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Präsentation

Dies und Das, Fotografie, Nachgedacht

Das war mein Jahr 2014

29. Dezember 2014

So, der übliche Weihnachtsstress ist vorbei, wobei es bei uns eigentlich eher ruhig zugeht. Sollen sich die anderen doch stressen lassen – ich hab da keinen Bock drauf! Außerdem ist es für mich die Zeit das letzte Jahr in Gedanken und natürlich hier im Blog Revue passieren zu lassen und yep, auch wenn es auf BlogTimes etwas ruhiger zuging und die Beitragsdichte eher im einstelligen Berich pro Monat lag, so hatte ich doch alle Hände voll zutun.

Dieses Jahr stand für mich ganz im Zeichen von Ausstellungen, Festivals, einer extrem coolen Workshop-Tour und einem once-in-a-lifetime Flug in Newfoundland und und und….. Lehnt euch zurück entspannt euch mit einem Tee, denn jetzt gehts los!

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Fotografie, Interviews, Mitgemacht

Ich so…

28. September 2014

Im Interview

Noch was kleines für den Sonntag Nachmittag. Da hab ich doch gerade gesehen, das mein, also vielmehr das stilpiratische Interview mir mir seit vorgestern online ist. Das kann ich natürlich hier nicht unerwähnt lassen.

Es war vielmehr eine Überraschungsgeschichte und überhaupt nicht geplant. Einen der Bildbearbeitungskurse meiner Tour hatte ich im Heidestudio gegeben und im Anschluss fragte mich Steffen ob ich nicht Lust auf einer Interview hätte – Ich, Warum ich fragte ich zurück? Du hattest Paul Ripke, Calvin Hollywood und jetzt willste mich? Ein gleichzeitges Oh Shit und ein Ergefühl durchzuckte mich. Klar, logisch und wann willste das machen. Morgen antwortete er! Hmm, Grmppfff, Ok und schon saß ich einen Tag später bei spätherbstlichen Sonnenschein im Garten mit auf mich gerichteten Kameras. Eigentlich extrem Müde, da ich an diesem Tag aus dem 150KM entfernten Flensburg kam und noch weitere 5 Stunden Fahrt nach Amsterdam vor mich hatte. Ich glaube, dass sieht man mir auch an. Trotzdem vielen Dank lieber Steffen, war ne geile Sache!

Viel Spaß beim Ansehen… (Achja, war mein erstes Interview dieser Art)

Dies und Das, Fotografie

Was brauche ich alles für die Arbeit mit Resin?

17. Juni 2014

New Resin Pieces

Nachdem ich in einem der letzten Beiträge meine Experimente mit Resin beschrieben habe, hier die Grundausstattung, welche benötigt wird. In einem weiteren Beitrag gibt es dann eine kleine Anleitung wie ich damit arbeite um ein perfekte Oberfläche zu erhalten.

Das wichtigste ist natürlich das Zwei-Komponenten Harz. Ich hatte mich die letzten Tage bemüht herauszufinden, ob es einen Anbieter in Deutschland gibt, war aber erfolglos. Wenn ihr es nicht in den USA bestellen wollt, dann würde ich euch empfehlen mal bei den Harzspezialisten zu fragen oder ihr kennt jemanden vom Bootsbau der euch weiterhelfen kann. Die nutzen dieses oder ähnliches Zeug auch. Allerdings ist das Artresin aus den USA speziell für die Veredelung von Kunst gedacht. Auch aufgrund eines UV-Stabilisators.

Ich werde mal versuchen, falls es hier genügend Interesse gibt, einen Deal für BlogTimes Leser zu bekommen. Vielleicht gibt’s ja ein wenig Rabatt. In der nachfolgenden Auflistung findet ihr das nötige Equipment, welches ich selbst verwende. Es scheint auf den ersten Blick viel, ist aber für diejenigen geschrieben, die gar keine Werkzeuge, Sandpapiere usw… daheim haben. Ihr seht ja selbst was ihr noch benötigt.

  • Print – am besten eine Ausbelichtung (C-Type). Fine Art Drucke nur wenn sie vor dem Auftragen des Harzes versiegelt werden. Ich verwende ein Spray von Krylon* (in Deutschland unverschämt teuer)
  • Buchbinderkleber* (Säurefrei und greift den Druck nicht an)
  • Holzrahmen oder sonstige Panels (Ist eigentlich egal, sollte nur stabil sein)
  • Zwei Komponenten Epoxid Harz. (Industrie-Harz mit UV-Stabilisator) oder Art Resin aus den USA
  • Kunststoffmischbehälter (Plastikbecher*, Jogurtbecher usw..) Am besten transparent für das genaue Mischverhältnis
  • Messbecher* (Kunststoff), den ihr aber nicht für Lebensmittel benutzen solltet – Logisch, oder?!
  • Holzstäbchen* oder Holzlöffel zum Mischen und verteilen des Harzes auf dem Foto (ihr braucht ne Menge davon)
  • Wegwerf Latex Handschuhe*
  • Schutzbrille* – am besten sowas hier. Sollte auf jeden Fall an allen Seiten geschlossen sein
  • Atemmaske* (Die Halb-oder Vollmasken (nochmals besserer Schutz) von 3M – gibts in verschiedenen Größen). Normalgesichtige würde ich sagen M :))))
  • Küchenschürze oder alte Klamotten oder ein Maler Overal
  • Große Plastikkontainer (Wie die Kisten von Ikea). Dient als Abdeckung nach dem Auftragen den Staub von der Umgebung fern zu halten. Verschiedene Größen wäre sinnvoll.
  • Uhr oder Timer
  • Kleine Lötlampe* oder Creme Brulee Brenner* – Ich habe beides um genauer arbeiten zu können. Auf jeden Fall mit Piezo Zündung und verstellbarer Flamme!
  • Sandpapier Stärken 60-1600
  • Farbe zum Anstreichen des Rahmes sofern ihr Holz nutzt
  • Pinsel
  • Schaumstoffroller zum glatt streichen des Drucks
  • Küchenpapier
  • Plastikunterlagen, Malerfolie oder Pappe usw… Zum Auffangen der Tropfen

Ich glaube das wars erst einmal. Ja, es ist schon ne Menge und der größte Teil wird wahrscheinlich auch nicht im Hause herumliegen. Man sieht, das es schon eine aufwendige Methode ist und es sich meiner Meinung weniger für den eigenen Hausgebrauch lohnt nur um ein paar seiner Bilder mit dieser Technik zu präsentieren. Überschlagen liegt die Grundausstattung bei bestimmt 300 – 500 Euro. Ob sich das für den Hobbygebrauch lohnt muss jeder für sich selbst entscheiden. Hinzu kommt außerdem der eventuelle Ausschuss, den man erstmal produziert, weil sicherlich die ersten Versuche nichts werden. Mit Abkratzen usw… ist hier nämlich nichts, da das Zeug nach dem aushärten so hart ist, dass man bei eventuellen Fehler vor vorne anfangen muss. Glaubt mir, diese Fehler passieren auf jeden Fall.

Der Aufwand ist schon beachtlich, denn letzten Endes ist das ganze Produkt nach einer Vielzahl von Fertigungsschritten reine Handarbeit. Es liegt also auf der Hand warum die Produktionskosten, betrachtet man Whitewall.com, so hoch sind. In den letzten Tagen habe ich mal mit dem Gedanken gespielt einen Custom-Resin Service anzubieten, doch ich glaube die ganze Geschichte wäre einfach zu aufwendig. Dann gefällts am Ende doch nicht und ich muss es wieder zurücknehmen.

Der Effekt ist schon sehr geil und nach einigen Versuchen, u.a mit verschiedenen Größen bis zu 60cm kann ich euch sagen, dass die Wirkung beim Großformatdruck wirklich überragend ist. Bei kleineren Fotografieren schaut es auch gut aus, allerdings verliert sich der Effekt ein wenig, wenn man nur ein einzelnes Resin-Werk anfertigt. Hier sollte man dann schon eine Serie fertigen.

Noch ein kleiner Disclaimer – Ich muss euch ja nicht erzählen, dass die Arbeit mit Epoxy oder Harzen generell erhöhte Vorsichtsmaßnahmen voraussetzen. Schutz der Kleidung, Masken, Handschuhe usw… Auf jeden Fall sollten man sich vor Beginn die Anleitung und die Handhabung des gewählten Produktes durchlesen. Ich, als Autor übernehme natürlich keine Gewährleistung, dass meine Angaben hier 100 Prozent stimmen und euch schützen (ist ja logisch oder…).

* Amazon Links

 

 

Dies und Das, Fotografie, Mitgemacht

Alles RESIN oder was?

29. April 2014

Resin - Geiler gehts kaum

Die letzten zwei Monate habe ich mehr oder weniger mit Recherche und den Kauf von Materialen verbracht. Zudem Rahmen und passende Unterbauten anfertigen lassen um das ganze Zeug auch vernünftig verarbeiten zu können usw… Es handelt sich um die Veredlung von Fotografien, wie es auch Whitewall anbietet. Bestellt man es hier muss man tief in die Tasche greifen. Mehr als das doppelte gegenüber einem Foto unter Arcylglas. Bis vor kurzem nannte es Whitewall noch mit dem richtigen Begriff „Resin“, jetzt Spezialharz. Hmm, vielleicht konnten sich die Kunden nichts darunter vorstellen.

Was ist eigentlich RESIN?
Resin ist ein Epoxidharz, also ein flüssiger Kunststoff, der nachdem er ausgehärtet ist eine glasklare Oberfläche hinterlässt. Hier im nordamerikanischen Kunstbereich existiert diese ganze Geschichte schon länger. Auf dem europäischen Markt schaut es dagegen, abgesehen von Whitewall, eher mau aus. Ich kann mich hier natürlich auch irren, aber meine Recherchen haben nichts vergleichbares zu Tage gefördert. Ich selbst wurde im Rahmen meiner Teilnahme beim Artist Projekt hier im kanadischen Toronto auf diese Veredeltungsmethode aufmerksam, bei dem sowohl Maler als auch Fotografen ihre Prints mit diesem Material überziehen. Ich fand es total spannend und musste unbedingt wissen wie das ganze funktioniert und ob ich selbst eine DIY Methode entwickeln kann.

Nach nun zwei Monaten Lesen, Lesen und noch mehr Lesen, hab ich den ersten Versuch gestartet und ich kann euch sagen, dass ist schon ziemlich geil. Zur Erstausstattung gehört zwar ne Menge Material und es erfordert ne gute Portion Konzentration während der Bearbeitung, aber wenn es fertig ist – Yep, Acrylglas ist ein Scheiß dagegen! Selbst das Wetter, also die relative Luftfeuchtigkeit spielt eine große Rolle. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit weit über 50 Prozent braucht ihr es gar nicht erst versuchen. Das Endergebnis wird nicht glasklar ausschauen… Genauso ist es wichtig die richtige Arbeitstemperatur zu haben. Wärmer als Zimmertemperatur sollen die zwei Komponenten schon  haben, ansonsten werden Luftblasen eingeschlossen. Ach und die Umgebung sollte möglichst staubfrei sein.

Apropos Verarbeitung. Dazu könnte man einen weiteren oder sogar zwei Artikel schreiben. Ich werde in den kommenden Wochen noch ein wenig experimentieren, auch um einige meiner Aufnahmen für eine kommende Künstlermesse in Kanada vorzubereiten. Danach bin ich sicherlich schlauer und habe mehr zu erzählen.

Vielleicht fragt ihr euch, warum ich das ganze hier veranstalte. Ist doch bestimmt ein riesiger Aufwand. Nun, der Aufwand ist sicherlich größer, als ein Bild zu rahmen, aber es ist wie bei so vielen. Wenn du die anfänglichen Schritte hinter dir hast, ist der Rest nur noch Übung. Außerdem bin immer auf der Suche nach „besseren“ Präsentationsmethoden meiner Aufnahmen und zum anderen möchte ich das gerne alles selbst in die Hand nehmen. Vor allem geht’s mir um das Produktfinish. Den Druck oder die Ausbelichtung des Prints können andere besser und zeitsparender erledigen.

Hier gibt noch ein paar Making of Bilder und wenn ihr Interesse an der DIY Methode habt, dann sagt Bescheid. Vom aktuellen gießen des Kunstharzes habe ich leider keine Fotos, da aufgrund der geringen Bearbeitungszeit keine Zeit fürs Fotografieren bleibt. Solltet ihr das ganze mal selbst versuchen wollen, dann sagt mir Bescheid und ich schreibe mal einen Artikel. Falls ihr schon mal recherchieren wollt. Die Harzspezialisten wissen vielleicht welches Zeug das ist. Die originale Bezeichung lautet EX-74 oder wenn ihr nicht warten könnt – hier gibt es das Harz als ART RESIN auch für den internationalen Versand.

Resin - Die Qual der Wahl

Resin - Träger für die Holzrahmen

Handmade Holzrahmen

Resin - Handmade Holzrahmen

Resin - Bild anpassen

Resin - Bild auf Holzplatte kaschieren

Mit Buchbinder Kleber - Säurefrei um die Fotografie zu schonen

Bevor das Resin augetragen wird, noch alle Luftblasen enfernen

Resin - Überlaufen

Resin - Geiler gehts kaum

Resin - Geiler gehts kaum

Resin - Geiler gehts kaum