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Monitor

Dies und Das, Fotografie, Nachgedacht

Das war mein Jahr 2014

29. Dezember 2014

So, der übliche Weihnachtsstress ist vorbei, wobei es bei uns eigentlich eher ruhig zugeht. Sollen sich die anderen doch stressen lassen – ich hab da keinen Bock drauf! Außerdem ist es für mich die Zeit das letzte Jahr in Gedanken und natürlich hier im Blog Revue passieren zu lassen und yep, auch wenn es auf BlogTimes etwas ruhiger zuging und die Beitragsdichte eher im einstelligen Berich pro Monat lag, so hatte ich doch alle Hände voll zutun.

Dieses Jahr stand für mich ganz im Zeichen von Ausstellungen, Festivals, einer extrem coolen Workshop-Tour und einem once-in-a-lifetime Flug in Newfoundland und und und….. Lehnt euch zurück entspannt euch mit einem Tee, denn jetzt gehts los!

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Dies und Das, Fotografie

Ein günstiger Monitor ist auf lange Sicht nicht zwangsläufig preiswerter…

5. November 2014

EIZO CX270Jeder von euch überlegt hin und wieder seinen Monitor gegen ein neues Modell einzutauschen, vor allem auch weil mit zunehmenden Alter die Leuchtkraft und Farbdarstellung schlechter werden. Gerade für uns Fotografen, die von einem farbechten und kalibrierten Monitor abhängig sind, bedeutet das den Neukauf eines Gerätes.

Ich mache natürlich keinen Hehl daraus, das ich vor gut 1 1/2 Jahren den CX270 von EIZO erhalten habe ,der nach wie vor auf meinem Schreibtisch steht und hervorragende Arbeit leistet. Neben der automatischen Überprüfung der Kalibrierung schätze ich vor allem die Sichtschutzblenden, die meine Bildbearbeitung einfach komfortabler gestalten. Schade, dass aktuell nur Eizo und Nec diese optionalen Hilfen anbieten.

Ich wollte kürzlich eigentlich einen ganzen Artikel über den EIZO schreiben, habe ihn aber wieder verworfen, weil er nur ein paar Sätze enthalten hätte – was auch meiner sehr subjektiven Beurteilung vorausgeht. Auch wenn ich bei einem dunklen/schwarzem Monitorbild Helligkeitsflecken in den Ecken ausmachen könnte, würden sie mich nicht stören, Ich bearbeite meine Aufnahmen ja nicht am äußersten Bildrand.

Ganz neu und aktuell sind jetzt die 21:9 Ultrawide und Curved Modelle, die auf den ersten Blick sicherlich sehr geil sind. Eizo hat sie (noch) nicht im Programm. Warum, dass wird wohl nur Eizo wissen. Ich gehe mal davon aus, dass es hier und da Probleme mit der Ausleuchtung gibt. Immerhin muss eine homogene Ausleuchtung auf einer sehr großen Fläche erzeugt werden. Lohnt sich der Kauf trotzdem?

Nun, was die Qualität der neuen Monitore angeht, darüber kann ich nur spekulieren. Ich habe kein solches Gerät hier und das soll hier auch nicht verwurstet werden. Ich betrachte sie mehr von der wirtschaftlichen Seite, wie eigentlich alles was ich kaufe (naja fast – manchmal ist der Haben-Will-Faktor größer). Bevor ich mir neues Equipment anschaffe, vergleiche ich natürlich nicht nur die Spezifikationen und lese sowohl Testberichte als auch persönliche Reviews, sondern ich vergleiche die Leistung des Herstellers. Was bietet mir dieser, wenn ich das teuere Konkurrenzprodukt kaufen würde?

Ich nehme mal das Beispiel vom neuen LG 34UM95* und mein zwei Jahre alten CX270, den es mittlerweile als CX271* mit LED Backlight und etwas höherer Farbraumdarstellung gibt. Auf den ersten Blick ist der LG ein geiles Gerät. Das Wide Format 21:9 macht schon was her. Auch sRGB deckte er nahezu vollständig ab und verfügt wie auch die Eizo über eine Hardwarekalibrierung. Ebenso mit an Board sind bis zu 10 Bit Farbdarstellung. Das wie üblich natürlich nur mit entsprechender Grafikkarte über Displayport. Preis knapp 750 Euro. Eizo ist mit 1.400 Euro fast doppelt so teuer.

Bei beiden Modellen muss man allerdings noch die Kosten für eine externes Kalibrierungsgerät (wie bespielsweise das X-Rit i1 Display) einrechnen. Den Vorteil des Eizo sehe ich neben seine Selbst-Verifizerung des Kalibierungstargets vor allem in den 5 Jahren Garantie, die der Hersteller auf alle seine Geräte gibt. Über diesen Zeitraum kostet der Eizo nämlich nur 0,77€ pro Tag und der günstigere LG 1,03€ pro Tag, da letzterer nur 24 Monate Garantie beinhaltet. Im Endeffekt ist das knapp mehr als die Hälfte doppelt so teure Modell das günstigere. Auf lange Sicht gesehen, lohnt sich also der Eizo aufgrund seiner Qualitätseigenschaften. Der Hersteller würde ja sonst nicht 5 Jahre Garantie geben. Dennoch muss man natürlich erst mal einen fetten Aufpreis bezahlen, welchen so manchen abschrecken könnten.

Dennoch wollte ich damit zeigen, dass gerade bei Equipment, welches länger als zwei Jahre im Einsatz ist oder sein wird auch der wirtschaftliche Faktor eine Rolle spielt und dieser mit in die Berechnung einfließen sollte. Auch muss ich nicht erwähnen, dass ein Eizo auf dem Gebrauchtmarkt einen weitaus höheren Preis erzielen wird, als ein vergleichbares Gerät von LG.

Der ganze Artikel wiederum bringt mir zu der Frage, welchen Monitor ihr aktuell einsetzt? Gerne auch dazu schreiben ob mit oder ohne Kolorimeter usw.?

Dies und Das, Equipment, Fotografie

Nicht mehr oben ohne…

22. August 2013

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Mittlerweile sind etliche Wochen vergangen, seit ich das erste Mal auf den Powerknopf des neuen EIZO CX270 gedrückt habe. Während ich die erste Zeit ausschließlich mit dem nackten Monitor gearbeitet habe, ist der Bildschirm seit kurzem durch die optional erhältliche Lichtschutzblende eingepackt – Hauptfunktion unerwünschtes Umgebungslicht abhalten.

Es ist nicht mein erster Eizo Monitor, allerdings der erste, den ich mit dieser Lichtschutzblende nutze. Bisher hatte ich eigentlich immer gedacht, ach so sein sch.. brauchst du eh nicht. Geht doch auch so wunderbar. Allerdings muss ich ehrlicherweise zugeben, dass die Bildbearbeitung seither irgendwie enspannter ist. Es rein ein subjektiver Eindruck im Vergleich zu den Jahren der Bildbearbeitung ohne Lichtschutzblende. Haltet mich verrückt, aber ich finde eine Lichtschutzblende macht für eine anspruchsvolle Bildbearbeitung durchaus Sinn. Ich kann mich besser auf das Bild konzentrieren und werde nicht vom manchmal störenden Kontrastverhältnis (Umgebungslicht zu Monitorkante) abgelenkt.

Ich würde die Arbeit mit der Lichtschutzblende wie ein Blick in einen Tunnel vergleichen. Hier konzentriert man eher auf den Tunneleingang als auf die Umgebung. Der Hauptvorteil ist natürlich die Abschirmung von Umgebungslicht, dass sich sonst um die Monitorkanten auf die Seitenränder des Bildschims legt (im übertragenden Sinne – ich denke ihr versteht schon was ich meine). Der gesamte Bildschirm ist nun gleichmäßig ausgeleuchtet, nicht dass er das vorher nicht war – es ist wie gesagt eher eine subjektive Wahrnehmung.

Die Blende besteht sowohl aus Kunstoff als auch aus Metall und lässt sich supereasy zusammenbauen. Zudem verfügt die Blende noch über eine Öffnung für die Kalibrierungsmessung. Ein kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch. Mit knapp 200 Tacken ist das Teil nicht gerade billig und man überlegt sicherlich zweimal ob man das Geld dafür investieren sollte. Ich sags mal so. Wenn man sich schon einen Eizo und die Hardwarekalibrierung anschafft, dann macht das die Kuh auch nicht mehr fett. Allerdings musste ich bei meiner Recherche festestellen, dass neben Eizo nur noch der Monitorherstell NEC eine Lichtschutzblende für seine Monitor anbietet. Ansonsten scheint das wohl ziemlich rar zu sein.

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Aber auch hier gibt es Abhilfe, also quasi ein Do-it-yourself Lösung und die findet ihr auf dem MN Photo Blog. Super Anleitung und das ganze Teil kostet gerade mal 16 Euro. Die Basteltage für die kalten Nächte können also kommen.

Was haltet ihr von einer Lichtschutzblende? Mehr Schein als Sein….?

Equipment, Fotografie, Testberichte

Eizo CX270 – Erster Eindruck

24. Juni 2013

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Vor kurzem wurde mir freundlicher Weise von Eizo der neue CX270* der ColorEdge Reihe für die Bildbearbeitung zu Verfügung gestellt. Über Eizo brauch ich ja wohl nicht viel zu erzählen. Dürfte ja jedem, der sich mit der Bildbearbeitung auseinandersetzt bekannt sein.

Ich ordne den CX270 etwas unterhalb der Spitzenmodelle (CG-Reihe) aber weit oberhalb der FlexScan SX-Reihe ein. Ich denke nach Einführung der CX-Modelle (gibts auch noch als 24er) wird für Eizo-Interessenten in Sachen Bildbearbeitung letztere, also die FlexScan Monitore, weniger in Betracht kommen. Grund ist meiner Meinung nach der geringe Preisunterschied zum neueren Modell. Apropos Unterschied, zum Spitzenmodell unterscheidet er sich eigentlich nur, dass er über keine LED-Hintergrundbeleuchtung und keinen integrierten Hardwarkalibrierungssensor verfügt. Der CX270 kommt zwar auch mit einem automatischen ausfahrbaren sensor, allerdings ist dieser nur für die Abstimmung und Korrektur Abstimmung zuständig und hat keine „richtige“ Hardwarekalibrierungsfunktion. Mit dem optionalen Zubehör ist aber eine Hardwarekalibrierung möglich.

Eizo-üblich kommt der Monitor in seinem schicksten Grau daher. Naja, designtechnisch war Eizo noch nie der Renner ähnlich eigentlich wie die Monitormodelle der Firma NEC. Man legt eben ein größeres Augenmerk auf die inneren Werte. Im Grunde ist es eigentlich auch das was zählt. Was bringt mir ein super designter Monitor, wenn das angezeigte Bild einfach nur sch… aussieht. Geliefert wurde er mit neben den üblichen Kabeln auch mit einer ColorNavigator-Elements CD. Vorsichtig ausgedrückt ist es eine Software um den Monitor abzustimmen. Dazu später noch mehr. Mein Lieferumfang viel allerdings deutlich höher aus. So habe ich neben den Lichtschutzhaube auch ein X-Rite Colorimeter* mit passendem ColorNavigator Licence Pack zur Hardwarekalibrierung des Monitor erhalten.

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Da sich nicht jeder gleich ein Colorimeter und die passenden Eizo-Software kaufe möchte, habe ich zunächst den Monitor nur mit dem mitgelieferten Elements-Paket abgestimmt. Es gibt hier auch eine PDF-Anleitung von Eizo zum Thema. Das Programm ist selbsterklärend und kinderleicht zu bedienen. Allerdings benötigt man einen Drucker um die Abstimmung mit Hilfe eines Vergleichs-Ausdrucks durchzuführen. Sicherlich kann man auch die voreingestellten Modi nutzen, die Eizo bereits ab Werk zur Verfügung stellt, aber ich möchte doch zumindest das Gefühl haben eine Abstimmung durchgeführt zu haben. Hat man das von Eizo oder sein eigenes Testbild (Ich empfehle letzteres) ausgedruckt soll man es mit Hilfe der Darstellung am Monitor vergleichen. Verschiedene Parameter (Helligkeit, Hauttöne, Gesamteindruck) lassen sich verstellen. Es ist also mehr eine visuelle Abstimmung, als eine tatsächliche Kalibrierung. Jetzt wisst ihr auch warum ich nicht von Kalibrierung sondern von Abstimmung spreche.

Leider hinkt diese visuelle Abstimmung (Papierausdruck und Monitordarstellung) in meinen Augen ein wenig. In der Regel hat man keine Tageslichtleuchte mit exakter Farbtemperatur daheim rumstehen. Ich zumindest nicht. Ehrlich gesagt empfinde ich hier ein wenig Verbesserungsbedarf. Zudem hab ich noch etwas anderes vermisst. Die Möglichkeit die Farbtemperatur einzustellen und abzustimmen. (mit dem„richtigen“ ColorNavigator-License Pack möglich). Ich empfand die Anzeige als etwas zu warm. Natürlich kann ich hier ins Monitormenü gehen und die entsprechenden Regler bewegen, aber wenn es schon eine gut bedienbare Software gibt, dann sollte diese Funktion auch vorhanden sein.

Letztlich habe ich den Monitor nach meinem Empfinden und auch im Vergleich zu meinen persönlichen Empfinden abgestimmt und war mit der Anzeige der Bilder sehr zufrieden. Im Grunde hat alles gepasst. Ein wenig hat mich natürlich gewurmt, dass der Monitor nicht kalibriert war. Vielleicht sollte man auch die Kirche im Dorf lassen denn wer sich einen Monitor für die Bildbearbeitung kauft, der stimmt ihn nicht nur ab, sondern kalibriert ihn sowieso. Am besten natürlich hardware-seitig. Eizo hatte natürlich auch an das gedacht und mir auch die passende Software und das Messgerät geliefert. 5x schneller als vorhergehende Modelle soll die Kalibrierung nun. Daneben verfügt es noch um eine Umgebungslicht- und eine Papierweiß-Messung. Das betrifft mich eher weniger, da sich mein Umgebungslicht immer wieder mal ändert und ich selbst daheim auch nicht ausdrucke.

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Ausgepackt, installiert und den Colorimeter angeschlossen. Software gestartet, Helligkeit und Farbtemperatur festgelegt und nach 5 Minuten war alles kalibriert. Ich hätte auch die voreingestellten Profile auf den Monitor anwenden und ausführen können, allerdings ist mir 5500Kelvin und eine Helligkeit von 100cd/qm zu wenig. Ich bin daher auf D65 (6500 Kelvin) Gamma 2,2 (Windows) und 120cd/qm gegangen und habe den Monitor nach diesen Werten Kalibriert. Korrigiert mich, wenn ich jetzt total daneben liege, allerdings arbeite ich seit jeher mit diesen Werten und kann mich über die Darstellung nicht beklagen. Der Eizo CX270 gehört sicherlich nicht zu den günstigen Monitoren, wer sich aber ernsthaft mit der Bildbearbeitung und dem Druck auseinander setzten möchte, kommt an diese Art von Monitore (mit der Möglichkeit der Hardware-Kalibrierung) nicht vorbei. Übrigens konnte ich keinen Unterschied im Ergebnis zwischen Abstimmung mit der Elements-Software und der Hardware-Kalibrierung feststellen. Bedeutet im Umkehrschluss für mich, dass Eizo bereits ab Werk ein wirklich gute Vorkalibrierung liefert.

Ich werde jetzt die nächste Zeit diesen Monitor für meine kommenden Bildbearbeitungen intensiv nutzen um euch in geraumer Zeit noch einen Erfahrungsbericht geben zu können. Was mir schon mal aufgefallen ist, endlich keine Farbabrisse bei feinen Farabstufungen während der Bearbeitung mehr… Das ist schon mal extrem viel Wert. Preis des Eizo CX270 bei Amazon.de 1.356,95 Euro.

An dieser Stelle wieder die obligatorische Frage. Hat einer von euch schon dieses Modell (ist zwar erst seit kurzem erhältlich) oder zieht prinzipiell den Kauf eines neuen Monitors zukünftig in Erwägung? Was nutzt ihr eigentlich derzeit für die Bildbearbeiung (auch das Betriebsystem würde mich interessieren) und seit Ihr damit zufrieden?
PS: Sorry, für den Staub auf dem Display – hatte ich gerade frisch ausgepackt

*Amazon Link