Schlagwort

Landschaftsfotografie

Fotografie, Nachgedacht

Sorry, aber gehts noch?!

25. November 2014

France - Impressionen

Wenn es die Zeit zulässt streife ich hier und da durch die Fotoblog-Gemeinde und hinterlasse auch mal meinen Senf oder es gibt eine Erwähnung auf Facebook und Co. Was ich allerdings gestern auf Kwerfeldein gelesen habe, haut mir doch den Vogel raus. Eigentlich kann es mir egal sein, aber als selbsternanntes Magazin und erst recht als Herausgeber sollte man viel differenzierter an das Thema heran gehen und das ist, was mich hier aufregt. Auch, weil ich mich selbst mit dem Thema beschäftige – daher dieser Artikel!

Weiterlesen

Bücher, Fotografie, Testberichte

Buchrezension – Digitale Landschaftsfotografie „Fotografieren wie Ansel Adams und Co.“

11. Oktober 2011

Vor ein paar Wochen erhielt ich die ersten Exemplare einer Reihe von Fotografiebüchern, dessen Rezension ihr zukünftig auf BlogTimes lesen werdet. Den Anfang macht heute das Buch „Digitale Landschaftsfotografie – Fotografieren wie Ansel Adams und Co. Um es vorweg zu nehmen, die kommenden Zeilen sind rein subjektiver Natur geschrieben. Das gibt mir die Möglichkeit sowohl positive als auch negative Aspekte anzusprechen.

Der Autor Michael Frye ist eine bekannte Größe in der Landschaftsfotografie und beschreibt mit diesem Buch die Techniken der analogen Fotografie nach Ansel Adams, Edward Weston und Elliot Porter….und dessen Umsetzung für den digitalen Aufnahme- und Bildbearbeitungsprozess. Man hat aber nicht das Gefühl, dass der Autor sich auf eine Stufe mit den „alten“ Größen stellt, sondern möchte vielmehr das Gefühl und die Leidenschaft vermitteln, mit denen diese Fotografen ihre erstaunlichen Ergebnisse erreicht haben.

Auf den ersten Blick meint man, dass der Untertitel „Fotografieren wie Ansel Adams und Co.“ etwas überheblich klingen könnte, doch nachdem ich nun das Buch über mehrere Tage gelesen habe, erscheint er mir doch sehr passend. Neben Technischen Grundlagen, wie Bildqualität, Schärfe, Weißabgleich, Belichtung und Histogramm, behandelt es ausführlich das Zonensystem nach Ansel Adams und wie man dieses in den heutigen digitalen Aufnahme- und auch Entwicklungsprozess integrieren kann. Neben Adams war auch Weston ein Verfechter der Fototechnik. So gibt es ein Zitat was auch für die heutige Zeit nicht passender sein könnte. „ Ein ausgezeichnetes Konzept kann von fehlerhafter technischer Umsetzung zerstört oder durch richtige Technik brillanter werden„. Eben diese Techniken werden in diesem Buch auf die digitale Fotografie umgesetzt.

Das zweite von insgesamt drei Kapiteln ist in meinen Augen der wichtigste Part in diesem Buch. Hier dreht sich alles um das Licht, die Komposition und die Kunst des Sehens. Anhand von vielen verschiedenen Bildbeispielen schreibt der Autor verständlich über die Schwierigkeit, aber auch über die Möglichkeit der Bildkomposition und die Fähigkeit eine bestimmte Stimmungen einzufangen – durch Linien, Formen, Muster, Tonwerte, Farben, Bewegung und Schärfentiefe.

Was mir bei diesem Kapitel auch gut gefallen hat, ist die Differenzierung des Begriffs „Licht“. Die verwendeten Bildbeispiele und der kurze Text erklärt hier sehr gut welchen großen Einfluss das vorhandene Licht in der Landschaftsfotografie hat und wie man damit arbeiten kann. Selbst ich fand hier einige interessante Punkte (die Lichtrichtung, Farbe sehen, Kontraste erkennen…), die ich zwischenzeitlich vernachlässigt hatte, auf die ich aber zukünftig wieder genauer achten werde.

Das letzte Kapitel des Buches behandelt das Thema digitale Dunkelkammer, angefangen von den grundlegenden Bearbeitungsschritten bis hin zum allgemeinen Workflow. Im Gegensatz zu den ersten zwei Kapiteln finden sich hier natürlich die Bearbeitungsschritte von Micheal Frye, allerdings immer in Verbindung mit den analogen Bildtechniken der „alten“ Künstler.

FAZIT
Allgemein lässt sich festhalten, dass dieses Buch sowohl für den Einsteiger als auch für den ambitionierten Landschaftsfotograf geeignet ist. Dies begründet sich zum einen durch die Behandlung verschiedenster grundlegender und fortgeschrittener Aufnahme- und Bearbeitungstechniken. Zudem finden sich, im Gegensatz zu vielen anderen Fotografiebüchern, viele ansprechende Fotos, dessen Entstehung kurz und informativ erklärt wird. Gerade diesen Punkt werte ich hier besonders positiv, da der visuelle Eindruck sich immer stärker einprägt, als ellenlanger Text.

Auch wenn hier von Größen wie Ansel Adams, Weston und Porter gesprochen wird, so zielt dieses Buch keineswegs nur in die S/W Richtung. Auch Liebhaber der farbenfrohen Landschaftsfotografie kommen hier auf ihre Kosten und können ebenso die ein oder andere Info mitnehmen.

Nach so viel Positivem müsste doch eigentlich auch etwas Negatives kommen. Ehrlich gesagt, nein! Obwohl ich schon viele Fotografiebücher gelesen habe, habe ich selten so stimmiges Buch gesehen. Natürlich werden sich die hier genannten grundlegenden Techniken auch in anderen Fotografiebüchern wiederfinden. Das ist für mich aber kein negativer Punkt, denn es gehört einfach dazu. Wer will denn schon zwei, drei Bücher auf einmal lesen, nur weil bestimmte Begriffe und Erklärungen fehlen.  Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch, der bezieht sich aber nicht auf den Inhalt, sondern auf der Produkt selbst. Warum werden Fotobücher sehr oft auf Papier gedruckt, die es gegenüber Fingerabdrücken so empfindlich machen. Habe das Buch gerade mal eine Woche in der Hand und schon schaut es aus, als ob es vom Flohmarkt kommt. Naja, das tut dem Inhalt wenigstens keinen Abbruch.

Das Buch „Digitale Landschaftsfotografie – Fotografieren wie Ansel Adams und Co.“ umfasst 160 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und ist für 29,95 bei Amazon erhältlich.

Wie bei all meinen Buchrezensionen frage ich auch immer die BlogTimes Leser. Kennt dieses Buch einer von Euch? Was ist eure Meinung?

Fotografie

Landschaftsfotografie in schwarzweiß

4. Januar 2011

Eines meiner eigenen fotografischen Themen ist die Landschaftsfotografie, speziell in schwarzweiß. Mit dieser Art der Bildpräsentation lässt sie mich das Wesentliche des aufgenommenen Motivs ausdrücken.

Natürlich fotografiere ich nicht nur in schwarzweiß – da fällt mir eigentlich gerade ein, dass ich ja gar nicht in schwarzweiss fotografiere, sondern vielmehr die Farbaufnahme konvertiere. Der Einfachheit halber nenne ich es jetzt trotzdem in SW fotografieren.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber unter dem Begriff Landschaftsfotografie verstehe ich mehr als nur Bäume, Wälder, Wiesen, Berge und Seen zu fotografieren. Stadtlandschaften zum Beispiel fallen für mich auch unter den Bereich Landschaftsfotografie.

Mit diesem Beitrag möchte ich etwas über meine Art der Landschaftsfotografie schreiben und welche Punkte ich beachte um stimmungsvolle Aufnahmen in schwarzweiß zu erstellen. Da wir im Zeitalter der Digitalfotografie leben und obwohl das Betätigen des Auslösers heute keine Kosten verursacht, sollte man sich dennoch ausreichend Zeit für ein Motiv nehmen.

Die Fotomotive liegen quasi (kommt natürlich drauf an wo man wohnt) vor der Haustüre. Selbst bekannte und schon zig mal fotografierte Motive lassen sich durch verschiedenen Perspektiven oder durch den Einsatz verschiedener Brennweiten immer wieder neu in Szene setzen. Das gilt natürlich nicht nur für die schwarzweiss Fotografie, sondern auch analog für  Farbaufnahmen. Dennoch sollte man bei der Wahl des Motiv in schwarzweiß denken. Wie soll man dass denn machen, werdet Ihr Euch fragen. Ganz einfach, wir lassen das Denken die Kamera übernehmen.

Im Normalfall verfügt jede Kamera über einen schwarzweiß-Modus oder einer internen schwarzweiß Konvertierung. Wenn ich mir also bei einem Motiv über die SW Wirkung nicht ganz sicher bin, dann fotografiere  ich es einmal in Farbe und einmal mit dem schwarzweiß Modus oder ich benutze die kamerainterne Bildbearbeitungsfunktion.

So kann ich überprüfen, wie das Bild in SW wirken könnte. Wichtig ist hierbei, dass die SW-Funktion der Kamera nur zu Testzwecken verwendet werden sollte. Das eigentliche SW Bild sollte mit Hilfe der Nachbearbeitung am PC erzeugt werden. Grundlage bei der Digitalfotografie ist also immer die Farbaufnahme.

Hintergrund ist die Speicherung der Bildinformationen, die bei Farbaufnahmen wesentlich höher ist. Farbe kann ich immer wieder wegnehmen, aber Farbe zu einem späteren Zeitpunkt hinzufügen kann ich nicht. Frei nach dem Motto, wo nichts ist – kann nicht wachsen…

Zurück zum Thema. Landschaftsfotografie in schwarzweiß zeichnet sich in meinen Augen durch das ausgewogene Spiel von schwarz, weiß und grau aus. Natürlich spielt auch das Motiv ein Rolle, aber großflächige überbelichtete Stellen lassen auch das beste SW Bild nicht wirken. Auch hier gibt es Ausnahmen, wie zum Beispiel die Spitzenlichter, die die Sonne auf der Wasseroberfläche erzeugt. Um Überbelichtungen zu vermeiden, benutze ich neben dem Histogramm auch die Funktion „Spitzenlichter“. Beide Möglickeiten lassen mich das Bild neben dem visuellen Eindruck auch technisch überprüfen. Vorraussetzung ist natürlich das „Lesen“ des Histogramms und dessen Bedeutung zu interpretieren.

In der schwarzweiß Fotografie ist weniger of mehr. Das soll heißen, das ich bei einigen Aufnahmen die Bildkomposition so schlicht wie möglich halte. Wie wäre es zum Beispiel mit einem einzelnen Wellenbrecher im Meer, oder einem einzelnen verlassenen Baum.  Dem Fotografen sind hier keine Grenzen gesetzt.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Filtern, genauer gesagt von Grau (Verlaufs)Filtern. Die gibt es in den unterschiedlichsten Stärken und eignen sich für fast alle Motive in der Landschaftsfotografie. Wer mehr über den Einsatz von Graufilter, auch ND-Filter genannt wissen möchte, der kann sich auch gerne meinen Beitrag „Der ND-Filter“ anschauen. Neben einer Umrechnungstabelle für Belichtungszeiten findet Ihr hier alles Wissenswerte über den Filter.

Das ist nur ein kleiner Ausflug in die schwarzweiß Landschaftsfotografie gewesen, aber lasst mich noch mal meine wichtigsten Punkte zusammenfassen.

  • Neue Perspektiven bei bekannten Motiven
  • Schwarzweiß Modus der Kamera zur testweisen Wirkung der Aufnahme
  • Fotos ausschließlich in Farbe aufnehmen und später am PC in SW konvertieren
  • Histogramm und Funktion Spitzenlichter der Kamera benutzen um großflächige Überbelichtungen zu vermeiden
  • Weniger ist oft mehr – Schlichte Bildkompositionen fesseln der Betrachter mehr, als zu viele Details im Bild
  • Durch den Einsatz von Filter lassen sich wunderschöne Effekte erzielen

Im Grunde genommen ist das eigentlich meine Art zu Fotografieren. Was bedeutet für Euch die SW Fotografie? Wie versucht Ihr die entsprechende Bildwirkung zu erzielen?