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Megapixel

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Nikon D800 – Mein erster Eindruck

14. Juni 2012

Lange hab ich auf das Schätzchen gewartet und nun kann ich endlich sagen, dass ich offiziell aufs Vollformat umgestiegen bin. Seit zwei Tagen hab ich nun ein wenig mit der Nikon D800 gespielt. Zu mehr kam ich leider noch nicht. Dennoch möchte ich Euch meinen ersten Eindruck nicht vorenthalten.

Die Mail von meinem Fotoladen, dass ich meine D800 und den Batteriegriff MB12 abholen kann, hatte ich schon am Samstag im Postfach, allerdings kurz von Ladenschluss. So musste ich mich bis Montag gedulden und war natürlich im Geschäft voller Vorfreude auf die neue Kamera. Da sie immer noch nicht flächendeckend lieferbar ist, wurde natürlich kontrolliert ob ich auch derjenige bin, der sie im März bestellt hatte… tststs!

Zuhause angekommen war natürlich „Weihnachten“ angesagt. Ich versuche in den nächsten Zeilen objektiv zu bleiben… hoffe, dass es mir gelingen wird, denn das Teil ist schon der Hammer.

Warum ausgerechnet eine Nikon D800mit 36 Megapixel? Den Umstieg auf das FX-Format hätte ich ja schon früher und auch viel günstiger haben können. Eine gebrauchte D700 gibt es zwar nicht für ein Apple und Ei, aber doch mittlerweile recht günstig. Das Problem was ich hier für mich gesehen hab. Nur 12 Megapixel und bereits etliche Jahre auf dem Markt. Nun, jetzt bedeutet das nicht gleich, dass die Kamera schlecht ist und ich mit ihr keine vorzeigbaren Ergebnisse erhalten würde. Gerade im hohen ISO-Bereich spielt sie eigentlich noch relativ weit vorne mit. Aber…. Ehrlicherweise wollte ich keine „altes“ Modell haben, was nur 12 Megapixel auf die Waage bringt. Da ich quasi von der Pentax 645D in Sachen Bildqualität und Auflösung versaut wurde, musste es einfach die D800 sein. Für mich zählt in erster Linie die Auflösung und dann kommt die ISO-Zahl und auch hier, obwohl es viele Aufschreie gab oder noch gibt, ist Sie der D700 überlegen.  Ob die neue Einsteiger FX Nikon D600 auch gereicht hätte, vermag ich an dieser Stelle nicht sagen. Vielleicht; aber noch ist dieses Modell nicht auf dem Markt und außerdem hatte ich keine Lust mehr zu warten. Die niedrige Serienbildgeschwindigkeit ist mir egal, da ich keine Sportevents oder ähnliches fotografiere, bei dem ich eine höhere FPS bräuchte. Und wenn doch, dann kann ich das immer noch durch Reduzierung der Auflösung erreichen.

Nachdem ich mich zunächst durch das Menü geforstet habe und alle nötigen Einstellungen der „alten“ Kamera übertragen, ist mir natürlich der größere Monitor aufgefallen. Obwohl nur 0,2 Zoll in der Diagonale gestiegen, macht das schon einen großen Unterschied. Es ist auf jeden Fall angenehmer die Bilder zu betrachten. Die Monitorhelligkeit lässt sich entweder manuell oder automatisch einstellen. Ich habe manuell, minus eine Stufe ausgewählt. Hatte ich schon immer, den auto-kram brauch ich nicht. Außerdem nutze ich zur Bildbeurteilung eh das Histogramm.

Zum Thema Monitor fällt mir gerade noch etwas ein. Viele bemängeln sowohl bei der D4 als auch bei der D800 das zu „warme“ Monitorbild. Ehrlich, ich finde es sogar besser. Im Gegensatz dazu kommt mir das Bild der D300 zu kalt vor. Wer dennoch das „kältere“ Bild besser findet, der kann ja die Sättigung im Picture Control Menü ein wenig nach unten korrigieren. Ich selbst belasse es erstmal bei den Standardwerten.

In Sachen Haptik liegt sie im Vergleich zur D300 viel besser, ich würde fast sagen – satter – in der Hand. Sehr angenehm. Selbst der linke, obere Einstellknopf wirkt hochwertiger. Insgesamt fühlt sich das Gehäuse auch irgendwie besser an. Mag vielleicht daran liegen, dass sie neu ist. Bestellt hatte ich im Übrigen auch noch den Batteriegriff MB-D12. Im Gegensatz zum Vorgänger MB-D10 ist er ergonomische gestaltet und liegt deutlich besser in der Hand.

Auch wenn ich noch viel mehr schreiben könnte, kommen wir nun zur Bildqualität – Einfach ausgedrückt – Wahnsinn. Die 36 Megapixel sind schon gewaltig. Ich lasse lieber die nachfolgenden Testbilder sprechen…. die weder geschärft noch bearbeitet sind. Out oft he Cam!

Testbild - Nikon D800

Das erste Bild zeigt jeweils immer die Nikon D300, das zweite die D800. Unten findet ihr einen 100 Prozent Bildausschnitt. Naja, irgendwo muss ja auch der Unterschied sein…

Wenn ihr Fragen habt – nur zu. Sobald sich die ersten Gelegenheiten ergeben, werde ich mir meinem vorhanden Objektivpark durch Gegend ziehen. Mit dabei sind natürlich das 16-35mm f4, welches ich vor kurzem vorgestellt hatte. Ein AF-D 85mm f1,8 – ein 50er, auch AF-D und dann hätte ich noch ein Nikon AF-S DX 35mm und diverse manuelle Nikon-Objektive zu bieten. Auch wenn Nikon natürlich nur die Objekte mit dem Goldrand für die D800 vorschlägt, so bin ich doch gespannt wie sich die „alten“ Dinger schlagen werden.

Kleines Update:
Hab wieder gespielt und zwar ganz kurz mit dem Nikon DX 35mm. Aufgrund der Bauweise sieht man natürlich bei  Offenblende eine Vignettierung, aber die ist sehr moderat und daher kaum wert hier zu zeigen. Abblenden hilft dagegen oder eben in den DX Modus zu schalten. Hier sollte man übrigens aufpassen, den die Kamera ist werkseitig auf DX-Automatik geschaltet und erkennt somit DX Objektive und schaltet in den Crop-Modus. Das sieht man aber erst in der Bildvorschau nach der Aufnahme. Ich hab sie daher ausgeschaltet. Will ja nicht die Megapixel verschenken. Beschneiden kann ich immer noch im Nachhinein.

Ach,ja. Käufer einer D4 bekommen ja ne coole neue XQD Speicherkarte. Käufer einer D800 bekommen hier Kanada, zumindest von meinem Fotohändler – Manschettenknöpfe! Hmmm, muss ich das verstehen!!

Das Ergebnis mit dem 35er lässt sich sehen. Hier gibt es für mich keinen Grund auf das FX-Pendant upzugraden. Die Kohle spare ich mir lieber. Das obere Bild von den Manschettenknöpfen ist übrigens schon ein 50 Prozent-Ausschnitt von der eigentlichen Aufnahme. Das andere ein 100 Prozent Ausschnitt.

Fotografie

Endlich – Die neue Nikon D800/D800E hat das Licht der Welt erblickt – aktualisiert

6. Februar 2012

Ganz Laaaange haben wir drauf gewartet. Mit dem heutigen Tag ist es endlich soweit. Nikon präsentiert die neue D800, die wie lange spekuliert mit 36,3 Megapixel auf ihre potentiellen Käufer wartet. Erhältlich ist die Kamera in zwei Versionen – D800 mit und D800E ohne AA Filter. Von einer D800E ohne Filter ist derzeit nichts zu lesen. 

Im Grunde gibt es nicht viel neues, außer dass jetzt offiziell die richtige Bezeichnung feststeht. Tja, wie schon erwartet, hat sich an der Megapixelzahl von 36,3 Millionen nichts geändert. Obwohl ich bei den ersten Spekulationen noch sehr skeptisch war, freue mich auf diese Auflösung. Warum? Nun, mein Hauptaufgabengebiet in der Fotografie liegt in der Landschafts- und Architekturfotografie und hier spielen die 36 Megapixel mir total in die Hände.

Natürlich muss man aufgrund der enormen Megapixel Anzahl in Sachen ISO-Werte Abstriche machen. Hier allerdings jetzt in Bezug auf die D700 einen Vergleich in der Qualität zu ziehen, wäre noch verfrüht. Sofern alles klappt, werde ich demnächst ein Testmodell in den Händen halten können. Dann wird sich zeigen, was die D800 so drauf hat.

Im Gegensatz zur D3/D700 wird die D800 nicht die kleine Schwester der D4 sein. Aus verkaufstechnischen Gründen hat sich Nikon damals nämlich keinen Gefallen getan, als die D700 fast zeitgleich mit der D3 und auch in identischen Spezifikationen auf dem Markt kam. Mit der D800 verfolgt Nikon eine klare Abgrenzung zwischen der D4 und das ist in meinen Augen auch gut so, denn jetzt lässt sich wirklich von zwei unterschiedlichen FX Profimodellen sprechen.

Die Sache mit dem AA Filter und ob man die D800 mit oder ohne diesen Filter kaufen soll, ist natürlich ne ganz andere Geschichte. Ich sehe schon die wildesten Diskussionen in den Foren, welches den die bessere ist. Ich glaube es gibt hier kein besser oder schlechter, zumindest im übertragenen Sinne. Natürlich wird die Kamera ohne Filter über mehr Details verfügen, da praktisch der AA-Filter wie ein zusätzlicher Weichzeichner der Pixel wirkt, aber mal ehrlich, absolute Schärfe ist doch nicht alles, oder?! Außerdem habe ich keine Lust den bei bestimmen Motiven erzeugten Moiré-Effekt zu retuschieren. Ich bin eh kein Freund der superlangen Bildbearbeitung.

Hier noch einmal die Spezifikationen im Überblick

  • Sensor: 36 Megapixel FX CMOS Sensor
  • Zwei Modelle – D800 (mit AA Filter) und D800E (ohne AA Filter
  • Video: Full HD 1920 × 1080/30p
  • ISO Bereich 100-6400 (Lo-1 ISO 50 und Hi-2 ISO 25600)
  • Sucher: 100% Prismensucher
  • 91.000 Pixel RGB Sensor
  • DX-Modus mit 15,3 Megapixel
  • USB 3.0
  • Serienbildgeschwindigkeit von 4 Bilder pro Sekunde im FX-Modus (6 Bilder im DX Modus)
  • Monitor: 3,2 Zoll mit 921000 Pixel 
  • Automatische Monitor-Helligkeitsregelung
  • OLPF-Converter um Bildrauschen zu minimieren
  • 16 Bit Bildprozesser (EXPEED 3)
  • Interner Kamerablitz
  • Verbessertes Autofokus Modul (gleiche Anzahl der Fokusfelder – 51)
  • 15 Kreuzsensoren, davon 11 bis zum Blendenwert f8
  • Verbesserter Video AF
  • Verschlusszeiten bis zu 1/16000 Sekunde
  • Neuer Batteriegriff MB-D12
  • Vorstellung: 07.02.2012
  • Erscheinungsdatum: Ende März 2012 (voraussichtlich)
  • Preis D800: 2899,00 Euro 
  • Preis D800E: 3220,00 Euro 

Hier gehts zur offiziellen Seite der neuen D800

Vorbestellung auf Amazon.de ist bereits möglich: Nikon D800

Welches Modell nehmen – D800 oder D800E?:

Nun, ich hatte bereits vor ein paar Wochen mehr oder weniger einen Artikel über diese (meine) Entscheidung geschrieben. Auch wenn ich beide Modelle noch nicht in der Hand hatte, so habe ich mich nun entschieden. Ich plane schon seit langen dem Umstieg von DX auf Vollformat und nachdem ich vor kurzem mit der Pentax 645D unterwegs war und diese über 40Megapixel verfügt, steht meine Entscheidung nun endgültig fest. Auch wenn sich die Pentax nur bedingt mit der neuen Nikon D800 vergleichen lässt, so verfügt die D800 ebenfalls über eine enorme Anzahl von Megapixel, die mir für meinen bereits angesprochenen Bereich (Landschafts- und Architekturfotografie) auf jeden Fall zu Gute kommt. Für andere Bereiche wie Reportage, Doku und auch Hochzeit ist die Auflösung meiner Meinung nach zu hoch. Die hier angesammelten Daten müssen ja auch verarbeitet werden.

Im Übrigen werde ich die D800 mit dem AA-Filter nehmen, um den Moiré Effekt möglichst gering zu halten. Ohne diesen Filter ist es in der Bildbearbeitung zwar möglich das Moiré zu entfernen, aber eben nicht vollständig – soweit ich jetzt von andere Seite auch gehört habe. Wie ich schon angesprochen habe, ist mir die absolute Schärfe egal. Ich war in Sachen Schärfe zwar nicht immer zufrieden mit meiner D300, aber die D800 spielt in einer völlig anderen Klasse und das reicht mir aus.

Im Zusammenhang mit der Megapixel Anzahl ist auch immer wieder die Frage aufgetaucht, ob die Objektive die Auflösung überhaupt darstellen können? Im Gespräch mit befreundeten Fotografen habe ich erfahren, dass die Auflösung zwar grenzwertig ist, aber dennoch machbar. Ein Rechenbeispiel über Linien-Auflösung usw… findet sich auch hier im Blog. Ein BlogTimes Leser hatte sich damals die Mühe gemacht. (ich such den Kommentar noch raus!).

Apropos Auflösung. Die Datenmenge muss ja auch verarbeitet werden. Die RAW Aufnahmen der D800 liegen in der Größenordnung um die 75MB pro Bild. In Worten – fünundsiebzig!! Das ist wirklich mal eine Hausnummer und hier werden so einige Rechner in die Knie gehen. Selbst die Bilddaten der Mittelformat Pentax 645D lagen nur bei rund 45 Megabyte. Die Nikon hat also nochmal rund 30 Megabyte mehr an Daten zu speichern. An dieser Stelle bin ich echt überrascht, wie Nikon es dennoch hin bekommen hat, dass die Kamera 4 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. WOW!!!

Achso, ja ne Videofunktion hat die Kamera ja auch… Für mich eher uninteressant, aber schon sehr cool, was man damit machen kann!!!

Und, wer von Euch wird bald stolzer Besitzer der neuen D800 und für welchen fotografischen Bereich werdet oder würdet Ihr sie einsetzen?

Update vom 08.02.2012:
Auf der russischen Seite ferra.ru sind bereits die ersten High-ISO Bildbeispiele aufgetaucht, die man auch in voller Größe betrachten kann. Wow, das hätte ich nicht gedacht. Im Vergleich zur D700 würde ich fast sagen, dass die neue D800 gewinnt. -> Hier gehts zum Link: ferra.ru