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Interviews

Fotografen Portfolio – Jeannette Woitzik

9. November 2009

Jeannette WoitzikMit der heutigen Fotografenvorstellung möchte ich ein ganz besonders interessantes Themengebiet in der Fotografie ansprechen: Das Composing. Dieses reizvolle Gebiet in der Fotografie ist ganz und gar auf Bildbearbeitung ausgelegt, allerdings in ganz anderen Dimensionen, wie wir sie von der „normalen“ Fotografie her kennen. Die berliner Fotografin Jeannette Woitzik, die sich neben Ihrem Job als Heilerziehungspflegerin mit der Fotografie und Bildbearbeitung beschäftigt, hat das Composing in der Fotografie für sich entdeckt.  Mit Ihren Bildern führt Sie den Betrachter  in eine unwirkliche und traumhafte Welt, deren Ziel es ist die Tiefen des Unbewussten zu erfahren und unsere Vorstellungskraft für das Unwirkliche  zu erweitern. Mehr über Jannette Woitzik und Ihr wachsendes Portfolio erfahrt ihr auf Ihrem Blog

„Was ich mir aber noch schwerer vorstellen kann, ist ein Leben ohne Photoshop“J. Woitzik

BlogTimes: Wie ist Dein Interesse an der Fotografie geweckt worden?
Jeannette Woitzik:
Das war eigentlich eher Zufall… Ich wollte es endlich mal schaffen, meine Hunde in der Bewegung aufzunehmen, ohne am Ende nur einen verschwommenen Landschaftszipfel drauf zu haben.  Auf der Suche nach einer geeigneten Kamera lernte ich dann das erste Mal etwas über Verschlusszeiten, Blende & Co, und so war ich recht schnell infiziert. Das ist jetzt knappe drei Jahre her.

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BlogTimes: Was für eine Kamera verwendest Du und warum hast Du Dich für diese Kamera entschieden?
Jeannette Woitzik: Meine erste Kamera war eine Bridge von Kodak.  Ein halbes Jahr später kam die erste DSLR, eine Canon EOS 350D – das hat dann schon mehr Spaß gemacht. Irgendwann bin ich auf die 1D umgestiegen, weil mich ihre Schnelligkeit sehr gereizt hat. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt. Bei Canon werde ich aber auf jeden Fall bleiben.

BlogTimes: Hast Du schon immer digital fotografiert?
Jeannette Woitzik:
Jep. Genau das war es, was mich anfangs so sehr gereizt hat. Ich kann mir die Bilder schnell ansehen, sie verschicken oder ins Netz stellen. Sicherlich hätte ich auch nie mit Tropfenfotos experimentiert, wenn ich diese erst hätte entwickeln müssen. Andererseits finde ich’s schade, dass ich das alles nicht von der Pike auf gelernt habe, aber was nicht ist, kann ja noch werden!

BlogTimes: Wie wichtig ist Dir die digitale Bildbearbeitung bei Deinen Aufnahmen?
Jeannette Woitzik: Die digitale Bildbearbeitung war mir von Anfang an wichtig. Sei es, um meinen Bildern den letzten Schliff zu geben, oder um meine Streets in schwarz/weiß umzuwandeln. Herum experimentiert habe ich also schon immer – wobei ich mir die meisten meiner Experimente heute nicht mehr ansehen mag. Seit etwa einem halben Jahr gehe ich die Sache etwas ernster an, und probiere einiges im Composing-Bereich aus. Inzwischen glaube ich, dass ich darin genau mein Ding gefunden habe, und bin gespannt, wo es mich noch hinführen wird.

heaven_can_waitBlogTimes: Woher nimmst Du für Deine „surrealistischen“ Bilder die Inspiration?
Jeannette Woitzik: Manchmal sind es nur Zufälle, die die Bilder entstehen lassen. Dann möchte ich eine Textur ausprobieren, ein bestimmtes Objekt in ein Bild einbauen, oder eine neue Technik anwenden. Meistens aber sind es meine Gefühle, die mich dazu bringen, ein Bild zu bauen. Ich möchte etwas ausdrücken, und gieße diese Empfindungen dann einfach in ein Bild. Hört sich wahrscheinlich total kitschig an, aber es ist so.

 

BlogTimes: Welches war Dein schönstes Erlebnis beim Fotografieren?
Jeannette Woitzik: Es gab ganz viele schöne Momente… Ob nun Street Aufnahmen, die besonders emotional waren, oder mein erstes gelungenes Tropfenbild  (nachdem ich mindestens tausend Fotos in die Tonne treten konnte) Dann natürlich der erste scharfe Hund, der im Vollspeed an mir vorbeigerauscht ist. Oder wenn sich Kinder herrlich natürlich vor der Kamera bewegt haben. Inzwischen find‘ ich’s auch witzig, wenn mich Passanten fragen, warum ich da auf dem Boden liege. Ganz besonders bewegend aber waren die Hochzeiten, die ich fotografieren durfte.

BlogTimes: Gab es einen Moment in dem Du die Kamera gerne dabei gehabt hättest?
Jeannette Woitzik:Viel zu viele… Momentan laufen mir ständig die perfekten Wolken über den Weg, wenn ich die Kamera nicht dabei habe. Aber am meisten wünschte ich, dass ich schon fotografiert hätte, als mein Sohn noch klein war.

BlogTimes: Was, Wen oder Wo würdest Du gerne mal fotografieren?
Jennette Woitzik:Ich würde sehr gerne mal einen Priester in Griechenland bei seiner Arbeit begleiten. Wahrscheinlich wird’s eher beim Wunsch bleiben, denn bisher habe ich nichtmal die Zustimmung für ein Portrait auf der Straße bekommen. Aber ich bleib‘ dran, und versuche es beim nächsten Urlaub einfach wieder.

BlogTimes: Kannst Du Dir ein Leben ohne Kamera vorstellen?
Jeannette Woitzik: Ganz schwer. Was ich mir aber noch schwerer vorstellen kann, ist ein Leben ohne Photoshop 😉

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BlogTimes: Welches ist Deine Lieblingsaufnahme und warum?
Jeannette Woitzik:
Das wechselt eher. Meistens ist mein neuestes Bild mein Liebstes. Momentan ist es das ’storybook‘.  Es hat genauso viel Spaß gemacht, den Jungen zu fotografieren, wie das Bild zu bearbeiten – und ich mag die Story einfach.

 

Ich danke für dieses sehr interessante Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg in Deinem Werdegang. Hier gehts zum Portfolio.

Ein Aufruf an alle hobby-, amateur-, semiprofessionelle- oder professionelle Fotografen. Wenn auch Ihr ein sehenswertes Portfolio aufweisen könnt, dann meldet Euch einfach bei mir. Eines ist sicher, wir wollen doch alle, dass unsere Arbeiten bekannter werden.

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