Schlagwort

Schwarweiß

Fotografie, Nachgedacht

Rückblick 2011 – Was dieses Jahr so alles passiert ist…

20. Dezember 2011

Weihnachten steht vor der Tür, noch wenige Tage bis zum neuen Jahr – Zeit also, das vergangene Revue passieren zu lassen und da ich erst gestern auf swblog einen Kommentar darüber hinterlassen habe, dass ich auch noch einen Beitrag schreiben wollte – Hier isser nun, mein ganz persönlich, subjektiver Rückblick für  das Jahr 2011.

Grob gesagt, es war schon ein aufregendes Jahr, sowohl als Fotograf, als auch als Blogger. Eine Sache zog sich allerdings wie ein roter Faden durch dieses Jahr – Die neue Nikon D800.  So sehr ich mich darauf gefreut habe, mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich diese Kamera überhaupt noch haben möchte….

…aber genug geschwaffelt, fangen wir an!

Januar

Wie auch schon letzten Winter, bleibt der Schnee hier im hohen Norden und in der schönsten Stadt der Welt dauerhaft liegen. Es ist bitterkalt und ich habe irgendwie keine Lust rauszugehen, auch nicht zum Fotografieren. Sylvester liegt hinter mir und ehrlich gesagt, sowie ich gerade die Zeilen hier schreibe, fällt mir nicht mehr ein, wo ich überhaupt Sylvester verbracht habe…. Shit, das ist wohl das Alter!!!

Ich lese überall von der Renaissance (wenn auch nur teilweise) der analogen Fotografie, plane ebenso den Weg ins analoge Mittelformat und überlege ernsthaft den Kauf ein Pentax 67II, da ich ein super gutes Angebot habe. Verwerfe ein wenig später den Gedanken wieder, weil noch andere Projekte anstehe, es finanziell nicht machbar ist und so verzichte auf den Kauf der Pentax – Das sollte ich später des Öfteren noch bereuen!

Woher die Inspiration für die Fotos“ nehmen und „Landschaftsfotografie in Schwarzweiß“ ist ebenso ein Thema auf BlogTimes, wie auch der Gedanke dieses Jahr nach Island zu reisen.

Eines meiner Aufnahmen stellt sich einer Profikritik und erntet Zuspruch…. Freu mich total!

Februar

Der Nachfolger der Nikon D700 wird voraussichtlich im Sommer 2011 erscheinen. Ich fange an zu sparen um endlich vom Crop aufs Vollformat umsteigen zu können. Ich mache mir Gedanken darüber, ob „Kameras Leute machen….“ und aus dem Gedanken nach Island zu reisen, wird eine feste Planung. Ich freu mich schon jetzt wie ein Schnitzel… Zusammen mit Vornamens-Vetter Ronny Behnert wird daraus ein Gemeinschaftsprojekt. Ich stelle fest, die Reise nach Island wird Sack Teuer…. naja egal, kauf ich mich eben später die D800.

Außerdem bringt mich der Gedanke nach Island zu reisen darauf, endlich projektorientiert zu fotografieren und nicht nur immer das eine schöne Foto zu suchen. Ich stelle fest, dass es fast kein schlechtes Wetter für Fotografen gibt…. und verlose zwei Testprints an meine Leser.

Ich ärgere mich, dass ich die Pentax nicht gekauft habe!

März

Das iPad2 soll gegen Ende des Monats verkauft werden. Der „Muss ich haben Effekt“ stellt sich ein. Hab aber keine Lust, wie bereits bei Vorstellung des iPad 1, mich in die Verkaufsschlange zu stellen…. Es sollte am Ende ganz anders kommen. Mein Weg zum iPad 2 war nur mit beträchtlichen Hürden zu erreichen. Einfach nur Krass, was Menschen machen um als erstes so ein Ding in den Händen zu halten…tststs.

Ich bin nur noch selten in Fotocommunities aktiv, melde mich aber trotzdem bei 500px an und schlage für ein paar Leser einen kostenlosen „Awesome“ Account raus. Bin total geflasht von der Bildqualität bei 500px – denke meine Bilder sind totale Scheiße…

Erhalte die Möglichkeit einen EIZO Monitor zu testen. Geiles Teil, möchte ich am liebsten behalten, muss ich aber nach Ende der Testphase wieder zurückschicken. Noch zwei Monate bis zu unserer Island Reise. Kaufe warme Klamotten, Wanderstiefel, ein Taschenmesser und ein erste Hilfe Paket. Fühl mich dabei wie ein Abenteurer, der eine Weltreise plant.

In mir manifestiert sich der Gedanke, dass ich für Island ne bessere Kamera brauche. Kaufen geht nicht – keine Kohle – alles für Island drauf gegangen, also schreib ich diverse Kamerahersteller an, ob sie mich für ein Fotoprojekt unterstützen wollen. Die wenigsten Antworten und die, die Antworten sagen ab, außer Hasselblad, die schreiben zurück und würden mich sogar unterstützen, allerdings wäre die Leihdauer von knapp 20 Tagen zu lang.  Ein anderes mal gerne. Ärgere mich darüber, aber freu mich gleichzeitig, dass Hasselblad geantwortet hat.

Ich mache mir Gedanken über eine Backuplösung für meine Bilddateien…. Erst im Dezember werde ich stolzer Besitzer eines Datenmonster mit Namen Synology DS410 mit krassen 8TB Speicher.

April

Da kein Kamera Equipment-Hersteller mich beim Island Projekt unterstützen möchte, werde ich mich wohl doch mit meiner betagten D300 in das Abenteuer stürzen. Ah, Stopp – stimmt nicht ganz! Stativ und Stativkopf Hersteller Novoflex stellt mir leihweise einen Panoramakopf und einen neuen Kugelkopf für die Islandaufnahmen zur Verfügung. Geiles Zeug, die Verarbeitung ist erste Sahne und das schöne ist, alles funktioniert wie es soll. Der Preis schreckt mich allerdings ab, es nach der Reise zu kaufen….

Ärgere mich, dass ich die Pentax im Januar nicht gekauft habe. Was für schöne Mittelformat-Aufnahmen hätte man in Island damit machen können – träum –

Verkaufe diesen Monat ein paar meiner Aufnahmen und die Besucherzahl von BlogTimes steigt monatlich immer ein bisschen weiter. Freu mich wieder mal wie ein Schnitzel….

Mai

In diesem Monat ist es endlich soweit, das Island-Abenteuer wartet auf uns. Wir beschließen ein Reisetagebuch zu führen. An sich eine tolle Idee, doch sich jeden Abend abwechselnd nach einem gefühlten 100 KM Marsch hinzusetzen und unsere Eindrücke niederzuschreiben, kostet uns die letzten Kräfte. Egal, wie halten durch bis zum Schluss….

Wir stellen fest, dass Island zum einen wunderschön, zum anderen fast tödlich und letzten Ende auch sehr, sehr teuer werden kann. Nachdem unser Auto  knapp 70km lang einen Sandsturm ausgeliefert war und zusätzlich noch die Aschewolke des Grimsvötn auf unser Auto nieder geht, wird mir bei Abgabe des Mietwagens die Rechnung präsentiert…. Sorry, but you don’t have an insurance for this damage… heißt es und ich schreie laut „WTF“. OK, der Lack ist ein wenig stumpf und die Scheinwerfer und Scheiben sind nicht mehr ganz so klar, aber hey ich kann doch nix dafür, wenn so ein scheiß Sandsturm und auch noch die Asche eines seit 14 Jahren nicht mehr ausbrechenden Vulkans unser Auto trifft und es bis fast aufs Blech abschmirgelt. Hey Leute, das ist Island und 50 Prozent euer Straßen sind scheiß Steinpisten….denke ich mir, behalte es aber für mich

Der Autovermietung ist das egal. Man bietet mir zwei Möglichkeiten an – entweder der Schaden wird jetzt vor Ort geschätzt (billiger) oder durch einen Sachverständigen in der Werkstatt im 50KM entfernten Reykjavik ermittelt (sehr teuer). Zähneknirschend und mit Kraftausdrücke gespickt entscheide ich mich für die Schätzung… Man kommt mir mit der Höhe des Schadens entgegen, weil nach und nach immer mehr Mietwagenbesitzer eintrudeln und ebenso die gleichen Schäden am Mietwagen haben…

Ich überlege einfach abzuhauen, verwerfe den Gedanken, denn weit würde ich ja sowieso nicht kommen. Zücke meine Kreditkarte und bin knapp 2 Mille ärmer…. Zu diesem Zeitpunkt kann ich meinen Aufnahmen nichts mehr abgewinnen und hasse alles und jeden….und will nur noch nach Hause. Doch die Aschewolke verzieht sich nicht und so sitzen wir noch weitere 7 Stunden auf dem Flughafen und warten auf unseren Flug zurück nach Deutschland.

Juni

Ich habe mich wieder beruhigt und fange an die ersten Aufnahmen zu bearbeiten. Die Idee mit dem Island Kalender wird geboren. Die nächsten Monate versuche ich mich immer wieder an verschiedenen Layouts….bin ja kein Grafikdesigner.

Im Juni fällt mir auf, dass ich den BlogTimes-Geburtstag vergessen habe. Alles Gute nachträglich und danke, dass du mich seit 2 Jahren auf Trap hälst. Nach langer Zeit gibt es auf BlogTimes mal wieder eine Fotografen-Vorstellung. Frank Neu hatte ich schon länger auf dem Schirm, weil ich seine Porträtfotografie absolut geil finde.

Ich starte eine Umfrage zum Thema Bildbearbeitung mit der Maus oder dem Grafiktablett und bin überrascht von dem Ergebnis, dass weitaus mehr Leser die Maus als Bearbeitungswerkzeug einsetzen… Hmm, ich bleibe dabei – es geht doch nichts über ein Grafiktablett.

Die neuen Nikon Gerüchte besagen, dass die Kamera nicht vor 2012 vorgestellt wird. Irgendwie sollten sie recht behalten….

Juli

… ist nach dem Monat Mai der beitragreichste Monat auf BlogTimes. Patrick von neunzehn72.de fragt mich, ob ich seine Themenworkshops übernehmen möchte. Ohne zu zucken, sage ich ja und freue mich auf diese Herausforderung und erweitere ihn noch auf das Thema Langzeitbelichtung. Der Gedanke gefällt mir, meine Erfahrung in der Fotografie und die praktische Anwendung Gleichgesinnten beizubringen. Ganz nach dem Motto, traue keiner Statistik, die du selber nicht gefälscht hast, nimmt Patrick beim ersten Kurs teil, hält sich im Hintergrund zurück und da ich weitermachen kann, hat es ihm wohl gefallen, wie ich meine Kurse abhalte. Danke, Patrick!

Da ich meine Fotografien über diverse Plattformen verkaufe, fange ich an eine mehrteilige Beitragsserie über meine Erfahrungen mit der Fotovermarktung zu schreiben – Stockfotografie ist aber kein Bestandteil davon.

Lange gab es keinen Fotowettbewerb auf BlogTimes, warum also nicht Facebook dazu benutzten. Rufe den Wettbewerb „Das BlogTimes Foto“ ins Leben – Es wird ein Flopp. Fazit, keine Wettbewerbe mit Facebook mehr.

Monitor- und TV Schmiede LG schickt mir ein Testgerät mit der Option es nach dem Test zu kaufen. Zu Anfang skeptisch und nach diversen EIZO Tests natürlich schon voreingenommen, was die Qualität betrifft, werde ich positiv überrascht und kaufe nach dem Test tatsächlich den Monitor. Ronny Behnert, mittlerweile freier Redakteur für BlogTimes,  stellt Sandra Ludewig und ihr Portfolio im Rahmen eines Interviews vor. Wunderbare Fotografien…

Da ich vermehrt Anfragen zu meinen früheren Photowalks in Hamburg erhalte – ich allerdings derzeit keine Zeit für die Organisation habe, schreibe ich einen kleinen Beitrag drüber… ernte Verständnis und auch Mißverständnis, dass ich 15 Euro pro Person verlangen würde.

August

Sommer ist in Hamburg dieses Jahr ein Fremdwort. Obwohl es nur wenige Kilometer zur Nord- und Ostsee sind, komme ich nicht dazu auch nur ein einziges Mal ins Meer schwimmen zu gehen.  2010 hatte ich noch einen Kite-Kurs besucht und wollte das eigentlich ausbauen…. Shit, wenn ich jetzt noch mal drauf müsste, dann würde ich mir wahrscheinlich alle Knochen brechen.

Nachdem ich in Island das quasi letzte Mal die Kamera in den Händen gehalten habe, ziehe mit Foto-Buddy Nils durch durch Hamburg und wir testen seinen Lee Big Stopper. Er ist wohl einer der ganz wenigen in Deutschland, die so ein Teil besitzen und am liebsten hätte ich ihm während des Ausflugs gesagt, dass der Filter grad in die Elbe gefallen ist…. Das Ding steht bei mir auch ganz oben auf der Wunschliste, wenn nur die Lieferzeiten von 6 Monaten nicht wären. Ich kann doch nicht warten!!!

Das Thema analoge Fotografie holt mich wieder ein. Trauere wieder einmal über die im Januar nicht gekaufte Pentax. Die Spürsinngruppe sponsert  einen analogen Fotografiewettbewerb, der im Gegensatz zu dem Facebook-Wettbewerb nicht floppt.

Werde als Location-Scout für Hamburg bei einem Krolop-Gerst Workshop gebucht und habe mein erstes Mal in der People-Fotografie. Tja, die Arbeit mit den Models ist schon was ganz anderes. Landschaft und Architektur muss man nicht positionieren und ansprechen…. War ne super Erfahrung und vielleicht mache ich mal irgendwann in diese Richtung weiter, wenn mir die Lust an der Landschaftsfotografie vergeht.

Achja, Schwarzweiß-Fotografie ist auch noch ein Thema in diesen Monat und außerdem wurde ich bei zwei internationalen Fotowettbewerben ausgezeichnet. Freu!

 

September

Die Fotokurse laufen gut und ich freue mich über den Zuspruch der Teilnehmer. Während der Kurse taucht immer wieder die Frage nach dem Bildschnitt auf und da es im September eher ruhig auf BlogTimes ist, schreibe ich einen Beitrag drüber.

Zeitgleich bin ich auf der Suche nach einem neuen Kugelkopf, da sich mein alter so langsam verabschiedet. Habe irgendwann mal so ne komische Feder in der Hand gehabt und weiß nicht mehr wo die hin sollte. Naja, egal – auf der Suche nach einem neuen Kopf, stoße ich auf den chinesischen Hersteller Sirui und kaufe mir so ein Teil – für nen Huni! Obwohl ich grundsätzlich nicht so viel von nachgemachtem Zeug halte, bin ich nach wie vor super zufrieden und kann das Teil ohne Einschränkung weiterempfehlen.

Das Island-Abenteuer liegt jetzt schon ein paar Monate zurück und der Kalender ist nun fertig von der Druckerei gekommen,  muss noch für den Verkauf unterschrieben und nummeriert werden. Dabei überlege ich noch ein weiteres Mal auf Reisen zu gehen. Der Gedanke Dubai gefällt mir gut….

Oktober

Jetzt geht alles schnell, zusammen mit Ronny Behnert geht es wieder auf Reisen. Das Ziel heißt Dubai. Nach knapp 7 Stunden Flugzeit landen wir bei schwülen 35 Grad am frühen Morgen in Dubai…. Was für ein  Klimaschock und das krasse Gegenteil zum kalten Island. Ohne Mietwagen, nur mit Öffentlichen und Taxis erkunden wir die Stadt und fahren ins Nachbar Emirat Abu Dhabi um die drittgrößte Moschee der Welt zu Fotografieren. In der Tat es ist alles gigantisch, von der Hitze bis hin zur Architektur.  So schnell muss ich aber dennoch nicht mehr hin…

Ich werde vom mitp-Verlag angeschrieben und gefragt, ob ich diverse Fotografiebücher der Edition Profi-Foto rezensieren möchte. Klaro, warum nicht sage ich und weise darauf hin, dass wenn mir was nicht gefällt, ich dass auch schreiben werde. Kein Problem, so der Verlag….Sehr schön!

Ich starte einen neuen Fotowettbewerb und verlose eine wireless Grafiktablett von Hanvon. Das ist auch der Anfang einer ganzen Verlosungsreihe vorweihnachtlicher Geschenke, die sich bis zum Jahresende hinziehen wird.

Das Kalendergeschäft läuft gut und auch die Fotovermarktung funktioniert. Ich freue mich sehr, wie es gerade läuft…

Der Stilpirat meldet sich bei mir und fragt mich, ob ich etwas für den Klappentext seines Buches „Abenteuer Fotografie“ schreiben möchte. Ich bin gerührt und sage ja. Lese mir eine der letzten Fahnen durch und komme zu dem Entschluss – saugeiles Buch und scheiße, dass ich noch nichts drüber schreiben darf. Folgender Satz wird später im Klappentext zu finden sein…. „Eine Zeitreise zwischen Blende, Verschlusszeit und Lichtempfindlichkeit, gepaart mit Emotion und Leidenschaft für die Fotografie – ein fotografischer Kompass, um auf Kurs zu bleiben

November

Ich habe Geburtstag… und weil Patrick zusammen mit dem Stilpiraten auf Knackscharf-Tour durch Deutschland ist, übernehme ich seine Einsteiger Fotokurse. Obwohl ich durch die Themen Workshop schon einiges an Erfahrung sammeln konnte, verpatze ich beim ersten Kurs gleich am Anfang. Ich erkläre gerade die Blende, Verschlusszeit und ISO-Zahl mit einer Grafik und da passiert es. Ich kanns plötzlich nicht mehr erklären, wie sich alles in Abhängigkeit verhält. Mir ist das natürlich total peinlich und fühle mich quasi als rote Tomate. Nachdem eine Teilnehmerin mir erst einmal zu einem Kaffee rät, fällt mir alles wieder ein und es geht ohne Unterbrechung weiter.  Mann, da kann einem schon anders werden..

Wieder steht ein kleiner Produktest an. Dieses Mal handelt es sich um einen kleinen, aber coolen Fotorucksack von Vanguard und zudem kündige ich meine größte Verlosungsaktion für dieses Jahr – Einen Eizo Foris inkl. EasyPix Hardwarekalibrierung. Auch wenn ich das Teil gerne selbst behalten hätte, so freut sich jetzt eine BlogTimes Lesern wie ein Schnitzel!

Ende November ist es nun soweit, ich kann das Buch vom Stilpiraten vorstellen, greife selbst ein handsigniertes Exemplar ab und eines für einen Leser. Ich hoffe Marc, du freust dich immer noch?!

Achja, genau da war doch noch etwas. Ich erhalte ne Anfrage von einem Online-Möbelhaus, welches ein paar meine Aufnahmen exklusiv vermarkten will. Das hört sich auf den ersten Blick lukrativ an, war es aber leider nicht. Nachdem sich das Möbelhaus erst sträubte, mir die Höhe der zu erwartenden Provision zu nennen, ich aber standhaft blieb, wollten die mir doch tatsächlich gleich 7/8 Prozent geben. Woohoooo, da habe ich natürlich gleich vielen Dank, wie großzügig abgelehnt!!

Wurde noch für den Master Cup nominiert und erhalte eine Publikation in der Januar Ausgabe der Photo Paper – Freu!

Dezember

Da denkt man sich im Dezember, der wird der ruhigste Monat im Jahr. Pustekuchen, ich bin gerade mit der Planung für nächstes Jahr beschäftigt und ein paar Sachen stehen schon fest. Ein Projekt startet gleich im Januar, allerdings habe ich eure Aufmerksamkeit, wenn überhaupt einer von euch alles gelesen hat, schon zu genüge strapaziert. Diese Infos kommen also demnächst.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein geiles Jahr für mich war und das nächste Jahr startet fast noch besser. In Anbetracht meiner zurückliegenden und kommenden Fotoreisen, kann ich mir schon vorstellen, dass meine Freundin sicherlich „not amused“ darüber ist… Hmm, da muss ich mir wohl noch etwas einfallen lassen….

Bevor ihr jetzt einen Kommentar in die Tasten haut, möchte ich mich bei Euch Bloglesern, Fotografen, Freunden  und Bekannten, online sowie offline megamäßig für die Treue zu BlogTimes bedanken und freue mich auf ein neues Jahr.

Euer Ronny

PS: Ärgere mich zwar immer noch, dass ich die Pentax nicht gekauft habe. Sie kostet jetzt ein Vielfaches mehr, als ich hätte bezahlen müssen. Ist aber nicht mehr so schlimm… habe nen neuen Gedanken – Großformat nächstes Jahr!!!

Fotografie

Schwarzweiß oder Farbe – eine Frage der Bildwirkung?

17. August 2011

Zu analogen Zeiten musste man sich noch vor dem Auslösen der Kamera entscheiden, ob man einen schwarzweiß- oder einen Farbfilm einlegt. Durch den Einsatz von Digitalkameras wird uns heute diese Entscheidung weitesgehend abgenommen, denn wir können mit Hilfe der Bildbearbeitung ja nachträglich bestimmen, ob wir dem Bild die Farbe belassen oder es auf schwarzweiß reduzieren.

In meinem Einleitungstext habe ich bewusst das Wort „weitesgehend“ in Verbindung mit der Digitalkamera verwendet. Warum? Nun ich selbst stelle mir vor dem Betätigen des Auslösers und auch vor der Wahl des Bearbeitungstils grundsätzlich die Frage, ob der Bildinhalt besser für Schwarzweiß oder für Farbe geeignet ist. Was bringt mir eine Farbfotografie von einer kalten, nebligen Novemberlandschaft, wenn ich mit der S/W  Bearbeitung eine bessere Bildwirkung erzielen könnte? Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir diese Entscheidungen vor dem Aulösen nicht immer gelingen. Auch in der nachträglichen Bildbearbeitung bin ich mir manchmal über die Wirkung nicht ganz sicher, besonders wenn das Motiv sowohl für S/W als für Farbe geeignet ist. Hier heißt es für mich dann testen!

Wenn ich mich jetzt fragt, woran ich eine später S/W Bearbeitung fest mache, dann würde ich sagen, dass für mich der gesamte Bildeindruck zählt. Flaue kontrastarme Langzeitbelichtungen können genauso gut in Schwarzweiss wirken, wie kontrastreiche mit Wolken versehene „Kurzzeitbelichtungen“. Anders verhält es sich meiner Meinung nach mit der Farb-Bildbearbeitung. Ich sags mal so, wo keine Farbe vorhanden ist, kann auch keine hingezaubert werden. Bestes Beispiel ist wie oben schon geschrieben eine kalte, neblige Novemberlandschaft.

Natürlich könnte man jetzt noch weitere Anhaltspunkte für die Entscheidung S/W oder Farbe aufzählen, aber im Großen und Ganzen kommt es ganz auf die Bildwirkung an. Was will ich zum Ausdruck bringen? Auf was soll sich der Blick des Betrachters richten?  Wirkt das Motiv mit Farbe zu überladen? Findet der Betrachter keinen festen Punkt, weil das Foto nur „Grautöne“ aufweist? usw….

Diesen Beitrag nehme ich daher mal zum Anlass und frage euch, was ihr für eine Art der Bildbearbeitung überwiegend bevorzugt? Mit Absicht habe hier nicht 50/50 oder ähnliches zur Vorgabe gemacht, da dies wahrscheinlich Jeder wählen würde. Ich mach mal den Vortritt und sage überwiegend schwarzweiß, weil ich den Betrachter so besser durch das Bild lenken kann, ohne dass er sich in der Farbe verliert!

[poll id=30]

Über das „Warum“ in Form eines Kommentars würde ich mich ebenfalls freuen.

Einen Tipp habe ich noch für euch. Wenn ihr euch keine Entscheidung hinsichtlich einer S/W- oder Farbbearbeitung abringen könnt, dann bearbeitet die Aufnahme sowohl in Farbe als auch in S/W und lasst das Bild einige Tage im Ordner ruhen. Danach schaut ihr euch die zwei Bilder nochmals an, denn oft ist es so, dass einem die Entscheidung dann viel leichter fällt. Grund ist, dann man durch das viele „draufstarren“ förmlich blind wird, was die Bildwirkung betrifft. Nach ein paar Tagen Pause, nehmt ihr die Bilder dann wieder bewusster wahr.

Hier mal zwei Versionen eines Bild, welches mir persönlich ausdrucksstärker in Farbe erscheint und auch besser gefällt. Wie ihr seht, habe ich nix gegen Farbe einzuwenden….