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ND-Filter

Dies und Das, Fotografie

Die BlogTimes ND-Filterkarte 2.0

23. Januar 2014

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So, meine Langzeitbelichtungsfans. Etliche von Euch dürften bereits die ND-Filterkarte 2.0 in den Händen halten, welche ich aufgrund der großen Nachfrage überarbeitet habe. Sie hat nun zwei Seiten und ist somit für alle ND-Situationen verwendbar.

Für diejenigen unter euch, die neu im Blog hinzugekommen sind, ein paar Fakten. Natürlich kann man sein Smartphone und etliche Apps für die Berechnung der korrekten Belichtungszeit verwenden – warum dann eigentlich eine Plastikkarte? Nun, sie braucht kein Strom, funktioniert mit Handschuhe, ist wasserfest und wenn sie runterfällt macht ihr das auch nichts aus. Kurzum, viel praktischer als ne App. Außerdem lässt sie sich viel schneller ablesen als erst umständlich mit Telefon und ner App zu spielen.

Die Filterkarte behinhaltet 10 Filterstufen, angefangen von ND0.3 bis ND6.0. Natürlich sind keine Filter, welche über 13, 14, 15, 16 oder 20 (ND 6.0) Blendenstufen vefügen erhältlich,  aber es gibt ja das sogenannte „Stacking“, also das verwenden von mehrere ND-Filtern um beispielsweise auf 13 oder 14 Blendenstufen zu gelangen. Ich verwende sehr of diese Methode um Belichtungszeiten jenseits der Minutengrenze zu erreichen.

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Hier könnt ihr übrigens die neue Filterkarte erwerben. Karte und Band kosten zusammen 10,80 Euro plus 1,50 Versand in Deutschland – Verschicke aber auch ins Ausland! -> ND-Filterkarte von BlogTimes

PS: Gegen Ende des letzten Jahres hatte ich diese neue Version in Auftrag gegeben. Ein paar Karten, so um die 50 dürfte ich noch haben. Wenn diese einen neuen Abnehmen gefunden haben, werde ich keine Bestellungen mehr entgegen nehmen. Just for Info!

Fotografie, Testberichte

Unfreiwilliger Test eines Vario ND-Filters

23. August 2011

In einem meiner letzten Foto-Workshops zum Thema  Langzeitbelichtung mit Graufiltern und Nachtfotografie kam der eine oder andere Teilnehmer mit sogenannten Vario-ND Filtern zum Workshop – leider wurde er so zum unfreiwilligen Tester mit ungewissem Ausgang!

Die Idee, die sich hinter den Vario ND-Filtern verbirgt, hört sich eigentlich gut an – die Umsetzung allerdings, ist leider nur halbherzig gelungen. Mit Absicht habe ich hier „Hersteller“ verwendet, denn die Probleme sind bei verschiedenen Anbietern aufgetreten.  Das Funktionsprinzip ist schnell erklärt. Durch den Einsatz von zwei Filterglasscheiben, wovon eine drehbar ist wird die Lichtdurchlässigkeit reduziert. Ein ähnliches Phänomen kann man beobachten, wenn man zwei Polfilter ineinander verdreht.

Problem Nr. 1 – Die Markierung
Da die Filterwirkung mit Verdrehen zunimmt, benötigt man zur Ermittlung der tatsächlichen Belichtungszeit , eine genaue Einteilung/Skala auf der man die Werte der Blendenstufen ablesen kann. Leider erfolgt das bei den verwendeten Filter der Marke LCW ( Fader) und Hama (Vario), nur über viele verschieden große Punkte/Kästchen. Je größer die Markierungen, desto größer ist die Filterwirkung. Das Problem ist allerdings, dass man nicht weiß, bei welcher Blendenstufe und somit Stärke der Filter sich gerade befindet. Das Zählen der Kästchen/ Punkte bringt ebenfalls nichts, weil es mehr gibt, als die Zahl der verfügbaren Blendenstufen es zulassen würde.

Problem Nr. 2 – Filterwirkung
Das erste Problem kann man vielleicht noch durch „Trial and Error“ in den Griff bekommen. Viel schlimmer ist allerdings die Filterwirkung, die zum einen nicht linear und gleichmäßig mit Verdrehen zunimmt und zum anderen eine extreme Auswirkung auf die Belichtung hat. Gerade Letzteres geht gar nicht…. Sobald der Filter in der Max Stellung ist, wird das Bild quasi irgendwie belichtet. An vielen Stellen entweder total unter- oder überbelichtet, wie man sehr schon an diesem Foto erkennen kann.

Problem Nr. 3 – Schärfe
Ich arbeite schon seit längerer Zeit mit einem B&W ND3 Filter und einen Schärfeabfall in den Aufnahmen konnte ich bis heute nicht feststellen. Das krasse Gegenteil ist der HAMA Vario Filter. Das Wort Schärfe kennt dieser Filter offenbar nicht. Ganz besonders schlimm ist der Schärfeabfall in den Ecken und Seiten. Leider habe ich keine passende Testaufnahme vom LCW Fader und kann daher die Schärfeverteilung hier nicht feststellen.

Mein Fazit:
In Anbetracht der unkoordinierten Filterwirkung beider Exemplare kann ich diese nicht für den Einsatz bei Langzeitbelichtungen empfehlen. Hinzu kommt außerdem das Schärfeproblem des Hama Vario Filters. Meine Workshop Teilnehmer waren allesamt sehr verärgert über die extrem schlechten Ergebnisse, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Aus diesem Grund empfehle ich euch den Einsatz eines hochwertigen Filter von z.B. von B&W mit einer festen Filterstärke. Auch wenn der Preis auf den ersten Blick etwas abschreckend wirkt, so werdet ihr dennoch sehr viel mehr Freude mit diesem Filter haben.

In diesem Zusammenhang möchte ich euch ebenfalls daraufhin weisen, dass nicht jeder Filterhersteller die gleichen Angaben zur Kennzeichnung der Filterstärke nutzt. Bitte nehmt daher Abstand von Filtern, die um die 30-50 Euro kosten (bezieht sich auf einen Filterdurchmesser von 77mm und mehr) und angeblich über ND3 (1.000 fach=10 Blendenstufen) oder ND4 (10.000 fach=13 Blendenstufen) verfügen. Bei den günstigeren Modellen ist die Bezeichnung oft irreführend. Soweit ich weiß, kennzeichnen sie damit nur den Verlängerungsfaktor (ND4=4x=2 Blendenstufen = irrführend). Daher empfiehlt es sich die Produktbeschreibung vorher genau durchzulesen um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen.

Bei Fragen zu Filterprodukten, bei denen ihr euch nicht sicher seit, könnt ihr diese gerne hier mit Link und kurzen Kommentar posten. Im Übrigen hat Fotograf und Blogger Stefan Groenveld (danke für das Artikelbild) diesen Filter ebenso getestet und kommt im Großen und Ganzen zum gleichen Ergebnis – erschreckend, dass so etwas verkauft wird!!!

Fotografie

Neues von der Photokina: Der BIG Stopper von LEE-Filters

26. September 2010

Der neue Neutraldichte-Filter mit dem Namen BIG Stopper des Kamerazubehör-Hersteller LEE-Filters machte seinem Namen alle Ehre. Die 100x100mm große Glasfilterscheibe hat einen ND-Wert von 3,0 und kostet 94 Euro + Mwst.

Bekannt ist LEE-Filters vorallem durch seine Filterhaltersysteme. Diese bestechen durch Ihre leichte Handhabung und durch eine exzellente Qualität. Bis dato konnte man neben Farbverlaufsfiltern, Gradationsfiltern und Effektfiltern nur Neutraldichte-Graufilter in den Stärken von 0,3  – 0,9 ND erwerben. Diese besitzen allerdings nur ein bis drei Blendenstufen und erzielen bei Tageslicht oft nicht das gewünschte Ergebnis.

Mit dem BIG Stopper hat LEE-Filters nun offensichtlich den Ruf der Fotografen nach mehr Blendenstufen erhört und entwickelte einen ND 3,0 mit einem Verlängerungsfaktor von 1000 = 10 Blendenstufen. Auf die Funktion eines Neutraldichtefilters (oder einfach Graufilter) möchte ich hier nicht eingehen. Die Funktionsweise habe ich bereits in einem meiner früheren Artikel beschrieben (Der ND-Filter). Weiterlesen

Fotografie

ND-Filter in Verbindung mit Canon Live-View – aktualisiert

30. Juni 2010

Vor einiger Zeit war ich mit Namensvetter Ronny Behnert gemeinsam auf Phototour und zwar in der nördlichsten Ecke Deutschlands – auf Sylt.

Da wir beide Verfechter von Langzeitbelichtungen sind, durfte der ND-Filter (Graufilter) natürlich nicht fehlen. Die Erkenntnis des Tages – Der LiveView-Modus von Canon ermöglicht eine Fokussierung mit aufgeschraubten ND-Filter.

Während ich mit einer Nikon D300 fotografiere, ist Ronny eher dem Canon Lager zugetan. Zum Einsatz kommt hier eine Canon EOS 40D.

Wer schon einmal mit einem Graufilter gearbeitet hat, der weiß, dass es neben verschiedenen Filterherstellern auch unterschiedliche Filterstärken gibt. Für die Langzeitbelichtungen (LZB) am Tag benötigt man, je nach Tageslichtintensität einen starken Graufilter. Zum Einsatz kam ein ND 3 Graufilter , welcher die Belichtungszeit um den Faktor 1000 (+10 Blendenstufen) verlängert. Weiterlesen