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Fotoreise

Fotografie, Großformat, Unterwegs

Der wilden Westen – Ein Fototrip in die USA…

1. Februar 2013

In knapp 8 Wochen werde ich im Flieger nach Las Vegas sitzen und meine erste Fotoreise in diesem Jahr in die USA starten. Doch eines ist dieses Mal anders- ein BlogTimes-Leser wird mich begleiten.

Um den Jahreswechsel herum hatte ich es schon angekündigt, dass ich aufgrund des vierjährigen BlogTimes-Geburtstag im Mai einen Leser mit auf einen meiner Fototrips nehme. Ursprünglich wollte ich euch mein Vorhaben in einem Vorab-Beitrag vorstellen und anschließend aus den Zusagen meinen Reiseteilnehmer auswählen. Aufgrund der zahlreichen Meldungen, die bereits nach dem Ankündigungsbeitrag eingegangen sind, habe ich darauf verzichtet. Andreas aus Sittensen wird mich nun auf meiner Reise begleiten und erhält quasi einen 14-tägigen Workshop als BlogTimes-Geschenk.

Unsere Reise wird uns zunächst nach Las Vegas führen, wo wir uns für die ersten Tage akklimatisieren werden. Anschließend geht es mit einem Allrad-Fahrzeug in kalifornische Death Valley. In einem der wenigen Unterkünfte vor Ort, welches uns für die nächsten Tage als Basisstation dienen wird, werden wir den Wagen in ein mehr Off-Road taugliches Gefährt tauschen und tiefer ins Death Valley hineinfahren. Hier werden zu unterschiedlichen Zeiten die spärliche, aber atemberaubende Landschaft fotografieren und die absolute Stille genießen. Die weitere Reise führt uns dann über Las Vegas zurück in Richtung Grand Canyon National Park. Nach einen eintägigen Stopp geht’s hier auch schon weiter nach Arizona zu den berühmten Slot Canyons (Antelope) und dem Lake Powel. Die größte Anzahl der Übernachtungen ist hier geplant um auch hier die Fotomöglichkeiten zu unterschiedlichen Tageszeiten nutzen zu können. Weitere Stationen im Reiseverlauf sind The Wave, Bryce Canyon, Zion National Park, Kanarra Creek und Valley of Fire bevor es dann nach gut 12/13 Tagen wieder zurück nach Vegas geht.

In Sachen Equipment nehme ich sowohl meine digitale Knipse als auch die Dicke Berta mit – sprich ne D800 und ne 4x5inch Fachkamera. Natürlich kommen die Weitwinkel-Scherben mit in die Fototasche, daneben noch ein zwei Festbrennweiten, diverse Grau – und Verlaufsfilter und für die analoge Kamera etliche S/W und Farbfilme. Oh man, ich glaube ich werde gar kein Platz mehr für Klamotten haben…

Ach, je nach Internet-Verfügbarkeit werde ich hier und da einen kleinen Reisebericht schreiben. Für die fotografische Untermalung habe ich bereits einen Instagram-Account eingerichtet, den ich demnächst freischalte. Ich werde also erstmals meine Reise per iPhone dokumentieren und ich hoffe doch, dass euch das interessieren wird. Zu diesem Zweck habe ich nämlich auf BlogTimes extra eine eigene Instagram-Seite eingerichtet um auch den Nicht-Instagramern eine Möglichkeit der Bild-Verfolgung zu geben. Alle Aufnahmen dieser Reise werde ich mit #BtUsa13 taggen.

Die Beitragsfotos wurden freundlicher Weise von Dominique Haussener (Flickr500px) zur Verfügung gestellt, der schon etliche Male im Westen unterwegs war. Apropos Fotos. Wenn ich genügend Aufnahmen zusammen bekomme, wird es für 2014 einen großformatigen Kalender zur Reise geben.

Wer einer von Euch schon mal auf so einer Canyon-Tour unterwegs? Wie waren Eure Eindrücke?

Fotografie, Unterwegs

England die ZWEITE!

24. März 2012

Der letzte Beitrag ist ja schon ein Weilchen her und da ich zur Zeit immer noch mit dem Umzug nach Kanada beschäftigt bin, hat sich freundlicherweise mein Fotobuddy Nils bereit erklärt, ein paar Zeilen für BlogTimes zu schreiben. Wie ihr wisst, waren wir Anfang dieses Jahr in England auf Fotoreise – das erinnert mich daran, dass ich gerade mal vier Aufnahmen davon bearbeitet habe.. Oh man, ich muss da dringend ran!! 

Während ich mich hauptsächlich der S/W Fotografie widme, hat sich Nils der „Farbe“ verschrieben…

…Einen Reisebericht von Ronny über die Englandreise konntet Ihr ja bereits auf BlogTimes lesen. Ronny erzählte mal das er eine gewisse Ecke von England besuchen möchte und ich konnte gleich erraten, dass es sich um die Küste von Dorset handeln müsste – quasi ein Landschafsfotografie-Mekka. So kam es das wir gemeinsam relativ spontan auf diese Reise gingen.

Natürlich haben wir uns einige Gedanken zur Reise gemacht, wo soll es hingehen, wo übernachten wir … Das Übernachtungsproblem war schnell gelöst Bed & Breakfast gibt es zu allen Preisen in jeder Ecke des Landes. Unsere Auswahlkriterien waren einfach, Lage und Preis passt, W-Lan vorhanden – gebucht. Mietwagen übern ADAC und günstige Flüge rausgesucht – fertig.

Da die Dorset Küste ja zu Hauf fotografiert wurde, war es einfach bei Flickr & Co. einen Eindruck zu bekommen. Auch die Auswahl an englischen Fotografen von denen jeder eine Dorset Ecke im Portfolio hat, haben uns bei der Reiseplanung unterstützt. Durch die vorhandene Internet-Verbindung im Hotel konnten wir abends nochmal die Pläne für den nächsten Tag besprechen. Was passt am besten für den Sonnenaufgang und wo lohnt es sich eher zum Sonnenuntergang zu sein. Wie sieht es mit dem Wasserstand aus, zumal viele Motive erst ihren Reiz bei Niedrig- oder Hochwasser aus. Aus dieser Planung den nächsten Tag und das Übertragen der Bilder auf das Notebook bestand unser Abendprogramm. Im Reiseverlauf hat es sich rausgestellt, dass es wichtig ist genau zu wissen wo welches Motiv liegt. Als Navigationshilfe hatten wir uns einfach ein TomTom aus Deutschland mitgenommen, welches uns stets den richtigen Weg gezeigt hat.

Die von mir verwendete Ausrüstung bestand aus einer Nikon D300s und folgenden Objektiven und Zubehör: 10-24, 24-70 und 70-200, Nikon Fernauslöser, Manfrotto 055er Carbon Stativ mit Umbau ohne Mittelsäule, Lee Verlaufsfilter, Polfilter und natürlich der Big Stopper. Die wichtigste Ausrüstung war allerdings gute Kleidung. Eine wind-, wasserfeste Jacke und Hose dazu wasserdichte Wanderstiefel waren einfach Pflicht. Achja, gerade für die abgelegenen Orte durfte auch eine Stirnlampe nicht fehlen. Ohne diese, war es gerade bei einbrechender Dunkelheit nicht möglich den Rückweg wieder zufinden.

Die Woche in England ging schnell um, es war einfach herrlich so viel draussen zu sein und die Natur zu geniessen. Die Fotos können die vorhandene Stimmung an diesen Orten nur in gewissen Maßen übertragen. Allein das Rauschen am Hartland Point – einfach unbeschreiblich. Meine Reise ging dann nach Glencoe/Schottland weiter, Ronny musste sich leider schon auf den Heimweg machen.

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Equipment, Fotografie, Nachgedacht

Digitales Mittelformat Pentax 645D – Mehr ist mehr….

31. Januar 2012

The Cobb - Lyme Regis DorsetEin paar Tage war ich nun mit der Pentax 645D unterwegs und bin restlos begeistert. Wie ihr wisst, hatte ich die Pentax leihweise von IPS Hamburg bekommen um sie für ein Fotoprojekt zu verwenden. Trauriger Weise musste ich sie wieder abgeben…

Mein erster Eindruck ist – Hammer! Mein zweiter Eindruck – Hammer! Mein dritter Eindruck – na ihr wisst schon. Es ist einfach ne völlig andere Klasse. Ok, normalerweise fotografiere ich mit einem Crop Sensor und daher ist der Sprung natürlich noch gewaltiger als von FX auf die Pentax Sensorgröße von 33x44mm. Eine der ersten (Test) Aufnahmen habe ich noch am gleichen Tag gemacht und bereits auf dem 3″ Kameradisplay, welches in meinen Augen völlig ausreichend, konnte ich mich an den Details gar nicht satt sehen. Die Kamera wiegt schon einiges. Mit ihren knapp 1.5kg ist sie dennoch durch ihre ergonomische Bauform leicht und handlich zu bedienen. Im Grunde findet man alle Funktionen, die man auch von einer normalen DSLR kennt.

Die großer Überraschung kam dann allerdings bei der Bildbearbeitung. Sowohl in Lightroom als auch in Photoshop reagierten die Regler und Einstellungsebenen viel sensibler und ließen sich gefühlt bis ins unendliche verändern, ohne dass irgendwelche Farbverläufe abrissen oder die Lichter überstrahlten. Das kenne ich so gar nicht von meiner D300. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, wo die Kamera diese Reserven her nimmt. Es war jedoch ein völlig neues Bearbeitungsgefühl. Über die Bildqualität brauchen wir eigentlich gar nicht sprechen – 40MP sagen schon alles. Eine 100 Prozent Ansicht wirkt ungefähr so, als wenn ich bei meiner Crop Kamera auf 25 Prozent gehe! Details, Details und noch mehr Details.

Dennoch gibt es auch an dieser über 10.000 Euro Kamera etwas zu meckern. Die geringe Anzahl an Autofokus Punkte ist gewöhnungsbedürftig und mir sofort aufgefallen. Obgleich andere Mittelformat-Hersteller noch weniger AF-Sensoren ihren Kamera spendieren, finde ich elf Punkte viel zu wenig, vorallem bei dieser Sensorgröße. Apropo Größe – kurze positiver Einschub –  der 98 Prozent-Sucher ähnelt eigentlich einer Panoramafensterscheibe und ist sowas von rießig. Der zweite Punkt ist die Vorschaufunktion der aufgenommen Bilder. Während es bereits bei üblichen Belichtungszeiten (z.b 0/250sek) ungefähr 2-3Sekunden dauert bis das Bild erscheint, dauert es bei Langzeitbelichtungen ab ca. 1 Minute immer knapp die doppelte Zeit bis die Aufnahmen letzten Endes auf dem Display zu sehen sind. Ok, in Anbetracht der ernormen Speichermenge sage ich ja nichts über die 2-3 Sekunden, aber die Speicherzeiten bei Langzeitbelichtungen sind gerade bei sich schnell wechselnden Licht/Wetterbedingungen einfach zu lange. Das hat mich in England um so manches Foto gebracht.

Von meiner Nikon kenne ich das Problem wenn man die Funktion „Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen“ eingeschaltet hat. Auch die Pentax verfügt über diesen Menüpunkt, dennoch konnte ich selbst bei ausgeschalteter Funktion keine Veränderung der Speicherzeiten feststellen. Das ist wirklich sehr schade, denn die Kamera ist in Sachen Bildqualität über jeden Zweifel erhaben.

Ach, da fällt mir gerade etwas ein. Als ich letztens auf BlogTimes meine Englandreise und das verwendete Equipment vorgestellt hatte, schrieb ein BlogTimes Leser folgendes: “ Hallo,wenn ich Dir nen Tipp geben darf: Nimm ein ordentliches Stativ mit. Damit meine ich eines, welches für 18kg oder mehr ausgelegt ist. Da ist mit Kugelkopf nix mehr zu machen.Fotografiere selbst digitales MF. Aufgrund der extremen Auflösung, der Detailgenauigkeit, dem großen Sensor und dem etwas anderen mechanischen Verhalten einer MF-Kamera, fallen Verwackelungsunschärfen ungleich stärker auf, selbst bei SVA. Outdoor muss das Stativ stehen wie ein Felsen. Gerade an der Küste fängt bei Wind alles schnell an zu schwingen… Viel Spaß! “ 

Lieber Eric, leider konnte ich in Anbetracht der kurzen Zeit weder ein neues Stativ, noch einen neuen Stativkopf besorgen. Zudem war ich guter Dinge, dass es auch so funktionieren sollte. Obgleich des sehr rauen Klimas an der Südküste Englands um diese Jahreszeit, wurde ich von meinem Equipment nicht im Stich gelassen. Der Kugelkopf (Vanguard SBH-100 – max 10kg) hat wunderbar gehalten und auch das Stativ (Vanguard Alta Pro 283CT – max 8kg) hat keine Zicken gemacht. Es kommt ja auch immer auf den Untergrund an und natürlich gab es Situationen, aber hier hätte selbst ein stabileres Stativ nichts mehr genützt.

Die meisten von Euch werden die hier gezeigten Aufnahmen schon kennen, aber ich komme derzeit einfach nicht zum Bearbeiten der restlichen Aufnahmen. Verzeiht es mir….

Fotografie, Unterwegs

Fotoprojekt Südengland – Auf der Suche nach Fossilien…

16. Januar 2012

Das letzte Fotoprojekt „Dubai“ liegt schon ein paar Monate zurück. Zeit also, wieder  auf Reisen zu gehen . Doch dieses Mal liegt mein Ziel fast vor der Haustüre oder besser gesagt, es ist nur knapp 2 Flugstunden entfernt – Südengland.

Genau genommen handelt es sich um die Grafschaft Dorset und Devon und wenn genug Zeit ist, vielleicht noch Sommerset. Bekannt ist vor allem der Süden Englands für seine Sandstrände auf der einen und für bizarre Felsformationen auf der anderen Seite. Also,  eine ideale Spielwiese für Landschaftsfotografen. Gibt man die Grafschaften als Suchbegriffe bei Google ein, sieht man, wie viele Fotografen diesen Landstrich, dessen Küstenlinie teilweise seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, bereits fotografiert haben. Einer davon, oder besser gesagt eine Fotografin ist Nina Papiorek, die mir freundlicherweise auch die Aufnahme für den Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank, Nina. Fotofachgeschäft mit Rent-Service

Erstmals werde ich für diese Fotoreise mit Fotografie-Equipment ausgestattet, worüber ich mich ganz besonders freue. Das Hamburger Fotogeschäft IPS, welches über einen  Rent-Service verfügt, stellt mir für dieses Projekt die neue Pentax 645D inkl. 35mm Weitwinkel, eine digitale Mittelformatkamera mit 40MP zur Verfügung. Als Backup oder für noch weitwinkligere Aufnahmen nehme ich noch eine 1Ds Mark III mit, die auch wenn schon ein paar Jahre alt, immer noch sehr gute Qualität mit ihren 21MP abliefert. Neben einem 21mm Zeiss, wird hier das 16-35mm 1:2,8 von Canon zum Einsatz kommen.

Zudem erhalte ich noch Unterstützung vom Fotozubehör Hersteller Vanguard, der mir neben einem Fotorucksack (UpRise 48) dem Kugelkopf SBH-100auch das Alta Pro 283CT, ein Carbon Stativ mit auf dem Weg gibt. Jetzt werdet ihr euch vielleicht fragen, wofür das Ganze überhaupt!? Nun, es ist für ein Fotobuchprojekt und in England werden die ersten Aufnahmen dafür entstehen. Allerdings steckt es noch in den absoluten Anfängen. Mit fortgeschrittener Zeit werde ich euch aber mehr darüber erzählen. Das Vanguard Equipment ist zudem ein Teil des Projektes, denn es werden gleich neue Fotos erstellt, welche dann in absehbarer Zeit auf dessen Webseite zu sehen sind.

Ich freue mich jedenfalls schon tierisch drauf und kann es kaum noch erwarten das Mittelformat Biest endlich einsetzen zu dürfen. Eine erste Testaufnahme habe ich bereits gemacht und muss sagen, dass ich während der Bildbearbeitung von den Details und dem hohen Kontrastumfang überwältigt war. Normalerweise benutzte ich keine Pinselspitzen, mit mehr als 400px Durchmesser, aber bei einer Bildgröße von 40MP ist diese Pinselspitze gerade mal so groß wie ein cent Stück…Nach dem Projekt geht natürlich das gesamte Kameraequipment wieder zurück zu IPS, denn leider kann ich es nicht behalten… Im Grund genommen ist es für mich auch ein Testeinsatz, wie sich die Pentax im Outdoor-Bereich schlägt, ob das Stativ standsicher genug ist, der Kugelkopf schön fest bleibt  und ob der Fotorucksack hält, was er verspricht…. Irgendwie kommt bereits nach einem Tag das „Haben-wollen-Gefühl“ für die Pentax auf…

 Wer von euch war eigentlich schon mal in Südengland und kennt die von mir angesprochenen Grafschaften?!? Vielleicht hat einer von euch noch Tipps usw…