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Yongnuo YN-622N Funkauslöser – Mit Nikon direkt ansteuern…!!

3. Juli 2013

Yongnou - YN-622N

Bisher waren die YN-622 nur in der Canon Version erhältlich, mit den YN-622N werden nun auch Nikon Kameras unterstützt. Nun muss ich zugeben, dass dies meine ersten Funkauslöser überhaupt sind, denn bisher hatte ich mit Blitzen eigentlich nicht viel am Hut, außer vielleicht die Aufnahmen der Beitragsfotos für den Blog.

So ganz ohne Hintergedanken und nur für eine bessere Umsetzung der Beitragsfotos habe ich sie natürlich nicht gekauft. Naja, wie dem auch sei. Vergleiche zu anderen Produkten, beispielsweise zu PocketWizards* kann ich natürlich auch nicht geben, dafür sind mir die Dinger für einen Test einfach zu teuer. Ob und inwiefern sich bei mir erstmal die günstigen Yongnuo behaupten werden, sehr erstmal dahingestellt. Vielleicht werdet ihr euch fragen, warum ich dann das ganze hier schreibe. Nun, jeder fängt mal an und aus dieser Sicht ist sicherlich auch für einige von euch interessant, wie ein „Laie“ damit umgeht…

Auf den ersten Blick machen sie einen vernünftigen Eindruck, fühlen sich auch nicht billig an. Es handelt sich übrigens bei den Yongnuo YN-622N* um sogenannte Transceiver. Das bedeutet, das in einem Gerät sowohl Empfänger als auch Sender steckt. Eigentlich ganz praktisch, denn man muss sich keine Gedanken darüber machen, was wo wie drauf gehört. Für den Kauf war neben dem Preis entscheidend, dass die Teile HSS (Highspeed Sync) und bei Studioblitzen Supersync unterstützen. Mit dem Systemblitz funktioniert das schon mal tadellos und ich denke auch beim entsprechenden langsam abbrennenden Studioblitz auch (Patrick hat das kürzlich getestet). Für meinen Test habe ich übrigens einen Metz MB 58 AF-2* verwendet. Im Grunde ist es eigentlich egal welchen Blitzhersteller ihr verwendet. Hauptsache es werden TTL und HSS unterstützt. Damit könnt ihr in Abhängigkeit der Kamera bis zu 1/8000 sec fotografieren – gerade für diejenigen die gerne Offenblendig fotografieren wollen. Natürlich nimmt hier die Blitzleistung extrem ab, was dann nur mit einem Studioblitz kompensiert werden kann, sofern mehr Power benötigt wird.

Die Auslöser machen das was sie sollen – Auslösen! Doch man möchte ja ein wenig mehr – nämlich die Blitzleistung entweder an der Kamera oder zumindest am Funkauslöser regeln. Gerade die Nikon-User bemängeln die Einstellung der Blitzleistung direkt von der Kamera aus. Es funktioniert nämlich nicht (eigentlich) – Canon User haben es dagegen einfach. Das TTL-Protokoll scheint wohl hier nicht so kompliziert zu sein… Sie können nämlich die Blitzleistung via dem Kameramenü steuern. Sobald der Blitz die TTL-Funktion unterstützt lässt sich dieser aber auch mit den Funkauslösern regeln. Wer dies zum ersten Mal testen möchte und sich durch die Bedienungsanleitung wühlt, wird feststellen, dass er nur Bahnhof versteht. Es ist einfach extrem beschissen beschrieben – anders kann man das einfach nicht ausdrücken. Auf der Suche nach einer verständlicheren Anleitung wie man die Blitzleistung um eine ganze oder ein drittel Stufe regeln kann, bin über den Blog von Foto-Morgen gestolpert. Hier steht alles schwarz auf grau, sodass ich mich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte.

Und jetzt kommts….

Auch bei Nikon Kameras gibt es übrigens eine Möglichkeit die Blitzleistung durch die Kamera zu steuern und zwar bis zu 4 Blendenstufen – nämlich durch die Bliztbelichtungskorrektur-Taste an der Kamera. Ihr kennt ja die „normale“ Belichtungskorrektur-Taste für Aufnahmen ohne Blitz? Meine D800 die meisten anderen Modelle verfügen am Gehäuse über eine zweite Korrekturtaste – eben für die Blitzbelichtung. Bei der D800 findet ihr diese über dem Entriegelungsknopf des Bajonett-Verschlusses. Durch drücken dieser Taste kann man neben den verschiedenen Modi : Rote-Augen, Zweiter Vorhang auch die Blitzbelichtung korrigieren. Bei der D800 gibt hier „plus-eine“ und „minus-drei Blenden“ inkl. der Drittelstufen. Ihr verfügt also über vier Blendenstufen. Korrigiert man vor dem ersten Auslösen über den Transceiver die Blitzleistung noch zwei ganze Blenden nach oben, kann man das Spektrum noch ein wenig erweitern. Also quasi die Ausgangsleistung des Blitzes erhöhen, bevor ihr anschließend via der Taste am Gehäuse der Kamera die Blitzleistung regelt. Mir ist schon klar, dass es sich nur um 4 Stufen handelt, aber es funktioniert und ist superschnell. Drücken – Einstellrad bewegen – Auslösen -fertig. Das gute an dieser Funktion ist, dass man keinen Masterblitz auf die Kamera stekcen muss um die anderen im Slave anzusprechen. Ich mein, wer will schon zusätzlich zum Funkauslöser noch einen Systemblitz oben drauf packen.

Aktuell kosten die Teile bei Amazon gerade mal um die 70 Tacken*. Eigentlich ein richtiges Schnäppchen für Funkauslöser, die man auch mit Nikon Kameras direkt ansteuern kann.

Nach meiner Info besitzwen folgende Kameramodelle über eine solche Korrekturtaste. Das wären die D90, D7000, D7100, D300S, D600, D700, D800(E) – Bei der D3, D3x und D4 funktioniert das leider nicht!

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Eizo CX270 – Erster Eindruck

24. Juni 2013

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Vor kurzem wurde mir freundlicher Weise von Eizo der neue CX270* der ColorEdge Reihe für die Bildbearbeitung zu Verfügung gestellt. Über Eizo brauch ich ja wohl nicht viel zu erzählen. Dürfte ja jedem, der sich mit der Bildbearbeitung auseinandersetzt bekannt sein.

Ich ordne den CX270 etwas unterhalb der Spitzenmodelle (CG-Reihe) aber weit oberhalb der FlexScan SX-Reihe ein. Ich denke nach Einführung der CX-Modelle (gibts auch noch als 24er) wird für Eizo-Interessenten in Sachen Bildbearbeitung letztere, also die FlexScan Monitore, weniger in Betracht kommen. Grund ist meiner Meinung nach der geringe Preisunterschied zum neueren Modell. Apropos Unterschied, zum Spitzenmodell unterscheidet er sich eigentlich nur, dass er über keine LED-Hintergrundbeleuchtung und keinen integrierten Hardwarkalibrierungssensor verfügt. Der CX270 kommt zwar auch mit einem automatischen ausfahrbaren sensor, allerdings ist dieser nur für die Abstimmung und Korrektur Abstimmung zuständig und hat keine „richtige“ Hardwarekalibrierungsfunktion. Mit dem optionalen Zubehör ist aber eine Hardwarekalibrierung möglich.

Eizo-üblich kommt der Monitor in seinem schicksten Grau daher. Naja, designtechnisch war Eizo noch nie der Renner ähnlich eigentlich wie die Monitormodelle der Firma NEC. Man legt eben ein größeres Augenmerk auf die inneren Werte. Im Grunde ist es eigentlich auch das was zählt. Was bringt mir ein super designter Monitor, wenn das angezeigte Bild einfach nur sch… aussieht. Geliefert wurde er mit neben den üblichen Kabeln auch mit einer ColorNavigator-Elements CD. Vorsichtig ausgedrückt ist es eine Software um den Monitor abzustimmen. Dazu später noch mehr. Mein Lieferumfang viel allerdings deutlich höher aus. So habe ich neben den Lichtschutzhaube auch ein X-Rite Colorimeter* mit passendem ColorNavigator Licence Pack zur Hardwarekalibrierung des Monitor erhalten.

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Da sich nicht jeder gleich ein Colorimeter und die passenden Eizo-Software kaufe möchte, habe ich zunächst den Monitor nur mit dem mitgelieferten Elements-Paket abgestimmt. Es gibt hier auch eine PDF-Anleitung von Eizo zum Thema. Das Programm ist selbsterklärend und kinderleicht zu bedienen. Allerdings benötigt man einen Drucker um die Abstimmung mit Hilfe eines Vergleichs-Ausdrucks durchzuführen. Sicherlich kann man auch die voreingestellten Modi nutzen, die Eizo bereits ab Werk zur Verfügung stellt, aber ich möchte doch zumindest das Gefühl haben eine Abstimmung durchgeführt zu haben. Hat man das von Eizo oder sein eigenes Testbild (Ich empfehle letzteres) ausgedruckt soll man es mit Hilfe der Darstellung am Monitor vergleichen. Verschiedene Parameter (Helligkeit, Hauttöne, Gesamteindruck) lassen sich verstellen. Es ist also mehr eine visuelle Abstimmung, als eine tatsächliche Kalibrierung. Jetzt wisst ihr auch warum ich nicht von Kalibrierung sondern von Abstimmung spreche.

Leider hinkt diese visuelle Abstimmung (Papierausdruck und Monitordarstellung) in meinen Augen ein wenig. In der Regel hat man keine Tageslichtleuchte mit exakter Farbtemperatur daheim rumstehen. Ich zumindest nicht. Ehrlich gesagt empfinde ich hier ein wenig Verbesserungsbedarf. Zudem hab ich noch etwas anderes vermisst. Die Möglichkeit die Farbtemperatur einzustellen und abzustimmen. (mit dem„richtigen“ ColorNavigator-License Pack möglich). Ich empfand die Anzeige als etwas zu warm. Natürlich kann ich hier ins Monitormenü gehen und die entsprechenden Regler bewegen, aber wenn es schon eine gut bedienbare Software gibt, dann sollte diese Funktion auch vorhanden sein.

Letztlich habe ich den Monitor nach meinem Empfinden und auch im Vergleich zu meinen persönlichen Empfinden abgestimmt und war mit der Anzeige der Bilder sehr zufrieden. Im Grunde hat alles gepasst. Ein wenig hat mich natürlich gewurmt, dass der Monitor nicht kalibriert war. Vielleicht sollte man auch die Kirche im Dorf lassen denn wer sich einen Monitor für die Bildbearbeitung kauft, der stimmt ihn nicht nur ab, sondern kalibriert ihn sowieso. Am besten natürlich hardware-seitig. Eizo hatte natürlich auch an das gedacht und mir auch die passende Software und das Messgerät geliefert. 5x schneller als vorhergehende Modelle soll die Kalibrierung nun. Daneben verfügt es noch um eine Umgebungslicht- und eine Papierweiß-Messung. Das betrifft mich eher weniger, da sich mein Umgebungslicht immer wieder mal ändert und ich selbst daheim auch nicht ausdrucke.

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Ausgepackt, installiert und den Colorimeter angeschlossen. Software gestartet, Helligkeit und Farbtemperatur festgelegt und nach 5 Minuten war alles kalibriert. Ich hätte auch die voreingestellten Profile auf den Monitor anwenden und ausführen können, allerdings ist mir 5500Kelvin und eine Helligkeit von 100cd/qm zu wenig. Ich bin daher auf D65 (6500 Kelvin) Gamma 2,2 (Windows) und 120cd/qm gegangen und habe den Monitor nach diesen Werten Kalibriert. Korrigiert mich, wenn ich jetzt total daneben liege, allerdings arbeite ich seit jeher mit diesen Werten und kann mich über die Darstellung nicht beklagen. Der Eizo CX270 gehört sicherlich nicht zu den günstigen Monitoren, wer sich aber ernsthaft mit der Bildbearbeitung und dem Druck auseinander setzten möchte, kommt an diese Art von Monitore (mit der Möglichkeit der Hardware-Kalibrierung) nicht vorbei. Übrigens konnte ich keinen Unterschied im Ergebnis zwischen Abstimmung mit der Elements-Software und der Hardware-Kalibrierung feststellen. Bedeutet im Umkehrschluss für mich, dass Eizo bereits ab Werk ein wirklich gute Vorkalibrierung liefert.

Ich werde jetzt die nächste Zeit diesen Monitor für meine kommenden Bildbearbeitungen intensiv nutzen um euch in geraumer Zeit noch einen Erfahrungsbericht geben zu können. Was mir schon mal aufgefallen ist, endlich keine Farbabrisse bei feinen Farabstufungen während der Bearbeitung mehr… Das ist schon mal extrem viel Wert. Preis des Eizo CX270 bei Amazon.de 1.356,95 Euro.

An dieser Stelle wieder die obligatorische Frage. Hat einer von euch schon dieses Modell (ist zwar erst seit kurzem erhältlich) oder zieht prinzipiell den Kauf eines neuen Monitors zukünftig in Erwägung? Was nutzt ihr eigentlich derzeit für die Bildbearbeiung (auch das Betriebsystem würde mich interessieren) und seit Ihr damit zufrieden?
PS: Sorry, für den Staub auf dem Display – hatte ich gerade frisch ausgepackt

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