/Fotoreisen doch einiges an Fotoequipment mitnehmen, dessen Wert dann schnell mal ein paar tausend Euro betragen kann. Selbst dann, wenn man nur mit ner Einstiegerkamera, zwei Objektiven, Speicherkarten,  Ferauslöser, Filter usw unterwegs ist… Das läppert sich einfach. Während bei Reisen innerhalb der EU das Equipment bei Wiedereinreise nach Deutschland sicherlich kein Problem darstellt, kann es bei Reisen außerhalb der europäischen Staatengemeinschaft schnell zur Kostenfalle werden. Warum? Nun, weil ihr beim deutschen Zoll zunächst nicht nachweisen könnt, dass eure Fotorausrüstung tatsächlich in Deutschland gekauft wurde, außer ihr führt auf euren Reisen immer Kopien von Rechnungsbelegen mit euch herum. Ergo, ihr müsst zunächst den Zoll auf eure Ausrüstung nachzahlen und das gefällt der bereits leeren Urlaubskasse nach Ende der Reise so ganz und gar nicht. Später kann man sich diese Kosten wieder erstatten lassen, doch sowas dauert ne Ewigkeit und ist zudem noch mit Gebühren verbunden.

Damit jetzt nicht Jeder vor seiner Reise nach alten Rechnungen suchen muss, die man vielleicht auch gar nicht mehr hat, gibt es eine Alternative und die heißt Nämlichkeitsbescheinigung. Ja, keine Ahnung wer sich dieses Wort ausgedacht hat… Diese Bescheinigung könnt ihr online ausfüllen und ausdrucken. Hier tragt ihr dann sämtliches Fotoequipment mit Seriennummern ein, welches ihr auf eure Reise und eventuell auch auf die kommenden Reisen mitnehmen wollt. Grund für Letzteres ist, dass die Bescheinigung nämlich nicht nur einmal gültig ist. Mit der ausgefüllten Bescheinigung und eurer Fototasche geht’s dann zum Zoll, entweder am Flughafen oder zu einer anderen Zoll-Dienststelle. Wenn ihr genügend Zeit habt, dann macht das nicht unbedingt am Abflugtag. Hier gibt euch dann der nette Zollbeamte (darf man eigentlich auch Zöllner sagen) nach Prüfung und Abgleich des Equipments einen Stempel.

Die ganze Geschichte macht aber auch nur wirklich Sinn, wenn man mit entsprechend viel Equipment unterwegs ist. Ich denke, kein Zoll der Welt wird bei einer DSLR mit angeschraubten Objektiv euch vorwerfen, dass ihr die Kamera hier vorbeischmuggeln wollt.

Hat jemand von Euch eigentlich schon mal von der Nämlichkeitsbescheinigung gehört oder hat sich sogar schon eine ausstellen lassen?