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Film

Dies und Das, Fotografie, Nachgedacht

What’s up in 2015 ?

9. Januar 2015

Outside for 10mins... Winter in Canada :)

Schon wieder 10 Tage vorbei (in Worten zehn!). Ich fühle mich gerade so, als ob ich angeschnallt an einem Schikansen klebe… Die Zeit rennt einfach so vorbei! Ich weiß, es ist nur das Gefühl. Was ich brauche sind einfach mehr Ersterlebnisse für 2015. Nachdem ich mich aus dem Jahresendtiefschlaf – Gähhnnn – Streeeeeck! – befreit habe, geht’s nun mit voller Kraft ins neue Jahr.

Wie letztes Jahr um diese Zeit bin ich wieder mit meiner Printproduktion beschäftigt. Nachdem ich vor ein paar Monaten alles „totally handmade“ umgestellt habe, komme ich aktuell kaum zum Schreiben von Artikeln. Gefällt mir gar nicht und muss sich wieder ändern.

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Equipment, Fotografie

Nach Yongnuo folgt nun auch PocketWizard

6. Dezember 2013

BlogTimes-_RRP3691

Kennt ihr das – Immer wenn man etwas neues anfängt und dafür das nötige Equipment besorgt, steht man hin und wieder vor neuen Problemen. Als die Yongnuo-Teile für Nikon vorgestellt wurden, hab ich mich wie ein Schnitzel gefreut. TTL, HSS, SuperSync und dass alles für den kleinen Geldbeutel.

Alles bestens hab ich mir gedacht und was ist jetz? Jetzt sitze ich hier mit neuen PocketWizard Plus X*, weil ich meine China-Teile nicht für die Großformatkamera verwenden kann. Grund ist der nicht vorhandene Eingang einer PC-Sync Buchse. Zwar haben die Yongnuo YN-622* einen PC-Port, der allerdings ist nur ein Ausgang, also zum Anschluss von Blitzgeräten. Stunden im Internet habe ich damit verbracht, das rauszufinden. Wer beispielsweise die Phottix Atlas II* Funkauslöser benutzt, der hat sowohl einen PC-Port Eingang als auch einen Ausgang.

Warum hab ich dann nicht die günstigen Phottix gekauft? Nun, dazu muss man wissen, dass die Blitzsyncronzeit bei Schlitzverschlüssen bei max. 1/250 sec. und bei Zentralverschlüssen bei 1/500 sec. liegt. Die Phottix schaffen nur die maximale Standard-Blitzsycronzeit, wohingegen die Pocket Wizards bis zu einer 1/500 sec. können. Da Großformatobjektive grundsätzlich über einen Zentralverschluss verfügen, kann ich also die gesamte Bandbreite der verfügbaren Belichtungszeiten ausnutzen. Die PWs können aber leider kein HSS oder Supersync. Ergo behalte ich natürlich erst mal meine Yongnuo-Dinger.

Wer sich jetzt fragt, warum ich nicht gleich einen Auslöser gekauft habe, der alles kann und über einen PC Ein- und Ausgang verfügt!? Nun, erstmal wuste ich anfangs nicht, dass ich überhaupt mit der Großformatkamera Porträts machen würde und zum anderen finde diese Teile erst einmal für einen vernüftigen Preis. Die Phottix Odin* können zwar auch bis zu einer 1/8000 Sekunde auslösen, verfügen aber über keinen PC-Eingang. Die PW FlexTT5*haben zwar alles, sind aber mit knapp 190 Tacken pro Stück schweineteuer und da ich 4 davon benötige, ist das ein Haufen kohle der hier für Equipment drauf geht. Natürlich kann man die PWs auch miteinander kombinieren, dann aber muss man sich vorher Gedanken machen, welcher Blitz wo, wie ausgelöst werden soll. Die einen haben einen USB-Eingang, die anderen einen 3.5mm Eingang, anderen wieder 2.5mm. Wie man es also dreht, irgendwas ist immer zu beachten.

Auch wenn ich jetzt über 4 Yongnuo und über 4 PocketWizards PlusX verfüge. Zusammen haben die mich 375 Euro gekostet und verfüge somit über die gesamte Funktionalität. Ich kann sogar beide Auslöser an einem Systemblitz anschließen. Den einen über den Hotshoe und den anderen über den Klinkenstecker. Auf die D800 kommt dann der Yongnuo und auf die Großformatkamera der PW. Beim Systemwechsel muss dann einfach nur beim Blitz den dazugehörten Empfänger ein-oder ausschalten. OK, ich habe zwar ein Haufen Zeug am Blitz hängen aber doch einen erheblichen Teil an Kohle gespart.

Geliefert wird der Pocket Wizard übrigens mit zwei PC-Sync Kabeln. In der Regel lassen sich so alle gängigen System und Studio-Blitze anschließen. Ich benötigte natürlich mal wieder ne extra Wurscht, da mein neuer Yongnuo YN-568EX II* wie soll es auch anders sein nur über einen 2.5mm Klinkenanschluss verfügt. Verbreiteter Standard ist aber 3,5mm. Was also tun? Noch ein extra Kabel kaufen. Nope, dass kam nicht in Frage. Ein Adapter reicht hier völlig aus. Wer beim Fotogeschäft oder online nicht fündig wird, weil er nach PC-Port Adapter 2.5mm oder ähnlichem sucht, dem sei gesagt ich habe einfach einen Stereo-Audio Adapter von 3,5 auf 2,5 genommen. Das Funktioniert auch… und ist vielleicht sogar günstiger, als wenn ihr es im Fotoladen kauft.

So, habt ihr änliche Erfahrungen mit dem Kauf von Funkauslösern gemacht? Seit ihr mit den Yongnuo oder PWs zufrieden?

*Amazon Links um den kleinen Ronny und seinen Blog zu untersützen… Ist doch bald Weihnachten!

Fotografie

Analoge Langzeitbelichtungen – So klappts auch mit den Negativen

3. Dezember 2013

Siegessäule,*4x5 - 018 GER 2013

Seit mehr als einem Jahr beschäftige ich mich jetzt nun mit dem analogen Großformat und was soll ich sagen, ich finds immer noch affengeil. Bin sogar mehr denn je fasziniert von der analogen Fotografie, als zu Beginn meiner fotografischen Karriere. Kleinbild oder gar Mittelformat finde ich dagegen nicht so spannend. Mittelformat eventuell mit der richtigen Kamera und ein paar netten Objektiven.

Wie dem auch sei, der Grund für den Artikel sind Leserfragen und daher möchte ich euch im Rahmen eines Beitrags meine Antwort geben. Im Großen und ganzen drehen sich die Fragen, wie ich denn die korrekte Belichtungszeit bei meinen analogen Langzeitbelichtungen ermittle, welche Filme und welche Hilfsmittel ich verwende. Was für den Planfilm einer Großformatkamera, gilt natürlich auch für Aufnahmen im Mittel,- oder Kleinbildformat. Daher bitte nicht daran stören, dass ich in den nächsten Zeilen immer vom Großformat sprechen werde.

Folgende Filme kommen derzeit bei mir zum Einsatz

Schwarzweiß-Negativ
Kodak T-Max 100*
Ilford FP 4 Plus* (125 Iso)

Farbnegativ
Kodak Portra 400*
Kodak Ektar 100
*

Farbdiapostiv
Fuji Velvia 100*
Fuji Provia 100F*

Gerade am Anfang steht man vor der Frage, welche Belichtungszeit ich nehmen soll, denn auch wenn die Filme unterschiedlicher nicht sein könnten, eines haben Sie gemeinsam. Die Reziproziät auch Schwarzschildeffekt genannt. Es bedeutet, dass mit zunehmender Belichtungszeit die Lichtempfindlichkeit des Filmes abnimmt. Wann diese Reziprozität beginnt, hängt vom verwendeten Film ab. Sie kann bereits bei 1 Sekunde (SW-Negative) oder aber erst bei 2 Minuten (Farbdiapositiv) zuschlagen. Wie lange die anschließende „Zusatzbelichtung“ dauert hängt ebenso vom verwendeten Film ab.

Wie ihr seht, sind hier viele Fehlerquellen möglich, die einem die analoge Aufnahme gründlich versauen könnte. Da Planfilme sehr teuer sind, wollte ich mir natürlich eine lange Try and Error Phase ersparen. Also habe ich mich auf die Suche nach Infos gemacht, doch gefunden habe ich nur sehr wenig. Hauptgrund ist, dass die Hersteller hierüber wenig Infos rausgeben, da man sie sonst zur Rechenschaft ziehen könnte, wenn es mit der Belichtungszeit doch mal nicht klappen sollte und der Film hinüber ist. Wir kennen ja alle den Fall, bei dem eine Amerikanerin ihre Katze in der Mikrowelle getrocknet hat stand ja nicht explizit in der Anleitung, dass man das nicht machen sollte. Gut, jetzt findet man einen Warnhinweis.

Tempodrom,*4x5 - 021 GER 2013

Zurück zum Thema. Die Korrektur der Belichtungszeiten sind meine ganz persönlichen Erfahrungen, mit denen ich aber immer gut gefahren bin. Bisher habe ich noch keinen Planfilm dermaßen unterbelichtet, dass er nicht zu retten gewesen wäre. Ziel einer korrekten Belichtung von analogen Bildmaterial sollte immer auf die Schatten gehen. Ist hier keine Zeichnung vorhanden, geht nichts mehr mit aufhellen. Schwarz bleibt schwarz. Dagegen sind die Lichter genügsam. Das ist auch der große Vorteil von Negativfilm. Selbst wenn auf dem Negativ zu wenig Zeichnung zu sehen ist… hier geht immer etwas. Ausnahme bilden Farbpostive. Diese sind in Sachen korrekte Belichtungszeit etwas zickig. Sie benötigen schon genauere Belichtungswerte.

Meine Faustregel bei S/W und Farbnegativen ist immer 2-4x Mal solange belichten wie ihr die ursprüngliche Belichtungszeit ermittel habt. Im Bereich von 1-5 Sekunden würde ich immer doppelt solange belichten. Das reicht hier dicke aus. Errechne ich einen Ausgangswert ab 15  Sekunden belichte ich grundsätzlich 4 mal länger. Meine längste Aufnahme kam so auf 8 Minuten, wobei der Belichtungsmesser ursprünglich 120 Sekunden angezeigt hatte.

The Gate - San Fransisco,*4x5 - 018 - USA 2013

Die „neuen“ Farbdiapositive haben wirklich excellente Belichtungseigenschaften. Hier gibt der Hersteller Fuji sogar an, dass bei Belichtungszeiten von bis zu 2 Minuten kein Schwarzschildeffekt auftritt , also auch keine Verlängerung der Belichtungszeit nötig ist. Das ist natürlich super, da man sich keine Gedanken über die korrekte Zeit machen muss. Ab zwei Minuten wird die doppelte Belichtungszeit vorgeschlagen. Mehr als 8 Minuten sollte man allerdings keine Diapositive belichten. Hier kommt es dann zu Farbschiebungen usw….

Apropos Belichtungsmesser. Wahrscheinlich bin ich einer der wenigen, die keinen Belichtungsmesser ala Sekonic usw.. verwenden. Ich nutze nach wie vor mein Iphone und betrachtet man die Bilder, kann ich mich nicht beschweren. Zumal mit die passenden Iphone-App (Pinhole Assist) auch für viele Filmtypen die Reziprozität berechnet. So habe ich zumindest einen guten Anhaltspunkt für die Belichtungszeit. Erscheint mir die berechnete Zeit zu wenig, geb ich einfach noch 10-30 Sekunden dazu. Bei Belichtungen im Minutenbereich ist das der Aufnahme sowieso egal. Hauptsache nicht unterbelichten, denn absaufende Schatten im Negativmaterial ist für den Betrachter viel störender als ausfresseden Lichter sofern sie überhaupt auftreten.

Achja, bevor ich es vergesse. Bei allen Filmherstellern finden sichimmer noch passende Korrekturfilter für lange Belichtungzeiten. Ich verwende keinen Filter, auch den berühmten Centerfilter fürs Großformat nicht. Die gerade beim Weitwinkel enstehende natürlich Vignettierung nutze ich entweder als Gestaltungsmittel oder aber ich retouchiere sie in PS raus…

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder analogen Fotografen etwas weiterhelfen. Fragen einfach in Form eines Kommentars posten. Dann haben alle Leser etwas davon.

Two Cars - San Francisco,*4x5 -- 020 USA 2013

Lights - San Francisco,*4x5 - 017 USA 2013

* Amazon Links

Making of Bild der Siegessäule in Berlin…

Analog, Fotografie, Großformat

Es ist mal wieder Zeit für Analog….

27. Juni 2013

Update: 09.07.2013 – Neue Fotos hinzugefügt!
Der letzte Analog-Content (ja, ich weiß blöde englische Begriffe) ist schon ein Weilchen her. Aus diesem Grund hab ich mir gedacht, ich könnte ja mal wieder ein bisschen analoges Zeug durch Netz pusten.

Auf meinen letzten zwei Reisen hatte ich nebem dem üblichen D800-Reisegepäck immer auch die Großformatkamera dabei. Auch wenn das hölzerne-Alu-Carbon Ungetüm zu einen der leichtesten 4x5inch Fachkameras gehört, so muss man doch nen Haufen Zubehör zusätzlich mitsich rumschleppen. Angefangen von den Filmkassetten über das Einstelltuch bis hin zur Fokussier-Lupe. Hinzu kommen dann noch Objektive, Filter, Filterringe und Kleinkram. Alles in allem ist das schon ne Menge. Und wofür das alles? Na, lassen wir das – Erklärungen führen hier eh zu nichts.

Wie ich schon in einem meiner letzten Beiträge über die vergangen Reise geschrieben habe, hatte ich einen großen Teil des Filmmaterials bereits vor Ort entwickeln lassen. Kann ich nur allen raten, die ebenfalls im Urlaub/Reisen mit analogem Equipment unterwegs sind. Zum einen ist der entwickelte Film unempfindlich gegen Röntgenstrahlung und zum anderen könnt ich euch gleich ans Scannen machen, wenn ihr zu Hause seit und müsst nicht erst umständlich zum Labor rennen oder das Selbstentwickeln anfangen. Auch wenn letzteres sicherlich immer wieder eine interessante Geschichte ist.

Ich war dieses Mal erstmals mit einem Dia-Film unterwegs, genauer gesagt mit dem „neuen“ Fuji Velvia 100. Am Ende quasi das „Positiv“ in den Händen zu halten und zu sehen man hat alles richtig gemacht, ist schon ein sehr geiles ähm erhabenes Gefühl. Es ist doch immer wieder faszinierend was für eine Anziehungskraft so ein großes „Negativ“ hat. Selbst Till Müller, mein digitaler Foto-Reisepartner war nicht nur für einen Augenblick lang gefesselt von der Bildwirkung, die davon ausgeht. Ich selbst hatte die entwickelten Dia-Filme and diesem Tag noch unendlich weitere Male gegen das Licht gehalten…Konnte einfach nicht anders!

Mittlerweile habe ich ein paar der analogen Aufnahmen bearbeitet und ins Netz gestellt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie klein doch die Akzeptanz (vielleicht ist das auch nicht das richtige Wort) vom analogen Material ist. Poste ich eine digitale Aufnahme mit all ihrer Feinheit, Klarheit und absoluten Schärfe, dann dauert es nicht lange bis sich mein Mail-Postfach mit Benachrichtigungen füllt, wie toll doch diese oder jene Aufnahme ist. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass viele die digitalen mit den analogen Aufnahmen vergleichen und dann das digitale Pendant favorieren. Ist nur so ein Gedanke – mag mich vielleicht auch irren.

Leider sieht man nicht wieviel Arbeit hinter einer Großformat-Aufnahme steckt. Die Fehlerquellen sind extrem hoch und eine Gewissheit, dass die Aufnahme etwas geworden ist, hat man auch nicht. Mit einer digitalen Kamera kann ich unendliche Male hintereinander auslösen, was es gerade bei schwierigen Fotosituationen einfacher macht. Ich kann mich noch gut an die Aufnahme am „Trinidad Beach“ erinnern. Neben den üblichen Aufnahme-Fehlerquellen kam hier die steigende Flut, das realtive kurze Zeitfenster nach Sonnenuntergang, das Warten auf die richtige Welle und schließlich das Auslösen der Kamera im richtigen Moment, wenn sich das Wasser wieder zurückzieht usw… zum Tragen. Ach, und die Belichtungszeit musste ja auch noch beachtet werden. Naja, ich will hier ja auch nicht rumjammern – hab ich doch selbst so gewollt.

Das, was die anderen nicht sehen können, also die Arbeit – genaus das zählt für mich am Meisten. Zu wissen, dass ich wirklich etwas fotografiert und nicht nur einfach x-mal den Auslöser betätigt habe. Ich denke ihr versteht was ich damit meine. Ich möchte damit auch nicht die digitale Fotografie schlecht machen, nutze ich sie doch selbst. Dennoch sehe ich die analogen Aufnahmen mit einem anderen Auge, wahrscheinlich vor dem Hintergrund weil es tatsächlich Handwerk ist.

Ich weiß, dass auch unter den BlogTimes Lesern etliche dabei sind, die wie ich entweder zusätzlich oder ausschließlich analog unterwegs sind. Wie seht ihr das eigentlich mit den analogen Aufnahmen. Habt ihr das Gefühl, dass diese oft mit der digitalen Welt verglichen werden und anders beurteilt werden? Genauso gut könnte man auch folgende Frage an die Digitalfotografen stellen. Wie seht ihr das Medium „Film“ – Für euch interessant oder kommt es gar nicht in Frage?

So genug geschwaffelt… hier ein paar Aufnahmen. Die meisten von euch werden sie wahrscheinlich schon kennen und es sind auch nicht viele. Die Bearbeitung dauert ungefähr doppelt solange wie bei einer digitalen Aufnahme. Grund sind die ganzen Staubfussel, die entfernt werden müssen und das benötigt Zeit.

Astoria - Oregon,*4x5 - USA

Telegraph Hill - San Francisco,*4x5 - USA

Surfer Trinidad Beach - California,*4x5 USA

Racetrack - Death Valley,*4x5 - USA

[Joshua Tree - Death Valley,*4x5 - USA

[Freemont - Vegas]*,4x5 - USA

[The Wave - Coyote Buttes],4x5 - USA

[Zion National Park],4x5 - USA

China State Park - California,*4x5 - USA

Two Cars - San Francisco,*4x5 - USA