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Fotografie

Lightjet vs Pigment Druck – Entschieden habe ich mich für…

13. Februar 2014

Ronny Ritschel - Prints

… Lightjet Drucke. Was bedeutet, dass drei verschiedene Laser auf lichtempfindliches Fotopapier treffen und dieses belichten. Anschließen wird es fotochemisch aufbereitet. Es ist quasi ein digital ausbelichtetes Foto auf Fotopapier.

Ich bereite gerade eine Austellung in Toronto vor, welche im Laufe der nächsten Woche beginnt. Letzte Woche habe ich eine Lieferung von 40 Prints erhalten mit bis zu 130cm Seitenlänge. Bestellt habe ich übrigens alle meine Drucke bei Whitewall.de, da ich mich hier auf dessen Qualität und die Lieferzeit verlassen kann. Gerade in Sachen Qualität bin ich extrem pingelig.

Ein weiterer Grund warum ich mich für diesen Online-Printdienst entschieden habe, ist die Vielfalt mit der ich S/W drucken kann. Für meine Farbaufnahmen habe ich Kodak Pro Endura gewählt und für S/W die Ilford-Papiere. Alle meine Prints verfügen über einen weißen Rand, welche ich in in Abhängigkeit der Größen unterschiedlich breit gewählt habe. Whitewall stellt hier 1cm ,2cm oder 3cm zur Auswahl. Das passt, denn mehr Weißrand brauch ich nicht. Dieser erlaubt mir meine Aufnahmen auch ohne ein Passe-Partout zu rahmen. In sachen Rahmenbau und wie rahme ich ein Bild selbst, kommt auch noch ein Betrag. Alle Fehler, die ich gemacht habe, könnt ihr dann vermeiden. Außerdem die große Frage gläzend oder matt und welches Papier vielleicht besser geeignet wäre! Man, was hab ich geflucht… Im nächsten Beitrag mehr!

Mein Portfolio umfasst sowohl S/W als auch Farbfotografien Alle Aufnahmen habe ich ausschließlich ausbelichten lassen. Die druckbare maximale Größe ist ein Grund, aber hauptsächlich, weil ich Ausbelichtungen einfach brillianter in der Qualität finde.Die Laser schaffen eine Druckauflösung von 4000dpi, währen die Pigmentdrucker maximal bis 2000dpi gehen (Bitte nicht verwechseln mit der Fotoauflösung von 300dpi; das ist was ganz anderes) Für Testzwecke habe ich natürlich auch auf Hahnemühle Pearl drucken lassen und natürlich ist das Ergebnis toll. Das Papier fühlt sich hochwertig and, der Druck ist gleichmäßig, die Tonwerte überzeugen auch und dennoch kann ich einen Unterschied zwischen Ausbelichtung und Pigmentdruck festellen. Es lässt sich schwer beschreiben, aber irgendwie sieht man ob ein Foto gedruckt oder ausbelichtet wurde.

Ich möchte jetzt nicht soweit gehen und sagen, der Pigmentdruck ist schlechter ist. Auf keinen Fall, er ist einfach nur anders. Ich habe Drucke, welche über einen Meter Seitenlänge gehen und gerade bei dieser Größe habe ich das Gefühl, dass ich einfach mehr feine Details sehen kann. Ihr merkt schon, dass es nicht einfach ist, dies mit bloßen Text zu beschreiben. Fotos zeigen dies auch nur bedingt. Vielleicht müsste ich zu Testzwecken noch weitere verschieden Formate und Papier bestellen um noch einen viel differenzierten Einruck zu erhalten.

Vor der Bestellung habe ich natürlich über diverse Druckmöglichkeiten, Papiere, Präsentationsmethoden usw… recherchiert. Ein 4-stelliger Betrag alleine für Produktionskosten will wohl überlegt sein. Es gibt viele Stimmen für Laser-Ausbelichtungen (Lightjet) und gegen Pigment-Drucke und umgekehrt. Die einen sagen, die Auflösung ist beim Lightjet besser, die Tonwerte beim Pigment-Druck… Schärfe hier, Druckraster da, 60 Jahre Haltbarkeit bei Lightjet und 100 años bei Pigment. Es wird sich quasi der „Druck-Ball“ von beiden Lagern immer wieder gegenseitig zugeworfen. Mal sind die einen besser,mal die anderen.

Nach einer Weile hatte ich einfach die Schnautze voll. Es wird immer für und wider geben und jeder versucht seine gewählte Variante als die Beste ausgeben. Im Hinblick auf Qualität, Größe, Preis und Möglichkeiten habe ich mich letzten Endes eben für Ausbelichtungen entschieden. Natürlich kam mir vor der Bestellung kurz der Gedanke über die unterschiedliche Haltbarkeit der Drucke in den Sinn. Das aber nur kurz, denn mal ehrlich, selbst mit 60 – 100 Jahre Haltbarkeit bevor Farbabweichungen auftreten können, sind Laserbelichtungen immer noch viel haltbarer als konventionelle Dunkelkammer-Prints. Außerdem gibt es hier noch einiges zu beachten. Wie wird das Bild gelagert, direkter Sonnenschein, hinter UV-Glass usw…. Unter schlechten Bedingungen wird ein Pigment-Druck seine mindestens 100 Jahre auch nicht erfüllen können.

95 werde ich in 60 Jahren sein und wenn einer meiner Prints tatsächlich Farbverschiebungen aufweisen sollten, dann bezeichne ich ihn einfach als Vintage-Druck. Das hat er sich dann aber auch verdient. Was ist damit sagen will, mir ist es egal ob der Druck 50, 60, 75 oder 100 Jahre Haltbarkeit aufweist. Ich wäre überglücklich, wenn ich tatsächlich nach 50 Jahren noch einen dieser Prints in den Händen halten könnte!!

Um vielleicht abschließend noch etwas Allgemeines loszuwerden. Egal für welche Druckmethode ihr euch entscheidet, hauptsache ihr entscheidet euch für einen Druck. Den Großteil meiner Aufnahmen habe ich zum erstem auf Papier gesehen und dieses Gefühl, kann euch kein super perfekter kalibrierter Monitor und sei er noch so groß wiedergeben. Diese Wow-Effekt, wenn man zum ersten Mal Details erkennen kann, die vorher verborgen blieben, sind einfach nur geil. Also Leute, los geht’s druckt, was das Zeug hält. Ihr werdet es nicht bereuen.

Ronny Ritschel - Prints

Ronny Ritschel - Prints

Ronny Ritschel - Prints

Ronny Ritschel - Prints

Alle Beitragsbilder sind mit dem iPhone gemacht und geben nicht 100 prozentig die Farben wieder..