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Provision

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Bye bye SEEN.by und der Wert der Fotografie

30. Juni 2015

[Joshua Tree - Death Valley],4x5-010 - USA 2013-2

Die seen.by Galerie lebt von ihren Künstlern. Das ist der Leitspruch, den man aktuell bei der Künstlerprovision auf seen.by findet. Das war einmal, denn mit den neuen AGB wird sich der Honorsatz ändern!

Geht’s noch! Das war mein erster Gedanke nachdem ich die Änderungsankündigung des Honorarsatzes von Seen.by in meinem Postfach hatte.

…„Die Änderungen der AGB betreffen das Honorar-Abrechnungsmodell. seen.by wird den Honorarsatz mit den veränderten AGB auf 20% setzen und sich somit anderen Mitbewerbern auf dem Markt annähern, die jetzt schon einen weitaus geringeren Honorarsatz haben. Hinzu kommt, dass sich der Abrechnungspreis ab dem kommenden Quartal am endgültigen netto Verkaufspreis bemisst. Aufgrund der wachsenden Konkurrenz, sowie der notwendigen Rabattierung verschiedener Produkte zu unterschiedlichen Zeiten, wird sich seen.by weiter verstärkt auf seine Angebotsvielfältigkeit für den Kunden konzentrieren.“…

Soso, aufgrund der wachsenden Konkurrenz, sowie einer notwendigen Rabattierung zu unterschiedlichen Zeiten kürzt ihr also das Fotografen-Honorar. Zudem wird sich quasi noch gelobt, dass man mit 20 Prozent immer noch einen höhere Künstlerprovision zahlt als die anderen Mitbewerber. Na, danke schön, dass ich aber nett von euch! Demnächst kommen dann nochmals neue AGB, weil man sich noch einen Schritt weiter an die Mitbewerber annähern möchte?! Weiterlesen

Fotografie, Nachgedacht

Fazit nach zwei Jahren Bilder verkaufen…

28. November 2013

Kamera-Warenkorb - via Shutterstock

Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich drei Beiträge über das Thema “Die eigenen Fotografie vermarkten – keine Stockfotografie” geschrieben. Grund genug mal ein Resüme zu ziehen und auch zu hören, wie es euch in dieser Zeit mit dem Verkauf der eigenen Werke so ergangen ist.

Um es gleich vorweg zu nehmen, natürlich lässt sich meine Erfahrung der letzten zwei Jahre nicht pauschalisieren und es gibt mittlerweile vielleicht auch alternative Vertriebsmöglichkeiten als die, die ich euch damals vorgestellt habe.

Als ich mit der Fotografie angefangen habe und mich selbst sicher genug fühte, dass meine Bilder auch in anderen Wohnzimmern hängen sollten, habe ich mich damals beim noch relativ frischen Online-Verkaufsdienst fineartprint.de angemeldet und die ersten Aufnahmen hochgeladen. Obgleich ich anfangs noch relativ viele Aufnahmen für den Verkauf angeboten habe, hält sich die Größe meines derzeitigen Portfolios in Grenzen. Etwas mehr als 50 Aufnahmen stehen zum Verkauf, wobei seit bestimmt einem Jahr keine aktuellen Aufnahmen mehr hinzugekommen ist. Hauptgrund ist vor allem die geänderte Preisstruktur, die sich negativ auf die Künstlerprovision auswirkt. Da mein Free-Account kein Geld kostet, lösche ich ihn aber auch nicht. Es trudeln immer mal wieder Verkäufe ein, die aber die eigentliche Provision nicht wert sind.

Andere Online-Plattformen, wie Seenby.de, Whitewall oder Artflakes  verfolgen das gleiche Schema und auch wenn die Provision hier höher ist, die schiere Anzahl der verfügbaren Aufnahmen lässt einem kaum die Chance sich über gute Ausschüttungen zu freuen. Wenngleich sich beispielsweise Seenby rühmt, dass 90 Prozent der eingereichten Aufnahmen nicht zum Verkauf zugelassen werden, so finden sich immer noch abertausende sehr gute Fotografie im gesamten Portfolio. Das macht es für den einzelnen, der vielleicht gerade mal 5 Aufnahmen zum Verkauf anbietet, unheimlich schwer überhaupt etwas zu verkaufen. Ich selbst nutze die Plattformen mittlerweile hauptsächlich um im Web  gefunden zu werden. Sollte ein Verkauf rausspringen. Ok, gerne! Ansonsten sehe ich es als kostenlose Werbung meiner eigenen Aufnahmen.

Gerade für diejenigen unter euch, die sich mit der Fotografie ein nettes Zubrot verdienen wollen um sich hier und da etwas Equipment kaufen zu können oder auch anstehende Reisen zu finanzieren, sind die derzeitigen Online-Anbieter in meinen Augen keine Anlaufadresse mehr. Die Portfolio sind geradezu übersättigt mit sehr guten Aufnahmen und wenn man selbst nicht extrem auffallende Werke produziert, geht man einfach in der Masse unter.

Einen kleinen Lichtblick gibt es vielleicht. Haltet Ausschau nach neuen Vermarktern, bei denen ihr zu den ersten im Portfolio gehört. Auch wenn sich das nur auf die Anfangsphase bezieht, hier werdet ihr die eine oder andere Aufnahme verkaufen können. Bilder über die eigene Webseite zu verkaufen halte ich persönlich für Zeitverschwendung, außer ihr seit bekannt wie ein bunter Hund in der Fotowelt. Dann könnte sich das natürlich lohnen. Ich selbst und hier kann ich offen sprechen, verkaufe nur sporadisch über meine eigene Webseite. Mag vielleicht daran liegen, dass ich kein Shop-System integriert habe. Ist mir aber ehrlich gesagt egal.

Wie verkaufe ich denn jetzt und wo!? Nun, es gehört auch ein wenig Glück dazu und am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein. Ich glaube, ich hatte Glück einer von sehr wenigen ausgewählten Fotografen zu sein, die mit dem Premiumdienst von Shutterstock “Offset” zusammen arbeiten können. Verkauft werden hier hochpreisige Bilder-Downloads, dessen Provision äußerst fotografenfreundlich gestaltet ist. Ich darf euch leider nicht sagen, wie hoch die Provision ist. Sie stellt aber alles in den Schatten, was ich bis dato erhalten habe. Hierauf werde ich zukünftig mein Hauptaugenmerk in Sachen Bildverkäufe richten. Wie lange das läuft und ob es gut läuft ist noch nicht abzusehen. Der Premiumdienst startete erst vor ein paar Wochen offiziell.

Ja, wie ihr seht, es ist alles andere als rosig mit den Verkauf der eigenen Aufnahmen. Es braucht zum einen viel Zeit und der Zufall spielt ebeneso eine große Rolle. Den besten Tipp, denn ich euch geben kann, ist versucht euren eigenen Aufnahmen und den Namen so weit wie möglich zu streuen. Sei es in Fotocommunities, auf Online-Verkaufsplattformen oder auf den Social Media Kanälen. Die Reichweite wird euch vielleicht den zukünftigen Erfolg bringen, auch wenn man davon sicherlich nicht reich wird. Ich hoffe, dass ich euch jetzt keine Illusion genommen habe…

Wie sind eigentlich eure Erfahrunen in Sachen Bildervekäufe? Verkauft ihr schon oder überlegt ihr noch?

*Beitragsbild von Shutterstock

Fotografie, Nachgedacht

Die Provision – Komme mir leicht ver****** vor!

22. November 2011

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass Fotografen oder vielmehr dessen Fotografien heute irgendwie weniger wert sind? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich vor ein paar Tagen eine Mail eines Unternehmens erhielt, dass sich für die Vermarktung meiner Aufnahmen interessierte.

Natürlich freut man sich als Fotograf, wenn die ersten Zeilen damit beginnen, dass man über eine Recherche nach „Fotokünstlern“ auf die eigene Webseite gekommen ist und sich für die dort gezeigten Motive sehr interessiert und sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte, aber…. Soweit so gut!

Nachdem sich das Unternehmen ausführlich vorgestellt hat, geht’s ans Eingemachte. So plant man die Vermarktung exklusiver Fotografien diverser Künstler und übernimmt vom Druck über den Versand bis hin zum Marketing alles. Der Fotograf muss sich um nichts kümmern, außer eben die Bilder zu liefern. Man möchte den zukünftigen Kunden entsprechende Kunst für alle Wohnbereiche anbieten. Soweit so gut!

Nein, nicht gut! Hab ich da gerade etwas von exklusiv gelesen. Hmm, also exklusiv bedeutet ja, dass man das Recht zum Verkauf der Aufnahmen über einen einzigen Verkaufspartner abwickelt. Da ich aus der Mail nicht genau herauslesen konnte, was das Unternehmen mit „exklusiv“ genau meinte, habe ich eine Mail zurückgeschrieben.

Bevor ich euch die Antwort präsentiere, geht’s erst einmal weiter im Text. …..Sie erhalten eine attraktive Umsatzbeteiligung ab dem ersten Verkauf. Ach, dass ist ja schön – eine attraktive Umsatzbeteiligung ab dem ersten Verkauf. Da freue ich mich aber, dass ich nicht ab dem 10. Verkauf erst die entsprechende Kohle sehe. Da die Höhe dieser besagten Umsatzbeteiligung nicht genannt wurde, veranlasste mich dies meine erste Rückfrage dahingehend neu zu formulieren.

Die Antwort auf meine Fragen folgte prompt. „Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung…bla bla bla bla bla…. wir sind letzten Endes nur an solchen Bildern interessiert, die wir auch wirklich exklusiv anbieten könnten, also solche Bilder die sonst nirgends zum Verkauf angeboten werden. Auf ihrer eigenen Webseite könnten Sie sie auch weiterhin zeigen…..bla bla bla…. aufgrund unseres besonderen Geschäftsmodells können wir generell nicht mit wettbewerbsüblichen Provisionen mithalten…. bla bla bla…“ WTF!!!

Ok, gut – mit der Vermarktung einzelner exklusiven Aufnahmen könnte ich noch leben, aber zu lesen, dass man aufgrund eines besonderen Geschäftsmodells nicht mit wettbewerbsüblichen Provisionen mithalten kann und dann immer noch nicht die Höhe nennt, finde ich schon dreist. Wer ein bisschen informiert ist, der weiß, dass die durchschnittliche Provision bei Online-Galerien (und dieses Projekt wäre so ähnlich) nur bei rund 15 Prozent liegt und das ist meiner Meinung nach eh schon grenzwertig.

Obwohl ich bereits jetzt schon weiß, dass ich dort sicherlich meine Aufnahmen nicht vermarkten werden, habe ich dennoch eine Mail zurückgeschrieben um endlich die Höhe der Provision zu erfahren. Bis jetzt leider noch ohne Antwort.

Ehrlich gesagt finde ich diese Entwicklung traurig. Sind Fotografen, oder vielmehr dessen Fotografien in der heutigen Zeit tatsächlich weniger wert, nur weil vielleicht die Digitalkamera den Markt revolutioniert hat und es eine große Anzahl an sehr guten Fotografen gibt? Mir ist schon klar, dass die Vermarktung komplett übernommen wird und dies Geld kostet, doch es ist letzten Endes der Künstler, der die Aufnahmen erstellt. Müsste man hier nicht dem Künstler einen höheren Stellenwert einäumen und ja, ich bin mir sicher, dass es durchaus möglich ist. Man dürfte nur eben die Fotografien nicht zum Spotpreis anbieten. Erstens würden die Fotografen angemessen bezahlt, das Unternehmen macht auch noch Gewinn und der Kunde freut sich über eine exklusive Aufnahme, die nicht noch 10.000 Mal irgendwo anders hängt, oder nicht?

Update:
Gegen meinen Erwartungen habe ich heute nun doch die Antwort auf meine Frage nach der Höhe der Provision/Umsatzbeteiligung erhalten. So liegt diese zwischen 7-8 Prozent für exklusive Nutungsrechte!!! Echt, ich könnte kotzen – das darf doch nicht war sein Von mir jedenfalls werden sie keine Bilder bekommen… Danke fürs Gespräch

Dies und Das

Polylooks zahlt Fotografen einen Bonus

22. März 2010

Polylooks (www.polylooks.de), die Online-Bildagentur der Deutschen Telekom, zahlt Fotografen einen Bonus von 25 Euro Cent für Bilder, die exklusiv eingestellt werden.

Die Aktion läuft vom 22. März bis 30. April und gilt für die ersten 100.000 Bilder, die von der Agentur akzeptiert werden. Ein Fotograf kann so mit 1.000 Fotos kurzfristig 250 Euro verdienen.

Zusätzlich erhalten Fotografen die übliche Umsatzprovision. Weiterlesen