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Iceland

Fotografie, Interviews

Klara Harden – MADE IN ICELAND

8. Dezember 2011

Vor kurzem hatte ich auf der BlogTimes – Facebook Page das Video „MADE IN ICELAND“ über Klara’s Trip durch Island gepostet. Ganz besonders fasziniert hat mich die Tatsache, dass Klara ihre Reise zu Fuß unternommen hatte. 25 Tage war sie, von Süden über die Hochlandebene in den Norden Islands unterwegs – und es war nicht immer…. aber lest selbst!

Da ich selbst dieses Jahr in Island war und im Gegensatz zu Klara ziemlich komfortabel mit dem Auto von A nach B gefahren bin und auch nicht im Zelt geschlafen habe, bewundere ich die Leistung der gebürtigen Österreicherin umso mehr. Das war eigentlich auch der Grund, warum ich Klara angeschrieben habe – ich wollte noch ein bisschen mehr über sie und ihre Reise erfahren.

Es fühlte sich an, als hätte die Natur für einen Augenblick die Waffen niedergelegt und mir ein Friedensangebot gemacht… Klara Harden


BlogTimes: Durch deinen Kurzfilm „Made in Iceland“ bin ich auf Dich aufmerksam geworden. Da ich selbst im Mai diesen Jahres in Island war, weiß ich, wie faszinierend dieses Land ist. Im Gegensatz zu Dir, hab ich die ganze Strecke mit dem Auto zurückgelegt. Du allerdings zu Fuß – 25 Tage lang! Erst einmal Hut ab vor dieser Leistung. Was hat Dich dazu bewogen, diese Tour zu Fuß zurückzulegen und das auch noch ganz alleine?
Klara Harden: Es ist die Langsamkeit, das Ausgesetzte, das scheinbar Schutzlose und die Nähe zur Natur das mich am Wandern so reizt. Es ist das menschlichste Tempo der Fortbewegung und du kannst dich nicht vor jedem Regentropfen schützen, so wenig wie vor dem stetigen Wind und der kalten Luft. Es lässt die Grenze zwischen dir und deiner Umgebung verwischen.
Ist man so lange Zeit alleine, muss man sich mit sich selbst beschäftigen und es wird einem unweigerlich bewusst, dass man sich überall hin mit nimmt- man nicht vor sich selbst davonlaufen kann. Man muss jeden Gedanken zu Ende denken. Das ist nicht immer angenehm macht aber frei.

BlogTimes:  Erzähl doch mal Deine ersten Eindrücke von Island, die Du in den ersten Tagen gemacht hast – Überwältigend, nicht wahr?
Klara Harden: Ich war anfangs noch sehr unsicher, ob ich das schaffen würde. Es war ja meine erste richtige Wanderung. Und körperlich war ich nicht darauf vorbereitet. Das hieß große Zweifel, schmerzende Knie und ein dich für deine Pläne verteufelnder Rücken. Man klettert den Berg hinauf, mit brennenden Oberschenkeln, nennt den Berg den Letzten den man je erklommen hat, dreht sich um und nimmt diesen Gedanken sofort zurück. Man blickt sich um versteht auf einmal warum man das macht.

BlogTimes:  Welche Gegenden von Island hast Du eigentlich belaufen und warst Du die ganze Zeit alleine.
Klara Harden: Meine in Österreich geschmiedeten Pläne habe ich nicht lange verfolgt. Meine erste Etappe war der Laugavegur, der wohl bekannteste Wanderweg mit atemberaubender Landschaft.  Hier trifft man auch noch viele andere Wanderer. Nach einem Zwischenstopp in Reykjavik bin ich in die Highlands, um einem alten Pferde- Pfad zu folgen, den Kjölur. Als ich jedoch am Ende der Route ankam, entschloss ich noch weiter bis zur Ringstraße zu gehen. Vier Tage lange einer Schotterstraße zu folgen, welche sich durch eine ausgedörrte Einöde zieht, in der sogar die zähen Island-Schafe ihr Leben lassen, war mental fast untragbar. Danach per Autostopp zu einer Halbinsel im Norden. Wunderschöne grüne Täler, keine Menschenseele für drei Tage, Nebel, Angst, viele schöne Momente und auch die Erkenntnis, was Einsamkeit wirklich ist. Auch auf den letzten beiden Routen habe ich immer wieder Menschen getroffen, andere Wanderer, ein Hüttenwart, der Radfahrer aus Brighton, der den Wind verfluchte. Immer wieder bin ich auf hilfsbereite und liebe Menschen gestoßen, mit lustigen Geschichten und Schokolade zum Teilen. Letztendlich war ich jedoch die meiste Zeit alleine. Auch oder vor allem mit meinen Entscheidungen.

BlogTimes: Viel mitnehmen kann man ja nicht gerade, wenn man solch eine Tour zu Fuß zurücklegt. Mich und bestimmt auch meine Leser würden sich sicherlich dafür interessieren, was Du so alles in Deinen Rucksack gepackt hattest?
Klara Harden: Ich bin nach dieser einzigen Tour sicherlich kein Equipment- Experte. Schlafsack, Matte und Drybags waren mir glücklicherweise von der Firma ALPKIT gesponsert worden. Dazu kam dann noch ein Zelt, Kochgeschirr, Kameraequipment mit einem Stativ was mir meinen Plan von 17kg  Rucksackgewicht ordentlich verkorkste. Schlussendlich hatte ich zwischen 19 und 23kg mit mir. Wenig empfehlenswert. Ich war froh, dass sich der Körper recht schnell daran gewöhnt hatte. Aber auch für dieses Gewicht musste ich schon an allen Ecken einsparen. Ein Stück Seife, Zahnbürste und Zahnpasta und nur einer Ersatzmontur ließen mich die Dusche nach jeder Etappe als weltbewegendes Ereignis erleben. Mein Kochgeschirr bestand aus einer Gaskartusche mit Aufsatz, einem Becher und einem Löffel. Mehr braucht man auch nicht. Die Sandalen zum Furten der Flüsse, welche mir so sehr ans Herz gelegt wurden hab ich nach der ersten Etappe nicht mehr mitgenommen. Barfüßig oder nicht, das Wasser bleibt schmerzhaft kalt. Dafür liebte ich meine Sturmhaube um so mehr, und auch eine regen feste Schichte ist in Island auf alle Fälle förderlich für eine gemütliche Wanderung. Meine Trinkflaschen hatte ich nur halb gefüllt, es gab auf meinen Routen immer genügend Bäche und Flüsse mit wunderbar klar-kaltem Wasser. Unentbehrlich war mir mein Opinel und meine Casio F-91W. Wohl auch, weil mich die Uhrzeit daran erinnerte, dass die Welt „draußen“ mit ihren Regeln und Bestimmungen noch existiert.

BlogTimes: Hast Du mehr im Zelt übernachtet oder in Hütten? Konnte man die Hütten einfach so beziehen?
Die meiste Zeit habe ich im Zelt geschlafen. Manche der Hütten, die auf dem Laugavegur sind recht teuer und eher etwas für gesellige Leute. In den anderen Hütten auf meinen anderen Routen waren fast immer schon leer und ohne Hüttenwart und mit ca. 5€ eine Willkommene Abwechslung. Einzuschlafen, in einer kleinen bebenden Holzhütte, sich in den Schlafsack zu wickeln und der Brandung des Meeres zuzuhören, in dem vielleicht gerade ein Walfisch seine weiten Runden zieht ist ein Luxus, den nicht allzu viele Menschen kennen.

BlogTimes:  Deine Eindrücke sprechen ja Bände. Nach rund zwei drittel des Films kommt eine Szene, bei der man sehen kann, dass Du Dich offensichtlich verlaufen oder zumindest orientierungslos warst. Deine Angst kann man förmlich spüren. Wie war das für Dich und vor allem wie bist Du aus dieser Situation wieder heil rausgekommen?
Klara Harden: Ich hatte mich selbst falsch eingeschätzt und gedacht, ich würde schon umkehren, wenn es mir zu gefährlich wird. Ich wollte über einen Bergrücken von einem Tal ins andere, was mir auch als möglich erklärt wurde. Anfangs noch etwas orientierungslos, wusste ich bald wo genau wo ich hin musste. Hinunter von diesem Berg ins Tal.  Doch wie ich dort hinkommen sollte, war mir in diesem Moment nicht mehr klar. Und so blieb das für 4 Stunden. Rieselnd, rutschende Schutthalden, welche in steilen Felswänden enden. Das dumpfe Geräusch von Steinbrocken welche ins Tal hinunter krachten. Alle Tiere, das man sieht haben es auch nur dank ihrer Flügel hierhin geschafft. Rutschige Schneefelder über die man hinweg tänzelt, mit dem 20kg Rucksack, in der Hoffnung nicht einzubrechen und in den darunter rauschenden Bach zu stürzen. Keine direkte Bedrohung, jedoch das Bewusstsein, dass erst in 5 Tagen jemand beginnen würde einen zu vermissen.  Gefangen in einem Tal aus losem Geröll und der Unmöglichkeit umzukehren. Mit einem Fuß im Gebirgsbach die Erkenntnis, dass es nun wirklich nicht mehr weitergeht. Nach zwei Stürzen, ohne Rucksack an den Hängen geklettert, bis ich einen Schafspfad fand. Vier Stunden später endlich im Tal und in der Hütte. Schlaflosigkeit bis in die späte Nacht. Der Körper hat sich bis zum Ende der Wanderung nicht mehr von diesem Tag erholt, aber ich habe noch nie so viel in so kurzer Zeit gelernt.

BlogTimes:  Ein bisschen Technik gehört ja auch zu diesem kleinen Interview. Welche Kamera hast Du für dein Video genutzt und hast Du alles selbst geschnitten und bearbeitet?
Klara Harden: Gefilmt habe ich mit einer Canon550D. Ich hatte anfangs vier Objektive dabei, entschied mich jedoch bald nur zwei davon mitzunehmen, ein Tamron 10-24mm f3.5-4.5 und ein Nikor 35mm f2. 
Für den Schnitt Premiere Pro mit einer Farbkorrektur mit MagicBullet. Zur Bearbeitung der Photos Lightroom, eher wegen der Menge des Materials, sonst zieh ich hier Photoshop vor.

BlogTimes: Warum ausgerechnet das Medium Film und nicht Fotografie? Oder hast Du auch ein paar fotografische Eindrücke mitgebracht? 

Klara Harden: Film gibt mir andere Möglichkeiten, da er sich der zusätzliche Dimension der Zeit bedient. Und Zeit, die Langwierigkeit, die Gleichzeitigkeit und das Andauern war damit leichter zu erzählen. Auch gab es mir die Möglichkeit, mich selbst von außen zu beobachten, wo die Fotografien meinen Blick nach außen wiedergeben. Ich war überrascht von der Anstrengung, die das Filmen und Fotografieren mit sich brachte. Man überlegt sich schon am zweiten Tag jeden einzelnen Schritt, welcher nicht in Marschrichtung geht um Energie zu sparen. Doch ich denke die Anstrengung hat sich gelohnt.

BlogTimes:  Abschließend möchte ich Dir noch zwei Frage stellen. Welches war Dein schönstes Erlebnis und können wir bald auf eine weiteres Projekt von Dir hoffen?
Klara Harden: Ich liebte das Zusammentreffen mit dem kleinen Polarfuchs. Es fühlte sich an, als hätte die Natur für einen Augenblick die Waffen niedergelegt und mir ein Friedensangebot gemacht. Wirklich schön war jedoch Wochen nach meiner Rückkehr zu erkennen, dass sich mein Leben grundlegend geändert hatte. Auch die Rückmeldungen auf den Film waren schön, da sich einige Menschen dadurch motivieren ließen selbst solche Abenteuer zu erleben, und darum geht es im Endeffekt. Ich wusste vor MADE IN ICELAND auch nicht, ob ich dieses Abenteuer durchhalten würde, wusste nur, ich würde es unendlich bereuen es gar nicht versucht zu haben. Ich werde also so bald als möglich wieder los ziehen. Weil es wichtig ist, in unserer sonst so kontrollierbaren Welt ein Abenteuer zu erleben und weil sie mich zu einem glücklicheren Menschen machen.
Das ist nur der Beginn einer viel längeren Wanderung. Der erste Schritt ist schon getan. Es gibt nun kein Zurück mehr. Und das ist gut so.

Die nachfolgenden 15 Minuten haben es in sich!!

Liebe Klara, vielen Dank für dieses tolle Gespräch. Ich wünsche Dir weiterhin bei deinen kommenden Projekten viel Erfolg und vorallem ganz viel Abenteuer. Zu sehen sind ihre Aufnahmen in ihrem Flick-Stream. Folgen könnt ihr Klara auch auf ihrer Facebook-Page -> facebook.com/klaraharden oder auf Vimeo.

Fotografie, Nachgedacht

Island Impressionen – Was für ein Abenteuer…

21. Juli 2011

Heute poste ich mal etwas Eigenes und zwar ein paar meiner Island Impressionen. Ich kann euch sagen, dass war echt ein Abenteuerurlaub.

Nur Bilder zeigen ist laaaaangweilig, daher gibt es noch ein wenig Text. Zusammen mit Ronny Behnert war ich insgesamt 17 Tage auf der Vulkan Insel. Um unsere Erlebnisse festzuhalten, haben wir auf BlogTimes einen Reisebericht geschrieben. Ich denke, für zukünftige Island-Reisende sind bestimmt auch ein paar Anregungen dabei.  „Im Großen und Ganzen war es eine wirklich abenteuerliche Reise, die uns so manchen (unerwünschten) Adrenalinstoß gekostet hat. Angefangen von heißen Quellen, die beim Kontakt mit Wasser Schwefelsäure bilden, über einen schneebedeckten Bergpass, der unsere Tour zur Achterbahn werden ließ, bis hin zur Sandstürmen und Aschewolken, die uns fast den letzten Atemzug geraubt haben, war die Reise allerdings jeden Cent wert.“

Mittlerweile habe ein Teil der Island Aufnahmen fertig bearbeitet und bereits auf ronnyritschel.com veröffentlicht. Die restlichen Aufnahmen werden demnächst folgen. Wer Lust hat, der kann gerne auch auf meiner Facebook Page vorbeischauen.

Ach, bevor ich es vergesse. Die Fotos eins, drei und acht wurden mit dem neuen LG Monitor bearbeitet.

Hier nun ein kleiner fotografischer Teaser (neudeutsch für Vorgeschmack…)
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Wer von euch war schon einmal auf Island!?

Fotografie

Beach of Jökulsarlon – Making of

19. Juni 2011

Immer wieder erreichen mich Mails von Lesern, die  mich bitten etwas zu meinen Bildern und deren Bearbeitung zu schreiben. Dem möchte ich heute mit einer Aufnahme aus Island nachkommen.

Das Bild entstand im Mai diesen Jahres auf Island. Aufgrund der teilweisen extremen Wetterbedingungen (Sandsturm und stark aufschäumende Gischt) waren mehrere Anläufe für diese Aufnahme notwendig. Hinzu kommt, dass hier nicht immer das Gletschereis des Jökulsarlon an den Strand gespült wird und man die Wellenbewegung ebensowenig voraussagen kann. Ein bisschen Glück in der Fotografie gehört also für mich genauso dazu, wie der Auslöser zur Kamera.

Verwendete Technik:

Bevor ich zum Eigentlichen, der Bildbearbeitung komme, gibt es für die „Techniker“ unter uns noch ein paar Daten. Die Aufnahme wurde mit einer Nikon D300 und dem Nikon Objektiv 17-55mm f2,8 realisiert. Die Brennweite betrug 19mm bei einer Belichtungszeit von 1,6 Sekunden @ f 3,2. Um auf diese Zeiten zu kommen, verwendete ich zudem einen Graufilter der Stärke 3 (Verlängerung: 10 Blendenstufen). Vorrang hatte für mich hauptsächlich die Belichtungszeit von 1,6 Sekunden um die Dynamik der Wellenbewegung, wenn diese über den Strand rollen, einzufangen.  Um die gewünschte Tiefe ins Bild zu bringen, war die Brennweite von 19mm notwenig. Eine längere Brennweite hätte nicht zum gewünschten Ergebnis geführt.

Bildbearbeitung:

Das usprüngliche Foto ist natürlich in Farbe fotografiert und anschließend in S/W umgewandelt. Als Bearbeitungsprogramm kam Photoshop (Tonwertkorrektur, Gradationskurve, Vignettierung, Tonung) und Silver Efex zum Einsatz. Letzteres dient mir haupsächlich der Überprüfung der einzelnen Tonwerte mit Hilfe des integrierten Zonensystems. Natürlich kann man das auch mit Photoshop machen, allerdings finde ich die Benutzersteuerung übersichtlicher und intuitiver. Das schöne am Zonensystem ist, dass die Helligkeitsbereiche unabhängig von der eingestellten Monitorhelligkeit angezeigt werden. Das erlaubt mir einfach eine bessere Differenzierung der verschiedenen Tonwerte und somit ein nach meinem Empfinden besseres Endergebnis.

[tabs slidertype=“top tabs“] [tabcontainer] [tabtext]Tab 1[/tabtext] [tabtext]Tab 2[/tabtext] [tabtext]Tab 3[/tabtext] [tabtext]Tab 4[/tabtext] [tabtext]Tab 5[/tabtext] [tabtext]Tab 6[/tabtext] [/tabcontainer] [tabcontent] [tab]Auf dem ersten Bild seht ihr die Aufnahme als RAW-Format in ihrem unbearbeitet Zustand. Der Horizont ist schief und das Bild wirkt natürlich kontrastarm. [/tab] [tab]

Der Horizont wurde mit dem „frei transformieren“ Werkzeug in die richtige Position gezogen. Normalweise kann man das auch mit dem Distorsions-Filter erledigen, dieser schneidet mir allerdings teilweise einfach zu viel vom Bild weg.

Außerdem kann ich das Bild durch transformieren ein wenig strecken oder stauchen um so eventuell den Himmel und/oder den Vordergrund dominanter zu gestalten. Letzteres kam allerdings bei diesem Bild nicht zum Einsatz. Mit Hilfe der Funktion in S/W umwandeln wurde der erste Schritt in Richtung schwarzweiß getan. Dieser erste Schritte dient mir im Übrigen nur als grober Anhaltspunkt.

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Im ersten eigentlichen Schritt der Bildbearbeitung habe ich mich um den Vordergrund, die Wellen und den Himmel gekümmert. Mit Hilfe der Tonwertkorrektur werden alle drei Bereiche getrennt bearbeitet. Dabei fällt die Bearbeitung eher marginal aus, denn ich versuche immer durch weniger radikale Bearbeitungschritte ans Ziel zu kommen. Die Anzahl der Schritte ist mir hierbei völlig egal. Ich beschrifte die einzelnen Ebenen auch nicht. Das ist mir viel zu umständlich, zumal ich bereits nach einem fertigen Schritt alles auf eine Ebene reduziere.

Um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, konzentriere ich mich nur auf einen einzelnen Bereich und stelle die Regler des Menüs nach meinen Wünschen ein. Danach erstelle ich eine Füllebene (schwarz) und bearbeite die Stellen (z.B. Vordergrund, Himmel und Wellen) mit einem Pinsel. Das dauert zwar immer ein wenig, aber so kann ich die Bereiche genauer gestalten.

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Kontraststeigerung des Himmels, der Wellen und des Vordergrunds mit Hilfe der Gradationskurve. Wie auch schon bei der Tonwertkorrektur, werden alle drei Bereiche getrennt bearbeitet.

Diese weitere Kontraststeigerung dient der Strukturverstärkung der Linien im Vordergrund. Um keine ausfressenden „Lichter“ zu erhalten, habe ich mit dem Zonensystem von Silver Efex die Helligkeitsverteilung überprüft und weiter angepasst. [/tab] [tab]

Über den Beschnitt eines Fotos lässt sich immer streiten. Selbst ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt das 1:1 Format wählen, oder es lieber so belassen sollte. Da es sich aber um eine Serie handelt, wurde schließlich gecropt. [/tab] [tab]

Im letzten Schritt wurden die größten Änderungen gemacht. Es wurde nochmals am Kontrast geschraubt und die Helligkeit mit Hilfe der Tonwertkorrektur und der Gradationkurve verändert. Die Überprüfung der Helligkeitsbereiche fand erneut mit Silver Efex statt. Auch hier wurde nochmals mit den Reglern „Belichtung/Konstrast“ gepielt. Anschließend wurde in Photoshop eine leichte Vignettierung erstellt und über die Aufnahme gelegt. Wie genau, erkläre ich mal in einem extra Beitrag. Das würde hier den Rahmen sprengen. Natürlich lässt sich die Vignettierung auch mit Hilfe von Silver Efex erzeugen, aber durch die manuelle Geschichte, habe ich vielmehr Einfluss auf Stärke und Lage der Vignettierung. Schließlich habe ich dem Bild noch meine übliche Tonung gegeben. Dazu wird der Farbbalance Regler (Lichter) um wenige Werte in Richtung gelb und rot verschoben. Wie stark, dass hängt immer vom subjektiven Eindruck ab. Hier kann man ruhig ein wenig experimentieren. Ein wenig blau darf natürlich auch nicht fehlen, sonst wird das Bild zu warm. Dieser Regler wird allerdings nur in den „Schatten“ verschoben. Stärke ist natürlich wieder abhängig vom Eindruck. [/tab] [/tabcontent] [/tabs]

Das wars eigentlich schon in Sachen Bearbeitung, zumindest für dieses Bild. Im Großen und Ganzen habe ich einen einheitlichen Workflow, nur die Anzahl der Schritte variiert ja nach Bildmotiv. Ich hoffe, dass dieses kurze Making of für den einen oder anderen von euch interessant war. Wer Fragen hat, nur zu!

Fotografie, Unterwegs

Zurück…

25. Mai 2011

Die knappe Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wir sind der Aschwolke entkommen und gestern Morgen gegen 3:30 Uhr heil in Berlin gelandet.

Während für Ronny Behnert hier Endstation war, ging es für mich mit dem Auto noch weiter nach Hamburg. Nach ein paar Autobahnstunden durfte ich mich dann noch durch den Berufsverkehr quälen um letzten Endes totmüde ins Bett zu fallen. Einen Tag später ist der Alltag wieder eingekehrt und auch auf BlogTimes geht nun alles wieder seinen Gang. Der Island Reisebericht wird nun von der Startseite verschwinden und in die Kategorie  „Iceland 2011“ wandern. Wer will, kann hier noch einmal alle unsere Erlebnisse nachlesen.

Im Großen und Ganzen war es eine wirklich abenteuerliche Reise, die uns so manchen (unerwünschten) Adrenalinstoß gekostet hat. Angefangen von heißen Quellen, die beim Kontakt mit Wasser Schwefelsäure bilden, über einen schneebedeckten Bergpass, der unsere Tour zur Achterbahn werden ließ, bis hin zur Sandstürmen und Aschewolken, die uns fast den letzten Atemzug geraubt haben, war die Reise allerdings jeden Cent wert.

Wie ihr sicherlich noch wisst, hatte ich auf der Reise Fotografie-Zubehör von Novoflex dabei. Ich kann Euch sagen, dass war teilweise ein extremer Outdoor Test für alle Geräte aber alles funktionierte einwandfrei, vorallem der Panoramakopf war ein Traum von Präzension. Leider geht es die Tage wieder zurück und ich muss vorerst wieder mit meinem FLM Centerball auskommen.

Erste Aufnahmen konnte man bereits in den Reiseberichten sehen, während hingegen die Anderen noch ein wenig Bearbeitungszeit beanspruchen werden. Die Neue Serie „Iceland 2011“ werde ich dann in Kürze auf www.ronnyritschel.com veröffentlichen und wer Lust hat, der kann gerne auch auf meiner Facebook Page vorbeischauen.

Just for info:
Die obere Bild zeigt die Aschewolke des Grimsvötn am vergangen Sonntag Abend gegen 23:00 Uhr in der Nähe des Internationalen Flughafens Reykjiavik  und das rechte Bild zeigt die Aschewolke ebenfalls am Sonntag, allerdings gegen 08:00 Morgens rund 200 Km vom Vulkanausbruch entfernt. Hier stand die Sonne hoch am wolkenlosen Himmel.