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Island

Analog, Featured, Fotografie, Großformat, Hochzeit

Wie Zeit doch verfliegt…

16. November 2016

Uppss, der letzte Beitrag ist von Weihnachten 2015! Ich hatte diesen Beitrag hier im Sommer begonnen, aber doch irgendwie nicht so viel Zeit gehabt um ihn fertig zu stellen. Wie doch die Zeit verfliegt. In den knapp 7 Jahren ist das die längste Auszeit, die ich mir bisher mit dem Schreiben genommen habe. Also Zeit mal wieder in die Tasten zu hauen.

Was ist bisher eigentlich so alles passiert. In Sachen Fotografie eigentlich nicht viel. Es gab ein paar Workshops in Deutschland, dafür allerdings keine Fototour wie in den letzten Jahren. Ich war zwar kurz in Island – eine Hochzeit fotografieren – hier hatte ich noch ein paar Tage drangehangen und den Rest der Zeit genutzt um meine neue 8×10 Kamera zu testen. Ja, fotografieren schreibe ich hier mal nicht, da mir in den ersten zwei Tagen fette Fehler passiert sind. Dazu mehr in einem weiteren Beitrag.

Leider war dieses Jahr neben der Fotografie nicht so dolle – was auch einer der Gründe für die Auszeit war – Mein Vater ist relativ unerwartet ein paar Monate nach meinem Deutschland-Aufenthalt verstorben. Viel zu jung sage ich Euch! – Vermisse dich sehr 🙁 – Vor allem, da er meinen Sohn nur ein einziges Mal gesehen hat, was ich sehr bedauere… Weiterlesen

Dies und Das, Fotografie, Nachgedacht

So viel wie möglich und so wenig wie nötig…Welches Objektiv für welches Reiseziel?

26. April 2013

Nikon 16-35mm f4.0Der Grund dieser Überlegung geht eigentlich auf den Beitrag von Thorsten Muehlbacher (Clickpix.eu) zurück. Er wollte wissen welches Objektiv auf seinen letzten Reisen durchschnittlich öfter zum Einsatz kam. Die Metadaten in Lightroom gaben ihm einen schnellen Überblick – es war das EF 24-105mm 1:4,0*. Ein Interessanter Gedanke, doch ich fand die Aufstellung der genutzten Objektive nach Reiseziel interessanter.

Betrachte ich selbst meine Aufnahmen der letzten Jahre komme ich zu dem Entschluss, dass ich als Referenzperson für diese Frage vielleicht gar nicht tauge. Ich arbeite zu 90 Prozent mit einem Weitwinkel Objektiv derzeit mit dem 16-35mm 1:4G ED VR* von Nikon oder bei der Großformatkamera mit einem 75mm Rodenstock Grandagon f6,8. Ich bin mir aber sicher, dass ihr ein ganz anderes Nutzungsverhalten in Sachen Objektive habt. Für mich ist immer wichtig mit so wenig wie möglich und so viel Equipment wie nötig zu reisen. Sollte ich meine ganzen Objektive mit auf Reisen nehmen, dann bräuchte ich nen Scherpa.

Ich würde diesen Beitrag gerne zum Anlass nehmen eine Art „Übersicht“ zu erstellen, welche Objektive für welches Reiseziel sinnvoll sind und welche man getrost zu Hause lassen kann. Gerade in meinen fotografischen Anfängen war ich immer wieder auf der Suche nach Infos darüber, da ich nicht mein gesamtes Equipment mit mir rumschleppen wollte. Das ganze hier ist noch ausbaufähig, aber ich fang mal mit meinen Reisen an…Ich würde mich freuen, wenn Ihr auch eure Erfahrungen schildern könnt.

Noch eines… sicherlich ist die Verwendung eines bestimmten Objektivs immer auch etwas subjektives. Die Vorschläge sind daher eher als Überlegung und Denkanstoß zu werten, dienen als Anhaltspunkt und geben meine Erfahrung wieder. In der Regel reise ich pro Kamera nur mit max. zwei Objektiven. Auch wenn ich Objektive oder vielmehr Brennweiten hier und da von meinen Reisen ausschließe, bedeutet das nicht, dass ihr sie nicht verwenden dürft. Ich halte es aber nach Motto „Maximale Bildausbeute für minimale Reisezeit“. Maximal bedeutet aber in jedem Qualität statt Quantität.

Godafoss,* 509 - Iceland 2011

Island:
Hauptsächlich kommt hier Landschaftsfotografie zum tragen. Daher empfehle ich den Einsatz eines Weitwinkel Objektives. Bei FX würde ich bei 16mm anfangen. Bei DX bei 10 oder 12mm Brennweite. Zusätzlich könnte man noch ein leichtes Tele zwischen 105 oder 120mm mitnehmen.Den mittleren Zoombereich habe ich bei meinen eigenen Reisen nicht benötigt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Island speziell auf Weitwinkel ausgelegt ist um wirkungsvolle Landschaftsaufnahmen zu erzielen. Details zur Aufnahme: Entstanden mit einem Nikon 17-55mm* bei 17mm – D300.

Sheikh Zayed Mosque,#544 U.A.E.2011

Dubai:
Wer hier die Stadtsilhouette fotografieren möchte kommt auch hier über die Nutzung eines Weitwinkel nicht vorbei Zudem würde ich auf jeden Fall (gerade für Detailaufnahmen und Streetfotografie) auch einen Zoomer im mittleren Brennweitenbereich empfehlen. Natürlich könnte man auch ein starkes Telezoom mitnehmen, allerdings sind hier die Einsatzmöglichkeiten sehr begrenzt. Ich selbst würde mich so ein schweres Teil daher nicht in den Rucksack packen. Details zur Aufnahme: Entstanden mit Nikon 12-24mm* bei 24mm Brennweite – D300.

The-Cobb,#580 - GB 2012

Südküste England:
Wir sind mal wieder in der Landschaftsfotografie. Also auf jeden Fall Weitwinkel wie in Island. Ziel ist es die Landschaft hier möglichst im Bezug auf die Größenverhältnisse darzustellen um den Betrachter ein „durchwandern“ des Bildes zu ermöglichen. Eine Teleobjektiv habe ich bei meiner Reise nicht vermisst und auch der mittlere Brennweitenbereich kam nur extrem selten zum Einsatz. Letzteres ist daher Geschmacksache. Details zur Aufnahme: Pentax SMC-FA 35mm Festbrennweite – 645D.

[Yellow Cab- NYC],*646 - USA 2012

New York City:
Um in dieser Stadt möglichst flexibel unterwegs zu sein und viele Motivmöglichkeiten zu nutzen – Weitwinkel und mittlere Brennweite bis 120/150mm für maximale Bildausbeute. Tele – nope, nicht für mich! Wer plant sich in NYC mit der Streetfotografie zu beschäftigen, dem rate ich auch zum Weitwinkel Objektiv. Vieles passiert hier so plötzlich und blitzschnell das man nachträglich durch den Einsatz eines Weitwinkel einfach besser den Ausschnitt wählen kann. Details zur Aufnahme: Nikon 16-35mm bei 16mm – D800.

[Joshua Tree - Death Valley],*4x5 - USA 2013

Südwesten der USA Death Valley und Canyons:
Hmm, jetzt schlage ich euch ja schon wieder das Weitwinkel vor… ist aber mit Abstand das am meistgenutzte Objektiv für diese Art Fotomotive. BlogTimes Leser Andreas mit dem ich hier auf Fotoreise war kann das bestätigen. Obwohl er ein 24-105mm Objektiv dabei hatte, wünschte er sich hier und da ein paar Millimeter Brennweite mehr nach unten. Sicherlich kann man versuchen die Perspektive, den Standort oder gar den Ausschnitt zu verändern. Doch in meinen Augen geht doch nichts über die „Dramatik im Bild“, die ein Weitwinkel Objektiv erzeugen kann. Details zur Aufnahme: Rodenstock Grandagon-N 75mm (21mm im KB-Format) – Chamonix 045N-2.

Das wars jetzt erstmal von mir…. Jetzt ist doch eingetreten, was ich Anfangs bei diesem Beitrag befürchtet hatte. Die Nutzung des Weitwinkels hat sich so dermaßen in mein Hirn eingebrannt, dass ich ohne gar nicht mehr kann. Ich bin mir aber sicher, dass ihr auch andere Brennweiten nutzt. Bin gespannt auf eure Fotoreisen und welche Objektive bei euch überwiegend zum Einsatz kommen. Auch wenn es, wie schon gesagt sehr subjektiv ist, dennoch gibt es den einen oder anderen Leser, der sicherlich dankbar für Foto-Objektiv-Reisetipps ist.

Also was nutzt Ihr den so??

*Amazon Links

Fotografie, Unterwegs

Fotoprojekt Südengland – Auf der Suche nach Fossilien…

16. Januar 2012

Das letzte Fotoprojekt „Dubai“ liegt schon ein paar Monate zurück. Zeit also, wieder  auf Reisen zu gehen . Doch dieses Mal liegt mein Ziel fast vor der Haustüre oder besser gesagt, es ist nur knapp 2 Flugstunden entfernt – Südengland.

Genau genommen handelt es sich um die Grafschaft Dorset und Devon und wenn genug Zeit ist, vielleicht noch Sommerset. Bekannt ist vor allem der Süden Englands für seine Sandstrände auf der einen und für bizarre Felsformationen auf der anderen Seite. Also,  eine ideale Spielwiese für Landschaftsfotografen. Gibt man die Grafschaften als Suchbegriffe bei Google ein, sieht man, wie viele Fotografen diesen Landstrich, dessen Küstenlinie teilweise seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, bereits fotografiert haben. Einer davon, oder besser gesagt eine Fotografin ist Nina Papiorek, die mir freundlicherweise auch die Aufnahme für den Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank, Nina. Fotofachgeschäft mit Rent-Service

Erstmals werde ich für diese Fotoreise mit Fotografie-Equipment ausgestattet, worüber ich mich ganz besonders freue. Das Hamburger Fotogeschäft IPS, welches über einen  Rent-Service verfügt, stellt mir für dieses Projekt die neue Pentax 645D inkl. 35mm Weitwinkel, eine digitale Mittelformatkamera mit 40MP zur Verfügung. Als Backup oder für noch weitwinkligere Aufnahmen nehme ich noch eine 1Ds Mark III mit, die auch wenn schon ein paar Jahre alt, immer noch sehr gute Qualität mit ihren 21MP abliefert. Neben einem 21mm Zeiss, wird hier das 16-35mm 1:2,8 von Canon zum Einsatz kommen.

Zudem erhalte ich noch Unterstützung vom Fotozubehör Hersteller Vanguard, der mir neben einem Fotorucksack (UpRise 48) dem Kugelkopf SBH-100auch das Alta Pro 283CT, ein Carbon Stativ mit auf dem Weg gibt. Jetzt werdet ihr euch vielleicht fragen, wofür das Ganze überhaupt!? Nun, es ist für ein Fotobuchprojekt und in England werden die ersten Aufnahmen dafür entstehen. Allerdings steckt es noch in den absoluten Anfängen. Mit fortgeschrittener Zeit werde ich euch aber mehr darüber erzählen. Das Vanguard Equipment ist zudem ein Teil des Projektes, denn es werden gleich neue Fotos erstellt, welche dann in absehbarer Zeit auf dessen Webseite zu sehen sind.

Ich freue mich jedenfalls schon tierisch drauf und kann es kaum noch erwarten das Mittelformat Biest endlich einsetzen zu dürfen. Eine erste Testaufnahme habe ich bereits gemacht und muss sagen, dass ich während der Bildbearbeitung von den Details und dem hohen Kontrastumfang überwältigt war. Normalerweise benutzte ich keine Pinselspitzen, mit mehr als 400px Durchmesser, aber bei einer Bildgröße von 40MP ist diese Pinselspitze gerade mal so groß wie ein cent Stück…Nach dem Projekt geht natürlich das gesamte Kameraequipment wieder zurück zu IPS, denn leider kann ich es nicht behalten… Im Grund genommen ist es für mich auch ein Testeinsatz, wie sich die Pentax im Outdoor-Bereich schlägt, ob das Stativ standsicher genug ist, der Kugelkopf schön fest bleibt  und ob der Fotorucksack hält, was er verspricht…. Irgendwie kommt bereits nach einem Tag das „Haben-wollen-Gefühl“ für die Pentax auf…

 Wer von euch war eigentlich schon mal in Südengland und kennt die von mir angesprochenen Grafschaften?!? Vielleicht hat einer von euch noch Tipps usw…

Fotografie, Nachgedacht

Rückblick 2011 – Was dieses Jahr so alles passiert ist…

20. Dezember 2011

Weihnachten steht vor der Tür, noch wenige Tage bis zum neuen Jahr – Zeit also, das vergangene Revue passieren zu lassen und da ich erst gestern auf swblog einen Kommentar darüber hinterlassen habe, dass ich auch noch einen Beitrag schreiben wollte – Hier isser nun, mein ganz persönlich, subjektiver Rückblick für  das Jahr 2011.

Grob gesagt, es war schon ein aufregendes Jahr, sowohl als Fotograf, als auch als Blogger. Eine Sache zog sich allerdings wie ein roter Faden durch dieses Jahr – Die neue Nikon D800.  So sehr ich mich darauf gefreut habe, mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich diese Kamera überhaupt noch haben möchte….

…aber genug geschwaffelt, fangen wir an!

Januar

Wie auch schon letzten Winter, bleibt der Schnee hier im hohen Norden und in der schönsten Stadt der Welt dauerhaft liegen. Es ist bitterkalt und ich habe irgendwie keine Lust rauszugehen, auch nicht zum Fotografieren. Sylvester liegt hinter mir und ehrlich gesagt, sowie ich gerade die Zeilen hier schreibe, fällt mir nicht mehr ein, wo ich überhaupt Sylvester verbracht habe…. Shit, das ist wohl das Alter!!!

Ich lese überall von der Renaissance (wenn auch nur teilweise) der analogen Fotografie, plane ebenso den Weg ins analoge Mittelformat und überlege ernsthaft den Kauf ein Pentax 67II, da ich ein super gutes Angebot habe. Verwerfe ein wenig später den Gedanken wieder, weil noch andere Projekte anstehe, es finanziell nicht machbar ist und so verzichte auf den Kauf der Pentax – Das sollte ich später des Öfteren noch bereuen!

Woher die Inspiration für die Fotos“ nehmen und „Landschaftsfotografie in Schwarzweiß“ ist ebenso ein Thema auf BlogTimes, wie auch der Gedanke dieses Jahr nach Island zu reisen.

Eines meiner Aufnahmen stellt sich einer Profikritik und erntet Zuspruch…. Freu mich total!

Februar

Der Nachfolger der Nikon D700 wird voraussichtlich im Sommer 2011 erscheinen. Ich fange an zu sparen um endlich vom Crop aufs Vollformat umsteigen zu können. Ich mache mir Gedanken darüber, ob „Kameras Leute machen….“ und aus dem Gedanken nach Island zu reisen, wird eine feste Planung. Ich freu mich schon jetzt wie ein Schnitzel… Zusammen mit Vornamens-Vetter Ronny Behnert wird daraus ein Gemeinschaftsprojekt. Ich stelle fest, die Reise nach Island wird Sack Teuer…. naja egal, kauf ich mich eben später die D800.

Außerdem bringt mich der Gedanke nach Island zu reisen darauf, endlich projektorientiert zu fotografieren und nicht nur immer das eine schöne Foto zu suchen. Ich stelle fest, dass es fast kein schlechtes Wetter für Fotografen gibt…. und verlose zwei Testprints an meine Leser.

Ich ärgere mich, dass ich die Pentax nicht gekauft habe!

März

Das iPad2 soll gegen Ende des Monats verkauft werden. Der „Muss ich haben Effekt“ stellt sich ein. Hab aber keine Lust, wie bereits bei Vorstellung des iPad 1, mich in die Verkaufsschlange zu stellen…. Es sollte am Ende ganz anders kommen. Mein Weg zum iPad 2 war nur mit beträchtlichen Hürden zu erreichen. Einfach nur Krass, was Menschen machen um als erstes so ein Ding in den Händen zu halten…tststs.

Ich bin nur noch selten in Fotocommunities aktiv, melde mich aber trotzdem bei 500px an und schlage für ein paar Leser einen kostenlosen „Awesome“ Account raus. Bin total geflasht von der Bildqualität bei 500px – denke meine Bilder sind totale Scheiße…

Erhalte die Möglichkeit einen EIZO Monitor zu testen. Geiles Teil, möchte ich am liebsten behalten, muss ich aber nach Ende der Testphase wieder zurückschicken. Noch zwei Monate bis zu unserer Island Reise. Kaufe warme Klamotten, Wanderstiefel, ein Taschenmesser und ein erste Hilfe Paket. Fühl mich dabei wie ein Abenteurer, der eine Weltreise plant.

In mir manifestiert sich der Gedanke, dass ich für Island ne bessere Kamera brauche. Kaufen geht nicht – keine Kohle – alles für Island drauf gegangen, also schreib ich diverse Kamerahersteller an, ob sie mich für ein Fotoprojekt unterstützen wollen. Die wenigsten Antworten und die, die Antworten sagen ab, außer Hasselblad, die schreiben zurück und würden mich sogar unterstützen, allerdings wäre die Leihdauer von knapp 20 Tagen zu lang.  Ein anderes mal gerne. Ärgere mich darüber, aber freu mich gleichzeitig, dass Hasselblad geantwortet hat.

Ich mache mir Gedanken über eine Backuplösung für meine Bilddateien…. Erst im Dezember werde ich stolzer Besitzer eines Datenmonster mit Namen Synology DS410 mit krassen 8TB Speicher.

April

Da kein Kamera Equipment-Hersteller mich beim Island Projekt unterstützen möchte, werde ich mich wohl doch mit meiner betagten D300 in das Abenteuer stürzen. Ah, Stopp – stimmt nicht ganz! Stativ und Stativkopf Hersteller Novoflex stellt mir leihweise einen Panoramakopf und einen neuen Kugelkopf für die Islandaufnahmen zur Verfügung. Geiles Zeug, die Verarbeitung ist erste Sahne und das schöne ist, alles funktioniert wie es soll. Der Preis schreckt mich allerdings ab, es nach der Reise zu kaufen….

Ärgere mich, dass ich die Pentax im Januar nicht gekauft habe. Was für schöne Mittelformat-Aufnahmen hätte man in Island damit machen können – träum –

Verkaufe diesen Monat ein paar meiner Aufnahmen und die Besucherzahl von BlogTimes steigt monatlich immer ein bisschen weiter. Freu mich wieder mal wie ein Schnitzel….

Mai

In diesem Monat ist es endlich soweit, das Island-Abenteuer wartet auf uns. Wir beschließen ein Reisetagebuch zu führen. An sich eine tolle Idee, doch sich jeden Abend abwechselnd nach einem gefühlten 100 KM Marsch hinzusetzen und unsere Eindrücke niederzuschreiben, kostet uns die letzten Kräfte. Egal, wie halten durch bis zum Schluss….

Wir stellen fest, dass Island zum einen wunderschön, zum anderen fast tödlich und letzten Ende auch sehr, sehr teuer werden kann. Nachdem unser Auto  knapp 70km lang einen Sandsturm ausgeliefert war und zusätzlich noch die Aschewolke des Grimsvötn auf unser Auto nieder geht, wird mir bei Abgabe des Mietwagens die Rechnung präsentiert…. Sorry, but you don’t have an insurance for this damage… heißt es und ich schreie laut „WTF“. OK, der Lack ist ein wenig stumpf und die Scheinwerfer und Scheiben sind nicht mehr ganz so klar, aber hey ich kann doch nix dafür, wenn so ein scheiß Sandsturm und auch noch die Asche eines seit 14 Jahren nicht mehr ausbrechenden Vulkans unser Auto trifft und es bis fast aufs Blech abschmirgelt. Hey Leute, das ist Island und 50 Prozent euer Straßen sind scheiß Steinpisten….denke ich mir, behalte es aber für mich

Der Autovermietung ist das egal. Man bietet mir zwei Möglichkeiten an – entweder der Schaden wird jetzt vor Ort geschätzt (billiger) oder durch einen Sachverständigen in der Werkstatt im 50KM entfernten Reykjavik ermittelt (sehr teuer). Zähneknirschend und mit Kraftausdrücke gespickt entscheide ich mich für die Schätzung… Man kommt mir mit der Höhe des Schadens entgegen, weil nach und nach immer mehr Mietwagenbesitzer eintrudeln und ebenso die gleichen Schäden am Mietwagen haben…

Ich überlege einfach abzuhauen, verwerfe den Gedanken, denn weit würde ich ja sowieso nicht kommen. Zücke meine Kreditkarte und bin knapp 2 Mille ärmer…. Zu diesem Zeitpunkt kann ich meinen Aufnahmen nichts mehr abgewinnen und hasse alles und jeden….und will nur noch nach Hause. Doch die Aschewolke verzieht sich nicht und so sitzen wir noch weitere 7 Stunden auf dem Flughafen und warten auf unseren Flug zurück nach Deutschland.

Juni

Ich habe mich wieder beruhigt und fange an die ersten Aufnahmen zu bearbeiten. Die Idee mit dem Island Kalender wird geboren. Die nächsten Monate versuche ich mich immer wieder an verschiedenen Layouts….bin ja kein Grafikdesigner.

Im Juni fällt mir auf, dass ich den BlogTimes-Geburtstag vergessen habe. Alles Gute nachträglich und danke, dass du mich seit 2 Jahren auf Trap hälst. Nach langer Zeit gibt es auf BlogTimes mal wieder eine Fotografen-Vorstellung. Frank Neu hatte ich schon länger auf dem Schirm, weil ich seine Porträtfotografie absolut geil finde.

Ich starte eine Umfrage zum Thema Bildbearbeitung mit der Maus oder dem Grafiktablett und bin überrascht von dem Ergebnis, dass weitaus mehr Leser die Maus als Bearbeitungswerkzeug einsetzen… Hmm, ich bleibe dabei – es geht doch nichts über ein Grafiktablett.

Die neuen Nikon Gerüchte besagen, dass die Kamera nicht vor 2012 vorgestellt wird. Irgendwie sollten sie recht behalten….

Juli

… ist nach dem Monat Mai der beitragreichste Monat auf BlogTimes. Patrick von neunzehn72.de fragt mich, ob ich seine Themenworkshops übernehmen möchte. Ohne zu zucken, sage ich ja und freue mich auf diese Herausforderung und erweitere ihn noch auf das Thema Langzeitbelichtung. Der Gedanke gefällt mir, meine Erfahrung in der Fotografie und die praktische Anwendung Gleichgesinnten beizubringen. Ganz nach dem Motto, traue keiner Statistik, die du selber nicht gefälscht hast, nimmt Patrick beim ersten Kurs teil, hält sich im Hintergrund zurück und da ich weitermachen kann, hat es ihm wohl gefallen, wie ich meine Kurse abhalte. Danke, Patrick!

Da ich meine Fotografien über diverse Plattformen verkaufe, fange ich an eine mehrteilige Beitragsserie über meine Erfahrungen mit der Fotovermarktung zu schreiben – Stockfotografie ist aber kein Bestandteil davon.

Lange gab es keinen Fotowettbewerb auf BlogTimes, warum also nicht Facebook dazu benutzten. Rufe den Wettbewerb „Das BlogTimes Foto“ ins Leben – Es wird ein Flopp. Fazit, keine Wettbewerbe mit Facebook mehr.

Monitor- und TV Schmiede LG schickt mir ein Testgerät mit der Option es nach dem Test zu kaufen. Zu Anfang skeptisch und nach diversen EIZO Tests natürlich schon voreingenommen, was die Qualität betrifft, werde ich positiv überrascht und kaufe nach dem Test tatsächlich den Monitor. Ronny Behnert, mittlerweile freier Redakteur für BlogTimes,  stellt Sandra Ludewig und ihr Portfolio im Rahmen eines Interviews vor. Wunderbare Fotografien…

Da ich vermehrt Anfragen zu meinen früheren Photowalks in Hamburg erhalte – ich allerdings derzeit keine Zeit für die Organisation habe, schreibe ich einen kleinen Beitrag drüber… ernte Verständnis und auch Mißverständnis, dass ich 15 Euro pro Person verlangen würde.

August

Sommer ist in Hamburg dieses Jahr ein Fremdwort. Obwohl es nur wenige Kilometer zur Nord- und Ostsee sind, komme ich nicht dazu auch nur ein einziges Mal ins Meer schwimmen zu gehen.  2010 hatte ich noch einen Kite-Kurs besucht und wollte das eigentlich ausbauen…. Shit, wenn ich jetzt noch mal drauf müsste, dann würde ich mir wahrscheinlich alle Knochen brechen.

Nachdem ich in Island das quasi letzte Mal die Kamera in den Händen gehalten habe, ziehe mit Foto-Buddy Nils durch durch Hamburg und wir testen seinen Lee Big Stopper. Er ist wohl einer der ganz wenigen in Deutschland, die so ein Teil besitzen und am liebsten hätte ich ihm während des Ausflugs gesagt, dass der Filter grad in die Elbe gefallen ist…. Das Ding steht bei mir auch ganz oben auf der Wunschliste, wenn nur die Lieferzeiten von 6 Monaten nicht wären. Ich kann doch nicht warten!!!

Das Thema analoge Fotografie holt mich wieder ein. Trauere wieder einmal über die im Januar nicht gekaufte Pentax. Die Spürsinngruppe sponsert  einen analogen Fotografiewettbewerb, der im Gegensatz zu dem Facebook-Wettbewerb nicht floppt.

Werde als Location-Scout für Hamburg bei einem Krolop-Gerst Workshop gebucht und habe mein erstes Mal in der People-Fotografie. Tja, die Arbeit mit den Models ist schon was ganz anderes. Landschaft und Architektur muss man nicht positionieren und ansprechen…. War ne super Erfahrung und vielleicht mache ich mal irgendwann in diese Richtung weiter, wenn mir die Lust an der Landschaftsfotografie vergeht.

Achja, Schwarzweiß-Fotografie ist auch noch ein Thema in diesen Monat und außerdem wurde ich bei zwei internationalen Fotowettbewerben ausgezeichnet. Freu!

 

September

Die Fotokurse laufen gut und ich freue mich über den Zuspruch der Teilnehmer. Während der Kurse taucht immer wieder die Frage nach dem Bildschnitt auf und da es im September eher ruhig auf BlogTimes ist, schreibe ich einen Beitrag drüber.

Zeitgleich bin ich auf der Suche nach einem neuen Kugelkopf, da sich mein alter so langsam verabschiedet. Habe irgendwann mal so ne komische Feder in der Hand gehabt und weiß nicht mehr wo die hin sollte. Naja, egal – auf der Suche nach einem neuen Kopf, stoße ich auf den chinesischen Hersteller Sirui und kaufe mir so ein Teil – für nen Huni! Obwohl ich grundsätzlich nicht so viel von nachgemachtem Zeug halte, bin ich nach wie vor super zufrieden und kann das Teil ohne Einschränkung weiterempfehlen.

Das Island-Abenteuer liegt jetzt schon ein paar Monate zurück und der Kalender ist nun fertig von der Druckerei gekommen,  muss noch für den Verkauf unterschrieben und nummeriert werden. Dabei überlege ich noch ein weiteres Mal auf Reisen zu gehen. Der Gedanke Dubai gefällt mir gut….

Oktober

Jetzt geht alles schnell, zusammen mit Ronny Behnert geht es wieder auf Reisen. Das Ziel heißt Dubai. Nach knapp 7 Stunden Flugzeit landen wir bei schwülen 35 Grad am frühen Morgen in Dubai…. Was für ein  Klimaschock und das krasse Gegenteil zum kalten Island. Ohne Mietwagen, nur mit Öffentlichen und Taxis erkunden wir die Stadt und fahren ins Nachbar Emirat Abu Dhabi um die drittgrößte Moschee der Welt zu Fotografieren. In der Tat es ist alles gigantisch, von der Hitze bis hin zur Architektur.  So schnell muss ich aber dennoch nicht mehr hin…

Ich werde vom mitp-Verlag angeschrieben und gefragt, ob ich diverse Fotografiebücher der Edition Profi-Foto rezensieren möchte. Klaro, warum nicht sage ich und weise darauf hin, dass wenn mir was nicht gefällt, ich dass auch schreiben werde. Kein Problem, so der Verlag….Sehr schön!

Ich starte einen neuen Fotowettbewerb und verlose eine wireless Grafiktablett von Hanvon. Das ist auch der Anfang einer ganzen Verlosungsreihe vorweihnachtlicher Geschenke, die sich bis zum Jahresende hinziehen wird.

Das Kalendergeschäft läuft gut und auch die Fotovermarktung funktioniert. Ich freue mich sehr, wie es gerade läuft…

Der Stilpirat meldet sich bei mir und fragt mich, ob ich etwas für den Klappentext seines Buches „Abenteuer Fotografie“ schreiben möchte. Ich bin gerührt und sage ja. Lese mir eine der letzten Fahnen durch und komme zu dem Entschluss – saugeiles Buch und scheiße, dass ich noch nichts drüber schreiben darf. Folgender Satz wird später im Klappentext zu finden sein…. „Eine Zeitreise zwischen Blende, Verschlusszeit und Lichtempfindlichkeit, gepaart mit Emotion und Leidenschaft für die Fotografie – ein fotografischer Kompass, um auf Kurs zu bleiben

November

Ich habe Geburtstag… und weil Patrick zusammen mit dem Stilpiraten auf Knackscharf-Tour durch Deutschland ist, übernehme ich seine Einsteiger Fotokurse. Obwohl ich durch die Themen Workshop schon einiges an Erfahrung sammeln konnte, verpatze ich beim ersten Kurs gleich am Anfang. Ich erkläre gerade die Blende, Verschlusszeit und ISO-Zahl mit einer Grafik und da passiert es. Ich kanns plötzlich nicht mehr erklären, wie sich alles in Abhängigkeit verhält. Mir ist das natürlich total peinlich und fühle mich quasi als rote Tomate. Nachdem eine Teilnehmerin mir erst einmal zu einem Kaffee rät, fällt mir alles wieder ein und es geht ohne Unterbrechung weiter.  Mann, da kann einem schon anders werden..

Wieder steht ein kleiner Produktest an. Dieses Mal handelt es sich um einen kleinen, aber coolen Fotorucksack von Vanguard und zudem kündige ich meine größte Verlosungsaktion für dieses Jahr – Einen Eizo Foris inkl. EasyPix Hardwarekalibrierung. Auch wenn ich das Teil gerne selbst behalten hätte, so freut sich jetzt eine BlogTimes Lesern wie ein Schnitzel!

Ende November ist es nun soweit, ich kann das Buch vom Stilpiraten vorstellen, greife selbst ein handsigniertes Exemplar ab und eines für einen Leser. Ich hoffe Marc, du freust dich immer noch?!

Achja, genau da war doch noch etwas. Ich erhalte ne Anfrage von einem Online-Möbelhaus, welches ein paar meine Aufnahmen exklusiv vermarkten will. Das hört sich auf den ersten Blick lukrativ an, war es aber leider nicht. Nachdem sich das Möbelhaus erst sträubte, mir die Höhe der zu erwartenden Provision zu nennen, ich aber standhaft blieb, wollten die mir doch tatsächlich gleich 7/8 Prozent geben. Woohoooo, da habe ich natürlich gleich vielen Dank, wie großzügig abgelehnt!!

Wurde noch für den Master Cup nominiert und erhalte eine Publikation in der Januar Ausgabe der Photo Paper – Freu!

Dezember

Da denkt man sich im Dezember, der wird der ruhigste Monat im Jahr. Pustekuchen, ich bin gerade mit der Planung für nächstes Jahr beschäftigt und ein paar Sachen stehen schon fest. Ein Projekt startet gleich im Januar, allerdings habe ich eure Aufmerksamkeit, wenn überhaupt einer von euch alles gelesen hat, schon zu genüge strapaziert. Diese Infos kommen also demnächst.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein geiles Jahr für mich war und das nächste Jahr startet fast noch besser. In Anbetracht meiner zurückliegenden und kommenden Fotoreisen, kann ich mir schon vorstellen, dass meine Freundin sicherlich „not amused“ darüber ist… Hmm, da muss ich mir wohl noch etwas einfallen lassen….

Bevor ihr jetzt einen Kommentar in die Tasten haut, möchte ich mich bei Euch Bloglesern, Fotografen, Freunden  und Bekannten, online sowie offline megamäßig für die Treue zu BlogTimes bedanken und freue mich auf ein neues Jahr.

Euer Ronny

PS: Ärgere mich zwar immer noch, dass ich die Pentax nicht gekauft habe. Sie kostet jetzt ein Vielfaches mehr, als ich hätte bezahlen müssen. Ist aber nicht mehr so schlimm… habe nen neuen Gedanken – Großformat nächstes Jahr!!!