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Streetfotografie

Fotografie, Unterwegs

Kanada is calling… das volle Programm

12. März 2012

Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, ist es auf BlogTimes gerade sehr ruhig, was die Veröffentlichung neuer Beiträge betrifft. Es liegt nicht daran, dass mir nichts mehr einfällt, sondern das ich gerade dabei bin, mein Umzug nach Kanada zu planen und durchzuführen…

Wie jetzt – nach Kanada? Einigen Teilnehmern meiner Fotokurse habe ich bereits gesagt, dass die vergangenen drei Kurse zum Thema Langzeitbelichtung und Nachtfotografie vorerst die Letzten in Deutschland waren. Milliarden von Fragezeichen habe ich derzeit im Kopf und da es bald los geht, ist noch einiges zu tun. Es hat aber weniger mit Auswandern zu tun, vielmehr bot sich mit die Möglichkeit für einige Jahre nach Kanada zu gehen und in Anbetracht meines Foto-Genres Landschaftsfotografie ist Nord-Amerika gerade zu prädestiniert dafür.

Dabei möchte ich es aber nicht belassen. Mir persönlich liegt viel an der Streetfotografie, allerdings habe ich aufgrund der strengen Rechtslage hier bei uns dieses Fotogenre entweder gemieden oder die Personen durch Bewegungsunschärfe dargestellt. In Nordamerika wird das ein wenig lockerer gehandhabt. Hier zählt der künstlerische Gedanke manchmal mehr, als die strengen Persönlichkeitsrechte. Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht, ich finde es gut, dass wir diesen hohen Maßstab anlegen, allerdings ist er für die Streetfotografie natürlich auch hinderlich. Sie lebt nunmal durch Situationen, bei denen vorher nicht gefragt wird, ob man jenes oder dieses Bild aufnehmen darf.

Upps, ich schweife schon wieder ab. Ich werde in die Hauptstadt Kanadas nach Ottawa umziehen, die mit ihrer knappen Million Einwohner sogar kleiner ist als Hamburg, aber dafür super gelegen. Nach Montreal sind es knappe 200 KM, nach Toronto und somit zu den Niagarafällen knappe 400 KM und betrachtet man die normaler Weise riesigen Entfernungen, kann ich sogar mit dem Auto nach New York City fahren. Bei gerade mal 700KM ist das sogar kürzer als die Strecke von Hamburg nach München. Wie ihr seht, werden mir die Fotomotive sicherlich nicht ausgehen.

Ohne jetzt zu sehr melancholisch zu wirken, merke ich bei diesen Zeilen, dass mir meine hier liebgewonnenen Freunde und Fotobuddys aus Hamburg auf jeden Fall sehr fehlen werden. Aber, es gibt ja Facebook und Co und so einfach werdet ihr mich dann auch nicht los…. Ätsch!

Wie geht’s mit dem Blog weiter? (Ja, ich schreibe dem Blog, weil ich die Ausdrucksweise „das Blog“ blöööd finde). BlogTimes bleibt auf jeden Fall bestehen, die Artikel werden auch weiterhin in Deutsch geschrieben, allerdings wird sich der Inhalt im Laufe der Zeit ein bisschen ändern. So werdet Ihr neben europäischen News auch einiges über Kanada und den USA lesen können –  es wird quasi ein bisschen internationaler – uhuuuui. In den nächsten paar Wochen wird es vorerst ein wenig ruhiger werden, aber keine Angst hier und da wird natürlich ein Beitrag rausgehauen. Immerhin steht das „Fotorad“ nicht still und ihr wollt doch weiterhin mit FotoFutter ernährt werden, oder??

Ich hoffe natürlich, meine lieben Leserinnen und Leser, dass ihr mir auch weiterhin treu bliebt……

Just for Info: Das ist übrigens auch der Grund, warum ich mir noch keine D800 bestellt habe. Die ist nämlich drüben günstiger und ich wäre ja schön blöd, wenn ich das nicht mitnehmen würde. Immerhin bleibe ich ja auch erstmal dort.

Fotografie

Was fotografierst du am Liebsten…?

2. Oktober 2011

Die Frage haben ja schon einige Fotografieblogs irgendwie und irgendwann mal behandelt und nun stelle ich sie den BlogTimes-Lesern. So unterschiedlich die Blogleser sind, so unterschiedlich fällt bestimmt auch die Leidenschaft für das einzelne Foto-Genre aus.

Jeder Fotograf und hier mache ich keinen Unterschied zwischen Amateur und Profi hat für bestimmte Foto-Genres mit der Zeit eine Leidenschaft entwickelt und sich darin spezialisiert. Das ist auch gut so, denn man kann ja nicht auf allen „Hochzeiten“ tanzen. Gerade am Anfang – mir ging es da nicht anders – probiert man hier, testet da und irgendwann macht es klick und man konzentriert sich nur noch auf bestimmte Fotografiebereiche. Die eigentlich auf den ersten Blick eher banal klingende Frage soll hier ein wenig zum Nachdenken anregen und vielleicht auch helfen sich auf jene Bereiche ein bisschen mehr zu konzentrieren.

Ich möchte hier aber keine lieblose Umfrage starten und damit ihr seht, wie eine Antwort aussehen könnte, mache ich mal den Anfang. Meine Leidenschaft liegt in der Landschaft -, Architektur- und Streetfotografie, wobei ich zu Letzteres eher selten komme. Warum diese Bereiche…? Nun, Landschaft und Architektur bewegt sich nicht und das macht es gerade am Anfang ein wenig leichter, sich dafür zu begeistern. Allerdings habe ich mit der Zeit festgestellt, dass es mitnichten einfacher ist als zum Beispiel die Porträtfotografie, besonders wenn man – auch wenn ich es jetzt falsch formuliere – für die eher „schlichte und minimalistische“ Fotografie interessiert. Die Streetfotografie ist erst später dazu gekommen und vielleicht auch nur deshalb, weil ich etwas „Leben“ in das Bild transportieren wollte.

Die Kunst für mich liegt nunmehr darin, auch wenn mir das noch sehr selten passiert, die Streetfotografie mit der Landschafts- oder Architekturfotografie zu vereinen.

Nun seit ihr an der Reihe… Was fotografiert ihr am Liebsten und warum?

Fotografie

Streephotography/Straßenfotografie – Wie macht ihr das?

4. September 2011

Wikipedia bezeichnet es als Genre in der Fotografie, welches Fotografen und Stile umfasst. „Allgemein ist damit eine Fotografie gemeint, die im öffentlichen Raum entsteht, auf Straßen, in Geschäfte oder Cafés hineinblickend, Passantengruppen oder Einzelne herausgreifend, oftmals als Momentaufnahme,…„. Quelle Wikipedia

Klingt gut, nicht? Wäre da nicht der Haken mit dem Recht am eigenen Bild, welches in Deutschland im Gegensatz zu manch anderen Ländern (z.B USA) einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Im Grunde finde ich es natürlich gut, aber gerade im fotografischen Bereich würde ich mir mehr Freiheiten wünschen. Die gibt es zwar durch die garantierte Kunstfreiheit, welche im Grundgesetzt verankert ist und eine Einschränkung der künstlerischen Betätigung verbietet, aber sie darf mehr oder weniger keine anderen (Grund)rechte verletzen. Hier kommt nun das Kunsturhebergesetz zum tragen, welches versucht diese Differenzierung zu erkennen und zu lösen – „Die Einwilligung des Abgebildeten zur Veröffentlichung ist nicht erforderlich, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient

Höheres Interesse der Kunst!! Wer entscheidet das eigentlich? Das ist der Grund, warum ich mich mehr oder weniger von der Streetfotografie verabschiedet habe, denn weiß ich im Voraus wie die Gerichte im Streitfall entscheiden werden – nein!

Nach wie vor bin ich von der Streetfotografie fasziniert, denn ich mag diesen besagten Moment im Bild, wenn der Betroffene nicht weiß, dass er fotografiert wurde. Das allerings kann ich vergessen, wenn ich vorher zu der Person hingehe und frage, ob ich sie fotografieren kann/darf! Damit ist dieser für mich wunderbare Augenblick zerstört. Natürlich kann ich auch im Nachgang die betreffenden Person fragen, dann muss ich allerdings damit rechnen ein „Nein“ zu hören.

Mein Ausweg ist daher, die Person(en) so abzubilden, dass sie sich nicht mehr wiedererkennen kann. Zum Beispiel durch verschiedene Perspektiven oder durch eine verlängerte Verschlusszeit, die es mir erlaubt die Person nur schemenhaft abzubilden. Das gelingt mir allerdings nicht immer.

Wie macht ihr das eigentlich mit der Streetfotografie? Habt ihr eine spezielle Methode und vorallem habt ihr Erfolg damit? Bei diesem Betrag könnt ihr gerne einen Kommentar mit Bild hinterlassen. >>Bild zu einem Beitrag hinzufügen<<