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Ronny

Fotografie, Unterwegs

Es geht weiter… nach der Workshop-Tour

26. September 2014

Workshop-Tour 2014

So, da bin ich wieder. Wurde aber auch Zeit, denn die letzten 4 Wochen waren der längste beitragsfreie Zeitraum der vergangenen 5 Jahre von BlogTimes. Ich dachte, ich könnte locker das Programm abspulen, noch ein wenig Urlaub machen und hier und da ein paar Blog-Einträge schreiben. Und was war? … Nüscht!

Bereits am Anfang der Tour habe ich gemerkt, nope, für den Blog wirst du in den kommenden Wochen keine Zeit haben. Vor allem die kleinen (Um)Planungen der Workshops, die Fahrzeiten, Familie und Freunde treffen usw… zermahlen hier jedes Zeitpolster für einen Beitrag. Ich hoffe, dass ich eure Geduld nicht allzu lange strapaziert habe, aber ich denke, sowas ist auch mal ganz gut. Natürlich ist so einiges in meiner Blog-Abwesenheitszeit passiert aber dank meiner Leser und Teilnehmer der Workshops blieb ich immer auf dem Laufenden.

Die Photokina ist vorbei und dieses Jahr hatte ich neben etlichen Leseranfragen, ob man mich irgendwo auf der Photokina finden kann, zahlreiche Einladungen zur Produktvorführungen, Messefrühstücken und Abendessen erhalten. Sorry Leuts – vielleicht das nächste Mal. Einige von Euch waren ja auf der Photokina und die meisten sind wie immer mit gemischten Gefühlen nach Hause gekehrt. Machen wir uns nichts vor, dass ist doch eigentlich immer so. Die dicken Fische bringen nichts neues und die Kleinen unter den Kameraherstellern versuchen durch etwas Produktkreativität den zukünftigen Kunden zu angeln.

Positiv ist aber der Trend, dass immer mehr Besucher hauptsächlich wegen der Vorträge und Ausstellungen zur Photokina nach Köln reisen. Ich finde das super – den Inspiration führt zur Kreativität und Kreativität führt zur mehr Qualität der Fotografie. Das aber nur am Rande!

Wow, war das ein krasses Ding! Die Workshop-Tour 2014 sprengte eigentlich so alles, was ich bisher in Sachen Fotokurse auf die Beine gestellt habe. In den vergangen 4 Wochen war ich in 6 Ländern und über 10 Städte mit meinen Equipment unterwegs. Abgesehen von den Gruppen-Workshops, gab es hier und da noch persönliches Coaching. Das ist auch immer wieder für mich etwas ganz besonders. Kann man sich doch vollends auf nur eine Person konzentrieren und außerdem bleibt danach noch Zeit für ein gemeinsames Bierchen.

Auch wenn mich viele von Euch gefragt haben, ob ich nicht doch noch nächstes Jahr einige Kurse geben könnte, so muss ich euch leider enttäuschen. Aktuell gibt es erstmal nichts. Ich muss mich nächstes Jahr mehr auf meine Offline-Präsentation konzentrieren. Ich denke, der zukünftige Erfolg liegt auf jeden Fall hier und nicht in der Online-Welt der Bilder. Es ist immer noch so, dass sich Kunden ein Bild an die Wand hängen und nicht einen Bildschirm um ne Slideshow durchlaufen zulassen. Photokollege Walter Luttenberger macht es richtig. Fotografien gehören an die Wand… Danke an dieser Stelle, dass auch eine meiner Aufnahmen deine Wand ziert. Ich hatte das in den letzten Tagen meiner Tour auf Facebook gesehen und darf natürlich hier nicht unerwähnt bleiben. Zugegeben, ich habe die ganze Workshop-Geschichte natürlich nicht endgültig begraben. Nur jetzt sehe ich erstmal keine Zeit dafür. Vorschläge für Orte nehme ich aber gerne entgegen.

Wie gehts weiter auf BlogTimes? Ein bisschen ruhig wird es erstmal bleiben – aber keine Angst, es wird keine 4-wöchige Pause mehr sein. Grund ist hauptsächlich, dass ich in den kommenden Tagen noch für zwei Shows im September und Oktober Vorbereitungen treffen muss. Mitte Oktober werde ich in eine neue Bleibe ziehen. Brauche einfach mehr Platz für die Erstellung meiner Drucke, da ich wie ihr wisst, ja alles selber mache. Angefangen von den Rahmungen, Passe-Partout schneiden bis hin zur Präsentation mit meiner Resin-Methode. Auch muss ich meine Negative der Neufundland-Reise einscannen und bearbeiten und Negative, die während der Workshop-Tour entstanden sind entwickeln (lassen).

Der nächste Artikel wird bereits in den nächsten Tagen folgen. Diesen hatte ich heute noch in meinen Entwürfen gefunden – Es geht um Kreativität!

So long…
Ronny (Hier noch ein paar fotografische Eindrücke meiner Reise – auch wenn es nicht viele sind)

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Workshop-Tour 2014

Foto-Workshops, Fotografie, Mitgemacht, Unterwegs

Die letzte Tour…

5. August 2014

Adina-Bitterlich---Workshop-Berlin

In den nächsten Tagen werden auch die restlichen Teilnehmer meiner diesjährigen Workshoptour mit Infos versorgt. Um eines gleich vorweg zu nehmen, es wird die letzte Tour diese Art in Deutschland sein. Ich arbeite an einem neuen Konzept, welches nicht nur meine kommenden Reisen/Projekte betrachtet, sondern vor allem stark in die Workshop-Planung eingreift. Nach derzeitigen Stand sind für 2015 keine Kurse in diesem Umfang mehr geplant. Für 2014 gibt es noch ein paar Plätze und eine Warteliste steht auch noch als quasi letzte Chance auf einen Platz. In Hamburg und München werde ich zusätzlich Bildbearbeitung mit Schwerpunkt Photoshop anbieten.

Auch wenn 2015 vermeintlich noch in weiter Ferne liegt, so muss ich jetzt schon mit der Planung fürs kommende Jahr beginnen. Ich möchte mich verstärkt auf die Großformatfotografie, die Herstellung von Prints, Portfolien und dessen finale Präsentation konzentrieren. Auch das Offline Marketing im Bereich von Ausstellungen, Festivals und Gemeinschaftskooperationen mit anderen Fotografen möchte ich verstärken. Das alles gibts natürlich dann Online zu lesen. Allerdings erfordert das viel Zeit und viel Vorlauf und daher habe ich mich entschieden, die Workshop-Tour in diesem Umfang auf Eis zu legen. Ich weiß, es gab schon ein paar Anfragen, welche Städte denn 2015 auf der Liste stehen werden. Sorry, Leute! Daraus wird jetzt erstmal nichts.

Im Rahmen der Tour wird auch die BlogTimes  ND-Filterkarte nochmals aufgelegt. Allerdings in sehr begrenztem Umfang. 100 Stück wird es geben, wobei mehr als die Hälfte bereits für die Workshopteilnehmer reserviert ist. Den Rest der Karten werde ich nach der Tour zum Kauf anbieten.

Ich freue mich schon auf meine letzte Tour und die wird sicherlich affengeil. Etwas Zeit für Individualismus hab ich auch noch auf der Tour. Wenn ihr also Lust auf einen one-to-one Kurs oder kleinen Gruppenkurs hat, dann schickt mir einfach ne Mail. Wer Lust hat, kann sich hier von der letzten Tour ein Bild machen.

So long…
Ronny

*Foto von Adina Bitterlich – entstanden beim Berliner Workshop!

Dies und Das, Equipment, Fotografie

Lolumina – Der BUTTON

29. Juli 2014

Lolumina Soft Release Button

Na, schon von Lolumina gehört? Wenn nicht, dann wird’s aber Zeit. Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen kleinen Gadgets, die mein Fotografenleben einfacher machen. Durch Zufall bin ich damals über die kleinen gummierten Button von Custom SLR gestolpert und nach einer sehr langen Testphase, kann ich sagen – Finger weg, lohnt sich nicht! Hauptgrund ist das Trägermaterial (Kleber), welches bei hohen Temperaturen vom Festen in einen zähflüssigen Zustand übergeht. Im Ergebnis schwimmt der Button auf dem Auslöser und verrutscht ständig, bis er sich immer wieder komplett ablöst.

Lolumina folgt einem ähnlichen Konzept, allerdings ist der Button nicht aus Gummi, sondern aus Flugzeugaluminium, was ihn zum einen superleicht, aber zugleich sehr robust macht. Um eines gleich vorweg zu nehmen, die Auslösebuttons von Lolumina sind aktuell nur für Systemkameras gedacht, allerdings sehe ich in der Verwendung bei DSLRs kein Problem. Ich nutze ihn an meiner D800.

Warum so ein zusätzlicher Button? Hauptgrund sind Micro-Verwacklungen, die beim Auslösen entstehen können und gerade bei kritischen Verschlusszeiten zu einem unscharfen Bild führen. Auch wenn mich der letzte Button in Sachen Qualität enttäuschte, so finde ich das Grundprinzip wirklich gut.

Der Lolumina Soft-Release Button macht bereits auf den ersten Blick einen wirklich guten Eindruck. Hey, es ist zwar nur ein winziges Teilchen, aber wie man bei Custom SLR sieht, gehts auch anders. Zunächst sei erstmal gesagt, dass Lolumina sogar ein kleines Alkoholtüchlein dazu gibt um den Auslöser von Fingerabdrücken und öligen Rückständen zu befreien. Anschließend wird passend zur Wölbung des originalen Auslösers die Trägerplatte aufgeklebt. Keine Angst mit Hilfe von Zahnseide geht das alles auch wieder ab. 60 Sekunden anpressen und mindestens 24 Stunden warten um 90 Prozent Festigkeit zu erreichen.

Nach den ersten Testauslösungen lässt sich feststellen, das ich den Auslöser viel sensibler steuern kann. Bin mal gespannt wie es sich außerhalb der heimischen Gefilden macht. Immerhin steht er ein wenig ab und da es manchmal schnell gehen muss und ich hier und da etwas robuster in die Kameratasche greife. Ich werds ja sehen, ob er irgendwann einfach abfällt. Dann gibts hier auf jeden Fall wieder ne Info.

Den 10mm Softbutton gibts für 12 USD Dollar, den 13mm für 13 Dollar. Versand nach Deutschland kostet 8.99 USD Dollar bei Bestellung eines einzeln winzigen Button. Mit der Bestellmenge nehmen die Versandkosten allerdings drastisch ab, sodass es ab 9 Stück für Umme nach Deutschland geht. Ich würde sagen, dass sich eine Sammelbestellunge lohnen würde. Bleibt man bei Einzelbestellungen unter der Menge von 4 oder 5 (Je nach Warenwert) muss man auch keine Einfuhrsteuern bezahlen. Am besten erkundigt man sich hier nochmal beim Zoll, was die Warenwert-Grenzen sind.

Kennt einer von euch Lolumina?

Lolumina Soft Release Button

Lolumina Soft Release Button

Lolumina Soft Release Button

Lolumina Soft Release Button

Lolumina Soft Release Button

Lolumina Soft Release Button

Analog, Fotografie, Großformat, Unterwegs

Chasing Icebergs…

7. Juli 2014

Floatplane - Newfoundland

Kanada ist groß, das zweitgrößte Land der Erde, was man schon daran sieht, dass es sich über 4 Zeitzonen erstreckt. Bereits im letzten Jahr entstand die Idee einer Reise nach Neufundland & Labrador. Die nur 500.000 Einwohner starke Provinz im nordöstlichen Teil Kanadas ist jedes Jahr von Ende April bis Mitte Juni Schauplatz der Arktischen Eisberge, die sich nach dem Winter von den Gletschern lösen und langsam vorbei an Labrador in Richtung Neufundland ziehen, schließlich ganz abtauen und eins werden mit dem Atlantischen Ozean.

Ja, genau Eisberge wollte ich sehen, aber vor allem fotografieren. Eigentlich ist Island daran schuld. Hier habe ich vor mehr als 3 Jahren das erste Mal richtige Eisberge gesehen und wollte die Teile fotografieren, was aber mir aber irgendwie gar nicht gelungen ist. Ich gebe jetzt mal den kleinen Gletscher-Eisbergen die Schuld, die quasi nur in ihrem eignen Saft See treiben. Völlig frei und ohne störenden Hintergrund findet man sie hier nie. Zwar faszinierend aber für mich nicht fotografierbar. Die Idee hatte mich dennoch nie richtig losgelassen.

Eisberge = Antarktis. Pinguine gibts dort auch. Na, dann flieg ich eben dort hin!… Ähmm, ja hüstel – scheiß teuer der Trip. Also wieder zurück auf den Boden der Tatsachen und neues Ziel suchen. Ein bisschen recherchiert und siehe da Neufundland und Labrador liegt an der sogenannten Eisberg Allee und die ist nur zwei Flugstunden von mir entfernt. Sehr gut!

Nachdem ich letztes Jahr schon etliche Reisen hinter mir und auch der Zeitraum nicht gepasst hatte, war es dieses Jahr endlich soweit! Einige Tage vor Abreise wollte ich die Tour schon wieder absagen, weil ich für ein Kunstfestival noch viel vorbereiten musste und mir einfach die Zeit davon rannte. Doch, wenn nicht jetzt, dann wahrscheinlich nie…So stand ich nun Anfang Juni mit Wintersachen im Gepäck am Flughafen und wartete auf meinen Abflug in die Provinzhauptstadt St. John’s.

Mein Flug mit Air Canada von Ottawa sollte eigentlich Non-Stop nach St. John’s gehen, so auch die Aussage der Air Canada Mitarbeiterin bei der Flugbuchung. Ich hatte mich bei der Buchung nämlich gewundert warum der Hinflug ne knapp Stunde länger dauert als der Rückflug. Das hat mit der Zeitverschiebung zu tun, so der Air Canada Customer Service. Aha… Ich natürlich, deutsch wie ich bin… zehnmal nachgefragt! Immer das gleiche – Zeitverschiebung. Ok, Ok…. Ist ja schon gut! Habs verstanden! Am Abflugtag hatte ich natürlich dann die Gewissheit. Zwischenstop in Halifax und anschließend mit der gleichen Maschine Weiterflug nach Neufundland. Arrrrhgggg! Doch recht gehabt!

Interessant war, dass in Halifax 90 Prozent der zugestiegenen Passagiere Männer waren. Wie ich später erfahren habe, sind das Arbeiter die in Alberta auf den Ölsandfeldern arbeiten. Willkommen ihr Umweltverschmutzer, hab ich mir danach gedacht!!

Wie dem auch sei, mein Ziel der Reise war es die ankommenden Eisberge aus verschiedenen Perspektiven sowohl mit der digitalen als auch mit meiner analogen Großformatkamera zu fotografieren. Leichter gesagt als getan, den die Eisberg-Saison ist jedes Jahr ein bisschen anders. Mal mehr, mal weniger, mal größerere, mal nur ganz kleine. Ich hatte mal wieder ne ordentlich Portion Glück im Gepäck und als ich ankam, versicherten mir meine ersten Gastgeber, dass ich dieses Jahr definitiv auf meine Kosten kommen würde. Der straffe und lange Winter bescherte Neufundland und Labrador einer der größten Ansammlungen von Eisbergen der letzten 15 Jahre. Geile Sache, sagte ich mir! Es bestätigte auch schon meine Recherche mit dem Eisbergfinder, der mir jeden Tag in Echtzeit vor und während meiner Reise die Standorte der Eisberge anzeigte.

Neufundland zählt zu den noch am wenigsten fotografierten Orten der Welt. Das sieht man vor allem daran, dass nur wenige Fotos auf 500px und Co existieren. Wahrscheinlich weil für viele das Wetter einfach nicht so der Fall ist oder aber die Anreise zu weit…Keine Ahnung!. Für mich jedenfalls ganz gut, denn das bedeutet unberührte Fotonatur…..

So, das wars erstmal! Weiter geht’s im zweiten Teil der Beitragsserie Chasing Icebergs… Hier lest ihr dann meine fotografischen Erfahrung mit den Eisbergen. Warum ich ein Wasserflugzeug angemietet habe, meiner Zodiac-Tour, warum ich 5 Stunden für ein Foto benötigte und warum Fotozubehör jetzt irgendwo im Atlantik schwimmt und ich nicht!! Ach und Fotos sind dann hoffentlich auch schon zu sehen. Tipps für alle, die ebenfalls mal eine fotografische Reise nach Neufundland planen. Tipps, wann und wie man Eisberge fotografieren kann, was man noch so alles in Neufundland erleben kann …

Von Euch jemand schon mal in der Ecke gewesen?

Some Ice - Bonavista - Newfoundland

Zodiac Twillingate - Newfoundland

Somewhere in Newfoundland

St John's - Newfoundland

Large Format - Iceberg

Iceberg Bonavista - Newfoundland