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Kreativ

Featured, Fotografie

Der Kreativ-Burnout lässt sich vermeiden!

9. Juli 2015

[Freemont - Vegas],4x5-008 - USA 2013

Auf Teufel komm raus irgendwas fotografieren, jeden Tag seine Aufnahmen auf Facebook und Co. posten um im Sekundentakt die Timeline nach der Gefällt mir Anzahl zu aktualisieren. Yep, das ist das beste Rezept für den schnellen Kreativ-Burnout. Nach einer gewissen Zeitspanne wird es nicht nur langweilig, sondern uninteressant. Die Gefällt mir Angaben interessieren nur noch, wenn sie eine gewisse Höhe erreicht haben. Bleiben auch die Kommentare aus – und hier ist es egal ob es nur solche wie Toll, super usw… sind, wird’s noch schlimmer. Man denkt, dass die „anderen“ die eigenen Aufnahmen nicht mehr mögen, dass man keine „neuen“ Bildideen mehr entwickeln kann. Man ist nicht mehr kreativ genug für die Welt da draußen…

Natürlich hat der Kreativ-Burnout nicht unbedingt oder ausschließlich mit Social Media zu tun, doch ich denke er hat einen nicht unheblichen Anteil daran. Machen wir uns nichts vor, wenn wir eine Tätigkeit für längere Zeit verfolgen, dann wird sie zwangsläufig monoton. Das ist schon immer so gewesen und daran wird sich auch nichts ändern….. es sei denn, ja es sei denn man bringt ein wenig Abwechslung ins Spiel! Weiterlesen

Foto-Workshops, Fotografie

Richtig Blitzen Workshop mit Patrick von neunzehn72.de

7. April 2012

Obwohl im Grunde der Landschaft- und der Stockfotografie verschrieben, hatte Nils mir letztens erzählt, dass er einen Foto-Workshop bei Bloggerkollege Patrick von neunzehn72.de besucht hat. Seinen kurzen Erfahrungsbericht könnt ihr hier lesen. 

Vorletztes Wochenende habe ich den Workshop „Richtig Blitzen“ bei Patrick besucht. Wir hatten eine angenehme Gruppengröße von 6 Teilnehmern, bei der man eine Chance hat die Namen zu behalten. Zunächst drehte sich alles um die Technik. Welche Möglichkeiten gibt es den Blitz von der Kamera entfernt auszulösen, also entfesselt zu blitzen. Wann ist es sinnvoll den Blitz von der Kamera zu nehmen und wann kann man ihn aufgesteckt lassen kann. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme – manuell mit Funkauslöser, Infrarot, Kabel wurden ebenso erklärt, wie auch der Umgang mit dem Nikon CLS System. Verwendet haben wir die kostengünstigen Systemblitzgeräte und Funkauslöser der Firma Yungnuo.

Nachdem die technische „Sachen“ geklärt waren, durften wir loslegen. Zuerst stand uns eine Schaufensterpuppe zur Verfügung und es ging ausschließlich darum, dass entfesselte Blitzen zu testen. Um die Qualität des Lichts würden wir uns später kümmern. Um die entsprechende Kamerawerte zu ermitteln, wurde das Umgebungslicht mit Hilfe der Kamera, allerdings ohne Blitz gemessen. Erst dann kam ein Blitz dazu und wurde entsprechend eingestellt. Sofern die Einstellungen passten, wurde fotografiert. Der Blitzauslöser ging quasi reihum, damit jeder mal damit arbeiten durfte.

Als Model stand uns den Tag über Henrike zur Verfügung – nochmals vielen Dank dafür. Mit ihr konnten wir die Blitztechnik ausprobieren. Zwischendurch haben wir immer wieder die Ergebnisse besprochen, beim Fotografieren stand Patrick einem mit Rat und Tat zur Seite. Wenn die anderen Teilnehmer fotografierten, konnte man entweder über deren Schulter schauen oder aber man hatte sich gegenseitig assistiert und unterstützt. Da der richtige Umgang mit dem Menschen vor der Kamera wichtig, was vielen Anfängern schwer fällt, gab es auch hier einige Tipps. Danach durfte jeder Teilnehmer sein Talent mit Henrike testen, während Patrick und die anderen sich im Hintergrund gehalten haben. Anschließend gab es natürlich noch entsprechendes Feedback.

Nach dem Mittags-Snack war es an der Zeit rauszugehen. Hier wurde gegen die Sonne geblitzt und der Einsatz mit Offenblende und Graufilter geübt. Jeder Teilnehmer hatte auch hier genügend Zeit seine eigenen Ideen auszuprobieren. Nach dem Workshop hat sich gezeigt, dass im Grunde der Ablauf immer gleicht  ist – Umgebung einmessen, Kamera einstellen, wenn nötig Blitz dazu nehmen und die Einstellungen finden und wenn alles fertig ist – fotografieren.

Insgesamt war es ein sehr schöner und lockerer Workshop, jeder konnte seine Fragen loswerden und hat einiges mitgenommen. Die Grundlagen wurden einem aufgezeigt. Jetzt heißt es üben, üben und nochmals üben.

Konntet Ihr bereits Workshop Erfahrungen sammeln und welche habt ihr warum und wieso besucht?

Foto-Aufgabe, Fotografie

BlogTimes Foto-Aufgabe #9 – Doppelbelichtung

3. April 2012

Nachdem wir in diesem Jahr erst eine Foto-Aufgabe hatten, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, euch jeden Monat eine Aufgabe zu stellen. Lalalala, das hat wohl nicht ganz geklappt… ist aber auch einiges dazwischen gekommen… Naja, jetzt wird alles besser. 

Nachdem Martin die letzte Challenge mit dem Thema „Winter“ für sich entscheiden konnte, bin ich ab heute wieder auf die Bilder der neuen Aufgabe gespannt. Natürlich seit ihr wie immer in der Gestaltung und Bildkomposition euer Aufnahme völlig frei. Das bedeutet, dass sowohl eure schwarzweiß, als auch eure farbenfrohen Ideen gefragt sind.

Bei der neunten Aufgabe dreht sich alles um das Thema: Doppelbelichtung – also keine Jahreszeit, keine Farbetöne usw….Wie bei allen Aufgaben, versuche ich euch möglichst viel Gestaltungspielraum zu geben, sodass ihr eure kreativen Ideen wunderbar umsetzen könnt. Allerdings gibt es eine kleine Änderung, die mit dieser Fotoaufgabe einhergeht. Ich gehe mal stark davon aus, dass ihr in eurem Foto-Archiv keine Doppelbelichtung habt. Sollte es doch der Fall sein, könnt ihr sie dieses Mal nicht verwenden. Ich möchte nämlich eure Fantasie und Kreativität fördern und somit sind ausschließlich aktuelle Aufnahmen zugelassen.

Mittlerweile dürfte so ziemlich jede Kamera über eine Mehrfachbelichtungsfunktion verfügen, die es erlaubt Doppelbelichtungen zu erstellen. Ein kurzer Blick in die Anleitung genügt meistens. Wenn man mich jetzt fragen würde, was denn alles zu diesem Thema passt…. dann würde ich sagen, ALLES!

Für den Bildupload benutzt bitte die Bilder-Upload Funktion (Upload-Limit beachten) unterhalb des Kommentarfelds. Ich würde mich freuen, wenn alle Teilnehmer diese Funktion nutzen und keine reine Links gepostet werden. Der Vorteil ist, dass jeder Leser die anderen Aufnahmen sofort sehen kann und man sich nicht durch zahlreiche Links klicken muss. Keine Angst, eure Bilder werden nur auf BlogTimes verwendet und auch nur im Zusammenhang mit der Foto-Aufgabe.  Ich denke somit ist alles klar, oder?

So funktioniert’s mit dem Bilder-Upload:

Bevor ihr das Bild für den Upload auswählt, müsst ihr etwas in das Textfeld schreiben (z.B Hier mein Foto zum Thema Winter und/oder auch wann, womit und wo das Bild aufgenommen wurde…). Danach das Bild auswählen und auf “Kommentar absenden” klicken. Wichtig: Bilddateien alleine werden nicht als Kommentar erkannt!

Teilnahmeschluss ist bereits in einer Woche:  22.04.2012 (genug Zeit also über Ostern ein paar coole Aufnahmen zu machen!!)

Bin gespannt auf Eure Bilder…..

Update vom 05. April 2012:
Sollte Eure Kamera keine Doppelbelichtung unterstützen, dann könnt ihr sie natürlich auch per EBV erstellen. Dazu einfach zwei eurer gewünschten und natürlich frisch erstellen RAW-Aufnahmen in Photoshop öffnen und am besten gleich im RAW-Konverter um 0,7-1 Blende unterbelichten, da sonst die übereinandergelegten Aufnahmen zu hell wirken. Die Belichtungskorrektor kann man natürlich auch alternativ in Photoshop direkt durchführen. Anschließend legt ihr eure zwei Aufnahmen im Ebenenmodus „Negativ multiplizieren“ übereinander und könnt mir Hilfe von Ebenenmasken, Filtern, Aufhellen&Abdunkeln, usw… eure gewünschten Bildbestandteile der jeweiligen Aufnahme hervorheben oder abschwächen.

 

Fotografie

Beitragsfotografie – Kreativ mit dem Systemblitz

6. März 2012

Es kommt immer wieder mal vor, dass mich meine Leser fragen, wie ich denn die Fotos für die Artikel erstelle und bearbeite, gerade wenn es sich um Beiträge zu Fotozubehör, Bücher usw… handelt? Damit ich nicht immer eine einzelne Mail schreiben muss, habe ich mir gedacht, warum nicht einen kleinen Beitrag darüber schreiben.

Ich denke, man kann vielleicht dadurch nicht nur interessante und „schönere“ Fotos für Online Auktionen oder Kleinanzeigen etc… erstellen, sondern dieses Grundprinzip auch auf andere Fotobereiche übertragen. Mit Absicht habe ich den Artikel daher nicht Produktofotografie genannt, weil natürlich weitaus mehr möglich ist.

Zum Einsatz kommt, sofern ich nicht doch einmal das vorhandene Licht benutze, in der Regel ein Systemblitzgerät. Meine früheren Aufnahmen habe ich immer mit natürlichen Lichtquellen aufgenommen. Den Blitz also emieden und so stand er wirklich fast Jahre im Schrank, ohne auch nur ein einziges Mal benutzt zu werden. Geändert hatte sich dies, als ich kurzerhand in einem Workshop mit Martin Krolop vom Locations Scout zum Teilnehmer wurde. Ok, wir hatten damals kein Buch oder ähnliches fotografiert, was auch nur im Entferntesten mit Produktfotografie zu tun hatte. Nein, es waren Porträtaufnahmen. Zwei (mehr kann ich leider nicht zeigen) der Aufnahmen findet ihr hier… Apropos Porträt, letzten Freitag war ich Licht-Assi von Patrick, der wieder einmal ein cooles Schauerspielerin – Shooting hatte. Auch wenn ich selbst nicht fotografiert habe, sondern mehr der Typ mit dem Licht war, beschleicht mich das Gefühl, dass ich mich auch mal der Menschenfotografie widmen sollte. Ich hatte sehr viel Spaß, oder besser gesagt wir….

Zurück zum eigentlich Thema. Ich selbst verwende einen Metz AF1 – 2, den es mittlerweile in der 2. Ausführung gibt. Es ist quasi das Pendant zu den Nikon oder Canon Blitzen. Es muss aber nicht der teure Metz oder das Original der Kamerahersteller sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die 50 Euro Teile von Yongnuo genauso gut funktionieren, da sie ebenfalls die Slave-Funktion unterstützen. Der YN560 kann sogar den Vorblitz unterdrücken. Zudem wird der Blitz sowieso manuell gesteuert und muss daher nicht über eine TTL-Funktion verfügen.

Der Blitz alleine reicht aber nicht aus um meine gewünschte Lichtstimmung zu erzeugen. Aus diesem Grund verwende ich noch einen Mini- Beauty Dish, welches aus diesem Reflektor-Set stammt. Durch viel Zufall hatte ich die Teile letztes Jahr bei einem kleinen Foto-Preisausschreiben hier in Hamburg gewonnen. Ja, auch ich gewinne mal etwas – sonst bin ich ja immer nur der Verteiler!!! Der Dish ist eigentlich super simple zu handhaben und besteht sogar aus Metall. Damit das Blitzlicht noch ein wenig weicher ausfällt, habe ich noch eine Kunstoffscheibe montiert, die ähnlich Eigenschaften einer Softbox aufweißt. Das Set beinhaltet noch weiteres interessantes Zubehör, welches ich derzeit aber nicht benutze.

Zu Testzwecken habe ich mal meine neue Maus fotografiert um Euch das besser zu verdeutlichen. Ich habe Drei Aufnahmen mit Hilfe eines Stativs und mit der identischen Belichtungszeit von einer  1/100 sek aufgenommen. Allerdings habe ich das externe Blitzgeräte in verschiedenen Positionen gehalten um eine unterschiedliche Lichtsetzung zu erhalten.

Anschließend habe ich die Aufnahmen in Photoshop (Elements geht auch) in verschiedenen Ebenen übereinander gelegt und die gewünschten Bereiche durch eine Maskierung bearbeitet. Was jetzt nach viel Aufwand klingt, ist eigentlich halb so wild. Da die Aufnahmen im Hinblick auf den Bildausschnitt identisch sind, fallen diese Korrekturen schon mal weg und man kann sich voll und ganz auf die Lichtsetzung konzentrieren.

 

Natürlich kann man diese Vorgehensweise nicht in der Porträtfotografie anwenden. Zum einen bewegt sich das Model andauernd und das Umherspringen mit der Lichtquelle ist nicht gerade professionell. Was sich allerdings sehr gut zeigen und somit üben läßt, ist die Auswirkung des Lichts auf den zu fotografierenden Gegenstand und hier bin ich der Meinung, dass man dieses Grundprinzip der Lichtsetzung sehr gut auf den Porträtbereich umsetzen kann.

Bevor ich es vergesse. Die Bearbeitung ist eigentlich ganz einfach. Für den immergleichen Look habe ich mir in Lightroom ein Preset gebastelt. Das Preset ist für LR3 ausgelegt, da ich die 4er Version noch nicht habe.

Was meint Ihr… Zu aufwendig für simple Beitragsfotos??

Etwas noch zu den Kamera- und Blitzeinstellungen. Ich nehme die Beitragsbilder je nach vorhandener Lichtsituation mit einer 1/100 sek. auf, acht aber darauf, dass die Aufnahme ohne Blitz stark unterbelichtet wird. Hintergrund ist, dass ich bei anschließender Aufnahme mit dem Blitz eine „natürliche“ Randabschattung erzeugen und somit den Blitz besser aufs Motiv konzentrieren kann. Die Blitzleistung stelle ich je nach Abstand zum Produkt unterschiedlich ein, verwende aber die manuelle Einstellungen, also keine Blitzautomatik oder TTL-Messung. Der kamerainterne Blitz dient mir als Master für den Systemblitz, benutze ihn quasi nur als Auslöser. Das wars eigentlich schon.