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Fotograf

Dies und Das, Fotografie, Mitgemacht

Welche Fotografieblogs lest ihr noch so…?

20. Juli 2012

Wir ihr wisst, begebe ich mich einmal im Jahr auf die Suche nach den deutschsprachigen Fotografieblogs, denn immer wieder tauchen hier und da neue „Perlen“ auf, die es herauszufischen gilt. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei euch auch solche Perlen im Feedreader schlummern. Dieses Jahr möchte ich die ganze Geschichte etwas anders gestalten. 

Natürlich bin grundsätzlich im Internet unterwegs um Stories und Bilder rund um die Fotografie zu finden. In der Regel landen diese auf der BlogTimes-Facebook Page um sich im Netzwerk zu verbreiten. Inhalte, zu denen ich selbst etwas beitragen kann, werden auch hier im Blog veröffentlicht. Da ich selbst nicht überall sein kannn und sicherlich auch nicht alles finde, kommt ihr nun ins Spiel. Auch wenn meine Blogliste schon etliche Links aufweißt, so tut sich bekanntermaßen innerhalb eines Jahres in der Blogszene schon sehr viel. Es kommen neue dazu, andere pausieren oder werden geschlossen usw….

Mich interessiert also vielmehr, welche Fotografieblogs ihr so lest….? Aus eigener Erfahrung liest man in der Regel seine Favoriten, stolpert dann noch über diverse andere Links, bleibt hier und da hängen und das wars dann…

Doch ich bin mir sicher, da draußen gibt es Blogs, die noch nicht von jedem gelesen werden, aber es vielleicht wert sind. Ich bin jedenfalls schon gespannt und ihr sicherlich auch!

Der Einfachheit halber bitte nicht mehr als zwei/drei Links posten – eure Favoriten eben…! Achja, ihr könnt gerne auch englischsprachige Blogs posten!

Bücher, Fotografie

Gewinner der PoseBooks – Das Buch für Modelposen

30. Oktober 2011

So, alle die Zeitumstellung mehr oder weniger gut überstanden?! Schön, dann möchte ich heute die Gewinner der drei Posebooks bekannt geben.

Um an eines dieser Bücher zu gelangen, mussten folgende zwei Fragen beantworten werden.

1. Warum willst du dieses Buch?
2. Was fasziniert dich an der Peoplefotografie.

Hier die Antworten der drei Gewinner, die per Zufall ermittelt wurden. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Buch und möge die Inspiration mit euch sein….(you’ve got mail)

Céline sagt:
Warum ich und das Buch?
weil ich seit 2 Jahren alles aufsauge zum Thema Fotografie wie ein Schwamm und bisher in Posts und Podcasts kaum etwas zu Posing gesehen oder gehört habe. Dabei ist es so wichtig. Find´s ganz spannend – danke für den Tipp!
Warum Peoplefotografie?
Weil man Menschen nicht ewig warten lassen kann. Man muss wissen was man tut und das ist ja gar nicht so leicht – die hohe Kunst: einem toten Bild einen Charakter und Leben und eine persönliche Sicht auf diese einzuhauchen, das ist wirklich eine tolle Kunst.

Pablo sagt:
Das ist wirklich mal eine etwas andere Buchvorstellung, die durchaus sehr interessant klingt!

Da ich gerade selbst in die Peoplefotografie eingestiegen bin, wäre dieses Buch für mich sicherlich ein großer Gewinn. Denn gerade was die Posen betreffen, bin ich derzeit immer auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen.

An der Peoplefotografie begeistert mich am meisten die Unterschiede in jedem Shooting. Im Prinzip läuft jedes Shooting doch recht gleich ab und trotzdem gibt es da immer wieder diese kleinen Momente die völlig ungeplant sind. Diese immer wieder auftauchenden Unterschiede in einem Job der eigentlich irgendwann zur Routine wird, fasziniert mich sehr.

Dennis sagt:
Cooles Buch!

Ich bin in Sachen Posing leider ein recht unkreativer Fotograf. In den meisten Fällen kann mir meine Freundin (welche ja auch meistens mein Model ist) sehr gut helfen. Doch wenn ich mal alleine bin stehe ich recht schnell ganz blöd da.

Mich fasziniert vor allem die Wandelbarkeit eines Models. Ich finde es bemerkenswert, wie unterschiedlich ein Mensch wirken kann.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner. Wer es jetzt nicht gewonnen und sich dennoch einen kurzen Einblick in das Buch verschaffen möchte – hier geht’s zur Demo Version. Das Buch als PDF umfasst 178 Seiten mit über 400 Abbildungen und kostet 24,00 Euro. Wer kein Fan der digitalen E-Books ist, kann es auch als Hardcover erwerben. Die Vorstellung des Buch könnt ihr in diesem Artikel lesen -> Vorstellung: PoseBook – Das Buch für Model Posen

Hier gehts zur Bestellung des PoseBooks

Fotografie, Interviews

Architektur ist eine Leidenschaft – Johannes Heuckeroth

19. September 2011

… Das sind die Worte von Johannes Heuckeroth, Student mit der Fachrichtung Design an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg.

Wenn er sich mal nicht im Hörsaal aufhält, dann beschäftigt er sich mit der Architektur und Landschaftsfotografie. Seine Aufnahmen dürften dem einen oder andern nicht unbekannt vorkommen. Gerade die Aufnahmen des Bahnhofs von Liége (Lüttich), einem architektonischen Meisterwerks, suchen seines Gleichen. Johannes schafft es durch die Bildwirkung, den Betrachter auch über einen längeren Zeitraum im Bild verweilen zu lassen, was gerade bei Architekturaufnahmen keine Leichtigkeit ist.

„Ich brauche nichts weiter zu tun als die richtige Lichtsituation abzuwarten
und mich dann davor zustellen und abzudrücken“
Johannes Heukeroth

 

Ich wollte mehr über seinen fotografischen Werdegang wissen und so habe ich Johannes im Rahmen eines Interviews die nachfolgenden Fragen gestellt.

BlogTimes: Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden oder gab es einen besonderen Impuls?
Johannes:
Eine schwierige Frage, ich kann nicht genau sagen, was den ersten Impuls ausgelöst hat eine Kamera in die Hand zu nehmen. Anfangs spielte sicherlich einfach die Möglichkeit Dinge/Inhalte/Situationen festzuhalten eine Rolle, ohne eine Ahnung davon zu haben, welche Rolle Fotografie abgesehen von der reinen Dokumentation spielen kann. Das hat sich erst über die Jahre hinweg entwickelt und ausgeprägt. Ich finde es einfach faszinierend durch den Sucher zu blicken und seine ganz eigene Interpretation der Wirklichkeit festzuhalten und mit anderen zu teilen.

BlogTimes: Die Farbe blau dominiert sowohl bei deinen Aufnahmen als auch auf der Webseite. Was verbindest du mit dieser Farbe?
Johannes:
Woher die Dominanz dieser Farbe kommt weiß ich selbst nicht genau, ich finde sie einfach faszinierend und anziehend. Frisch, kühl, edel, ästhetisch. Werte, die ich auch mit meiner fotografischen Arbeit auszudrücken versuche. Ganz abgesehen davon, ist der Himmel natürlich blau. Ich liebe den Himmel und könnte ihn stundenlang anstarren. Am liebsten fotografiere ich während der blauen Stunde, der blaue leuchtende Himmel ist bei jeder Betrachtung von neuem faszinierend.

BlogTimes: Wer deine Webseite besucht, wird schnell deinen Themenschwerpunkt erkennen – die Architekturfotografie. Was fasziniert Dich daran?
Johannes:
Grundsätzlich fasziniert mich erst mal die Architektur an sich. Vor allem Architektur der Gegenwart, die oftmals unglaublich ästhetisch ist. Diese Ästhetik fotografisch festzuhalten ist meine Motivation. Zusätzlich ist die Architekturfotografie für mich eine sehr dankbare Aufgabe – das jeweilige Objekt steht still, ich brauche nichts weiter zu tun als die richtige Lichtsituation abzuwarten und mich dann davor zustellen und abzudrücken. Keine Organisation, keine Hilfsmittel, kein großer Aufwand, ich kann kommen wann ich will und loslegen.

BlogTimes: Architekturaufnahmen sind ja in der Regel eher kalt und leblos, dennoch schaffst du es mit deinen Aufnahmen den Betrachter länger im Bild zu halten. Ist es die Perspektive, die Technik oder gar die Bildbearbeitung? Was ist dein Rezept für Deinen fotografischen Stil?
Johannes:
Die Aussage, dass Architekturaufnahmen in der Regel kalt und leblos sind kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, zumindest sehe ich täglich faszinierende Fotos aus diesem Bereich von unterschiedlichsten Fotografen. Ein Rezept für meinen Stil kann ich nicht anbieten, alle aufgezählten Punkte spielen natürlich eine Rolle, wie in jeder anderen fotografischen Sparte auch. Es gilt die richtige Kombination aus Lichtstimmung, Wettersituation, Perspektive etc. zu finden, die das Objekt am wirkungsvollsten herausstellt. Welches Bildformat wird dem Objekt am ehesten gerecht? Sind mehrere Aufnahmen nötig um sie später zusammen zustitchen? In meinem Fall spielt die Nachbearbeitung auf jeden Fall eine sehr große Rolle und ist fester Bestandteil im Zustandekommen eines Fotos. Ich bin mir bei der Aufnahme vor Ort dieser Möglichkeiten bewusst und richte mein Vorgehen dementsprechend daran aus.

BlogTimes: Wie viele andere Fotografen deckst du auch ein weiteres Fotogenre ab. Warum die Landschaftsfotografie?
Johannes:
Weil die Natur unvergleichliche Schönheit zu bieten hat. Sie liegt uns direkt vor der Nase und man kann jeder Zeit loslegen, deshalb habe ich in meiner Anfangszeit vor allem Landschaften in meiner Umgebung fotografiert.

BlogTimes: Du vereinst sehr oft natürliche und künstliche Beleuchtung in deinen Aufnahmen – Welche Tageszeit zum Fotografieren favorisierst du?
Johannes: Für Architekturaufnahmen favorisiere ich zwei Aufnahmesituationen. Tagsüber: strahlend blauer Himmel mit vereinzelten Wolken mit nicht zu tiefstehender Sonne. Abends: wie oben schon erwähnt die blaue Stunde, in der sich beleuchtete Architektur meist am besten herausstellen lässt.

BlogTimes: Ein bisschen Technik gehört genauso zur Fotografie, wie der Auslöser zur Kamera. Du fotografierst digital – Was ist mir der analogen Seite der Fotografie – Schon einmal in Versuchung geraten?
Johannes:
Ja, vor einiger Zeit habe ich mit einer analogen Kleinbildkamera und gezwungenermaßen im Studium mit einer Großformatkamera gearbeitet. Das war ein interessantes Experiment, mehr aber auch nicht. Analog zu fotografieren erfordert eine gänzlich andere Herangehensweise die mir nicht liegt und mir keine Freude bereitet. Ich habe sehr großen Respekt vor allen die analog gearbeitet haben oder dies noch tun.

BlogTimes: Man sieht natürlich, dass Bildbearbeitung in deinen Aufnahmen steckt. Allerdings wirkt sie keinesfalls übertrieben, sondern passend zum Motiv. Wieviel Zeit investierst du pro Bild und welche Programme nutzt du?
Johannes:
Das lässt sich nicht generell sagen, ich investiere so viel Zeit wie für das jeweilige Bild von Nöten ist um zu einem für mich akzeptablen Ergebnis zu kommen. Wie sich ein akzeptables Ergebnis definiert hängt natürlich davon ab wie wichtig mir das jeweilige Foto ist. Das kann im Endeffekt alles zwischen fünf Minuten und mehreren Stunden bedeuten. Ich benutze Lightroom und Photoshop.

BlogTimes: Bist du auf Facebook? – Wenn ja, spielt Social Media eine große Rolle für Dich als Fotograf oder benutzt du es nur um Deine Werke zu präsentieren? 
Johannes: Ja bin ich, ich nutze es nur um auf aktuelle Arbeiten hinzuweisen.

BlogTimes Hast Du einen Favoriten aus Deinem Portfolio und warum?
Johannes:
Einen Favoriten habe ich nicht, ich kann ein Foto nennen, das ich mir zur Zeit immer wieder gerne ansehe: http://www.flickr.com/photos/pfn/5800371090/in/photostream Das Foto entstand im Februar dieses Jahres während eines 3-tägigen Aufenthalts in Paris im Geschäftsviertel La Défense. Ich bin hauptsächlich wegen diesem Viertel nach Paris gereist, da es  für mich dort sehr viele reizvolle fotografische Punkte gibt. Dieses Bild hier zeigt viele davon: Beeindruckende Hochhäuser, verschiedene Ebenen, geschwungene Formen, Übergänge von Geschäfts- in Wohnviertel, einfach vieles was mich an großen Städten und ihrer Architektur fasziniert. Auch viel von meiner oben erläuterten Arbeitsweise lässt sich hier aufzeigen: Fast perfekter Himmel (etwas zu viel Wolken), interessantes Licht, viel leerer Raum, zusammengesticht.

BlogTimes: Abschließend möchte ich Dir noch die 4 W-Fragen stellen. Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren? Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?

Johannes: Das eine schönste Erlebnis gibt es nicht, aber ich habe mich oft sehr glücklich gefüllt wenn ich zum Höhepunkt der blauen Stunde am perfekten Aufnahmestandort vor einem reizvollen Objekt stand und merkte das alles passt. Oder passend zu einem grandiosen Sonnenuntergang in einer imposanten und verlassenen Landschaft stehe.

Was: Alle Gebäude der Architektin Zaha Hadid
Wen: Menschen zählen normalerweise nicht zu meinen Aufnahmeobjekten
Wo: Zur Zeit hege ich eine große Leidenschaft für New York und würde dort gerne mal einige Zeit verbringen um meine fotografische Vorstellung der Stadt festzuhalten. Davon abgesehen gibt es so unendlich viele reizvolle Ziele/Gebäude/Landschaften auf dieser Welt die ich hier nicht alle aufzählen kann.

Lieber Johannes, vielen Dank für dieses tolle Gespräch. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß an Deinen Arbeiten und freue mich auf Deine New Yorker Sichtweise.  Zu sehen sind seine Aufnahmen auf www.pfnphoto.com

Mitgemacht, Nachgedacht

Aufgepasst beim Fotowettbewerb des Familienministeriums – Thema „Was heißt schon alt“ – aktualisiert

1. Februar 2011

Gestern bekam ich einen Mail von Marko Radloff – Redakteur von Bildwerk3, mit dem Hinweis auf den Fotowettbewerb „Was heißt schon alt“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dessen Teilnahmebedingungen.

Ich kann nur sagen, nehmt nicht an diesem Wettbewerb teil und/oder zieht Eure Anmeldung wieder zurück – sofern möglich. Hintergrund sind die Bedingungen im Hinblick auf die Nutzungsrechte an den eingesandten Aufnahmen. Demnach erhält das Ministerium die entgeltfreien Nutzungsrechte an allen Wettbewerbsbeiträgen (auch an nicht prämierten) zur Berichterstattung auch über den Wettbewerb hinaus. Das bedeutet, dass Eure Aufnahmen für Plakate, Einladungen, Ausstellungen, Kataloge, Bücher usw. unentgeltlich verwendet werden können.

Nicht, dass das schon der Gipfel ist. Nein, es kommt noch besser. Für prämierte Beiträge erhält das Ministerium das ausschließliche Nutzungsrecht. Im Klartext bedeutet das für den Teilnehmer, dass er die eingereichten Aufnahmen auf keinen Fall woanders zeigen darf. Weder als Print, noch als „Familienbild“ auf der eigenen Webseite.

Nach vorliegenden Informationen hat das Landgericht Berlin 2007 entschieden, dass Bildnutzung über den primären Zweck (also für den Wettbewerb) hinaus zusätzlich vergütet werden müssen. Anderfalls dürfen sie nicht verwendet werden.

Was mich überdies stutzig macht, ist die Tatsache, dass die Partner des Wettbewerbs sich auf eine Zusammenarbeit eingelassen haben.  Es wirkt nicht gerade seriös, wenn der  Deutsche Verband für Fotografie e.V und der Photoindustrie-Verband e.V. als Partner für diesen Wettbewerb und damit auch für die Teilnahmebedingungen genannt wird.

Weitere Informationen dazu, findet ihr auch auf Bildwerk3

EDIT vom 12.02.2011:
Bildwerk3 hatte dem Ministerium bezüglich der Teilnahmebedingungen einen Brief geschrieben. Die nun veröffentlichte Stellungnahme zeigt einmal mehr, dass sich niemand für die Rechte der Fotografen/Bilder interessiert.