Schlagwort

Landschaft

Fotografie, Nachgedacht

Der eigene Tritt in den Hintern – neue Wege gehen…

15. Februar 2013

Irgendwie vielleicht schon lange überfällig, aber ausschlaggebend für den eigenen Tritt in den Hintern und die daraus resultierende Überlegung wo stehe ich und wo will ich in der Fotografie noch hin, gab mir das erste Interview auf der Jeriko. Zugegeben, zum einen ist es erstklassig geschrieben und zum anderen kenne ich den Interviewten und auch wenn es nicht meine fotografische Stilrichtung ist, so hat mich dennoch der Inhalt zum Nachdenken angeregt.

Ich hatte etwas Zeit in letzten Tagen, gerade weil ich mehr mit meiner Erkältung beschäftigt war. Neben Nasenspray, Aspirin und Wik VapoRub habe ich natürlich ab und an einen Blick ins Web geworfen und wollte zudem endlich mal mein eigenes Portfolio updaten. Habe aber dann doch nicht die Muße dafür entwickeln können – stattdessen stöberte ich ein wenig durch meine Aufnahmen und zum ersten Mal habe ich gemerkt, dass Menschen auch wenn Sie nicht so häufig in meinen Aufnahmen vorkommen, mir einfach das „Mehr“ an Fotografie zurückgeben. Logisch, werdet Ihr jetzt sagen…. Da kommst du aber früh drauf! Nun, für mich hat es offensichtlich ein wenig länger gedauert.

Dieses „Mehr“ an Fotografie werde ich zukünftig versuchen in meine Aufnahmen einzubauen. Im Umkehrschluss bedeutet das für mich mehr Streetfotografie, weniger Landschaft-und Architekturaufnahmen. Ich werde jetzt aber auf keinen Fall wahlos durch die Straßen ziehen und irgendwelche Menschen fotografieren. Das gibt mir persönlich nichts, ist auch für meine Art der Fotografie nicht zielführend. Auch suche ich dieses von vielen Fotografen oft versuchte Mein-Foto-erzählt-eine-Geschichte blablabla…. nicht. Ich möchte mit meinen zukünftigen Streetaufnahmen nur einen einzigen Augenblick zeigen. Dieser sollte allerdings so intensiv wie möglich sein. Auf eine ellenlange Geschichte hab ich keinen Bock. Das sollen die künstlerisch tätigen Fotografen übernehmen. Dieses ganze inszenierte Zeugs taugt mir sowieso nicht sorry, wenn ich hier jemanden vor den Kopf stosse. Das wird natürlich nicht einfach werden. Immerhin warten die Motive, die ich mir so vorstelle nicht gerade an jeder Straßenecke!!

Je nachdem für welche Aufnahmen ich mich entscheide, werde ich mein Equipment wählen. Digital hauptsächlich für Street und das analoges Großformat für Landschaft und Architektur. Analoges Großformat Street würde mich auch mal reizen. Das sind dann aber keine spontanen, sondern geplant und durchdachte Aufnahmen. Hmm, ob sich schon jemand mal an Großformat-Streetfotografie versucht hat. Mir fällt da niemand ein…. Wäre eventuell mal was!

Apropos neu… Eine neue Bildsprache zu entwickeln halte ich übrigens im Zeitalter der digitalen Fotografie für nahezu unmöglich. Neue Bildideen und deren Umsetzung dagegen ist etwas anderes. Hier steckt noch viel Potenzial, auch wenn alles schon mal irgendwann und irgendwie fotografiert wurde. Dieses Ziel werde ich verfolgen, denn nichts ist schlimmer als stehen zu bleiben. Aussagen wie, „Ich fotografiere schon 20 Jahre….“ hat jeder schon mal gehört. Der Blick in das Portfolio bringt dann oftmals Ernüchterung. Ja, zwar 20 Jahre, aber 20 Jahre der selbe…. Und das möchte ich vermeiden. Ob es mir gelingt, keine Ahnung. Eine der ersten Versuche wird Ende März statt finden, wenn ich nach Vegas fliege….

Hey, kommentarfähig ist der Beitrag zwar nicht unbedingt, aber vielleicht regt er ja ein wenig zum Nachdenken an – wo man derzeit in der Fotografie steht und/oder wo man selbst hin möchte….

Das ist übrigens das erste Mal, dass ich diese Aufnahmen (bis auf die Farbfotografie) zeige. Irgendwie hatten Sie nie richtig ins Portfolio gepasst…

Fotografie, Nachgedacht

DX vs FX – ein unfairer Vergleich und die Zukunft

28. September 2012

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Ich wollte es denoch wissen und durch Zufall bot sich mir diese Gelegenheit bei meiner zweiten Fahrt zu den Niagarafällen, wo ich eine meiner ursprünglichen Aufnahmen noch ein weiteres Mal aufnehmen konnte. Damals war ich noch mit meiner D300 unterwegs, denn die D800 hatte ja bekanntermaßen zu Beginn Lieferengpässe.

Die D300 war und ist sicherlich keine günstige Kamera, aber die D800 und das 16-35er den Wassermassen auszusetzen, hatte mich anfangs doch ein wenig beunruhigt. Steht man dort unten kann man nie genau vorhersagen, wie stark die Gischt durch sich plötzlich veränderte Windverhältnisse in Richtung Kamera peitscht. Auch wenn die Kamera abgedichtet ist, so einen dicken, fetten Schwall Wasser hält die auch nicht lange stand. Naja, ich hatte mal wieder Glück und es gelangen mir doch ein/zwei Fotos.

Hundertprozentig kann ich die beiden Bilder nicht vergleichen. Durch die Brennweitenverlängerung passt der Ausschnitt natürlich nicht, auch wenn ich das gleiche Objektiv genutzt habe. An diese Stelle ein kurzer Einwurf. Sind Objektive eigentlich auch abgedichtet!?!? Wie reden hier immer von Kameras, aber was ist eigentlich mit den Linsen!? Hmm  Ok, also weiter im Text. Auch wenn durch die Langzeitbelichtungen Wasser unscharf dargstellt wird, so kann ich mich dem Gedanken nicht verwehren, dass selbst diese unscharfen Bildbereiche viel mehr Details (ganz feine Linien im Wasser) als bei der Aufnahme der D300 aufweisen. Interessant – hätte ich nicht gedacht! Betrachtet man das Gestein wird es noch auffälliger. Hier spielen natürlich die 36 Megapixel deutlichst ihre Vorteile aus. Feinste Strukturen werden hier aufgelöst. Das ist schon ziemlich beeindruckend. Der DX Sensor dagegen macht zwar auch noch eine gute Figur, fällt aber trotzdem Meilenweit in der Darstellung zurück.

Nachteil der D800 und wahrscheinlich auch bei der neuen D600 ist die Gefahr der Unschärfe durch Verwacklung. Selbst mit Stativ reicht die kleinste Erschütterung bei der D800 aus um die Aufnahme zu verwackeln. Stativ und Stativkopf müssen hier einfach passen. Hauptsächlich bin ich daher mit dem Vanguard Alta Pro 283CT und dem Sirui K-20X unterwegs. Es muss aber nicht Carbon sein -wichtig ist nur, dass es stabil ist. Reisestative kannst du hier vergessen.

Ich weiß natürlich, dass man die DX nicht mit FX vergleichen sollte. Es ist wie mit Äpfel und Birnen… Gerade für Landschaftsfotografen und hier schließe ich Architektur usw. mit ein, überzeugt mich aber ein FX Sensor weit mehr als die DX Generation. Wie man beim Hersteller Nikon sieht, setzt dieser ja nun auch im Einsteiger Segment auf das Vollformat. Von einer potenziellen D400 habe ich schon lange keine Gerüchte mehr gehört. Klar, dass jetzt die Natur/Tierfotografen kommen und sagen, die Brennweitenverlängerung ist schon von Vorteil. Sind wir doch mal ehrlich. Selbst bei 24 Megapixel wie sie die neue D600 hat, wer braucht das noch. Die Auflösung ist so hoch, dass man den gewünschten Bildausschnitt auch nachträglich bestimmen kann – sage ich jetzt mal unwissend in den Raum hinein. Richtig interessant wird es aber erst bei der Preisgestaltung. Die D300 kam neu rund 1700 Euro. Die D600 kostet gerade mal 200 Tacken mehr. Also wenn eine potentielle D400 tatsäclich geplant ist, dann muss diese sehr viel wenig kosten also damals die D300/s. Ich bin gespannt, ob hier noch was geht…

Hier hab ich noch die zweite Aufnahme, die ich unterhalb der Fälle auf der kanadischen Seite gemacht habe. Das war vielleicht ne wässrige Angelegenheit.

Fotografie

Was fotografierst du am Liebsten…?

2. Oktober 2011

Die Frage haben ja schon einige Fotografieblogs irgendwie und irgendwann mal behandelt und nun stelle ich sie den BlogTimes-Lesern. So unterschiedlich die Blogleser sind, so unterschiedlich fällt bestimmt auch die Leidenschaft für das einzelne Foto-Genre aus.

Jeder Fotograf und hier mache ich keinen Unterschied zwischen Amateur und Profi hat für bestimmte Foto-Genres mit der Zeit eine Leidenschaft entwickelt und sich darin spezialisiert. Das ist auch gut so, denn man kann ja nicht auf allen „Hochzeiten“ tanzen. Gerade am Anfang – mir ging es da nicht anders – probiert man hier, testet da und irgendwann macht es klick und man konzentriert sich nur noch auf bestimmte Fotografiebereiche. Die eigentlich auf den ersten Blick eher banal klingende Frage soll hier ein wenig zum Nachdenken anregen und vielleicht auch helfen sich auf jene Bereiche ein bisschen mehr zu konzentrieren.

Ich möchte hier aber keine lieblose Umfrage starten und damit ihr seht, wie eine Antwort aussehen könnte, mache ich mal den Anfang. Meine Leidenschaft liegt in der Landschaft -, Architektur- und Streetfotografie, wobei ich zu Letzteres eher selten komme. Warum diese Bereiche…? Nun, Landschaft und Architektur bewegt sich nicht und das macht es gerade am Anfang ein wenig leichter, sich dafür zu begeistern. Allerdings habe ich mit der Zeit festgestellt, dass es mitnichten einfacher ist als zum Beispiel die Porträtfotografie, besonders wenn man – auch wenn ich es jetzt falsch formuliere – für die eher „schlichte und minimalistische“ Fotografie interessiert. Die Streetfotografie ist erst später dazu gekommen und vielleicht auch nur deshalb, weil ich etwas „Leben“ in das Bild transportieren wollte.

Die Kunst für mich liegt nunmehr darin, auch wenn mir das noch sehr selten passiert, die Streetfotografie mit der Landschafts- oder Architekturfotografie zu vereinen.

Nun seit ihr an der Reihe… Was fotografiert ihr am Liebsten und warum?