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Projekt

Fotografie, Unterwegs

Fotoprojekt Südengland – Auf der Suche nach Fossilien…

16. Januar 2012

Das letzte Fotoprojekt „Dubai“ liegt schon ein paar Monate zurück. Zeit also, wieder  auf Reisen zu gehen . Doch dieses Mal liegt mein Ziel fast vor der Haustüre oder besser gesagt, es ist nur knapp 2 Flugstunden entfernt – Südengland.

Genau genommen handelt es sich um die Grafschaft Dorset und Devon und wenn genug Zeit ist, vielleicht noch Sommerset. Bekannt ist vor allem der Süden Englands für seine Sandstrände auf der einen und für bizarre Felsformationen auf der anderen Seite. Also,  eine ideale Spielwiese für Landschaftsfotografen. Gibt man die Grafschaften als Suchbegriffe bei Google ein, sieht man, wie viele Fotografen diesen Landstrich, dessen Küstenlinie teilweise seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören, bereits fotografiert haben. Einer davon, oder besser gesagt eine Fotografin ist Nina Papiorek, die mir freundlicherweise auch die Aufnahme für den Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank, Nina. Fotofachgeschäft mit Rent-Service

Erstmals werde ich für diese Fotoreise mit Fotografie-Equipment ausgestattet, worüber ich mich ganz besonders freue. Das Hamburger Fotogeschäft IPS, welches über einen  Rent-Service verfügt, stellt mir für dieses Projekt die neue Pentax 645D inkl. 35mm Weitwinkel, eine digitale Mittelformatkamera mit 40MP zur Verfügung. Als Backup oder für noch weitwinkligere Aufnahmen nehme ich noch eine 1Ds Mark III mit, die auch wenn schon ein paar Jahre alt, immer noch sehr gute Qualität mit ihren 21MP abliefert. Neben einem 21mm Zeiss, wird hier das 16-35mm 1:2,8 von Canon zum Einsatz kommen.

Zudem erhalte ich noch Unterstützung vom Fotozubehör Hersteller Vanguard, der mir neben einem Fotorucksack (UpRise 48) dem Kugelkopf SBH-100auch das Alta Pro 283CT, ein Carbon Stativ mit auf dem Weg gibt. Jetzt werdet ihr euch vielleicht fragen, wofür das Ganze überhaupt!? Nun, es ist für ein Fotobuchprojekt und in England werden die ersten Aufnahmen dafür entstehen. Allerdings steckt es noch in den absoluten Anfängen. Mit fortgeschrittener Zeit werde ich euch aber mehr darüber erzählen. Das Vanguard Equipment ist zudem ein Teil des Projektes, denn es werden gleich neue Fotos erstellt, welche dann in absehbarer Zeit auf dessen Webseite zu sehen sind.

Ich freue mich jedenfalls schon tierisch drauf und kann es kaum noch erwarten das Mittelformat Biest endlich einsetzen zu dürfen. Eine erste Testaufnahme habe ich bereits gemacht und muss sagen, dass ich während der Bildbearbeitung von den Details und dem hohen Kontrastumfang überwältigt war. Normalerweise benutzte ich keine Pinselspitzen, mit mehr als 400px Durchmesser, aber bei einer Bildgröße von 40MP ist diese Pinselspitze gerade mal so groß wie ein cent Stück…Nach dem Projekt geht natürlich das gesamte Kameraequipment wieder zurück zu IPS, denn leider kann ich es nicht behalten… Im Grund genommen ist es für mich auch ein Testeinsatz, wie sich die Pentax im Outdoor-Bereich schlägt, ob das Stativ standsicher genug ist, der Kugelkopf schön fest bleibt  und ob der Fotorucksack hält, was er verspricht…. Irgendwie kommt bereits nach einem Tag das „Haben-wollen-Gefühl“ für die Pentax auf…

 Wer von euch war eigentlich schon mal in Südengland und kennt die von mir angesprochenen Grafschaften?!? Vielleicht hat einer von euch noch Tipps usw…

Fotografie, Unterwegs

Zurück…

25. Mai 2011

Die knappe Überschrift sagt eigentlich schon alles. Wir sind der Aschwolke entkommen und gestern Morgen gegen 3:30 Uhr heil in Berlin gelandet.

Während für Ronny Behnert hier Endstation war, ging es für mich mit dem Auto noch weiter nach Hamburg. Nach ein paar Autobahnstunden durfte ich mich dann noch durch den Berufsverkehr quälen um letzten Endes totmüde ins Bett zu fallen. Einen Tag später ist der Alltag wieder eingekehrt und auch auf BlogTimes geht nun alles wieder seinen Gang. Der Island Reisebericht wird nun von der Startseite verschwinden und in die Kategorie  „Iceland 2011“ wandern. Wer will, kann hier noch einmal alle unsere Erlebnisse nachlesen.

Im Großen und Ganzen war es eine wirklich abenteuerliche Reise, die uns so manchen (unerwünschten) Adrenalinstoß gekostet hat. Angefangen von heißen Quellen, die beim Kontakt mit Wasser Schwefelsäure bilden, über einen schneebedeckten Bergpass, der unsere Tour zur Achterbahn werden ließ, bis hin zur Sandstürmen und Aschewolken, die uns fast den letzten Atemzug geraubt haben, war die Reise allerdings jeden Cent wert.

Wie ihr sicherlich noch wisst, hatte ich auf der Reise Fotografie-Zubehör von Novoflex dabei. Ich kann Euch sagen, dass war teilweise ein extremer Outdoor Test für alle Geräte aber alles funktionierte einwandfrei, vorallem der Panoramakopf war ein Traum von Präzension. Leider geht es die Tage wieder zurück und ich muss vorerst wieder mit meinem FLM Centerball auskommen.

Erste Aufnahmen konnte man bereits in den Reiseberichten sehen, während hingegen die Anderen noch ein wenig Bearbeitungszeit beanspruchen werden. Die Neue Serie „Iceland 2011“ werde ich dann in Kürze auf www.ronnyritschel.com veröffentlichen und wer Lust hat, der kann gerne auch auf meiner Facebook Page vorbeischauen.

Just for info:
Die obere Bild zeigt die Aschewolke des Grimsvötn am vergangen Sonntag Abend gegen 23:00 Uhr in der Nähe des Internationalen Flughafens Reykjiavik  und das rechte Bild zeigt die Aschewolke ebenfalls am Sonntag, allerdings gegen 08:00 Morgens rund 200 Km vom Vulkanausbruch entfernt. Hier stand die Sonne hoch am wolkenlosen Himmel.

Fotografie, Unterwegs

Grímsvötn – Reisetagebuch Island Tag 16

22. Mai 2011

Gestern Abend freuten wir uns noch über einen Vulkanausbruch, der ganz in unserer Nähe statt findet und heute bangen wir schon um unseren morgigen Rückflug.

Morgens sind wir in der Frühe in Richtung Kirkjubæjarklaustur, der letzten Stadt vor dem Vatnajökull, aufgebrochen um etwas von dem Vulkan mitzubekommen, der in ca. 100 km Entfernung seine Asche spuckt. Weit kamen wir allerdings nicht. 20 km hinter Vík wurde die Asche dichter und dichter und wir beschlossen anzuhalten. Der Staub färbte die Luft braungelb und selbst die Sonne drang nur sehr schwer durch die Aschepartikel. Wir waren jetzt ca. 40 km von Kirkjubæjarklaustur entfernt und in den Nachrichten hieß es, dass dort seit dem Morgen kein Tageslicht mehr zu sehen war. Es war gespenstisch. In der hellsten Zeit des Jahres bekam man von dem Tageslicht nichts zu sehen.

Da wir keinerlei Fotos von dem Ausbruch hätten machen können beschlossen wir umzudrehen. Diese Entscheidung war unser Glück, denn wären wir weiter gefahren wäre uns der Rückweg nicht möglich gewesen, da die Straße zwischen Vík und dem Vatnajökull gesperrt wurde.

So aber fuhren wir in Richtung Westen zurück und beschlossen noch einen Abstecher zum Gullfoss und zum Strokkur, dem bekanntesten Geysir Islands, zu machen. Frohen Mutes besichtigten wir den „Goldenen Wasserfall“ und waren, wie bei fast allen Wasserfällen, wieder beeindruckt was Mutter Natur geschaffen hat. Der Gullfoss hangelt sich über zwei Stufen in eine breite Schlucht hinab. Vor ein paar Jahren wurde geplant diesen Wasserfall zu einem Staudamm umzubauen um Elektrizität zu gewinnen. Der gesunde Menschenverstand hatte aber gesiegt und der Wasserfall durfte weiter in das Tal hinab stürzen.

Ca. 10 km vom Gullfoss liegt der Strokkur, der sich im Haukadalur (Heißwassertal) befindet. Eine Reihe anderer Geysire sprühen dort eher selten Ihre Fontänen in die Luft aber der Strokkur tut dies in einem regelmäßigen Abstand von 3-5 Minuten, so dass dieser zum Publikumsmagneten mutierte. Es war faszinierend wie die Gäste darauf warteten, dass der Geysir seine Wassermassen 15 Meter in die Höhe schießt. Das 80-100°C heiße Wasser in einem Loch mit einen Durchmesser von ca. zwei Metern  wabert ein paar Minuten hin und her, zieht sich ab und an etwas zurück, dehnt sich wieder aus und urplötzlich taucht eine große Blase auf, die nach oben steigt. Mit einem lauten Prusten entlädt sich das heiße Wasser und schießt in die Höhe. Ab und an geht der Schuss aber nach hinten los und es kommt nur eine winzige Fontäne zum Vorschein. Der Strokkur ist also auch für Überraschungen gut.

Nach ein paar Stunden Autofahrt sind wir nun wieder in Grindavík angekommen, unserem Ausgangspunkt der Reise, und sinnieren über die letzten 16 Tage, die wir wirklich genossen haben. Nun heißt es langsam Abschied nehmen von dieser wunderschönen Insel, aber ich denke, dass die Zeit vollkommen ausreichend war um ein paar tolle Fotos mit nach Hause zu bringen. Ich werden Island vermissen, aber freue mich doch sehr auf mein Heim.

Island hat mir aufgrund seiner vielen Naturgewalten sehr imponiert. Das Land besteht größtenteils aus einer Landschaft in der ein einziger Schritt einen das Leben kosten kann, wenn man nicht aufpasst. Manchmal sind wir nur knapp einem Unglück entgangen aber die faszinierende Umgebung übte doch immer wieder einen Zauber auf uns aus, der uns diese Erlebnisse wieder vergessen ließ. Löcher voller Schwefelsäure, heiße Quellen und Fontänen, metertiefe Abgründe, hoher Schnee in menschenleerer Umgebung, halb eingestürzte Grotten, tiefe Gräben entstanden durch schwere Erdbeben und zu guter Letzt noch ein Vulkanausbruch. Doch auch die Schönen Dinge behalten wir in guter Erinnerung. Island, das Land der Sagen und Legenden. Das Land der Elfen und Trolle, die das Leben der Menschen hier noch immer maßgeblich beeinflussen – Ab und an, wenn man nicht damit rechnete, konnte man im Augenwinkel sogar einen Schatten vorbeihuschen sehen.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch für die Fahrkünste von Ronny Ritschel bedanken, der uns Tag für Tag über Stock und Stein gekonnt zum Ziel gebracht hat.

Meine neue Serie Ísland 2011 werde ich in Kürze auf www.bewegungsunschaerfe.de veröffentlichen. Wenn Ihr Lust habt schaut doch auch bei Facebook vorbei. www.facebook.com/haggardphotography .

Nun hoffen wir, dass der Flughafen wieder geöffnet wird und wir unser geplantes Flugzeug nach Hause nehmen können. Vielen Dank für`s mitlesen und kommentieren.

Ronny Behnert

Fotografie, Unterwegs

Vik – Island Reisetagbuch Tag 15 – Vulkanausbruch Grimsvötn

21. Mai 2011

Irgendwie hatte sich heute alles gegen uns verschworen, allem voran das Wetter. Bereits beim Frühstück war uns klar, dass wird heute wohl nix mit dem Black Beach, dem Felsentor, den Monoliten im Meer.

So kam es dann auch. Auf der Suche nach den für das Wetter passenden Motiven wurden wir förmlich im Stich gelassen und das obwohl wir sämtliche Möglichkeiten zu Fuß (insg. 20 Km) erkundet haben. Selbst diese Anstrengung wurde nicht belohnt. Das Wetter zeigte sich weiterhin von seiner sonnigsten Seite.

Das Problem zu dieser Jahreszeit in Island ist der Sonnenstand, der sich durch die immer länger werdenden Tage nur sehr langsam verändert. Wenn eine dichte Wolkendecke vorhanden ist, wirkt diese wie eine rießige Softbox und man hat das beste Licht, welches man sich nur wünschen kann. Im Gegenzug ist strahlender Sonnenschein extrem intensiv in Island und somit auch für modernste Kameras nur schwer zu kontrollieren.

Wir wollen uns aber nicht beschweren, noch haben wir zwei Tage bevor es nach Hause geht und diese werden wir so gut es geht nutzen. Morgen geht es daher bereits zurück zu unserem Ausgangspunkt nach Reykjavik. Auf der ca. 300 Km langen Strecke warten noch zahlreiche Orte, die es fotografisch zu erkunden gilt.

Edit vom 21.05.2011
Das Wetter hatte sich gegen Abend ein wenig gebessert, also haben wir ein zweites Mal an diesem Tag unsere Fotoausrüstung geschnappt und sind noch einmal losgezogen. Nach unserer Rückkehr wurden wir bereits von unsere Gastgeberin mit der Information über einen Vulkanausbruch überrascht. Demnach ist der in knapp 200-250KM von uns entfernte Vulkan Grimsvötn ausgebrochen. Mittlerweile ist die Aschewolke bereits 20 KM hoch und es gilt als sehr wahrscheinlich, dass in den nächsten 10-12 Stunden mit einem Gletscherlauf (rießige Wassermengen rasen in Richtung Meer) zu rechnen ist. Aus diesem Grund hat man bereits die Straßen in der Region gesperrt.

Wir werden daher unsere geplante Route nach Reykjavik dahingehend ändern, dass wir zunächst einen Abstecher in die Vulkanregion machen, natürlich sofern es möglich ist und unsere Sicherheit nicht gefährdet ist. Stay tuned….